DE663453C - Verfahren zur Herstellung hochporiger keramischer Erzeugnisse - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hochporiger keramischer Erzeugnisse

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DE663453C
DE663453C DED68103D DED0068103D DE663453C DE 663453 C DE663453 C DE 663453C DE D68103 D DED68103 D DE D68103D DE D0068103 D DED0068103 D DE D0068103D DE 663453 C DE663453 C DE 663453C
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clay
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B38/00Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof
    • C04B38/06Porous mortars, concrete, artificial stone or ceramic ware; Preparation thereof by burning-out added substances by burning natural expanding materials or by sublimating or melting out added substances
    • C04B38/063Preparing or treating the raw materials individually or as batches
    • C04B38/0635Compounding ingredients
    • C04B38/069Other materials, e.g. catalysts

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Description

  • Verfahren zur Herstellung hochporiger keramischer Erzeugnisse Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung hochporiger keramischer Erzeugnisse durch Formen und Brennen von Gemischen aus Ziegelton und verbrennbaren Beimengungen und sauerstoffabgebenden Zusatzstoffen und besteht darin, daß als Zusatz ein unter Bildung von oxydierenden und nichtoxydierenden Gasen sich restlos zersetzender Stoff verwendet wird. Solche Zusatzstoffe sind insbesondere Ammoniumsalze oxydierender Säuren oder organische entsprechende Aminverbindungen, die vorzugsweise während des Vermischens des Tones mit den organischen, verbrennbaren Beimengungen hinzugefügt werden.
  • Man hat zur Herstellung poröser keramischer Erzeugnisse, wie Ziegelsteine, Filtersteine, Blumentöpfe usw., den keramischen Rohstoffen, z. B. Lehm, Ton usw., organische, verbrennbare Stoffe, beispielsweise Torf, Sägemehl, Grudekoks o. dgl., zugesetzt. Es hat sich hierbei gezeigt, daß die organischen Zusätze nur unvollkommen durchbrennen, da sich die Hohlräume mit den organischen Zersetzungsprodukten verstopfen, und dadurch treten während des Brennprozesses innere Spannungen auf, die zu einem Reißen der Steine führten.
  • Um ein besseres Durchbrennen und Ausbrennen der organischen Zusatzstoffe zu erzielen, hat man vorgeschlagen; dem Gemisch aus keramischem Rohstoff und brennbaren organischen Stoffen sauerstoffabgebende chemische Zusatzstoffe, und zwar Kollodium und Chilesalpeter (Natriumnitrat), beizumengen. Kollodium läßt sich aber entgegen den gemachten Vorschlägen in Wasser auch unter Zusatz sogenannter Emulgatoren nicht lösen, so daß dieser Zusatz ausscheidet, ganz abgesehen davon, daß Kollodium sehr teuer und besonders feuergefährlich ist.
  • Auch die Anwendung von N atriumnitrat als sauerstoffabgebender Zusatzstoff hat ergeben, daß- die im Rohstoffgemisch enthaltenen organischen Stoffe beim Drennprozeß nur an den Außenseiten des Produktes, beispielsweise eines Ziegelsteines, verbrennen. D. h. Natriumnitrat gibt nur wenig Sauerstoff ab und wird beim Brennen in Natriumnitrit überführt. Es verbleibt also im Stein ein Salz, welches durch die Feuchtigkeit der Luft später auswittert und die bekannten und gefürchteten Ausblühungen ergibt, die bis zum völligen Abtreiben etwaigen auf die Mauer aufgetragenen Putzes führen. Weiterhin werden durch das nicht mehr aufspaltbare Natriumnitrit Kanäle und Poren im Stein, soweit sie überhaupt vorhanden sind, verstopft, und es bilden sich Glasuren, durch die die Porosität und Isolationsfähigkeit des Ziegelsteines nachteilig beeinflußt werden.
  • . Diesem Bekannten gegenüber werden gemäß der Erfindung, wie eingangs angeführt, solche chemischen Zusatzstoffe verwendet, die sich beim Brennprozeß unter Abgabe von Sauerstoff und anderen Gasen, also unter Bildung von oxydierenden und nichtoxydie , renden Gasen, restlos zersetzen, so daß kein nerlei Rückstände in dem gebrannten Stk%i verbleiben, die etwa ungünstig auf den Lc'tn oder Ton einwirken. Es wird vielmehr durch die restlose Zersetzung der chemischen Zusatzstoffe erreicht, daß der Lehm oder Ton aufgelockert wird und sich Kanäle und Poren bilden, wobei der abgegebene Sauerstoff mit etwaiger von außen durch die Poren und Kanäle eindringender Luft zu einer vollkommenen Verbrennung der dem keramischen Rohgut zugesetzten organischen, verbrennbaren Beimengungen führt. Durch diese Oxydationswirkung entstehen zusätzlich Mengen von Kohlensäure und Wasserdampf, die noch zur Verstärkung der Hohlraum- und Porenbildung beitragen. Es wird somit das fertige Erzeugnis infolge der Poren und Kanäle im Gewicht gegenüber einem Normalstein erheblich herabgemindert und dessen Isolationsfähigkeit gegen Kälte, Wärme und Schall erhöht. Außerdem wird ein solcher Stein nagelbar und enthält keine Stoffe, die zersetzend auf aufgetragenen Putz o. dgl. wirken.
  • Als chemische Zusatzstoffe kommen gemäß der Erfindung beispielsweise Salze des Ammoniaks oder organischer Amine mit Salpetersäure, Persufalsäure; Perchlorsäure, Chlorsäure und andere ähnliche Säuren in Betracht.
  • Im nachstehenden wird die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel zur Herstellung von Leichtziegelsteinen beschrieben: Zu i8oo kg mittelfettem Lehm fügt man 350 kg Torf; den man vorher mit einer Lösung von i kg Ammoniumnitrat, Ammoniumsulfat oder Anunoniumcarbonat o. dgl. gleich-.mäßig angefeuchtet hat. Beide Stoffe werden k@ödann in der an sich bekannten Weise mitvermischt und in entsprechende Form gebracht. Nach dem Trocknen und Brennen erhält man gut durchgebrannte Steine, deren spezifisches Gewicht ungefähr die Hälfte des der an sich bekannten Ziegelsteine beträgt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung hochporiger keramischer Erzeugnisse durch Formen 'und Brennen von Gemischen aus Ziegelton und verbrennbaren Beimengungen und sauerstoffabgebenden Zusatzstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß als Zusatz ein unter Bildung von oxydierenden und nichtoxydierenden Gasen sich restlos zersetzender Stoff verwendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der gasbildende und gleichzeitig oxydierende Zusatz aus Chemikalien, beispielsweise Ammoniaksalze oxydierender Säuren oder organischer entsprechender Aminverbindungen, besteht.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und dadurch gekennzeichnet; daß man den Zusatzstoff vorzugsweise während des Vermischens des Tones mit den organischen, verbrennbaren Beimengungen hinzufügt.
DED68103D 1934-05-19 1934-05-19 Verfahren zur Herstellung hochporiger keramischer Erzeugnisse Expired DE663453C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2754766A1 (de) * 1976-12-08 1978-06-15 Ravenhead Brick Co Ltd Verfahren zur herstellung von ziegeln

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2754766A1 (de) * 1976-12-08 1978-06-15 Ravenhead Brick Co Ltd Verfahren zur herstellung von ziegeln

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