DE653545C - Pressgussvorrichtung - Google Patents

Pressgussvorrichtung

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DE653545C
DE653545C DEP68726D DEP0068726D DE653545C DE 653545 C DE653545 C DE 653545C DE P68726 D DEP68726 D DE P68726D DE P0068726 D DEP0068726 D DE P0068726D DE 653545 C DE653545 C DE 653545C
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pressure
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D17/00Pressure die casting or injection die casting, i.e. casting in which the metal is forced into a mould under high pressure
    • B22D17/08Cold chamber machines, i.e. with unheated press chamber into which molten metal is ladled
    • B22D17/12Cold chamber machines, i.e. with unheated press chamber into which molten metal is ladled with vertical press motion

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Control Of Presses (AREA)

Description

  • Preßgußvorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf eine Preßgußvorrichtung, bei welcher das Preßgut aus einer an der Trennfuge der Formenteile angeordneten Preßkammer mittels eines Preßkolbens, dessen Längsachse gleichlaufend mit der Bewegungsrichtung der Formhälften ist, in die Gußform gepreßt wird.
  • Solche Preßgußvorrichtungen sind bisher in der Weise ausgebildet worden, daß .die Betätigung des Preßkolbens einerseits und die Bewegung der Formteile zum Öffnen und Schließen der Form andererseits durch zwei gesonderte Antriebsmittel erfolgt. Diese Ausführungsart erfordert jedoch eine vielteilige Bauart mit vieltaktiger Wartung und hohen Anlagekosten.
  • Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Preßgußvorrichtungen besteht darin, daß es nicht möglich ist, die je zur Betätigung des Preßkolbens und zur Bewegung der Formteile verwendeten Antriebsmittel in der Weise aufeinander abzustimmen, daß die Form während des Gusses in jedem Augenblick nur mit der dem Preßdruck entsprechenden Kraft geschlossen gehalten wird; daher muß man, um ein dichtes Schließen der Form zu erzielen, diese während der ganzen Dauer des Gusses mit einer Kraft geschlossen halten, die durch den im Augenblicke der Vollfüllung der Form auftretenden Bremsstoß des Preßkolbens bedingt wird. Diese Schließkraft muß aber so bemessen sein, daß nach Abzug der von dem Preßgut in der Form ausgeübten Sprengkraft noch eine zur Abdichtung hinreichende Flächenpressung übrigbleibt; daher sind, wenn die Schließkraft von Anfang an in dieser Höhe einwirkt, die Dichtungsflächen der Formteile während des größten Teiles des Gusses, solange die Form noch nicht mit Preßgut gefüllt ist, einem wesentlich höheren Druck ausgesetzt, als für deren dichtes Aneinanderliegen erforderlich wäre, so daß die Formteile in erheblichem Maße beansprucht werden. Ein Schadhaftwerden schmaler vorspringender Kanten oder sonstiger gefährdeter- Stellen an der Trennfuge der Formteile ist daher nicht zu vermeiden.
  • Diese Nachteile zu beheben, ist der Zweck der Erfindung. Sie besteht darin, daß einerseits der nicht mit dem Formenschließzylinder verbundene Formteil bloß widerstandsmäßig gelagert ist und andererseits für den den Preßraum dieses Formteiles abschließenden Preßkolben eine solche Lagerung vorgesehen ist, daß in Fortsetzung der Bewegung des die Form schließenden Antriebsteiles nach dem Schließen der Form eine relative oder absolute Gegenläufigkeit zwischen geschlossener Form und Preßkolben auftritt.
