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Rauchrohr für Dampfkessel, insbesondere Lokomotivkessel 1_s ist bekannt,
Heiz- oder Rauchrohre, die mit einer ebenen Fläche gegen die Fewerbuchswasserseite
und mit einem Bördel gegen die Feuerseite abgestützt sind, mit einem feuerbuchsseitig
im Inneren der Rauchrohre eingebauten Verlängerungsrohr zu versehen, um eine möglichst
betriebssichere Abdichtung der Rauchrohre von Dampfkesseln, insonderheit Lokomotivkesseln,
zu erreichen.
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Bisher ist es aber durch diese Verlängerungsrohre nicht gelungen,
eine Abdichtung zu schaffen, die über eine entsprechende Betriebsdauer hinaus genügte,
was zum Teil darauf zurückzuführen ist, daß die Dichtungsstellen mit Hilfe von Schlagwerkzeugen
verstemmt werden, wodurch Spannungen entstehen, die sich im Betrieb ungünstig auswirken.
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Man ging deshalb dazu über, die Rauchrohre nach Möglichkeit schlaglos
abzudichten, wodurch jedoch die im Betrieb schädlichen Spannungen auch nicht vermieden
wurden, da eine Verformung des zylindrischen Rohrloches durch Aufdornen bzw. Aufwalzen
oder eine Verkürzung der Einwalzlänge des Rohrloches eintrat, durch die der Walzhaftwert
vermindert wurde.
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Andere Abdichtungen dieser Art begünstigen die Zerstörung des Baustoffes,
da durch sie die Rohrwandwalzhaut verletzt wird. Ebenso sind zusätzliche Dichtungsflächen
vorgeschlagen worden, die aber die Betriebssicherheit vermindern, da jedes Mehr
an Dichtungsfläche die Leckgefahr erhöht.
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Endlich waren die Verfahren zur Herstellung solcher Dichtungen umständlich
und daher nicht wirtschaftlich.
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Diese Mängel sollen gemäß der Erfindung dadurch behoben werden, daß
das Verlängerungsrohr etwa die gleiche Wandstärke hat wie das verlängerte Rohr und
mit seinem inneren Ende ein Widerlager für die Vorrichtung bildet, mit der das aus
der Rohrwand feuerbuchsseitig herausragende Ende zunächst kegelig aufgeweitet und
dann schlaglos auf die Rohrwand flach niedergedrückt wird, während, gegebenenfalls
unter Einschaltung eines Stützringes, das Ende des Siederohres gegen die Wasserseite
der Feuerbuchswand abgestützt ist.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in mehreren Ausführungsformen
beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen Abb. i bis 6 Längsschnitte von Rauchrohren
gemäß der Erfindung und Abb.7 einen Längsschnitt einer Vorrichtung zum Befestigen
der Rauchrohre in der Feuerbuchswand.
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Abb. ä ist ein Schnitt nach Linie X-X der Abb. 7.
Nach
der in Abb. i dargestellten Ausführungsform ist innerhalb des feuerbuchsseitigen
Endes des Rauchrohres k ein Verlänger ungsrohr l eingeschweißt oder eingelötet,
wobei das angestauchte Rohrende k1 unmittelbar der Rohrwand/ anliegt und die Schweiß-oder
Löhtrlaht n in Richtung des Rauchstromes verläuft.
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Nach Abb. a weist das Verlängerungsrohr L eine Verengung l3 auf, auf
welche ein Stützring g1 aufgeschoben ist, der sich mit der einen Endfläche cl gegen
die Rohrwand f, mit der anderen, c2, gegen das Ende des Rauchrohres k legt, so daß
durch einen Längsdruck des letzteren die Schweiß- oder Lötnaht ri nicht beeinflußt
wird. Um den Ring g1 bei nicht zugänglichem Kessel durch die Rohrwand d mit dem
Rauchrohr k gleichzeitig einschieben bzw. herausziehen zu können, ist der Außendurchmesser
des Ringes g1 dem des Rauchrohres k gleich.
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Bei den Ausführungsformen nach Abb. 4 bis 6 ist, wie in Abb, i, ein
glattes Verlängerungsrohr l verwendet und der Stützring g (Abb. 5) bzw. ä 3 (Abb.
6) am feuerbuchsseitigen Ende verstärkt, um eine größere Dichtungsfläche cl zu erhalten.
Zum gleichen Zweck ist bei der Ausführungsform nach Abb. 4 zwischen Rauchrohr k
und Verlängerungsrohr l ein Rohrstück m eingeschweißt oder eingelötet
und verlaufen die beiden Nähte n1 und n2 ebenfalls in der Richtung des Rauchstromes.
Für nicht zugängliche Kessel ist diese Ausführungsform die einfachste und billigste.
