DE666702C - Einrichtung zur gleichmaessigen Verteilung von Fluessigkeiten in Fuellkoerpertuermen - Google Patents

Einrichtung zur gleichmaessigen Verteilung von Fluessigkeiten in Fuellkoerpertuermen

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DE666702C
DE666702C DEI52157D DEI0052157D DE666702C DE 666702 C DE666702 C DE 666702C DE I52157 D DEI52157 D DE I52157D DE I0052157 D DEI0052157 D DE I0052157D DE 666702 C DE666702 C DE 666702C
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Germany
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liquid
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Expired
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DEI52157D
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English (en)
Inventor
Dr Ernst Hochschwender
Dipl-Ing Hans Thomssen
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/14Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column
    • B01D3/16Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid
    • B01D3/18Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid with horizontal bubble plates
    • B01D3/20Bubble caps; Risers for vapour; Discharge pipes for liquid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Einrichtung zur gleichmäßigen Verteilung von Flüssigkeiten in Füllkörpertürmen Es ist allgemein bekannt, daß bei Füllkörpertürmen, die zum Destillieren, Waschen u. dgl. dienen, die Flüssigkeitsverteilung mit zunehmender Rieselhöhe sich in der Weise ändert, daß die Flüssigkeitsströme sich mehr und mehr der Turmwand nähern, Ns schließlich bei genügender Rieselhöhe die ganze Flüssigkeit an der Wand herunterläuft. Es ist daher erforderlich, nach einer gewissen Rieselhohe eine Neuverteilung der Flüssigkeit vorzunehmen.
  • Man hat versucht, zu einer gleichmäßigen Flüssigkeitsverteilung zu gelangen, indem man Füllkörpertürme verwendete, die mit Verteilereinrichtungen folgender Bauart ausgerüstet sind: I. Böden, die mit der Wandung fest verbunden sind und über den ganzen Bodenquerschnitt verteilte Überläufe enthalten; 2. durchlochte konische Verteilerböden; 3. Sammelrinnen, die an der inneren Turmwand angebracht sind und mit nach der Tunnmitte ragenden Abläufen versehen sind.
  • Alle diese Verteilereinrichtungen zeigen jedoch erhebliche Mängel.
  • Bei mit der Turmwand fest verbundenen Böden mit über den ganzen Querschnitt verteilten überläufen zeigt sich, daß trotz genauer Werkstattausführung die Beschickung der einzelnen Überläufe im Betrieb ungleich wird, weil der Boden im Betrieb eine höhere Temperatur hat als die Wand, so daß Wärmespannungen den Boden verformen, und die Überläufe nicht mehr in einer waagerechten Ebene liegen. Auch der Boden an sich ist Wärmespannungen unterworfen, die die gleichen schädlichen Wirkungen hervorrufen.
  • Falls durch ein Zuflußrohr, z. B. in die Mitte eines Bodens, Flüssigkeit geleitet wird, wie es bei dem obersten Boden von Kolonnen und Waschtürmen der Fall ist, und diese Flüssigkeit von der Mitte des Bodens radial nach dem Rande weiterfließt, so nimmt ihre Geschwindigkeit entsprechend der Vergrößerung des ringförmigen Querschnitts ab. Die Geschwindigkeitsabnahme setzt sich in Druck um. Der Flüssigkeitsspiegel auf dem Boden ist also keine horizontale Ebene, sondern eine parabolische Fläche entsprechend der Linie B bzw. B' in Abb. I, so daß auch die Beschikkung von Stutzen, die nicht auf einem konzentrischen Kreis liegen, verschieden ist.
  • Bei den an zweiter Stelle erwähnten gelochten, konischen Verteilerböden hat man zwar eine gewisse Verbesserung der Verteilung erreicht; man hat aber niemals die Gewähr, daß tatsächlich jeder Flüssigkeitsablauf die gleichen Mengen hindurchläßt. Und selbst wenn es in einem Falle gelingen würde, bei einer bestimmten Flüssigkeitsmenge eine genügend gleichmäßige Verteilung zu erzielen, so hat dieser Boden den großen Nachteil, daß bei Änderung der Beaufschlagung die Verteilung schlecht wird.
  • Die an dritter Stelle genannten Sammelrinnen leiten zwar die an der Wand herunter. rieselnde Flüssigkeit zur Mitte des Tt » gs-bzw. der Kolonne, sorgen aber nicht gleichmäßige Verteilung der übrigen Flfis X keit.
  • Es wurde nun gefunden, daß es vorteilhaft ist, in bekannten Füllkörpertürmen, bei denen die Verteilerböden als verstellbare cnd frei expandierende Wannen ausgebildet sind, d. h. mit so viel seitlichem Spiel gelagert sind, daß sie sich ausdehnen können, ohne die Wand unmittelbar zu berühren, und bei denen sich die Mittelachse dieser Wannen mit der des Turmes deckt, diese Wannen an ihrer Peripherie mit einer oder mehreren nahe beieinanderliegenden, zur Wannenachse konzentrischen Reihen von Überlaufstutzen zu versehen. An die Überlaufstutzen schließen sich Ablaufrohre an, deren Ausgänge gleichmäßig über den ganzen Querschnitt verteilt sind.