  • Die praktische Ausführung der Erfindung kann in verschiedener Weise erfolgen. So kann z. B. der eine Formteil auf einem kraftschlüssigen (federnden) Auflager irgendwelcher Art ruhen, während der durch ihn hindurchgeführte Preßkolben außerhalb und unabhängig von diesem Formteil gelagert ist. Nach erfolgtem Schließen der Form wird durch das Nachgeben des federnden Auflagers dieses Formteiles eine Bewegung der gesamten Form mitsamt der Preßkam-mer; gegen den Preßkolben hin ermöglicht, wob'* der Widerstand des kraftschlüssigen Auflagers die Größe der Formenschließkraft, somit die Flächenpressung an den Dichtungsflächen der Formteile in deren Trennfuge, hestimmt. Als kraftschlüssige Auflagemittel für die eine Formhälfte können z. B. pneumatische, hydraulische oder Federpuffer dienen. Durch sinngemäße Ausgestaltung dieser Pufferglieder kann man erreichen, daß ihr Widerstand im Verlaufe des Preßgusses entsprechend dem Anwachsen des vom Preßkolben ausgeübten Druckes. ansteigt, so daß die Formenschließkraft immer nur dem jeweiligen Preßdruck entspricht und eine unnötig hohe Beanspruchung der Dichtungsflächen der Formteile vermieden wird. Der Preßkolben kann entweder starr oder unter Zwischenschaltung eines Puffergliedes irgendwelcher Art gelagert sein. Im ersteren Falle darf die Preßgußvorrichtung nur durch ein kraftschlüssig wirkendes Antriebsmittel, z. B. durch einen Kraftzylinder oder einen mit einem Pufferglied versehenen Kurbel- oder Exzenterantrieb, betätigt werden, während bei kraftschlüssiger Abstützung des Preßkolbens die Vorrichtung auch durch ein formschlüssig wirkendes Antriebsmittel, z. B. durch einen gewöhnlichen Kurbel- oder Exzenterantrieb, betätigt werden darf.
  • Hier sei darauf hingewiesen, daß es hydraulische Pressen zur Herstellung von Preßformstücken aus plastischen Massen gibt, bei welchen die Form durch die gegeneinander bewegten Preßplatten geschlossen wird, während ein besonderer Preßkolben auf die Masse innerhalb der Form wirkt. Der auf solchen Pressen ausgeführte Arbeitsgang unterscheidet sich jedoch wesentlich von dem Arbeitsgange der vorliegenden Preigußvorrichtung, nachdem bei letzterer die Preßkammer von der Form räumlich gesondert angeordnet ist und mit ihr durch einen engen Kanal (Eingußkanal) in Verbindung steht, während bei der erwähnten bekannten Presse das Preßgut in die Form eingelegt und durch den Preßdruck zur Ausfüllung des Formenhohlraumes gequetscht wird. Auch wird bei der bekannten Vorrichtung die geschlossene Form samt Preßgut und Preßkolben in die Presse eingesetzt und der widerstandsmäßig gelagerten Preßplatte und dem starren Stempel entgegenbewegt, während bei der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung das Antriebsmittel für die Öffnungs- und Schließbewegung der Form zugleich auch den Preßvorgang hervorruft. Nach Beeinflussung des Preßgutes sowie auch hinsichtlich des kinetischen Verhältnisses des Preßkolbens zur Form ist die vorliegende Preßgußvorrichtung von der bekannten Presse verschieden, auf welcher ein Preßgußverfahreri mit der für dieses maßgebenden Berücksichtigung, insbesonders der Formenschließkräfte, nicht ausgeführt werden kann.
  • In den in der Zeichnung in Abb. i und 2 schematisch dargestellten Ausführungsformen bedeutet A den oberen, B den unteren Formteil, welche die Hohlformen C enthalten, die durch in die Trennfuge eingearbeitete Rinnen (Eingußkanäle) E mit dem Preßraum verbunden sind. Letzterer wird aus -der zylindrischen Bohrung D des Formteiles B und aus dem zur Aufnahme des Preßrestes dienenden Hohlraum F des oberen Formteiles A gebildet. Der Formteil B ist mit Stempeln K starr verbunden, .die in den auf der Grundplatte 11l ruhenden hydraulischen Zylindern H arbeiten, welche mit Druckflüssigkeit gefüllt und durch Leitungen J mit einem nicht gezeichneten Kraftspeicher verbunden sind. Durch die Zylinder H wird der untere Formteil in der Ruhelage ständig gegen die am Maschinenrahmen angeordneten Anschläge L gedrückt.
