DE65418C - Drahtgewebe mit Einschlag von geschlitzten Blechröhrchen zu Decken und Wänden - Google Patents
Drahtgewebe mit Einschlag von geschlitzten Blechröhrchen zu Decken und WändenInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E04F—FINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
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- E04F13/02—Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings of plastic materials hardening after applying, e.g. plaster
- E04F13/04—Bases for plaster
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 37: Hochbauwesen.
Diese Erfindung betrifft die Zusammensetzung des Materials, mit welchem man die Zwischenräume
zwischen eisernen Deckenträgern (Traversen) oder zwischen den das Gerippe einer Riegelwand bildenden Ständern und Schwellen
oder sonstigen Rahmen ausfüllt.
Zweck der Erfindung ist, ein Material zu schaffen, welches bei geringem Gewicht und
genügender Festigkeit den Verputz gut festhält und zu dessen Herstellung weder besondere,
nur durch längere Uebung zu erwerbende Geschicklichkeit, noch besondere Vorrichtungen
erforderlich sind, so dafs die Arbeit von gewöhnlichen Bauhandwerkern ausgeführt werden
kann. .
Der Erfindung gemäfs ersetzt man in dem Draht- und Schilfrohrgewebe, welches allgemein
zum Festhalten des Verputzes an Decken und Riegelwänden verwendet wird, das Schilfrohr theilweise oder gänzlich durch
Rinnen oder der Länge nach aufgeschlitzte Röhrchen, welche durch Ziehen aus Blechbändern
erzeugt werden und in welche Mörtel, Beton u. s. w. frei eindringen kann, so dafs
sie durch diese Massen ausgefüllt werden.
Handelt es sich um die Herstellung von Decken, so werden auf die unteren Flantschen
der Doppel-T-Träger aus stärkerem Blech gebogene Querträger mit U-förmigem Querschnitt
mit der Oeffhung nach oben aufgelegt, und an diese bindet man dann unten mittelst Drahtes
ein Schilfrohrgewebe, bei welchem wenigstens von je 10 zu 10 cm der Schilfrohreinschlag
durch ein aufgeschlitztes Blechrohr oder eine Blechrinne ersetzt ist. Soll die Decke feuersicher
sein, so mufs das Gewebe durchweg einen Einschlag aus geschlitzten Blechröhrchen
oder Blechrinnen besitzen, und will man gröfsere Festigkeit erzielen, so kann man über
die rinnenförmigen Blechquerträger noch Bandeisen legen, welche derartig zickzackförmig gebogen
sind, dafs ihre Unterflächen mit jenen der Blechquerträger in eine Ebene fallen. Auf
die obere Fläche des Rohrgewebes kommt dann eine Schicht Beton, welche die rinnenförmigen
Blechquerträger ausfüllt und überdeckt, während die Unterfläche den gewöhnlichen
Verputz erhält.
Bei Riegelwänden werden über die auszufüllenden Oeffnungen Drähte gespannt, an
welche man auf nur einer Seite oder auf beiden Seiten das durch geschlitzte Metallröhrchen
verstärkte Schilfrohrgewebe festbindet, um schliefslich darauf den Verputz anzubringen.
Beiliegende Zeichnungen versinnlichen die Ausführung der Erfindung, und zwar ist:
Fig. ι in der linken Hälfte eine Unteransicht und in der rechten Hälfte eine Oberansicht
von Doppel-T-Trägern für eine Decke mit eingelegten nnnenförmigen Blechquerträgern
und daran gebundenem Schilf- und Blechrohrgewebe.
Fig. 2 und 3'sind zwei auf einander senkrechte
Verticalschnitte der vollständigen Decke.
Fig. 4, 5, 6 und 7 stellen die Herstellung von Wänden mit Hülfe der besprochenen
Metallrohrgewebe im Aufrifs, Horizontalschnitt und in Verticalschnitten dar.
Fig. 8 und 9 sind Querschnitt und Grundrifs eines doppelten Rohrgewebes mit Drahtkette,
bei welchem in die dichte obere Rohrschicht mit gewissen Abständen geschlitzte Blechröhrchen
eingeschaltet sind.
Fig. ι ο und 11 stellen in gleicher Weise ein
doppeltes Rohrgewebe dar, bei welchem die mit Abständen angeordneten Rohre der unteren
Schicht theilweise durch geschlitzte Blechröhrchen ersetzt sind.
Aus Fig. ι bis 3 ist ersichtlich, dafs auf den
unteren Flantschen von Doppel-T-Trägern a Querträger b von U-förmigem Querschnitt aufruhen.
Dieselben sind aus stärkerem Blech durch Biegen hergestellt und unten an beiden Enden der Form des Trägerflantsches entsprechend
eingebogen, so dafs sie sicher aufliegen und ihre Unterfläche mit jener der Träger α in eine Ebene zu liegen kommt.
Will man der Decke gröfsere Festigkeit geben, so kann man quer über die rinnenförmigen
Blechträger noch Bandeisen c legen, welche so gebogen sind, dafs ihre Unterflächen gleichfalls
in eine Ebene mit jenen der Träger α zu liegen kommen. .
An die rinnenförmigen Blechquerträ'ger b oder an diese und die Bandeisen c wird dann
unten mittelst Drahtklammern d das Gewebe f festgebunden, welches aus Drähten und aus
der Länge nach geschlitzten Blechröhrchen oder theilweise aus Schilfrohr und theilweise aus
solchen Blechröhrchen besteht.
