DE663643C - Kniebandage - Google Patents
KniebandageInfo
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- DE663643C DE663643C DET46328D DET0046328D DE663643C DE 663643 C DE663643 C DE 663643C DE T46328 D DET46328 D DE T46328D DE T0046328 D DET0046328 D DE T0046328D DE 663643 C DE663643 C DE 663643C
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Classifications
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Description
- Kniebandage Die Erfindung bezieht sich :auf eine Kniebandage, .deren Verwendung für Schlottergelenke in Betracht kommt. Schlottert lenke sind vielfach die Folge von Kniegelenkentzündungen, die nicht in allen Fällen. ausheilen, so daß eine gewisse Schwäche dies Kniegelenkes zurückbleibt. Das Kniegelenk hat also dann nicht mehr die ursprüngliche Festigkeit und den -natürlichen Zusammenhalt, so daß man zu einer Bandagierung eines solchen Kniegelenkes greifen @muß.
- Die richtige Bandagienung des Kniegelenkes ist schwierig wegen der nahezu konischen Form insbesondere des Oberschenkels und der Rundung, so daß die Bandage keinen guten Halt hat und durch die ständigen Bewegungen leicht rutschen kann. Die scharnierartige Bewegung des Kniegelenkes vergrößert weiter die Schwierigkeiten für die richtige Bandagierung. Wird das Knie gebeugt, dann vergrößert sich tdie Vorderiläche des Knies, während sich die Kniekehle verkleinert. Dieser Bewegung hat das Material, aus dem eine Kniebandage besteht, zu' folgen., im anderen Fall stellt sie für den Träger ein nachteiliges Übel dar.
- Wenn man beispielsweise die Kniebandage aus einem Gummigeflecht herstellt, so kann sich zwar das in zwei Richtungen elastische Geflecht bei der Bewegung über der Kniescheibe .ausdehnen.. An der Kniekehle aber wird sie sich in Falten legen, was von dem Träger als störend empfunden wird und ihm Schmerzen verursacht. Je mehr das Knie bei einer solchen Kniebandage gebeugt wird, desto mehr werden die Falten an der Kniekehle in das Fleisch einschneiden.
- Man kennt schon Versuche, bei Kniebandagen Faltenbildungen in der Kniekehle zu vermeiden. Einerseits ist der Vorschlag gemacht worden, den mittleren Teil der hinteren Kniebandage aus weichem, schmiegsamem Trikot herzustellen, der beim Faltenschlagen nicht iallzu stark schneiden soll. Hier will man ialso durch eine besondere Anordnung des rückwärtigen Teiles an sich das Faltenschlagen überhaupt ;nicht verhüten, sondern es wird nur die Falte möglichst weich gestaltet, ium das Scheuern und Einschnieid@en zu vermindern.. In einem anderen Fall sind aus diesem Grunde im Kniekehlenteil Gummifäden ausgelassen worden, eine Lösung, die keineswegs befriedigt. Die Gummifäden, die im Knie vor Beginn der Kniekehle .aufhörten und :abgebunden sind, ziehen nämlich trotzdem den in der Kniekehle befindlichen gummilosen Stoff zusammen. und lassen ihn empfindliche Falten schlagen.
- Demgegenüber befaßt sich die Erfindung mit einer Kniebandage, die eine gute Lösung des behandelten Problems darstellt. Einerseits wird durch die erfindungsgemäße Kniebandage dem Knie ein fester Halt gegeben, und andererseits wird auch nicht dadurch die Beweglichkeit des Knies behindert, und insbesondere entstehen bei dieser neuen Kniebandage keine schneidenden Falten in der Kniekehle bei der Bewegung.
- Die erfindungsgemäße Kniebandage ist aus zwei aus Strickware bestehenden verschiede= nen Teilen zusammengesetzt. Die -Strickware, die in der einen Richtung vorher auf das äußerste gestreckt worden ist und demzufolge in dieser Richtung unnachgiebig ist, ist für den Vorderteil der Kniebandage so verwendet, daß diese Richtung waagerecht um das Knie verläuft. Die Strickware für den hinteren Teil der Kniebandage, der der Kniekehle zugewendet ,ist, läuft schräg zu dein Rändern der Kniebandage, @un.d in der einen Richtung ist sie nachgiebig, in der anderen -unnachgiebig.