  • Bei der Ausführung nach Abb. i ist der Preßkolben starr auf der Grundplatte 111 gelagert, die auf dem Tisch N einer durch Druckwasser betätigten Presse ruht. Der obere Formteil A ist an dem Bären 0 der Presse befestigt, der durch den im Querhaupt O der Presse gelagerten Druckwasserzylinder P betätigt wird.
  • Das Arbeitsspiel dieser Vorrichtung vollzieht sich in folgender Art: Nachdem bei geöffneter Form der Preßraum D mit Preßgut beschickt ist, wird der Bär 0 .der Presse abwärts bewegt. Hierbei schließt er zunächst die Form und drückt sie dann entgegen der Wirkung der Zylinder H weiter nach unten, wobei der- feststehende Preßkolben G das Preßgut durch die Kanäle E in die Formen preßt, bis diese gefüllt sind und hierdurch der Abwärtsgang des Bären gebremst wird. Bei dem Rückgang des Bären geht der untere Formteil mit, bis er an die Anschläge L gelangt. Hierauf öffnet sich die Form, worauf das Preßgußstück mitsamt dem Preßrest durch einen nicht mitgezeichneten Auswerfer ausgestoßen wird und das Arbeitsspiel von neuem begonnen werden kann.
  • Die in Abb.2 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von der eben beschriebenen nur dadurch, daß die Vorrichtung in eine Kurbelpresse eingebaut und dementsprechend der Preßkolben G nicht starr gelagert, sondern mit dem Kolben eines als Puffer dienenden, einseitig wirkenden Druckwasserzylinders R verbunden ist, der durch eine Leitung S mit einem Kraftspeicher in Verbindung steht. Die Arbeitsweise dieser Vorrichtung ist die gleiche wie die zu Abb. i beschriebene.
  • Die in Abb.3 dargestellte Ausführungsform unterscheidet sich von den oben beschriebenen dadurch, daß bei ihr der Preßkolben nicht unabhängig von dem unteren Formteil gelagert, sondern von diesem durch ein mittels Druckwasser betätigtes Übertragungsmittel abhängig gemacht ist, derart, daß eine auf den unteren Formteit einwirkende, abwärts gerichtete Kraft einen Antrieb auf den Preßkolben in aufsteigender Richtung verursacht.
  • Unterschiedlich von den in Abb. i und z gezeichneten Ausführungsformen ist der Preßkolben G an einem Stempel G' befestigt, der abdichtend in einer Bohrung des Stempels K geführt ist und unter der abwärts gerichteten Einwirkung einer Druckfeder G" steht.
  • Um den Wasservorrat in dem Zylinder H gleichbleibend zu erhalten, ist dieser über ein Rückschlagventil H' mit einem Niederspannungsdruckspeicher H" verbunden, dessen Spannung den von dem Stempel K ausgeübten Gewichtsdruck um einen gewissen Betrag übertrifft, jedoch hinter der auf den Querschnitt des Stempels G' bezogenen Spannung der Feder G" um einen hinreichenden Betrag zurückbleibt, so daß sich eine genügend hohe Rückzugskraft für den Preßkolben ergibt.
