DE660467C - Putzereimaschine bzw. Putzereimaschinensatz mit einem Filter zum Reinigen des aus der Maschine wieder in den Arbeitsraum zurueckfliessenden Luftstromes - Google Patents

Putzereimaschine bzw. Putzereimaschinensatz mit einem Filter zum Reinigen des aus der Maschine wieder in den Arbeitsraum zurueckfliessenden Luftstromes

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DE660467C
DE660467C DES108741D DES0108741D DE660467C DE 660467 C DE660467 C DE 660467C DE S108741 D DES108741 D DE S108741D DE S0108741 D DES0108741 D DE S0108741D DE 660467 C DE660467 C DE 660467C
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G9/00Opening or cleaning fibres, e.g. scutching cotton
    • D01G9/08Opening or cleaning fibres, e.g. scutching cotton by means of air draught arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Filtering Of Dispersed Particles In Gases (AREA)

Description

  • Putzereimaschine bzw. Putzereimaschinensatz mit einem Filtet zum Reinigen des aus der Maschine wieder in den Arbeitsraum zurückfließenden Luftstromes Die Erfindung betrifft eine Putzereimaschine bzw. einen Putzereimaschinensatz zum Auflösen und Reinigen von Baumwolle oder ähnlichem Fasergut mit einem Filter zum Reinigen des aus der Maschine wieder in den Arbeitsraum zurückfließenden Luftstromes. Bei solchen Putzereieinrichtungen wird durch die Anordnung eines Filters erreicht, daß die auf einem bestimmten Wärme- und einem bestimmten Feuchtigkeitsgelialt gehaltene, von der Maschine angesaugte Luft wieder in den Arbeitsraum ausgestoßen werden kann und so der Arbeitsaufwand für die Aufrechterhaltung von Wärme und Feuchtigkeit .ein geringer ist.
  • Der Erfindung gemäß ist das Filter mit zwei hintereinandergeschalteten Gittern versehen, von denen das in Strömungsrichtung der Luft vordere Gitter derart grobmaschig und das zweite Gitter derart feinmaschig ist, daß sich zwischen den Gittern eine filternd wirkende Niederschlagsschicht bildet.
  • Ein derartiges Filter ergibt eine besonders gute Reinigung der Luft und neigt im Gegensatz zu einem Filter mit einem einfachen Gitter, das sehr engmaschig sein muß, trotzdem wenig zu einem Versetzen durch den niedergeschlagenen Staub und die aufgefangenen kurzen Fasern bzw. Fasertrümmer. Ist nach längerer Betriebszeit der Durchgangswiderstand der Filterschicht durch stärkeren Staubniederschlag zu groß geworden, so erfordert die Beseitigung der Filterschicht und ihr Ersatz durch die darauffolgend sich neu bildende Filterschicht erheblich weniger Zeit als etwa der Aus- und Wiedereinbau von Filterschläuchen, wie sie bisher für derartige Zwecke benutzt wurden. Auch der Kostenaufwand für die Erneuerung der Filterschicht ist naturgemäß geringer als in dem bekannten Fall. Die laufende Abreinigung des Filters von der an der dem Luftstrom zugekehrten Seite des grobmaschigen Siebes sich niederschlagenden überschüssigen Schicht ist durch periodischen Druckwechsel, unter Umständen unter Zuhilfenahme von mechanischen Mitteln, besonders leicht durchführbar. Im allgemeinen genügen die beim Stillsetzen während des normalen Betriebes auftretenden Druckwechsel, so daß die Filterreinigung damit völlig selbsttätig vor sich geht.
  • Vorteilhaft ist es, mehrere der Erfindung entsprechende Doppelgitter zu einem kastenartigen Filtergehäuse zusammenzustellen, dessen eine Wand abnehmbar oder als Tür ausgebildet ist, um so die überwachung und innere Abreinigung des Filters zu erleichtern. An sich sind kastenförmige Filter bereits bekannt.