- Im besonderen verwendet man für den Vorderteil der Kniebandage einen Teil eines auf einer gewöhnlichen Strichmaschine hergestellten Strickschlauches mit lockerer Maschenbildung. Dieser wird vor seiner Verwendung in der Längsrichtung auf das äußerste in die Länge gezogen, so daß in dieser Längsrichtung keine weitere Ausdehnung mehr möglich ist. Von einem derartigen Strickschlauch wird ein passendes Stück, für den Vorderteil der Kniebandage abgeschnitten, und dieses Stück des Strickschlauches kommt so auf das Kniegelenk zu liegen, daß .die Längsachse des Strichgewebes, in welcher das Gewebe auf das äußerste in die Länge gestreckt worden ist, waagerecht zum Knie verläuft.
- Aus dein gleichen Strickschlauch kann man auch den der Kniekehle zugewendeten Teil der Kniebandage herstellen. In diesem Falle wird aber zunächst der Strickschlauch seitlich aufgeschnitten, so daß eine einfache Bahn entsteht. Der Kniekehlenteil wird dann nicht gerade, sondern schräg zur Strickrichtung des Strickgewebes aus dieser einfachen Bahn herausgeschnitten, die dann mit den beiden Teilen des vorderen Knieteiles vereinigt werden. Der Kniekehlenteil verläuft dann schräg zu den Rändern des vorderen Teiles der Kniebandage und ist in der einen schrägen Richtung nachgiebig und in einer anderen nicht nachgiebig. -An Hand der Zeichnung ist meinem Ausführungsbeispiel der Erfindungsgegenstand dargestellt, ;und zwar zeigt Fig. i eine schaubildliche Darstellung der Kniebandage am Knie, Fig. 2 die Kniebandage ausgestreckt, Fig.3 eine Schnittansicht der Fig.2 nach der Linie I-I.
- Die Kniebandage i besteht aus den Teilen 2, 6 und 3. Die Teile 2, 6 bilden den Vorderteil der Kniebandage und der Teil 3 den Rückenteil, der der Kniekehle zugewendet ist. Die Teile-" 6 und 3 sind aus einem Strickschlauch in der schon geschilderten Weise hergestellt. Der Vorderteil 2, 6 ist demnach zweilagig und der Rückenteil 3 einlagig (Fig.3). Durch den Pfeiles ist aalgedeutet, daß in dieser Richtung der Kniekehlenteil dehnbar ist, während er in der gestrichelten -Pfeilrichtung b nicht nachgibt.
- . Die Kniebandage weist Versteifungen - auf, und man kann auch eine Verschnürung 5 verwenden, die die Handhabung der Bandage erleichtert.
- Ist das Knie gestreckt, dann umspannt die Bandage das Knie straff ringsum und gibt ihm einen festen Halt. Sowohl der Vorderteil 2, 6 wie der Hinterteil 3 der Kniebandage sind ringsum gleichmäßig gespannt. Wird dagegen das Knie gebeugt, so benötigt der Vorderteil 2, 6 .der Kniebandage mehr Material. Durch die vorherige Ausdehnung des Strickschlauches in seiner Längsrichtung, der den Vorderteil der Kniebandage bildet, ist die Möglichkeit zur Ausdehnung gegeben, und zwar ist das in der Längsrichtung ausgedehnte Material in der Querrichtung sehr nachgiebig.
- Die Querrichtung in diesem Falle, die hier der Längsachse des Beines entspricht, kann sich ,ausdehnen. Diese Ausdehnung wirkt sich aber in einer Verkürzung des Materials in der anderen Richtung aus. Je mehr der Vorderteil in der Längsachse des Beines gedehnt wird, rum so schmaler wird der Vorderteil. Der Vorderteil wird .also bei der Beugung des Knies Stoff von dem hinteren Tei13 der Kniehandag e an sich raffen.