  • An Hand der beiliegenden Zeichnung sei der Erfindungsgegenstand und seine Anwendung auf eine Füllkörperkolonne zur Destillation näher erläutert: In der Abb. 5 ist eine Kolonne dargestellt, die drei Verteilerwannen enthält. Die obere Wanne hat die Aufgabe, die durch das Rohr L zugeführte Flüssigkeit (Rückfluß) gleichmäBig zu verteilen.
  • Die mittlere Wanne hat die Aufgabe, die in schlechter Verteilung aus der darüber befindlichen Füllkörpersäuleherabrieselnde Flüssigkeit aufzufangen und wieder gleichmäßig zu verteilen. Der an oder nahe der Wand herabrieselnde Teil der Flüssigkeit wird dabei mit Hilfe eines Kragenbleches K in die Wanne geleitet.
  • Die untere Wanne nimmt außer der herabrieselnden Flüssigkeit (Rüclçfluß) das zu destillierende Rohprodukt, das durch die Leitung L' zugeführt wird, auf, um beide Flüssigkeitsmengen gleichmäßig auf die darunterliegende Füllkörpersäule zu verteilen. Oben bei 0 zieht dampfförmiges Destillat ab.
  • Die-gleichmäßige Verteilung wird nun nach Abb. I bis 4 in folgender Weise gelöst: Die durch das Rohr L in Abb. I zugeführte Flüssigkeit (Rückfluß) wird in die Mitte der Wanne geleitet und fließt durch ein Beruhigungssieb S von der Mitte der Wanne radial nach dem Rande zu, wo sich der konzentrische Kreis von Abflußstutzen (vgl. Abb. 2 und 3) befindet.
  • Der Flüssigkeitsspiegel in der Wanne bildet, wenn kein Druckunterschied im Raume über und unter der Wanne besteht (wie z. B. beim Ausprobieren auf dem Prüfstand), eine zur Kolonnenachse konzentrische parabolische Fläche entsprechend der Linie B. Bei auf einem konzentrischen Kreise angeordneten ^berlaufstutzen sind also die Wehrhöhen 2 Ji - - jedem Stutzen gleich groß, so daß auch -. » er Stutzen die gleiche Flüssigkeitsmenge rält. Diese gleichmäßige Beschickung der stutzen bewirkt bei gleichmäßig über den Kolonnenquerschnitt verteilten Ablaufrohrausgängen A eine gleichmäßige Flüssigkeitsverteilung.
  • Es sei an dieser Stelle erwähnt, daß bei Einbau einer solchen Verteilereinrichtung in eine Kolonne infolge der von unten nach oben um die Wanne herumströmenden Gase ein Druckunterschied zwischen den Räumen über und unter der Wanne entsteht. Die parabolische Fläche stellt sich dann entsprechend der Linie B' so ein, daß der Höhenunterschied zwischen B' und B, also die Flüssigkeitshöhe, dem Druckunterschied zwischen den Räumen über und unter der Wanne entspricht. Die gleiche Wehrhöhe bei allen Stutzen bleibt aber gewahrt.
  • Die Kappen Ko dienen als Gasabschlüsse, die verhindern, daß Gase durch die Ablaufrohre in die Wanne gelangen und den ruhigen Flüssigkeitsspiegel stören können.
  • Die mittlere Wanne (Abb. 5) erhält ihre Flüssigkeit von der Ablaufkante des Kragenblechs K und von der darüber befindlichen Füllkörpersäule. Ihr Flüssigkeitsspiegel ist eine horizontale Ebene, die Flüssigkeitsverteilung also auch gleichmäßig. Der Flüssigkeitsspiegel der unteren Wanne ist wiederum eine parabolische Fläche, weil das Rohprodukt durch die Rohrleitung L' zugeführt wird.
  • Der größte Vorteil der neuen Verteilereinrichtungen beruht darauf, daß bei Änderung der zugeführten Flüssigkeitsmenge, wie sie im Betrieb bei Anderung der Belastung vorkommt, die gleichmäßige Flüssigkeitsverteilung gewahrt bleibt. So wurde bei einer Verteilerwanne, die 60 m31h maximal zu verteilen hatte, festgestellt, daß eine gleichmäßige Verteilung auch noch bei einer Belastung von 5 m31h erzielt werden konnte.
  • Falls die Flüssigkeitsmenge sehr groß ist, so können die Uberlaufstutzen auch auf zwei oder mehreren konzentrischen Kreisen angeordnet werden. Es hat sich im Betriebe gezeigt, daß die damit verbundene Verschlechterung der Verteilung praktisch vernachlässigt werden kann, wenn man nur dafür sorgt, daß die konzentrischen Kreise so nahe wie möglich beieinander an der Peripherie der Wanne liegen, was z. B. dadurch geschieht, daß die Stutzen gegenseitig versetzt angeordnet werden (siehe Abb. 3).
  • Um nun trotz der ausgleichenden Wirkung der konzentrischen Anordnung der Ablaufstutzen den Einfluß der kälteren Kolonnenwand auszuschalten, ist die Verteilereinrichtung als Wanne ausgebildet, die frei expandierend mit genügend seitlichem Spiel e (siehe Abb. 2) von der Kolonnenwand auf Winkelstücken gelagert ist, die ihrerseits fest mit der Kolonnenwand verbunden sind.
  • Ferner kann durch Verwendung von Stellschrauben St (Abb. I), die durch besondere Flanschen F zugängllch gemacht werden können, die Wanne leicht ausgerichtet werden.
  • Um schließlich die Verformung der Wanne möglichst gering zu halten, ist diese durch die Auswahl des Materials, z. B. Gußeisen, und durch die Formgebung (wie kräftige Rippen und Stege) so widerstandsfähig wie möglich hergestellt.
  • Die Empfindlichkeit der Wanne gegen Areigungen. läßt sich außerdem durch Schlitze an den Überlaufstutzen herabsetzen, weil durch Schlitze die Wehrhöhen vergrößert werden (siehe Abb. 4).

