DE665367C - Verfahren zum Beschicken und Entleeren einsatzloser Azotieroefen - Google Patents

Verfahren zum Beschicken und Entleeren einsatzloser Azotieroefen

Info

Publication number
DE665367C
DE665367C DEB172401D DEB0172401D DE665367C DE 665367 C DE665367 C DE 665367C DE B172401 D DEB172401 D DE B172401D DE B0172401 D DEB0172401 D DE B0172401D DE 665367 C DE665367 C DE 665367C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
inserts
furnace
ovens
loading
oven
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB172401D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rudolf Bartels
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BAYERISCHE STICKSTOFF WERKE AG
Original Assignee
BAYERISCHE STICKSTOFF WERKE AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BAYERISCHE STICKSTOFF WERKE AG filed Critical BAYERISCHE STICKSTOFF WERKE AG
Priority to DEB172401D priority Critical patent/DE665367C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE665367C publication Critical patent/DE665367C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C01—INORGANIC CHEMISTRY
    • C01C—AMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00—Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/002—Synthesis of metal cyanides or metal cyanamides from elementary nitrogen and carbides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Toxicology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

  • Verfahren zum Beschicken und Entleeren einsatzloser Azotieröfen Es ist bekannt, bei der Kalkstickstoffherstellung aus Calciumcarbid und Stickstoff Ofen mit entfernbaren Einsätzen zu verwenden. Die Einsätze «erden hierbei mit einer Hebevorrichtung aus dem Ofen herausgehoben. Bei dem Ein- und Ausbringen der Einsätze haben sich hierbei jedoch Schwierigkeiten ergehen, die besonders das Herausziehen der Hebevorrichtung nach dem Einsetzen des Bodens mit den Einsätzen erschwert.
  • Diese Schwierigkeiten werden dadurch beseitigt, daß die Ofeneinsätze in einen Ofen von nur wenig größerem Durchmesser durch an einer mehrteiligen Traverse befestigte und am Boden der Einsätze angreifende Hakenstangen oder ähnliche Greiforgane eingeführt werden, wobei die Haken, welche an Kettengliedern aufgehängt sind, so eingehängt werden, daß sie nicht radial, sondern in Richtung des Kreisumfanges zeigen und beim Einhaken in den Boden um 9o° gedreht werden müssen, so daß sie beim Aufsetzen der Einsätze durch den entstandenen Drall selbsttätig aushaken und sodann vor dem Azotieren die Einsätze selbst und nach dem Azotieren die Böden mit dein Kalkstickstoffblock herausgehoben werden und daß das Einführen der Hakenstangen zum Herausheben der fertig azotierten Blöcke durch vertikale Kanäle im Ofenfutter vorgenommen wird und das Kippen der Kalkstickstoffblöcke beim Herausheben durch außen an der Traverse herabreichende oder durch in die im Kalkstickstoffblock frei gelassenen Heizkanäle eingreifende Stangen verhütet werden kann.
