DE65452C - Temperaturregler - Google Patents
TemperaturreglerInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G05—CONTROLLING; REGULATING
- G05D—SYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
- G05D23/00—Control of temperature
- G05D23/01—Control of temperature without auxiliary power
- G05D23/12—Control of temperature without auxiliary power with sensing element responsive to pressure or volume changes in a confined fluid
- G05D23/125—Control of temperature without auxiliary power with sensing element responsive to pressure or volume changes in a confined fluid the sensing element being placed outside a regulating fluid flow
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 36: Heizungsanlagen.
Die bisherigen Temperaturregler lassen sich im allgemeinen in zwei Klassen scheiden.
ι. Solche, bei denen ein Ausdehnungs-(Expansions-)
Körper von der ursprünglichen niedrigen Temperatur an sich mit dem Anheizen stetig ausdehnt und hierdurch die Zufuhr
des Heizmittels vom Beginn der Heizung an hemmt.
2. Solche Apparate, bei denen die Abschussvorrichtung
bis zu dem Augenblicke offen bleibt, wo die gewünschte Temperatur erreicht ist, und wo dann das Abschliefsen des Heizmittels
plötzlich erfolgt. ,^
Die unter 1. .angeführten Vorrichtungen
haben den Nachtheil, dafs das Anheizen verlangsamt wird, die unter 2. angeführten aber
jenen, dafs die Heizvorrichtungen in dem Augenblicke, wo der Abschlufs erfolgt, bereits
überhitzt sind, so dafs das sogen. Nachheizen eintritt und damit bedeutende Temperaturschwankungen
hervorgerufen werden.
Zweckmäfsigerweise soll ein Temperaturregler so wirken, dafs bis auf wenige Grade
unter der gewünschten Temperatur das Einströmen des Heizmittels, d. h. hier des heizenden
Gases oder Dampfes oder der Heizflüssigkeit, ungehindert vor sich geht und erst von
da ab ein allmäliges Schliefsen stattfindet.
Diese Wirkungsweise wird mit dem hier zu beschreibenden Apparate erzielt.
Der Ausdehnungskörper besteht aus einer oder aus mehreren Kapseln K, Fig. 1, 2, 3
und 4, welche mit Membranen m überspannt sind. In dem völlig abgedichteten Raum der
Kapseln ist eine Flüssigkeit f beständig eingedichtet, deren Siedepunkt in der Nähe der
niedrigsten Temperatur liegen soll, auf welche der Apparat zu regeln hat.
Gegen den Ausdehnungskörper wird durch die Feder F, Fig. ι, 2, 3 und 4, das mit dem
Stempel ρ verbundene Ventil i>
gedrückt, und zwar derartig, dafs dieses Ventil die Bewegungen des Ausdehnungskörpers stets genau mitmacht.
Um den Druck der Feder F oder des von ihr angezogenen Hebels H, Fig. 1 und 2, gleichmäfsig
auf die Membrane m zu übertragen, können Stufenscheiben s angebracht werden
(Fig. ι und 2). Die Feder F kann durch eine Schraube T zusammengedrückt (Fig. 3 und 4)
bezw. angezogen (Fig. 1 und 2) werden.
Die Siedetemperatur der Flüssigkeit in dei Kapsel ist nun abhängig von dem äufseren
Luftdrucke und dem auf der Membrane m lastenden Federdrucke.
Angenommen, die Flüssigkeit siede bei 12,50C. (unter Normalbarometerstand) und die
Feder sei so weit angezogen, dafs im Innern jeder Kapsel ein Druck herrscht, den die
Dampfspannung von f erst bei 16° C. überwinden
kann. ~ -
Das Heizmittel strömt nun so lange ungehindert durch das Ventil, bis in dem Raum,
in welchem der Ausdehnungskörper sich befindet, und der eben geheizt wird, die Temperatur
16° übersteigt.
Nun wird durch die im Innern der Kapseln entstehende Dampfspannung die Feder zusammengedrückt
(Fig. 3 und 4) bezw. ausgedehnt (Fig. ι und 2) und die Ventilöffnung
verringert.
Weil aber diese Verringerung eben mit einer Zusammendrückung (oder Ausdehnung) der
Feder F verbunden sein mufs, so ist ein plötzliches Schliefsen des Ventils unmöglich, und
es verringert sich beim weiteren Steigen der Temperatur die Ventilöffnung nur allmälig, da
die entgegenwirkende Feder F fortwährend an Kraft des Gegendruckes gewinnt.
Diese Feder kann eben nur bei immer höheren und höheren Temperaturen eine
Weiterbewegung des Ventils gestatten.
Der beschriebene Vorgang dauert nur so lange, bis die Menge des zuströmenden heizenden
Körpers gerade hinreicht, die Wärmeverluste zu decken. Der Vorgang umfafst eine gröfsere Anzahl von Graden, wenn die Feder F
stärker, eine kleinere, wenn F schwächer gewählt wird. So läfst sich durch zweckmäfsige
Wahl der Federstärke erreichen, dafs bei dem hier gewählten Beispiele etwa der Beharrungszustand
in der Gegend von 200 C. eintritt.
So gut wie heizende, können auch kühlende Körper durch das Ventil gelassen werden,
dieses mufs dann aber im entgegengesetzten Sinne wirken. Auf diese Art wird der Apparat
auch für Ventilationszwecke verwendbar.
