DE655345C - Einrichtung zur selektiven Abschaltung von Kurzschluessen in ueber gittergesteuerte Gleichrichter gespeisten Netzen - Google Patents
Einrichtung zur selektiven Abschaltung von Kurzschluessen in ueber gittergesteuerte Gleichrichter gespeisten NetzenInfo
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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- H02H7/00—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
- H02H7/10—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers
- H02H7/12—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers
- H02H7/125—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers for rectifiers
- H02H7/127—Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for converters; for rectifiers for static converters or rectifiers for rectifiers having auxiliary control electrode to which blocking control voltages or currents are applied in case of emergency
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Description
Die Abschaltung von Kurzschlüssen in Gleichstromnetzen, die durch gittergesteuerte
Gleichrichter gespeist werden, mittels Gittersteuerung hat den Nachteil, daß wegen der
großen Geschwindigkeit, mit der diese Abschaltung erfolgt, häufig der Streckenschalter
der Strecke, in der der Kurzschluß aufgetreten ist, eingeschaltet bleibt, so daß nach
der Aufhebung der Sperrung der Gleichrichter abermals auf den Kurzschluß geschaltet
wird. Er muß dann abermals mit Hilfe der Gittersperrung wieder außer Betrieb genommen
werden. Es ist deshalb vorgeschlagen worden, beim Auftreten von Kurzschlüssen in durch gittergesteuerte Gleichrichter gespeisten
Gleichstromnetzen den Gleichrichter nicht abzuschalten, sondern die Gleichspannung
mit Hilfe der Gitterspannung nur zu erniedrigen, und zwar auf einen solchen Wert, daß der Streckenschalter des kurzgeschlossenen Zweiges gerade noch fällt.
Es ist vorgeschlagen worden, zu diesem Zweck zur Steuerung der Gitter eine sinusförmige
Wechselspannung zu verwenden, der eine von der Anstiegsgeschwindigkeit des Gleichstromes in der Weise abhängige Gleichspannung
überlagert ist, daß sie bei ansteigendem Strom die Zündung der einzelnen Anoden verzögert. Dieses Verfahren läßt
sich jedoch nicht anwenden, wenn zur Steuerung der Gitter eine periodische Spannung
mit spitzer oder rechteckiger Kurvenform verwendet wird, da die große Flankensteilheit
dieser Kurven keine Verlagerung der Zündzeitpunkte auf diesem Wege ermöglicht. Eine solche Form der Gitterspannungskurve
bietet jedoch für viele Anwendungszwecke erhebliche Vorteile.
Zur betriebsmäßigen Gittersteuerung von Gleichrichtern hat man ferner auch schon
vorgeschlagen, einer sinusförmigen Wechselspannung eine Spannung spitzer oder rechteckiger
Kurvenform zu überlagern. Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun eine Einrichtung, die zur selektiven Abschaltung
von Kurzschlüssen in durch gittergesteuerte Gleichrichter gespeisten Netzen dient. Bei
diesen Gleichrichtern wird zur betriebsmäßigen Steuerung der Gitter eine Gitterwechselspannung
spitzer oder rechteckiger Kurvenform verwendet, die einer sinusförmigen Gitterwechselspannung überlagert ist. Die
sinusförmige Wechselspannung bewirkt ohne A^orhandensein der Spannung spitzer Kurvenform
eine verspätete Entladung in den einzelnen Entladungsstrecken. Die Anordnung ist so getroffen, daß beim Eintreten eines
Kurzschlusses die Gitterwechselspannung spitzer oder rechteckiger Kurvenform nahezu
vollständig zum Verschwinden gebracht wird,
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Claus Fröhner in Berlin-Siemensstadt.
und daß gleichzeitig der sinusförmigen, allein
noch übrigbleibenden Gitterwechselspannung eine negative Gleichspannung überlagert wird,
deren Größe mit' abnehmender Anstiegsgeschwindigkeit des Kurzschlußstromes abnimmt.
Durch das Unwirksammachen der Gitterwechselspannung mit spitzer oder rechteckiger
Kurvenform wird erreicht, daß die Anoden erst zu dem durch die sinusförmige ίο Gitterwechselspannung bestimmten Zeitpunkt
gezündet werden. Durch die Überlagerung der negativen Gleichspannung über die sinusförmige
Gitterwechselspannung kann erreicht werden, daß dieser Zündzeitpunkt bis nahezu an das Ende der positiven Halbwelle der
Anodenspannung verschoben wird. Durch die langsame Abnahme der von der Stromanstiegsgeschwindigkeit
im Gleichstromnetz abhängigen negativen Gittervorspannung wird bewirkt, daß die Zündung allmählich
immer früher eintritt. Sobald die Stromanstiegsgeschwindigkeit einen vorgegebenen
Wert unterschreitet, wird die Gitterwechselspannung mit spitzer oder rechteckiger
Kurvenform wieder wirksam gemacht, so daß die Zündung der einzelnen Anoden wieder
zu dem normalen Zeitpunkt innerhalb der Periode eintritt.