  • Eine Ausführungsform des Erfindungsgegei#,: standes ge teilt, ist auf beiliegenden Zeichnungen dä Abb. i der Zeichnung zeigt die Aufsiclit@ auf eine Putzereieinrichtung; Abb. 2 zeigt eine Seitenansicht der in Abb. i dargestellten Einrichtung; Abb. 3 zeigt eine schaubildliche Darstellung eines Filters gemäß der Erfindung; Abb. 4 zeigt einen senkrechten Schnitt durch die obere Kante des Filters nach Abb. 3.
  • Die Abb. i und 2 stellen schematisch zwei einzelne Putzereimaschinensätze A und B irgendeiner bekannten Art dar, die parallel zueinander angeordnet sind und beide selbsttätig durch einen Bandförderer 2 mit Baumwolle gespeist werden. Die Baumwolle wird pneumatisch vom Öffner raum zu diesem Förderer geliefert, wie es in der Spinnerei üblich ist. Durch die Luftleitung 3 gelangt sie in den Putzereiraum. Sie 'wird dann von dem fördernden Luftstrom in einem Siebtrommelabscheider 4 am Ende der Leitung 3 abgeschieden und fällt von der Siebtrommel auf das Förderband 2 herunter.
  • Nach der Abb. 2 gehört zu dem dargestellten Putzereimaschinensatz ein Kastenspeiser 5, der mit den üblichen Vorrichtungen ausgestattet ist und die Baumwolle zu der Schlagmaschine 6 fördert. Dann folgt ein Siebtrommelabscheider 7, der die Baumwolle aufnimmt und mittels Förderwalzen 8 an einen Zwischenspeiser y abgibt. Dieser letztere wiederum liefert die Baumwolle an die zwecks Nachbearbeitung angeordnete Schlagmaschine i o, an die sich ebenfalls ein Siebtrommelabscheider 12 anschließt, sowie eine Kalander-oder Wickeleinrichtung 14 zum Aufwickeln der geöffneten und gereinigten Baumwolle in Form eines Wickels.
  • Wie bekannt, wird die Baumwolle innerhalb der Schlagmaschine durch einen mittels Ventilators erzeugten Luftstrom zu dem zugehörigen Siebtrommelabscheider befördert, an dem sie aus dem Luftstrom abgeschiedenwird. Das Gitter der Eintrittsstelle der in die Schlagmaschine einströmenden Luft ist in der Abb. 2 bei 15 dargestellt. 16 gibt in gestrichelten Linien den Ventilator zur Erzeugung des Luftstromes an. Dieser Ventilator oder dieses Gebläse sitzt auf einer Welle 17, die in üblicher Weise durch einen Riemen von der Schlägerwelle aus angetrieben wird. Im Endteil des Putzereimaschinensatzes ist im wesentlichen die gleiche Bauart in Verbindung mit der Schlagmaschine i o und dem Siebtrommelabscheider 12 vorgesehen.
  • Die von den Ventilatoren ausgestoßene Luft ist mit beträchtlichen Mengen von Staub und Baumwollfasern gesättigt, wobei die Fasern meistens sehr kurz sind: "-.Aus Abb. i und 2 ist eine Leitung 20 erwelche die Luft von dem Ventilator ya' nterhalb des Bodens des Putzereimaschi-@"@waumes zu einem Filter 21 führt, das an einer passenden Stelle im Putzereiraum angeordnet ist. Der entsprechende Ventilator für den Maschinensatz B kann auch in ähnlicher Weise mit dem Filter 21 verbunden sein, wie es in Abb. i gezeigt ist. Die Ventilatoren für die Siebtrommelabscheider 12 beider Maschinensätze sind gemäß der Zeichnung durch Leitungen 22 und 23 mit zwei unabhängigen Filtern 24 und z5 verbunden.
  • Die in den Schlagmaschinen und Siebtrommeln beider Maschinensätze benutzte Luft, die in üblicher Weise unmittelbar aus dem Putzereimaschinenraum entnommen wird, wird wieder in bekannter Weise in diesen Raum zurückgeführt, so daß ihr Wärme- und Feuchtigkeitsgehalt im wesentlichen unverändert erhalten bleibt, abgesehen von dem Feuchtigkeitsverlust, der an die durch die Luft geförderte Baumwolle abgegeben wird.