  • Zur Sicherung gegen das Auftreten übergroßer Bremsstöße ist der Druckwasserzylinder H über ein Rückschlagv entil T mit einem Hochdruckspeicher U verbunden. Wird die Anordnung so getroffen, daß diese Verbindung dauernd wirksam bleibt, so begrenzt die Spannung des Druckspeichers U die Höchstwerte des .Preßdruckes und der Formenschließkraft während des gesamten Preßvorganges; in diesem Falle kann man die Vorrichtung ohne weiteres in eine gewöhnliche Kurbel- oder Exzenterpresse einbauen. Vorzugsweise wird jedoch die Anordnung so getroffen, daß der zum Rückschla.gventil T führende Kanal nur während eines Teiles des Preßvorganges offen ist, an einem bestimmten Punkte, vorzugsweise gegen Ende des Preßhubes, jedoch abgesperrt wird, so daß voii da ab die Druckflüssigkeit in H als ein. nichtfederndes Übertragungsmittel wirkt. Hierdurch erreicht man den großen Vorteil, daß zwar das Auftreten eines übergroßen Preßschlages zu Beginn des Preßvorganges, wo er wegen vorzeitiger Aufzehrung der kinetischen Energie schädlich wäre, verhindert wird, daß jedoch am Ende des Preßvorganges die den bewegten Massen noch innewohnende kinetische Energie durch einen Bremsschlag aufgezehrt wird, der sich in vollem Maße auf den Preßling in der Form auswirkt, wodurch dieser eine sehr. günstige Nachverdichtung erfährt. Durch diese Anordnung eines gegen Ende' des Preßvorganges außer Wirkung tretenden Puffergliedes wird es ermöglicht, nahezu die gesamte kinetische Energie des Bären und seiner -Antriebsmittel für den eigentlichen Arbeitsvorgang (das Einpressen und Nachverdichten des Preßwerkstoffes) in günstigster Weise nutzbar zu machen.
  • Da bei jedem Arbeitsspiel dem Hochdruckspeicher U etwas Wasser zugeführt und dem Niederdruckspeicher H" etwas Niederdruckwasser entzogen wird, muß der erstere durch eine Leitung V über ein Sicherheitsventil W mit einem Abfluß, der letztere durch eine Leitung H"' mit einem Zufluß verbunden sein. Wird die Presse mittels Druckwasser betrieben oder ist für andere Zwecke eine durch Druckwasser angetriebene Hochdruckanlage im Betriebe vorhanden, so wird man das Hochdruckwasser aus dem .Druckspeicher U zweckmäßig in den Speicher der Druckwasseranlage übertreten lassen.; in diesem Falle muß der Vorrat des Niederdruckspeichers H" aus einer Niederdruckquelle ergänzt werden. Wird jedoch die Presse mechanisch betätigt, so kann man durch Druckwasser betätigte Hilfsaggregate dadurch entbehrlich machen, daß man die Abflußleitung V des Hochdruckspeichers U über das Sicherheitsventil W unmittelbar mit der Zuflußleitung H' des- Niederdruckspeichers H" verbindet. Da die Menge des beim Arbeitsspiel nach U verdrängten Wassers fast genau, bis auf Undichtigkeitsverluste, der Menge des aus H" nachzuliefernden Wassers entspricht, erhält man auf diese Art einen geschlossenen Kreislauf innerhalb der Preßgußvorrichtung, wobei nur von Zeit zu Zeit die durch Undichtigkeit verlorengehende Wassermenge an H" zu ersetzen ist.
  • Das Arbeitsspiel vollzieht sich bei dieser Vorrichtung in folgender Art. Nachdem bei geöffneter Form die Preßkammer D mit Preßgut beschickt worden ist, wird der Bär 0 mit dein oberen Formteil A abwärts bewegt. Nach dem Schließen der Form drückt er diese mitsamt dem Stempel K weiter nach unten, wobei das Rückschlagventil H' geschlossen und der Stempel G' mit dem Preßkolben G durch die mit Druckwasser betätigte Übertragung aufwärts gedrückt wird, und zwar so lange praktisch widerstandslos, bis das Preßgut an den oberen Formteil A anschlägt und den Preßraum völlig' erfüllt. Daher ist während dieses ersten Teiles des Kolbenhubes (genannt Vorhub) die Form nur mit geringer Kraft geschlossen, so daß die vor dem Preßgut her aus der Preßkammer verdrängte Luft leicht durch die Trennfuge entweichen kann. Am Ende des Vorhubes setzt das Preßgut plötzlich der weiteren Kolbenbewegung infolge der Drosselwirkung durch die engen Eingußkanäle E einen großen Widerstand entgegen, wodurch auch die weitere Abwärtsbewegung des Bären gebremst wird; daher tritt in diesem Augenblick ein heftiger Bremsschlag auf; in dessen Folge sich die Form fest schließt und gegebenenfalls das Rückschlagventil T geöffnet wird. Bei dem weiteren Atiwärtsgang des Bären O drückt der Preßkolben G das Preßgut in die Hohlform G, wobei der Preßdruck und die Formschließkraft, solange der hydraulische Zylinder H mit dem Rückschlagventil T verbunden bleibt, nicht über bestimmte, durch die Spannung des Hochdruckspeichers U und die "Querschnittsverhältnisse der Stempel K und G' gegebene Höchstwerte hinauswachsen können. Sobald jedoch die Verbindung des Zylinders H mit dem Rückschlagventil T abgesperrt wird, sind die Höchstwerte der Preßkraft und der Formenscbließkraft nach oben hin nicht mehr begrenzt, während ihr,Verhältnis auch weiterhin durch die Querschnittsverhältnisse fest gegeben ist. Im Augenblick der Vollfüllung der Form werden die bewegten Massen plötzlich gebremst, wobei ein sehr heftiger Stoßdruck auf das Preßgut ausgeübt wird, jedoch auch die Formenschließkraft in entsprechendem Maße ansteigt.
