DE653525C - Verfahren zum Zuenden fluessigen Brennstoffes durch eine Zuendkerze - Google Patents

Verfahren zum Zuenden fluessigen Brennstoffes durch eine Zuendkerze

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DE653525C
DE653525C DEG83771D DEG0083771D DE653525C DE 653525 C DE653525 C DE 653525C DE G83771 D DEG83771 D DE G83771D DE G0083771 D DEG0083771 D DE G0083771D DE 653525 C DE653525 C DE 653525C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B1/00Engines characterised by fuel-air mixture compression
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B2720/00Engines with liquid fuel
    • F02B2720/30Engines with air compression and ignition device

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)
  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Verfahren zum Zünden flüssigen Brennstoffes durch eine Zündkerze Bei Brennkraftmaschinen, bei denen der flüssige Brennstoff in die verdichtete Luft eingespritzt wird und die Zündung mittels einer während der Einspritzung eingeschalteten Zündkerze erfolgt, hat man bereits vorgeschlagen,- den Brennstoff durch eine Düse so einzuspritzen, daß er möglichst fein verteilt in freiem Strahl in einen mit der verdichteten Luft angefüllten Vorraum des Zylinderkopfes eintritt. Dabei ist die Zündkerze so angeordnet, daß sie in den Brennstoffstrahl etwas hineinragt. Hierdurch soll bereits erreicht sein, mit einer niedrigen Kompression auszukommen und demzufolge die Maschine leicht ausführen zu können.
  • Nach der Erfindung ist dieses Ziel wesentlich vollkommener dadurch erreicht, daß die mit sehr hoher Funkenzahl betriebene Funkenstrecke in der Verlängerung der Achse der im Hauptbrerinraum angeordneten Einspritzdüse liegt und daß diese Düse aus .einem solchen Metall besteht, (las dem Brennstoffstrahl eine positive Aufladung verleiht. An sich ist -es bereits bekanntgeworden, eine Funkenstrecke mit sehr hoher Funkenzahl zu betreiben bzw. die Funkenstrecke in der Verlängerung der Achse der im Hauptbrennraum angeordneten Einspritzdüse vorzusehen. Bei dieser gegenseitigen Anordnung der Einspritzdüse und der Funkenstrecke wird infolge des Anblasens durch den Brennstoffstrahl die Funkenstrecke zu einem Flammenbogen ausgezogen, der eine weit in den Hauptverbrennungsraum hineinreichende Stichflamme mit einem sehr heißen Flammenrand bildet. In diese Stichflamme schießen alle nachfolgenden, schon fein zerstäubten Brennstoffteilchen hinein, wodurch eine Kondensation dieser Teilchen vermieden ist. Die gute Durchmischung des Brennstoffs mit der verdichteten Luft ist dabei durch die Ausbreitung der Stichflamme in dem Hauptbrennraum gesichert. Durch die Wahl einer derartigen Düse, -die den mit hohem Druck eingespritzten Brennstoffstrahl eine positive elektrostatische Aufladung verleiht, ist dabei erreicht, daß die Luftstrecke zwischen den Elektroden der Zündkerze durch den Brennstoffstrahl eine größere Leitfähigkeit erhält, so daß die Funkenstrecke mit sehr hoher Funkenzahl betrieben werden kann. Hierdurch und durch die heiße Stichflamme ist eine so hohe Temperatur im Hauptbrennraum erzeugt, daß durch diese Hitze ein großer Teil der Kompressionswärme ersetzt ist und demgemäß selbst bei sehr schnelllaufenden Maschinen (für Personenwagen und Flugzeuge) und bei Betrieb mit Schwerölen der Kompressionsdruck wesentlich kleiner sein und demgemäß die Maschine leichter ausgeführt werden kann. Auch springt die Maschine beim Anlassen, selbst b°i großer Kälte, leicht an, da der Hauptbrennrarm sofort auf eine hohe Temp 3ratur kommt, so daß las Anlassen in weiten Grenzen von der Temo°ratur der Zy'.inlerwandung und (1--r AtiPenluft unabhängig ist.
    Das Verfahren kann dadurch noch ver-
    bessert werden, daß in an sich bekannter
    Weise stufenförmig eingespritzt wird, indem
    bei eingeschalteter Zündkerze während.des #,
    Verdichtungshubes des Kolbens zuerst"eij,e'.
    kleine Menge Brennstoff eingespritzt'
    darauf die Hauptmenge nachgespritzt
    Die kleine Brennstoffmenge, die einen I.üft@'
    überschuß vorfindet, wird durch die sehr heiße, weit ausgebreitete Stichflamme schnell in Gas. verwandelt und in diese entflammte Gas-Luft-Mischung schießt die nachgespritzte Hauptmenge des Brennstoffs hinein. - Man kommt dann mit noch niedrigeren Kompressionsenddrücken aus.
  • Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform ,einer zur Durchführung des Verfahrens dienenden Brennkraftmaschine dargestellt.
  • Fig. i zeigt den Zylinder einer Brennkraftmaschine im Längsschnitt und das Schaltungsschema für den Anschluß der Zündkerze an einen Batteriezünder.
  • Fig. z ist ein Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. i.
  • Fig. 3 zeigt einen Teil der Fig. z in natürlicher Größe.
  • Fig. q. zeigt einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig.3. -ln dem Zylinder a der Maschine spielt der Kolben b, durch den beim Verdichtungshub irgendwie eingeführte Verbrennungsluft verdichtet wird. Am Umfang des Zylinders ist dicht am Boden c des Hauptbrennraumes der Maschine die Einspritzdüse d angebracht, die mit der Brennstoffpumpe in Verbindung steht. Die Düse hat z. B. ein Loch von i mm und ist geerdet. Von der Düse d ist im Boden .c des Zylinders eine ZündkAze angebracht, die in der üblichen Weise aus einer geerdeten Elektrode e und einer isolierten Elektrode f besteht. Die geerdete Elektrode ist bei der dargestellten Ausführungsform wie üblich am Zündkerzenkörper g angebracht, welcher in den Zylinderboden c eingeschraubt wird, während die Elektrode f mittels eines Isolierstückes la nach außen hindurchgeführt ist. Die Verbindungslinie der Spitzen der Elektroden e, f liegt in der Verlängerung der Achse der Düse d. Die beiden Elektroden f und e sind in der- üblichen Weise an einen Batteriezünder bekannter Bauart angeschlossen, und zwar so, daß die isolierte Elektrode positiv und die Elektrode e negativ ist.