Die Kapseln sind vermöge ihrer Einrichtung geeignet, ausgewechselt zu werden. Man kann
also mit ein und demselben Apparat auf Temperaturen in den weitesten Grenzen auch dadurch
regeln, dafs man Kapseln mit verschiedenen Siedeflüssigkeiten einschaltet.
Der allgemeinen Anwendbarkeit der beschriebenen Vorrichtung stehen indefs Schwierigkeiten
gegenüber, welche in besonderen Fällen auf die im Folgenden beschriebene Art sich
überwinden lassen.
Eine erste Schwierigkeit bietet der geringe Gang der Membrane und der hierdurch bedingte geringe
Hub des Ventils v. Da grofse Plattenventile sich nicht in allen Fällen anbringen
lassen, so wurde zur Verwendung des in Fig. 4 gezeichneten bekannten Gitterventils gegriffen.
Dieses Gitterventil besitzt die Ringschlitze s sowohl im Sitz c als im Ventilkörper r. Die
Ringschlitze sind so gestellt, dafs die Stege des Ventilkörpers die Schlitze des Sitzes decken.
Diese Anordnung eignet sich überall dort, wo Gase (Luft) ohne höheren Druck durch
das Ventil ziehen. '
Dort, wo grofse Drucke vorkommen, z. B. bei Dampfheizungsanlagen, ist die Anwendung
der Gitterventile unzulässig. Hier kann jedoch, wo grofse Durchgänge nöthig sind, das kleine
Ventil v, welches durch den Ausdehnungskörper direct bewegt wird, auch nur als eine
Art Steuerung verwendet werden. Ist es in dem zu heizenden Raum noch kalt, so ist das
Doppelventil v, Fig. 2, noch völlig offen, der Dampf strömt unter die Membrane i» und
hebt diese unter Ueberwindung des Gegendruckes der Feder C mit dem grofsen Ventil V
empor. Nun hat man vollen Durchgang und die Heizung geht kräftig vor sich.
Wird es in dem geheizten Raum wärmer, so bläht sich die Membrane m des Ausdehnungskörpers
auf, das Doppenventil ν nähert sich dem oberen und verläfst den unteren
Sitz, der Druck unter der Membrane*m sinkt,
die Feder C beginnt zu wirken, und das grofse Ventil V schliefst sich allmälig.
Eine weitere Schwierigkeit ergiebt sich daraus, dafs die Anbringung einer Stopfbüchse, welche
Reibungswiderstand besitzt, die Genauigkeit des Ganges aufserodentlich beeinträchtigt. Es wurden
deshalb die aus Fig. 2 und 3 ersichtlichen Dichtungsarten hergestellt.
Fig. 3 stellt einen Wärmeregler für Gasöfen dar. Das Leuchtgas wird hier von der
Aufsenluft durch die bewegliche Membrane η (aus Metall, kautschukirtem Leder u. dergl.) getrennt.
Diese Membrane macht die Bewegungen des Ventils mit, ohne nennenswerthen Widerstand
zu verursachen.
Fig. 2 zeigt einen Wärmeregler für Dampfheizungen. Hier ist an Stelle der Stopfbüchse
der Kautschukschlauch d angebracht, welcher durch - die Spirale e vor dem Zerplatzen
bewahrt wird. Schlauch und Spirale lassen sich elastisch zusammendrücken und ergeben
einen regelmäfsig sich ändernden Widerstand an Stelle der unberechenbaren Reibungen
der Stopfbüchse. Auch hier lassen sich übrigens Membranen oder dergleichen verwenden.
An Stelle der Feder F, sowie sie in Fig. 1
und 2 angebracht ist, kann auch ein verschieb- ' bares Gewicht gesetzt werden.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Temperaturregler mit einer oder mehreren Kapseln (kj, die mit Membranen überspannt sind und in welche eine Siedeflüssigkeit (f) beständig eingedichtet ist, dadurch gekennzeichnet, dafs eine verstellbare Feder (F, Fig. 1) oder ein verstellbarer Hebel (H) auf die Membrane drückt, so dafs ein mit der Membran (m) verbundenes Ventil (v) bei steigender Temperatur unter stetig wachsendem Widerstand der Feder von der sich ausdehnenden Membrane ganz allmälig geschlossen und das Einströmen des Heizmittels verhindert wird, während bei niedriger Temperatur dasselbe ungehindert eintreten kann.
- 2. Bei dem unter 1. gekennzeichneten Temperaturregler der Ersatz der Stopfbüchse durch die mit dem Ventil (v) bewegliche Membrane (n, Fig. 3) oder durch einen mittelst elastischer Drahtumhüllung (e) geschützten Kautschukschlauch (d, Fig. 2).Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65452C true DE65452C (de) |
Family
ID=339245
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT65452D Expired - Lifetime DE65452C (de) | Temperaturregler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE65452C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1180205B (de) * | 1964-10-22 | DANFOSS ved Ingenior Mads Clausen, Eismark, Nordborg, Als (Danemark) | Thermostatisches Regelventil |
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- DE DENDAT65452D patent/DE65452C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1180205B (de) * | 1964-10-22 | DANFOSS ved Ingenior Mads Clausen, Eismark, Nordborg, Als (Danemark) | Thermostatisches Regelventil |
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