Die Abb. 1 zeigt in schernatischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung
für die selektive Abschaltung von Kurzschlüssen. Das Stromrichtergefäß 1 mit den
von den Gittern 3 umgebenen Anoden 2 dient zur Speisung eines Gleichstromnetzes. In
der Kathodenleitung ist ein Stromwandler 4 angeordnet, dessen Sekundär spannung ein
Maß für die Anstiegsgeschwindigkeit des Stromes in der Kathodenleitung ist. Sobald
die Anstiegsgeschwindigkeit einen bestimmten Wert überschreitet, wird in dem durch
die Drossel 12 und den Widerstand 11 gebildeten
Sekundärkreis des Stromwandlers an dem Widerstand 11 eine Spannung erzeugt,
die der negativen Gittervorspannung 14 des Gas- oder Dampfentladungsgefäßes 5
überlagert wird, so daß das Entladungsgefäß zündet. 13 ist ein Widerstand im Gitterkreis
dieses Entladungsgefäßes. Durch die Zündung des Entladungsgefäßes 5 wird die Sekundärseite
des Transformators über den Widerstand 10 kurzgeschlossen, so daß die
vom Transformator 7 gelieferte Gitterwechselspannung mit spitzer oder rechteckiger
Kurvenform an den Gittern 3 des Stromrichtergefäßes nicht mehr wirksam ist.
Für die Zündung der Anoden ist nunmehr nur noch die von der Sekundärwicklung des
Transformators 8 abgegebene sinusförmige Wechselspannung maßgebend, der noch eine
zusätzliche negative Gleichspannung 9 überlagert werden kann. Beide Gitterwechselspannungen
können in ihrer Phasenlage durch den Drehtransformator 6 eingestellt werden. In-der Abb. 2a ist zur Erläuterung der
Wirkungsweise der in Abb. 1 dargestellten Anordnung der Verlauf der Anodenspannungen
U, V1 W1 U', V1W dargestellt. Abb. 2b
zeigt den Verlauf der sinusförmigen Gitterwechselspannung
U^, die vom Transformator 8 geliefert wird und der die vom Transformator 7
erzeugte Gitterwechselspannung rechteckiger Kurvenform U0 überlagert ist. Diesen Gitterspannungen
ist die negative Gittervorspannung UZ, die von der Spannungsquelle 9 geliefert
wird, überlagert. Im normalen Betrieb zündet die Anode U zur Zeit J1. Wenn zur
Zeit U ein Kurzschluß auftritt und der Strom •mit großer Geschwindigkeit ansteigt, dann
tritt am Gitterwiderstand 11 die für die Gitter des Hauptgefäßes I negative, für das Gitter
des Gefäßes 5 positive Spannung Uz auf, wie in Abb. 2c dargestellt. Sobald Uz die konstante
negative Gittervorspannung 14 bis zur Zündkennlinie des Entladungsgefäßes 5 kompensiert
hat, zündet das Rohr S und schließt die Sekundärseite des die Gitterspannung U0
liefernden Transformators 7 über den Widerstand 10 kurz, so daß die am Gitter wirksame
Gitterwechselspannung den in Abb. 2 c wiedergegebenen Verlauf W" zeigt. Die Zündung
der Anode W erfolgt zur Zeit #3. Auch die
Gitterspannungen UK, die an den Gittern der
übrigen Anoden wirksam sind, weisen einen ähnlichen Verlauf auf. Die negative Vorspannung
Uχ in den Gitterstromkreisen des Gefäßes 1 nimmt mit abnehmender Stromanstiegsgeschwindigkeit
allmählich ab, so daß die Anode V bereits zu einem früheren Zeitpunkt
innerhalb der Periode zündet als die Anode W1 nämlich zur Zeit i4. Die Zündung
der Anoden U' und W ist wegen der abnehmenden negativen Vorspannung Uz noch weniger
verzögert als die der Anoden W und V. Die Zündung tritt zur Zeit t5 bzw. te ein. Bei
dem in der Abb. 2 c dargestellten Verlauf der Gitter spannungen ist angenommen, daß zwischen
der Zeit is und ta die negative Gittervorspannung
Uz einen Wert angenommen hat, bei dem das Entladungsgefäß 5 nicht mehr
zündet. Die Folge davon ist, daß die dem Gitter der Anode V zugeführte Gitterwechselspannung
aus einer sinusförmigen Spannung besteht, der die Gitterwechselspannung rechteckiger
Kurvenform wieder in voller Größe überlagert ist. Die Zündung der Anode V
tritt daher bereits zur Zeit t7 ein, so daß diese
Anode die Anode W ablöst, sobald sie das höhere Potential annimmt.
