DE665367C - Verfahren zum Beschicken und Entleeren einsatzloser Azotieroefen - Google Patents
Verfahren zum Beschicken und Entleeren einsatzloser AzotieroefenInfo
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Description
- Verfahren zum Beschicken und Entleeren einsatzloser Azotieröfen Es ist bekannt, bei der Kalkstickstoffherstellung aus Calciumcarbid und Stickstoff Ofen mit entfernbaren Einsätzen zu verwenden. Die Einsätze «erden hierbei mit einer Hebevorrichtung aus dem Ofen herausgehoben. Bei dem Ein- und Ausbringen der Einsätze haben sich hierbei jedoch Schwierigkeiten ergehen, die besonders das Herausziehen der Hebevorrichtung nach dem Einsetzen des Bodens mit den Einsätzen erschwert.
- Diese Schwierigkeiten werden dadurch beseitigt, daß die Ofeneinsätze in einen Ofen von nur wenig größerem Durchmesser durch an einer mehrteiligen Traverse befestigte und am Boden der Einsätze angreifende Hakenstangen oder ähnliche Greiforgane eingeführt werden, wobei die Haken, welche an Kettengliedern aufgehängt sind, so eingehängt werden, daß sie nicht radial, sondern in Richtung des Kreisumfanges zeigen und beim Einhaken in den Boden um 9o° gedreht werden müssen, so daß sie beim Aufsetzen der Einsätze durch den entstandenen Drall selbsttätig aushaken und sodann vor dem Azotieren die Einsätze selbst und nach dem Azotieren die Böden mit dein Kalkstickstoffblock herausgehoben werden und daß das Einführen der Hakenstangen zum Herausheben der fertig azotierten Blöcke durch vertikale Kanäle im Ofenfutter vorgenommen wird und das Kippen der Kalkstickstoffblöcke beim Herausheben durch außen an der Traverse herabreichende oder durch in die im Kalkstickstoffblock frei gelassenen Heizkanäle eingreifende Stangen verhütet werden kann.
- Die Füllzylinder werden zweckmäßig nicht wie bisher innen, sondern außen mit einer Umhüllung aus Pappe, Papier, Wellpapier, Gewebe oder anderen passenden verbrennbaren Materialien umgeben, die nach dem Herausziehen des Füllzylinders im Ofen verbleiben. Dadurch, daß die Umhüllung außen um den Zylinder herumgelegt wird, erzielt man nicht nur eine bessere Ausnutzung des Ofenraumes, sondern man kommt auch mit einer viel dünneren und schwächeren Umhüllung aus als bisher. Wenn man die Pappe innen im Zylinder anbringt, rnuß sie sehr stark ausgeführt werden, damit sie in der Lage ist, nach dem Herausziehen des Füllzylinders den Druck des Carbides auszuhalten, ohne zu reißen. Je stärker die Umhüllung aber ist, um so mehr Fremdgase werden durch ihre Vergasung bei der Azotierung entwickelt, und es ist bekannt, daß diese Fremdgase einen nachteiligen Einfluß auf die Azotierung ausüben. Bei der vorstehend beschriebenen Anordnung kann die Umhüllung sehr viel schwächer sein, weil der Druck des Carbides von der Ofenwand abgefangen wird. Dadurch ergibt sich eine geringere Fremdgasentwicklung und als Folge derselben eine bessere Azotierung.
- Man kann auch die Papier- oder Papp=, utnhüllung vollkommen fortlassen und nur die,. Rillen in der Ofenwandung durch Papp- oder'" Papierstreifen abdecken, um diese Rillen freizuhalten.
- Die Durchführung des Verfahrens und der Vorrichtung ergibt sich aus den beiliegenden Zeichnungen.
- Abb. i zeigt das Einsetzen eines Füllzylinders in den Ofen, Abb. 2 den Ofen ohne Einsatz und Boden und Abb.3 die Traverse mit dem Boden für den Fülleinsatz.