  • Im wesentlichen die gleiche Einrichtung kann für den pneumatischen Förderer benutzt werden, der die Baumwolle aus dem Öffnerraum zum Putzereimaschinenraum bringt. Wo es die Verhältnisse erlauben, können beide Räume vom Standpunkt der Temperatur und Befeuchtung sowie Luftzirkulation so dicht zusammengelegt werden, daß sie als ein einziger Raum zu betrachten sind.
  • Das in Abb.3 gezeigte Filter besteht aus fünf Füllungen a, b, c, d, e, von denen jede einen Rahmen enthält. Alle diese Rahmen sind auf einem Winkeleisengestell zusammengefügt, so daß sie eine kastenartige Form bilden. Zu jeder solchen Füllung gehört nach Abb. 4 ein inneres Gitter 27 und ein zweites oder äußeres Gitter 28. Beide sind durch einen verhältnismäßig kleinen Zwischenraum voneinander getrennt, z. B. durch einen Zwischenraum von i cm. Das innere Gitter kann aus einem Drahtgewebe von sehr groben Maschen bestehen, wobei die Maschen z. B. i cm groß sind oder eine Fläche von i qcm umschließen. Das äußere Gitter dagegen ist viel feiner und besitzt z. B. 40 oder 5o Maschen auf ungefähr 2,5 cm. Diese Teile bewirken selbst, obwohl sie einen wichtigen Bestandteil bilden, nur in geringem Maße die Filterung. Aber sie halten -eine Lage von Fasern zwischen sich, die aus der durch den Filter strömenden Luft aufgenommen. werden. Diese Fasern tragen das meiste zu der Filterwirkung bei.
  • Zu Beginn, wenn das Filter in Tätigkeit gesetzt wird, strömt die mit Staub und Fasern beladene Luft ziemlich frei durch die Gitter, und etwas von dem feinen Staub geht mit ihr hindurch. Die Fasern dagegen gehen zwar frei durch das innere Gitter z; , sie werden. aber praktisch alle durch das zweite Gitter 28 zurückgehalten. Festgehalten werden sie an diesem Gitter durch die Wirkung des Luftstromes, der sie herangefördert hat. In dieser Weise wird immer mehr Faserstoff angesammelt, wobei sich ein Teil der Fasern um die Drähte des groben inneren Gitters 27 windet, während die anderen frei durch die Maschen dieses Gitters hindurchgehen und sich entweder am zweiten Gitter ablagern oder an der Faserlage, die sich schon vorher gebildet hat, bis endlich der ganze Zwischenraum zwischen den beiden Gittern mit derart abgelagertem Faserstoff angefüllt ist. Diese Fasern bilden eine Filterschicht, die für Luft außerordentlich durchlässig ist, aber in wirksamster Weise Fasern und die feinen Staubteile des Luftstromes auffängt und festhält. Die Ablagerung der Filterschicht zwischen den Gittern bei der Inbetriebnahme oder nach der völligen Reinigung des Filters vollzieht sich in ganz kurzer Zeit. Danach ist die Filterwirkung die bestmögliche. Es ist auch zu beachten, daß schon vor der vollständigen Füllung des Zwischenraumes zwischen den beiden Gittern die Luft für die oben geschilderten Zwecke verhältnismäßig gut gefiltert wird.
  • Wenn die Maschinen mittags und abends angehalten werden, werden natürlich auch die Ventilatoren stillgesetzt, und dementsprechend läßt der Druck, der die Fasern über die Oberfläche des inneren Gitters verteilt hält, nach. Diese Fasern und der zwischen ihnen steckende Staub fallen von dem inneren Gitter durch die Schwerkraft herunter auf den Boden, des Behälters. Auf diese Weise reinigt sich der Filter entsprechend den Unterbrechungen des Luftstromes von selbst. Die Filterschicht zwischen den Gittern jedoch wird an Ort und Stelle gehalten, so daß bei Wiederingangsetzung der Maschinen die vollkommene Filterwirkung sofort eintritt.