Bei diesem Beispiel wurde angenommen, daß die kurzgeschlossene Leitungsstrecke erst
in dem zwischen ts und i„ gelegenen Zeitintervall
durch den Streckenschalter abge-
Claims (3)
- schaltet wird. Geschieht die Abschaltung bereits zu einem früheren Zeitpunkt, z. B. in dem Intervall zwischen ^3 und t i, dann wäre die negative GitterspannungUz bereits in die-;,-sem Intervall wieder zu Null geworden, so -. daß die rechteckige Gitterwechselspannungi wieder wirksam geworden wäre. /Der Vollständigkeit halber wird noch darauf hingewiesen, daß selbstverständlich fürίο jeden Gitterkreis Gittertransformatoren, Gittervorspannungsquellen und Hilfsentladungsgefäße vorgesehen werden müssen, daß aber der Stromwandler 4, der Widerstand n, die Drosselspule 12 und der Drehregler 6 im allgemeinen nur einfach vorgesehen werden müssen.PatenτAKSprüche:i. Einrichtung zur selektiven Abschaltung von Kurzschlüssen in .über gittergesteuerte Gleichrichter gespeisten Netzen, bei der zur Steuerung der Gitter außer einer sinusförmigen Steuerwechselspannung eine Wechselspannung spitzer oder rechteckiger Kurvenform verwendet wird, die der sinusförmigen Wechselspannung überlagert wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch entsprechende Anordnung der Steuerwechselspamrungsquellen die Steuerwechselspannungskomponente spitzer Kurvenform der sinusförmigen Wechselspannung, welche ohne Vorhandensein der erstereneineverspäteteEinleitung derEnt-■ ladung bewirkt, in der Phasebetriebsmäßig um einen beträchtlichen Betrag voreilt, und daß eine relaisartig wirkende Hilfsschalteinrichtung vorgesehen ist, durch welche beim Eintreten des Kurzschlusses die Gitterwechselspannung spitzer bzw. rechteckiger Kurvenform in Abhängigkeit von der Anstiegsgeschwindigkeit des Kurzschlußstromes nahezu vollständig zum Verschwinden gebracht und gleichzeitig der sinusförmigen, allein noch Übrigbleibenden Gitterwechselspannung eine veränderliche, in bezug auf die zu steuernden Gitter negative Gleichspannung überlagert wird, deren Größe mit abnehmender Anstiegsgeschwindigkeit des Kurzschlußstromes abnimmt.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Entladungsgefäß, vorzugsweise mit Dampf- oder Gasfüllung, vorgesehen ist, dessen Gitter an die Sekundärseite eines im Gleichstromkreis angeordneten Stromwandlers derart angeschlossen ist, daß es beim Überschreiten einer vorgegebenen Anstiegsgeschwindigkeit des Kurzschlußstromes zündet und die Spannungsquelle für die Gitterwechselspannung spitzer oder rechteckiger Kurvenform der Hauptentladungsstrecken über einen Widerstand kurzschließt.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannungsquellen für die sinusförmige Gitterwechselspannung und für die Gitterwechselspannung mit spitzer oder rechteckiger Kurvenform mit der Sekundärseite des im Gleichstromkreis liegenden Stromwandlers derart in Reihe geschaltet sind, daß die beim Anstieg des Kurzschlußstromes auf der Sekundärseite des Stromwandlers auftretende Spannung als negative Vorspannung der Gitterspannung des Stromrichtgefäßes überlagert wird. ■Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA76661D DE655345C (de) | 1935-07-28 | 1935-07-28 | Einrichtung zur selektiven Abschaltung von Kurzschluessen in ueber gittergesteuerte Gleichrichter gespeisten Netzen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA76661D DE655345C (de) | 1935-07-28 | 1935-07-28 | Einrichtung zur selektiven Abschaltung von Kurzschluessen in ueber gittergesteuerte Gleichrichter gespeisten Netzen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE655345C true DE655345C (de) | 1938-01-13 |
Family
ID=6946863
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA76661D Expired DE655345C (de) | 1935-07-28 | 1935-07-28 | Einrichtung zur selektiven Abschaltung von Kurzschluessen in ueber gittergesteuerte Gleichrichter gespeisten Netzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE655345C (de) |
-
1935
- 1935-07-28 DE DEA76661D patent/DE655345C/de not_active Expired
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