- Die Vorrichtung besteht aus einem am unteren Rande mit Aussparungen oder Ausschnitten versehenen Boden i. Auf den Boden wird der Zylinder a von geringerem Durchinesser aufgesetzt. Der obere Rand des Bodens dient als Halt für die außen um den Zylinder gelegte Wellpappe 3, die das Carbid von der Ofenwandung fernhalten soll. .f ist eine Traverse, die in der :@ltli. 3 als Hakentraverse ausgebildet ist, mit den Stangen 5 und den seitlichen Streben 6. Statt der Streben kann auch ein Eisenstab in der Mitte angeordnet werden, der in den Heizkanal eingreift und auf diese Weise den Block stützt. 7 ist (las Ofenfutter mit den vertikalen Kanälen beliebigen Querschnitts B.
- Das Füllen des Ofens geschieht derart, daß der mit der Wellpappe 3 umwickelte Blechzylinder 2 auf die Bodenplatte i aufgesetzt wird und daß, nachdem ein Rohr zur Bildung des Heizkanals in den Zylinder eingesetzt ist, der durch Boden und Zylinder gebildete Silo mit Carbid gefüllt wird. lach erfolgter Füllung wird dieser Silo mittels der Traverse-l, welche in die unteren Aussparungen g des Bodens i mit ihren Haken 5 eingreift, gefaßt und mit der Traverse in den Azotierofen eingesetzt, wobei die Kanäle 8 des Ofenfutters zur Aufnahme der Stangen der Traverse dienen.
- Wenn nun der Einsatzboden auf den unten im Ofen liegenden Kontaktring aufgesetzt ist, werden die Haken der Traverse am Boden ausgehakt, dann an kurzen, daneben angebrachten Haken in oben im Zylinder befindlichen Osen eingehakt und der Zylinder aus dem Ofen herausgehoben. Das locker aus dem Zylinder ausfließende Carbid wird durch das sich an die Ofenwandungen legende Papier von den Kanälen und dem Mauerwerk ferngehalten.
- :,Das Ausheben der fertig azotierten Blöcke ei<*#plgt in analoger Weise derart, daß die .fangen der Traverse durch die Kanäle des Ofenfutters heruntergelassen und in die Ausschnitte des Bodens, einen am Boden Oberhall) des Randes angebrachten Ring oder eine zum Eingreifen geeignete Vorrichtung eingehakt werden, so daß bei Anziehen der Traverse der Boden mit dem Block herausgehoben wird. Die an der Traverse angebrachten Streben 6 verhüten dabei ein Kippen des Blockes.
Claims (1)
- PATEXTANSPRÜCHE : i. Verfahren zum Beschicken und Entleeren einsatzloser Azotieröfen unter Verwendung entfernbarer Ofeneinsätze und loser Bodenplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die Ofeneinsätze in einen Ofen von nur wenig größerem Durchmesser durch an einer mehrteiligen Traverse befestigte und am Boden der Einsätze angreifende Hakenstangen oder ähnliche Greiforgane eingeführt werden, wobei die Haken, welche an Kettengliedern aufgehängt sind, so eingehängt werden, daß sie nicht radial, sondern in Richtung des Kreisumfanges zeigen und beim Einhaken in den Boden um 9o ' gedreht werden müssen, so daß sie beim :aufsetzen der Einsätze durch den entstandenen Drall selbsttätig aushaken, und daß sodann vor dem Azotieren die Einsätze selbst und nach dem Azotieren die Böden mit dein Kalkstickstoitblock herausgehoben werden und daß das Einführen der Hakenstangen zum Herausheben der fertigazotierten Blöcke durch vertikale Kanäle im Ofenfutter vorgenommen wird und daß das Kippen der Kalkstickstoflblöcke beim Herausheben durch außen an der Traverse herabreichende oder durch in die im Kalkstickstoffblock freigelassenen Heizkanäle eingreifende Stangen oder durch herabhängende Ringe verhütet werden kann. ?. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikalen Kanäle im Ofenfutter durch Papp- oder Papierstreifen abgedeckt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEB172401D DE665367C (de) | 1936-01-04 | 1936-01-04 | Verfahren zum Beschicken und Entleeren einsatzloser Azotieroefen |
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| DE665367C true DE665367C (de) | 1938-09-23 |
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