  • Ein solches Filter kann ohne Wartung mehrere Tage benutzt werden. Nach einer bestimmten Zeit wird natürlich die Faserschicht 30 zwischen den Gittern so viel Staub aufgenommen haben, daß der Durchgangswiderstand eine unerwünschte Höhe erreicht. Die aus je zwei Gittern bestehenden Füllungen werden dann von dem Winkeleisengestell gelöst, und das innere Gitter 27 jeder Füllung wird von dem äußeren Gitter 28 getrennt und die Faserschicht 30 vollständig entfernt. Diese Arbeit wird dadurch erleichtert, daß jeweils die beiden Gitter auf getrennten Rahmenteilen angeordnet und durch Scharniere, Schrauben o. dgl. zusammengefügt werden, bevor sie an dem Winkeleisengestell durch die Schrauben 3 i befestigt werden.. Wenn das Filter wieder zusammengesetzt ist, kann es in gleicher Weise, wie oben beschrieben, in Betrieb genommen werden.
  • Zweckmäßig ist eine Füllung des in Abb. 3 dargestellten Filters, z. B. die Füllung d, mit Scharnieren angebracht und wird z. B. durch einen einfachen Vorreiber, wie er bei 32 gezeigt ist, gehalten. Wenn das Filter nicht gebraucht wird, kann diese türartige Füllung zwecks Entfernung der Faser- und Staubmassen, die sich auf dem Boden angesammelt haben, geöffnet werden.
  • Durch das Filter gemäß der Erfindung wird ein wirksamer Schutz gegen Feuersgefahr geschaffen. Das Feuer hat seinen Ursprung zumeist in den Schlagmaschinen und gelangt von dort aus durch den Luftstrom in die Filter. Die Feinmaschengitter der Filter verhindern, daß die Flamme durch das Maschengewebe nach außen dringt, obwohl der Rauch in den Putzereimaschinenraum eintreten kann. Die Flamme bleibt vollständig im Innern des Filters, wo sie leicht zu löschen ist. Da alle Teile des Filters aus Metall hergestellt sind, ist im Innern des Filters nichts, was die Verbrennung aufrechterhalten könnte, außer dem durch die Luft herangeführten Material.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Putzereimaschine bzw. Putzereimaschinensatz zum Auflösen und Reinigen von Baumwolle oder ähnlichem Fasergut mit einem Filter zum Reinigen des aus der Maschine wieder in den Arbeitsraum zurückfließenden Luftstromes, dadurchgekennzeichnet, daß das Filter mit zwei hintereinandergeschalteten Gittern versehen ist, von denen das in Strömungsrichtung der Luft vordere Gitter derart grobmaschig und das zweite Gitter derart feinmaschig ist, daß sich zwischen den Gittern eine filternd wirkende Niederschlagschicht bildet.
  2. 2. Filter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Doppelgitter zu einem kastenartigen Filtergehäuse zusammengestellt sind, dessen eine Wand abnehmbar oder als Tür ausgebildet ist.
DES108741D 1932-04-04 1933-03-23 Putzereimaschine bzw. Putzereimaschinensatz mit einem Filter zum Reinigen des aus der Maschine wieder in den Arbeitsraum zurueckfliessenden Luftstromes Expired DE660467C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US660467XA 1932-04-04 1932-04-04

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DE660467C true DE660467C (de) 1938-05-25

Family

ID=22066917

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DES108741D Expired DE660467C (de) 1932-04-04 1933-03-23 Putzereimaschine bzw. Putzereimaschinensatz mit einem Filter zum Reinigen des aus der Maschine wieder in den Arbeitsraum zurueckfliessenden Luftstromes

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