  • Nach Beendigung des Preßvorganges geht der Bär O mit dem oberen Formteil A wieder aufwärts. Dabei wird durch die Feder G" der Stempel G' mit dem Preßkolben G abwärts gezogen und hierdurch der Stempel K mit dem Formteil B aufwärts gedrückt. Wenn beim Preßhub Druckflüssigkeit aus dem Zylinder H in den Hochdruckspeicher U übergetreten. ist, so öffnet sich beim Rückhub, sobald der Stempel G' in seine Ruhelage kommt, das Rückschlagventil H', worauf Niederdruckwasser aus dein Speicher H" in den Zylinder H übertritt, bis der Stempel K wieder seine Anfangslage erreicht hat. Nach dem Öffnen der Form werden die Preßlinge mitsamt dem Preßrest durch einen nicht mitgezeichneten Auswerfer entfernt, worauf das Arbeitsspiel von. neuem beginnt.
  • Aus .dem Vorstehenden sind die Vorteile der vorliegenden Preßgußvorrichtung zu erkennen. Zunächst ermöglicht die Erfindung, mit einfachen Hilfsmitteln unter geringem Kostenaufwand auf jeder beliebigen Presse von normaler Bauart, sei es nim eine mittels Druckwassers betätigte Presse oder eine Kurbel-, Exzenter- oder Reibungsspindelpresse, Preßgußstücke herzustellen, und zwar mit einer Arbeitsgeschwindigkeit, die der Leistung beim Warmpressen (Gesenkpressen) nicht nachsteht. Hierdurch wird der Anwendungsbereich des Preßgußverfahrens in unabsehbarer Art erweitert; insbesondere wird es möglich, auch in Warmpreßwerkstätten, die keine Einrichtungen für normalen Preßgußbetrieb haben, das Preßgußverfahren für besondere Fälle aushilfsweise heranzuziehen, ohne daß hierfür nennenswerte Aufwendungen gemacht werden müssen.
  • Als weiterer wegentlicher Vorteil ist die Schonung der Gießwerkzeuge zu nennen, die sich insbesondere bei der in Abb. 3 dargestellten Ausführungsart daraus ergibt, dall die Formenschließkraft erst nach Vollfüllung der Hohlform mit Preßmetall auf ihren Höchstwert ansteigt.
  • Als weiterer wichtiger Vorteil der in Abb.3 dargestellten Ausführungsart ist die Tatsache anzuführen, daß es bei dieser Anordnung infolge der unbedingt zuverlässigen Abhängigkeit der Formenschließkraft vom Preßdruck möglich ist, Preßdrücke, insbesondere Nachdruckpreßschläge, von weit größerer Höhe als sonst zulässig zu verwenden, da bei richtiger Bemessung der Querschnitte der Stempel G' und K das Dichthalten der Form in jedem Falle, wie hoch auch immer die Kräfte und Drücke ansteigen mögen, mit einer solchen Zuverlässigkeit gewährleistet ist, wie es bei keiner Ausführungsart mit gesonderten Antrieben für Preßkolben und Formenschließung möglich wäre.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Preßgußvorrichtung, bei welcher das Preßgut aus einer an der Trennfuge der Formteile angeordneten Preßkammer mittels eines Preßkolbens, dessen Längsachse gleichlaufend mit der Bewegungsrichtung der Formhälften ist, in die Gießform gepreßt wird, gekennzeichnet einerseits durch eine bloß widerstandsmäßige Lagerung des nicht mit dem Formenschließzylinder verbundenen Formteiles und andererseits durch die Lagerung des den Preßraum abschließenden Preßkolbens, derart, daß in Fortsetzung der Bewegung des die Form schließenden Antriebsteiles nach dem Schließen der Form eine relative oder absolute Gegenläufigkeit zwischen geschlossener Form und Preßkolben auftritt.