  • Bei der in Fig. i dargestellten Ausführungsform ist zwischen der Zündkerze e, f und der Batterie i eine Zündspule h mit einem Summerunterbrecher na eingeschaltet.
  • Als Baustoff für die Düse ist ein Metall gewählt, an dein sich der Brennstoff durch Reibung positiv auflädt. Auf dem Verdichtungshub des Kolbens b bleibt während der ganzen Einspritzdauer die Zündkerze eingeschaltet, so daß ständig Funken zwischen den Elektroden f und e übergehen. Der Brennstoffstrahl, der mit z. B. @ztn-at in den Verbrennungsraum eingespritzt # wird, wird bei seinem Durchtritt durch die Düse d positiv aufgeladen, die Düse negativ. Diese negative Ladung wird durch die Erdung abgeleitet. Mit der positiven elektrostatischen Ladung behaftet, spritzt der Brennstoff, ohne vofher mit der Wandung des Zylinders a in Berührung zu kommen, dicht über die Elektroden f und e in Richtung der Funkenstrecke. Diese Funkenstrecke wird dadurch ionisiert, also ihre Leitfähigkeit erhöht, so daß in der Zeiteinheit eine größere Anzahl Funken übergehen kann. Zugleich wird durch den Brennstoffstrahl eine Stichflamme ausgezogen, die sich vom positiven Pol f der Zündkerze über den negativen Pol e hinweg in den Zylinder'a ausbreitet. Diese Stichflamme hat eine gute Durchtnischung des Brennstoffes mit der verdichteten Verbrennungsluft zur Folge, so daß eine schnelle und restlose Verbrennung des Gemisches erfolgt.
  • Dadurch, daß die Funkenstrecke zwischen den Elektroden f und e in Richtung des elektrisch geladenen Brennstoffstrahls liegt, ist das Überspringen der Funken weiter erleichtert, da die Brennstoffteilchen als Ladungsträger für die Elektronen zwischen den Elektroden dienen. Durch die Einschaltung der Summerzündspule h, m ist die Unterbrechungszahl des Zündstromes wesentlich erhöht, so daß auch die Anzahl der zwischen den Elektroden f, e in der Zeiteinheit übergehenden Funken größer ist. Die Abkühlungsverluste in der Funkenstrecke sind dadurch verkleinert.
  • Die Brennkraftinaschine läßt sich bei dieser Art der Zündung vorteilhaft auch in folgender Weise betreiben: Die Brennstoffpumpe, welche der Düse d den Brennstoff unter hohem Druck zufuhrt, hat beispielsweise zwei Nocken, so daß während des Verdichtungshubes des Kolbens b Brennstoff zu verschiedenen Zeiten in geregelter Menge. eingespritzt werden kann.
  • Beispielsweise wird 9o° vor dein inneren Totpunkt des Kolbens b eine geringe Menge des Betriebsbrennstoffes durch die Düse d eingespritzt. Diese Brennstoffmenge wird durch die Funken der Zündkerze schnell entzündet, da sie einen großen Sauerstoffüberschuß in dem Verbrennungsraum vorfindet. Dieser Raum ist daher schnell mit einem entflammten, sehr heißen Gas-Luft-Gemisch angefüllt. Bei etwa 75° vor dem inneren Totpunkt wird die übrige Hauptmenge des Betriebsbrennstoffs durch die Düse c1 nachgespritzt. Diese Brennstoffmenge, die an sich schon durch die Funken der Zündkerze zur Entzündung gebracht wird, findet einen Brennraum vor, gefüllt mit einem entflammten Gas-Luft-Gemisch, das durch den Kolben b überdies noch weiter verdichtet ist. Bei etwa 6o° vor dem Totpunkt des Kolbens ist der Einspritzvorgang beendet. Die Verbrennung der Hauptbrennstoffmenge erfolgt daher sehr schnell und in einem sehr heißen Raum, so daß auch schwere Kohlenwasserstoffe mit einem hohen Entflammungspunkt zur' restlosen Verbrennung kommen. Obgleich die Verbrennungsluft dabei nur bis auf io at verdichtet wird, werden dennoch Enddrücke von etwa 40 at erzielt, so daß die Maschine eine sehr hohe Leistung hat. Die Betriebsteile der Maschine werden daher durch die Verdichtung der Verbrennungsluft nur wenig beansprucht, obgleich sich auch Schweröle bei hoher Leistung der Maschine restlos verbrennen lassen.
  • Die Düse kann so schräg zur Zylinderachse gerichtet sein, daß die Stichflamme etwas nach dem Kolbenboden hin gerichtet ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Zünden flüssigen Brennstoffes durch eine Zündkerze bei der Einspritzung in den Brennraum von Brennkraftmaschinen, bei dem derflüssige Brennstoff in freiem Strahl in den Bereich der Funkenstrecke der während der Einspritzung eingeschalteten Zündkerze gespritzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die mit sehr hoher Funkenzahl betriebene Funkenstrecke in der Verlängerung der Achse der im Hauptbrennraum angeordneten Einspritzdüse liegt und daß diese Düse aus einem solchen Metall besteht, das dem Brennstoffstrahl infolge Reibung der Flüssigkeit an der Düse eine positive Aufladung verleiht. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei eingeschalteter Zündkerze (f, e) während des Verdichtungshubes des Kolbens (b) in an sich bekannter Weise zuerst eine kleine Menge Brennstoff eingespritzt und darauf die Hauptmenge nachgespritzt wird.
DEG83771D 1932-10-09 1932-10-09 Verfahren zum Zuenden fluessigen Brennstoffes durch eine Zuendkerze Expired DE653525C (de)