- Die Zugkraft, die der Vorderteil 2, 6 auf den hinteren Tei13 ausübt, wirkt sich nicht waagerecht, sondern in der Pfeilrichtung a des hinteren Teiles aus, weil der hintere Teil 3 nur 'n dieser Pfeilrichtunga nachgiebig ist. Dadurch wird die Kniebandage im Sinne der zunehmenden Beugung immer gleichmäßig gespannt sein. Insbesondere können sich keine horizontal verlaufenden Falten bilden, weil der in der Pfeilrichtunga auftretende Zug eine Faltenbildung verhindert.
- Streckt sich jetzt das Knie wieder, dann geht der geschilderte Vorgang rückläufig vor sich. Die vordere Strickware gibt nach, während die rückwärtige sich strafft und die vorn frei werdende Strickware an sich rafft Bund nun ihrerseits eine Faltenbildung vorn verhütet.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Kmiebandage, .dadurch gekennzeichnet, ,daß sie aus zwei aus Strickware bestehenden verschiedenen Teilen. (2, 6 und 3) zusammengesetzt ist und daß die Strickware, .die in der einen Richtung vorher auf _ das äußerste in die Länge ge@-streckt worden ist und demzufolge in. dieser Richtung ,unnachgiebig ist, für den Vorderteil der Kniebandage (a, 6) so verwendet ist, daß diese Richtung waagerecht ,um das Knie verläuft, und die Strickware des hinteren Teiles der Kniebandage (3), der der Kniekehle zugewendet ist, schräg zu den Ränder. der Kniebandage läuft und in der einen Richtung (Pfeil a) nachgiebig ,und in .einer anderen Richtung (Pfeil b) unnachgiebig ist. a. Kniebandage mach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Teile (a, 6 ,und 3) ider Kniebandage aus einem auf einer gewöhnlichen Strickmaschine hergestellten Strickschlauch bestehlen, -und zwar ist der Vorderteil (2,6) zweilagig und der Rückenteil (3) aus einer aufgeschnittenen einfachen Bahn des Strickschlauches hergestellt (Fig.3).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET46328D DE663643C (de) | 1936-01-28 | 1936-01-28 | Kniebandage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET46328D DE663643C (de) | 1936-01-28 | 1936-01-28 | Kniebandage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE663643C true DE663643C (de) | 1938-08-10 |
Family
ID=7562292
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET46328D Expired DE663643C (de) | 1936-01-28 | 1936-01-28 | Kniebandage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE663643C (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3074400A (en) * | 1961-11-14 | 1963-01-22 | Schulman Norman | Knee cap brace |
| US3084685A (en) * | 1961-05-25 | 1963-04-09 | Surgical Appliance Ind | Knee brace |
| DE4103383A1 (de) * | 1991-02-05 | 1992-08-06 | Beiersdorf Ag | Ellenbogen-bandage |
| DE4104930A1 (de) * | 1991-02-18 | 1992-08-20 | Beiersdorf Ag | Sprunggelenk-bandage |
| EP2179711A1 (de) | 2008-10-23 | 2010-04-28 | Otto Bock HealthCare GmbH | Gelenkbandage |
| ITTV20100098A1 (it) * | 2010-07-12 | 2012-01-13 | Marco Giani | Tutore articolare. |
-
1936
- 1936-01-28 DE DET46328D patent/DE663643C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4104930C2 (de) * | 1991-02-18 | 2000-05-04 | Beiersdorf Ag | Sprunggelenk-Bandage |
| EP2179711A1 (de) | 2008-10-23 | 2010-04-28 | Otto Bock HealthCare GmbH | Gelenkbandage |
| DE102008052860A1 (de) | 2008-10-23 | 2010-04-29 | Otto Bock Healthcare Gmbh | Gelenkbandage |
| ITTV20100098A1 (it) * | 2010-07-12 | 2012-01-13 | Marco Giani | Tutore articolare. |
| EP2407128A1 (de) * | 2010-07-12 | 2012-01-18 | Marco Giani | Orthesengelenk |
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