  • Die Füllzylinder werden zweckmäßig nicht wie bisher innen, sondern außen mit einer Umhüllung aus Pappe, Papier, Wellpapier, Gewebe oder anderen passenden verbrennbaren Materialien umgeben, die nach dem Herausziehen des Füllzylinders im Ofen verbleiben. Dadurch, daß die Umhüllung außen um den Zylinder herumgelegt wird, erzielt man nicht nur eine bessere Ausnutzung des Ofenraumes, sondern man kommt auch mit einer viel dünneren und schwächeren Umhüllung aus als bisher. Wenn man die Pappe innen im Zylinder anbringt, rnuß sie sehr stark ausgeführt werden, damit sie in der Lage ist, nach dem Herausziehen des Füllzylinders den Druck des Carbides auszuhalten, ohne zu reißen. Je stärker die Umhüllung aber ist, um so mehr Fremdgase werden durch ihre Vergasung bei der Azotierung entwickelt, und es ist bekannt, daß diese Fremdgase einen nachteiligen Einfluß auf die Azotierung ausüben. Bei der vorstehend beschriebenen Anordnung kann die Umhüllung sehr viel schwächer sein, weil der Druck des Carbides von der Ofenwand abgefangen wird. Dadurch ergibt sich eine geringere Fremdgasentwicklung und als Folge derselben eine bessere Azotierung.
  • Man kann auch die Papier- oder Papp=, utnhüllung vollkommen fortlassen und nur die,. Rillen in der Ofenwandung durch Papp- oder'" Papierstreifen abdecken, um diese Rillen freizuhalten.
  • Die Durchführung des Verfahrens und der Vorrichtung ergibt sich aus den beiliegenden Zeichnungen.
  • Abb. i zeigt das Einsetzen eines Füllzylinders in den Ofen, Abb. 2 den Ofen ohne Einsatz und Boden und Abb.3 die Traverse mit dem Boden für den Fülleinsatz.
  • Die Vorrichtung besteht aus einem am unteren Rande mit Aussparungen oder Ausschnitten versehenen Boden i. Auf den Boden wird der Zylinder a von geringerem Durchinesser aufgesetzt. Der obere Rand des Bodens dient als Halt für die außen um den Zylinder gelegte Wellpappe 3, die das Carbid von der Ofenwandung fernhalten soll. .f ist eine Traverse, die in der :@ltli. 3 als Hakentraverse ausgebildet ist, mit den Stangen 5 und den seitlichen Streben 6. Statt der Streben kann auch ein Eisenstab in der Mitte angeordnet werden, der in den Heizkanal eingreift und auf diese Weise den Block stützt. 7 ist (las Ofenfutter mit den vertikalen Kanälen beliebigen Querschnitts B.
  • Das Füllen des Ofens geschieht derart, daß der mit der Wellpappe 3 umwickelte Blechzylinder 2 auf die Bodenplatte i aufgesetzt wird und daß, nachdem ein Rohr zur Bildung des Heizkanals in den Zylinder eingesetzt ist, der durch Boden und Zylinder gebildete Silo mit Carbid gefüllt wird. lach erfolgter Füllung wird dieser Silo mittels der Traverse-l, welche in die unteren Aussparungen g des Bodens i mit ihren Haken 5 eingreift, gefaßt und mit der Traverse in den Azotierofen eingesetzt, wobei die Kanäle 8 des Ofenfutters zur Aufnahme der Stangen der Traverse dienen.
  • Wenn nun der Einsatzboden auf den unten im Ofen liegenden Kontaktring aufgesetzt ist, werden die Haken der Traverse am Boden ausgehakt, dann an kurzen, daneben angebrachten Haken in oben im Zylinder befindlichen Osen eingehakt und der Zylinder aus dem Ofen herausgehoben. Das locker aus dem Zylinder ausfließende Carbid wird durch das sich an die Ofenwandungen legende Papier von den Kanälen und dem Mauerwerk ferngehalten.
  • :,Das Ausheben der fertig azotierten Blöcke ei<*#plgt in analoger Weise derart, daß die .fangen der Traverse durch die Kanäle des Ofenfutters heruntergelassen und in die Ausschnitte des Bodens, einen am Boden Oberhall) des Randes angebrachten Ring oder eine zum Eingreifen geeignete Vorrichtung eingehakt werden, so daß bei Anziehen der Traverse der Boden mit dem Block herausgehoben wird. Die an der Traverse angebrachten Streben 6 verhüten dabei ein Kippen des Blockes.