  2. 2. Preßgußvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßkolben starr oder unter Zwischenschaltung eines Puffergliedes auf einem Rahmen abgestützt ist, auf welchem die den Preßkolben führende Formhälfte mittels Puffergliedern kraftschlüssig gelagert ist.
  3. 3. Preßgußvorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erzielung einer absoluten Gegenläufigkeit zwischen geschlossener Form und Preßkolben die Auflagerungen des Preßkolbens und der ihn führenden Formhälfte durch Übertragungsmittel miteinander verbunden sind, derart, daß eine von der Trennfuge her auf die Formhälfte einwirkende Kraft einen Antrieb des Preßkolbens in entgegengesetztem Richtungssinne verursacht. q.. Preßgußvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagerungs- bzw. Übertragungsmittel ständig oder während eines Teiles des Arbeitsspieles mit einem Puffergliede in Verbindung stehen, dessen Spannung die Höchstwerte der Formenschließkraft und der auf den Preßkolben einwirkenden Kraft begrenzt. 5. Preßgußvorrichtung nach Ansprüchq., dadurch gekennzeichnet, daß das Pufferglied so angeordnet ist, daß es zu einer bestimmten Zeit des Arbeitsspieles, vorzugsweise gegen Ende des Preßvorganges, außer Wirksamkeit gesetzt wird. 6. Preßgußvorrichtung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftübertragung zwischen Formhälfte und Preßkolben durch ein hydraulisches Mittel erfolgt. 7. Preßgußvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßkolben einerseits und die ihn führende Formhälfte andererseits auf gesonderten hydraulischen Stempeln angeordnet sind, die in kommunizierender Druckflüssigkeit arbeiten. B. Preßgußvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Höchstwert der Spannung der Druckflüssigkeit ständig oder während eines Teiles des Arbeitsspieles durch ein bei einer bestimmten Belastung sich öffnendes Sicherheitsventil oder durch ein zu einem Hochdruckakkumulator führendes Rückschlagventil begrenzt ist, g. Preßgußvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Sicherheitsventil bzw. das Rückschlagventil zu einer bestimmten Zeit des Arbeitsspieles, vorzugsweise gegen Ende des Preßvorganges, außer Wirksamkeit gesetzt werden kann. 1o. Preßgußvorrichtung nach Anspruch 7 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßkolben ständig unter der Einwirkung einer abwärts gerichteten Rückzugskraft, z. B. einer Federspannung, steht. I I . Preßgußvorrichtung nach Anspruch 7 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum der hydraulischen Zylinder, welche die die Formhälfte bzw. den Preßkolben tragenden Stempel führen, mit einem Niederdruckakkumulator über ein Rückschlagventil verbunden ist, welches sich öffnet, sobald die Spannung der Druckflüssigkeit in diesem Innenraum unter einen bestimmten Betrag sinkt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1138892B (de) * 1954-09-27 1962-10-31 Fritz Hodler Verfahren und Vorrichtung zum Verhindern eines bei Druckgiessmaschinen waehrend des Formfuellungsvorganges auftretenden UEberdrucks

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1138892B (de) * 1954-09-27 1962-10-31 Fritz Hodler Verfahren und Vorrichtung zum Verhindern eines bei Druckgiessmaschinen waehrend des Formfuellungsvorganges auftretenden UEberdrucks

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