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Nach Abb. 3 kann das Verlängerungsrohr L der jeweiligen Länge des
Rauchrohres k angepaßt werden, indem aus dem Verlängerungsrohr l im kalten Zustande
eine oder zwei Ringwulstel-' von innen herausgewalzt werden, gegen die sich auf
der einen Seite kt das Rauchrohr k, auf der anderen Seite c2 derselben oder einer
zweiten Wulstt' der Stützring g2 abstützt. Um ein Aufweiten des letzteren und -
ein Verschieben über die Wulst li zu verhüten, kann der Stützring an einzelnen Punkten
an die Wulst A angeschweißt werden. Diese Ausführungsform ist besonders für stark
beanspruchte Kessel ver-' wendbar.
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Für den schlaglosen Einbau der Rauchrohre nach der Erfindung kann
die in Abb. ; und ä dargestellte Vorrichtung dienen, die eine .an einem- Ende mit
einem Vierkantr4h, am anderen Ende mit einem kegeligen Dorn A2 versehene,-. meinen
Stahlzylinder B von etwas kleinerem Durchmesser als der Innendurchmesser des Verlängerungsrohres
l einschraubbare Gewindespindei.A. aufweist. Im. Zylinder sind Öffnungen BI für
zwei durch den Dorn A2 radial bewegbare KlemmbakkenB= vorgesehen, die, das Verlängerungsrohr
hintergreifend, sich innen gegen die Wandung des Rauchrohres legen. Beim Herausschrauben
der Spindel A aus dem Zylinder B gleiten die Backen B2 in Vertiefungen B3 des letzteren
zurück, so daß sie mit der Außenfläche des Zylinders, B - bündig liegen. Am anderen
Ende der Spindel A ist ein Ring C mit einer kegeligen Druckfläche Cl mittels einer
Mutter D verschiebbar.
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Die Handhabung und die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist folgende:
Das V erlängerungsrolir L des Rauchrohres k wird; gegebenenfalls unter Einschaltung
eines Stützringes b, in die Bohrung der Feuerbuchswand/ eingeschoben; bis die Dichtungsfläche
an der Wand/ anliegt. Nun wird der Zylinder B mit den versenkten Backen B= in das
Rohr l so weit eingeschoben, daß die Bakhen B2 hinter das Verlängerungsrohr l greifen.
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Dann wird der Ring C und eine Scheibe E auf die Spindel
A aufgeschoben, die Mutter D lose aufgeschraubt und ein Steckschlüssel auf
den Vierkant Al aufgebracht, mit dem die SpindelA so lange in den ZylinderB hineingeschraubt
wird, bis die Backen B2 durch den D orn A 2 an die Innenfläche des Rauchrohres k
angepreßt sind. Hierauf wird der Steckschlüssel mit der einen Hand festgehalten
und mit der anderen Hand die Mutter D mittels Maulschlüssels langsam angezogen.
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Sobald der Kegel Cl an das vorstehende Rohiende anstößt und durch
weiteres Anziehen der Mutter D .einen Druck auf das Rohr l ausübt, wird die Spindel
A mit dem Zylinder B so lange aus dem Rohr Heraus. gleiten, bis die Backen B2 am
Ende des Verlängerungsrohres l hängenbleiben und sich, abstützen. Erst jetzt beginnt
das Aufweiten des Rohrendes durch den Kegel Cl, wobei das Rauchrohr k bzw. der Stützring
g mit der gleichen Kraft gegen die Wasserseite der Rohrwand/ gepreßt wird wie der
Kegel C' auf der Feuerseite gegen das Rohrende L'=. Ist letzteres entsprechend der
Kegelfläche C' aufgeweitet. also fixiert, so wird die Mutter D abgeschraubt, der
Kegelring C abgenommen, die Mutter D mit der Unterlagscheibe wieder auf die Spindel
aufgebracht und so lange angezogen, bis der Bördel 12 des Rohres l
flach gegen
die Rohrwand/ niedergepreßt ist. Auch bei diesem Niederhördeln erfolgen die Pressungen
gegen beide Seiten der Rohrwand vollkommen gleichzeitig, gleichmäßig und gleich
stark, ohne daß eine Abstützung des Rauchrohres. im Rauchkasten nötig .wäre.
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Durch Herausschrauben der Spindel A aus dem Zylinder B- wird
einerseits die Mutter D
mit--der Unterlagscheibe E vom Röhrendelg entfernt,
andererseits werden die Klemmbakken
B= am freien Ende des Verlängerungsrohres
1 gelockert und treten wieder in die :lusnehmungen Bä des Zylinders B zurück, so
daß die ganze Vorrichtung wieder dtis dem Rohr/ herausgezogen werden kann. ,