Claims (1)

  1. PATEXTANSPRÜCHE : i. Verfahren zum Beschicken und Entleeren einsatzloser Azotieröfen unter Verwendung entfernbarer Ofeneinsätze und loser Bodenplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die Ofeneinsätze in einen Ofen von nur wenig größerem Durchmesser durch an einer mehrteiligen Traverse befestigte und am Boden der Einsätze angreifende Hakenstangen oder ähnliche Greiforgane eingeführt werden, wobei die Haken, welche an Kettengliedern aufgehängt sind, so eingehängt werden, daß sie nicht radial, sondern in Richtung des Kreisumfanges zeigen und beim Einhaken in den Boden um 9o ' gedreht werden müssen, so daß sie beim :aufsetzen der Einsätze durch den entstandenen Drall selbsttätig aushaken, und daß sodann vor dem Azotieren die Einsätze selbst und nach dem Azotieren die Böden mit dein Kalkstickstoitblock herausgehoben werden und daß das Einführen der Hakenstangen zum Herausheben der fertigazotierten Blöcke durch vertikale Kanäle im Ofenfutter vorgenommen wird und daß das Kippen der Kalkstickstoflblöcke beim Herausheben durch außen an der Traverse herabreichende oder durch in die im Kalkstickstoffblock freigelassenen Heizkanäle eingreifende Stangen oder durch herabhängende Ringe verhütet werden kann. ?. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikalen Kanäle im Ofenfutter durch Papp- oder Papierstreifen abgedeckt werden.
DEB172401D 1936-01-04 1936-01-04 Verfahren zum Beschicken und Entleeren einsatzloser Azotieroefen Expired DE665367C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB172401D DE665367C (de) 1936-01-04 1936-01-04 Verfahren zum Beschicken und Entleeren einsatzloser Azotieroefen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB172401D DE665367C (de) 1936-01-04 1936-01-04 Verfahren zum Beschicken und Entleeren einsatzloser Azotieroefen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE665367C true DE665367C (de) 1938-09-23

Family

ID=7007015

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB172401D Expired DE665367C (de) 1936-01-04 1936-01-04 Verfahren zum Beschicken und Entleeren einsatzloser Azotieroefen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE665367C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1951051A1 (de) Kryogenischer Lagerbehaelter
DE726380C (de) Schwelretorte
DE13681C (de) Neuerungen an Einrichtungen zur Wiederbelebung der Knochenkohle
DE637682C (de) Vorrichtung zur unterbrochenen Erzeugung von festem, stueckigem Halb- oder Ganzkoks aus bituminoesen Brennstoffen, insbesondere aus schlecht backender Kohle
AT92565B (de) Backvorrichtung.
DE722461C (de) Vorrichtung zur Herausnahme von grossen Bloecken Calciumcyanamids
DE657109C (de) Einrichtung zum Wasserroesten von Bastfaserstengeln
DE284859C (de)
DE713137C (de) Vorrichtung zum Beschicken von Schachtoefen, insbesondere Hochoefen
DE676507C (de) Tuer fuer Waagerechte Kammeroefen
AT282853B (de) Zwischengefäß für Metall-Stranggußanlagen
DE527773C (de) Verfahren zum Sintern mulmiger Erze und Huettenerzeugnisse
DE611574C (de) Ofen mit teleskopartig einstellbarem Fuellschacht
DE132911C (de)
DE4041610C1 (en) Prodn. of monolithic, refractory coating in metallurgical ladle - by lowering upright ladle into burner appts. having basket-like structure of pipes coated with burning medium and jets along their length
AT202168B (de) Aus Rippen und Zwischenfeldern bestehende Hängedecke für Industrieöfen
DE668196C (de) Stuetzvorrichtung fuer Drehherdoefen
DE579389C (de) Verfahren zum Herstellen von Gasabzugskanaelen in der Beschickung liegender Kammeroefen
DE594176C (de) Aufsatzgefaess zum Duensten und Daempfen von Nahrungsmitteln
DE2206471C3 (de) Vorrichtung am Härtekessel zur Dampf härtung von Kunststeinen
DE434628C (de) Lagerung fuer die inneren Schlusssteine bei Haengedecken fuer Feuerungen
DE558970C (de) Azotiergrossofen zur Darstellung von Kalkstickstoff
DE613675C (de) Malzkeimtrommel
DE617421C (de) Frostschutzofen
DE540329C (de) Im Dampfraum eines Kessels loesbar eingebaute, in der Laengsrichtung der Trommel unterteilte Rieselvorrichtung