Auf das festgebundene Gewebe giefst man oben eine Schicht Beton, Cement, Gyps u. s. w. g
auf, welche die rinnenförmigen Blechträger b ausfüllt und um ein gewisses Mafs überdeckt.
Nach dem Erstarren der Betonschicht kann die infolge des beschriebenen Vorganges bereits
gerohrte Decke mit dem üblichen Putz h versehen werden.
Zwischen die Doppel-T-Träger α kann man dann Hölzer i einsprengen, auf welchen der
FufsbodenJ befestigt wird. Es kann aber auch der Raum über der Decke mit Schutt, Lehm
u. s. w. ausgefüllt werden, worauf dann eine Pflasterung oder ein Dielenboden zu liegen
kommt. ■
Bei der durch . Fig. 4 bis 7 dargestellten Wandconstruction sind in einem Holzrahmen /
etwa 2 mm starke Drähte m in lothrechter oder waagrechter Lage straff gespannt und an diese
Drähte wird das Gewebe f, dessen Eintrag theils aus Schilfrohr und theils aus geschlitzten
Blechröhrchen oder durchweg aus den letzteren besteht, mit Draht derartig festgebunden, dafs
die Richtung des Rohres und der Röhrchen die Drähte m kreuzt.
Aus den Schnitten Fig. 6 und 7 ist ersichtlich, dafs man entweder nur auf einer Seite
oder aber auf beiden Seiten der im Holzrahmen b gespannten Drähte m das Gewebe f festbinden,
kann. Auf die Aufsenfläche der Gewebe kommt eine Schicht Bewurf η und auf diesen der
Verputz h.
Fig. 8 bis η lassen erkennen, dafs das Gewebe f nach Art der allgemein im Handel
vorkommenden Schilfrohrgewebe für Berohrung von Decken und Riegelwänden zum Festhalten
des Verputzes hergestellt ist. Genannte Figuren zeigen die zur Ausführung der Erfindung vorzugsweise
in Anwendung kommenden doppelten Gewebe, bei welchen an einem starken doppelten Draht χ χ1 mittelst eines schwächeren biegsamen
Drahtes y zwei Schichten von Rohrhalmen ^ und ijT1 befestigt sind, eine obere
Schicht \, in welcher die Halme dicht liegen,
und eine untere Schicht ^1, in welcher die
Halme in Zwischenräumen angeordnet sind,, um das Eindringen des Mörtels zwischen dieselben
zu ermöglichen. Der Abstand der Kettendrahtgruppen χ xly von einander ist
gewöhnlich etwa 20 cm. Die geschlitzten Blechröhrchen n> können in die obere Rohrhalmschicht
\ oder in die untere Schicht ^1 eingeschaltet
werden, da sie in beiden Anordnungen ihren Zweck, das Gewebe zu verstärken
und zu versteifen, gleich gut erfüllen; man giebt ihnen im allgemeinen einen wechselseitigen
Abstand von etwa 10 cm.
Es ist selbstverständlich, dafs auch einfache Rohrgewebe, welche nur aus einer Halmschicht
^ und Kettendrähten χ und y bestehen, durch den theilweisen Ersatz der Rohrhalme
durch die geschlitzten Metall'röhrchen; w verstärkt
und versteift werden können. ;
. Eingangs wurde schon gesagt, dafsTman behufs Erzielung besonderer Festigkeit oder zum Zweck der Feuersicherheit die Gewebe auch durchaus aus geschlitzten Blechröhrchen statt Rohrhalmen herstellen kann.
. Eingangs wurde schon gesagt, dafsTman behufs Erzielung besonderer Festigkeit oder zum Zweck der Feuersicherheit die Gewebe auch durchaus aus geschlitzten Blechröhrchen statt Rohrhalmen herstellen kann.
Claims (2)
1. Ein Gewebe, dessen Kette aus ,gruppenweise
mit Zwischenräumen angeordneten Drähten gebildet wird und dessen Einschlag
entweder theils aus Schilfrohr,- theils aus geschlitzten Blechröhrchen oder aber lediglich
aus letzteren besteht.
2. Die Herstellung von Decken oder Gebäudewänden mittelst dieses Gewebes in der
Weise, dafs bei der Decke (Fig! 1, 2 und 3) das Gewebe f mittelst Drähte, von unten
an die zwischen Doppel -T-Trägern α eingelegten,
aus Blech gebogenen Unförmigen Querträger b gebunden ist, wobei dieses
Gewebe oben eine die Querträger b überdeckende Schicht Beton g: unten dagegen
" den Verputz h trägt, während bei Gebäudewänden
(Fig. 4, 5, 6 und 7) das Gewebe/ mittelst Drähte einerseits oder beiderseits an über Holzrahmen straff gespannte Drähte
so gebunden wird, dafs die als Einschlag dienenden Schilf- oder Blechröhrchen die
Drähte kreuzen, wobei das Gewebe Bewurf oder Verputz trägt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE65418C true DE65418C (de) |
Family
ID=339214
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT65418D Expired - Lifetime DE65418C (de) | Drahtgewebe mit Einschlag von geschlitzten Blechröhrchen zu Decken und Wänden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE65418C (de) |
-
0
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