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DEG83771D DE653525C (de) 1932-10-09 1932-10-09 Verfahren zum Zuenden fluessigen Brennstoffes durch eine Zuendkerze

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DEG83771D Expired DE653525C (de) 1932-10-09 1932-10-09 Verfahren zum Zuenden fluessigen Brennstoffes durch eine Zuendkerze

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DE (1) DE653525C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE907003C (de) * 1940-12-03 1954-03-18 Daimler Benz Ag Vorrichtung zur Erleichterung des Anlassens bzw. des Wiederanlassens oder des Vorwaermens der Ansaugluft von Brennkraftmaschinen
DE1053247B (de) * 1956-12-27 1959-03-19 Ernst Essers Dr Ing Einspritz-Zuendeinrichtung fuer Einspritzbrennkraftmaschinen
DE1182473B (de) * 1956-02-27 1964-11-26 Economy Engine Co Verteiler- und unterbrecherlose Zuendanlage fuer Mehrzylinderbrennkraftmaschinen

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE907003C (de) * 1940-12-03 1954-03-18 Daimler Benz Ag Vorrichtung zur Erleichterung des Anlassens bzw. des Wiederanlassens oder des Vorwaermens der Ansaugluft von Brennkraftmaschinen
DE1182473B (de) * 1956-02-27 1964-11-26 Economy Engine Co Verteiler- und unterbrecherlose Zuendanlage fuer Mehrzylinderbrennkraftmaschinen
DE1053247B (de) * 1956-12-27 1959-03-19 Ernst Essers Dr Ing Einspritz-Zuendeinrichtung fuer Einspritzbrennkraftmaschinen

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