Claims (1)

  1. PANTENTANSPRUCH: -Einrichtung zur gleichmäßigen Verteilung von Flüssigkeiten in Füllkörpertürmen, bei denen die Verteilereinrichtung als eine frei expandierend gelagerte Wanne ausgebildet ist, deren Mittelachse sich mit der des Turmes deckt, dadurch gekennzeichnet, daß diese verstellbare Wanne an ihrer Peripherie eine oder mehrere nahe beieinanderliegende Reihen konzentrisch zur Achse der Wanne angeordnete Überlaufstutzen enthält, deren Ablaufrohre über den zu berieselnden Ouerschnitt des Turmes verteilt sind.
DEI52157D 1935-04-19 1935-04-19 Einrichtung zur gleichmaessigen Verteilung von Fluessigkeiten in Fuellkoerpertuermen Expired DE666702C (de)

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DE (1) DE666702C (de)

Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE899795C (de) * 1949-06-08 1953-12-17 Hoechst Ag Vorrichtung zum Waermeaustausch
DE1028093B (de) * 1955-03-28 1958-04-17 Wilhelm Heiler Fluessigkeitsverteiler fuer Fuellkoerpersaeulen
DE1039032B (de) * 1953-03-28 1958-09-18 Joh Schmahl Maschinenfabrik Fluessigkeitsverteiler fuer bei hohem Vakuum arbeitende Destillierkolonnen
DE1080075B (de) * 1958-04-12 1960-04-21 Pintsch Bamag Ag Austauschkolonne mit Sieb-oder Glockenboeden

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DE899795C (de) * 1949-06-08 1953-12-17 Hoechst Ag Vorrichtung zum Waermeaustausch
DE1039032B (de) * 1953-03-28 1958-09-18 Joh Schmahl Maschinenfabrik Fluessigkeitsverteiler fuer bei hohem Vakuum arbeitende Destillierkolonnen
DE1028093B (de) * 1955-03-28 1958-04-17 Wilhelm Heiler Fluessigkeitsverteiler fuer Fuellkoerpersaeulen
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