DE652190C - Quecksilberdampfkessel - Google Patents

Quecksilberdampfkessel

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DE652190C
DE652190C DEA80322D DEA0080322D DE652190C DE 652190 C DE652190 C DE 652190C DE A80322 D DEA80322 D DE A80322D DE A0080322 D DEA0080322 D DE A0080322D DE 652190 C DE652190 C DE 652190C
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pipe
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B3/00Other methods of steam generation; Steam boilers not provided for in other groups of this subclass
    • F22B3/02Other methods of steam generation; Steam boilers not provided for in other groups of this subclass involving the use of working media other than water

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Quecksilberdampfkessel Bei Ouecksilberdampfkesseln ist man bestrebt, mit einer möglichst geringen Menge flüssigen Quecksilbers zum Betrieb des Kessels auszukommen. Dieses Ziel ist nach der Erfindung dadurch erreicht, daB cfer Quecksilberumlauf im Kessel in zwei getrennten Kreisläufen erfolgt, von denen der eine durch im Feuerraum angeordnete Heizrohre gebildet wird und sich selbsttätig vollzieht, während der andere durch in der Rauchkammer liegende Rohrschlangen erfolgt und zwangsläufig mittels einer Pumpe bewirkt,wird.
  • Ein Ausführungsbeispiel des Quecksilberdampfkessels nach der Erfindung ist in der Zeichnung in einer schaubildlichen Ansicht dargestellt.
  • Die Kesselanlage besteht aus einem auf einem Sockel ruhenden Ofen mit den Vorder-und Rückwänden io sowie den Seitenwänden i i. An Trägern 12 und 13 ist der Oberteil des Ofens befestigt. Zwischen dem Ober-und dem Unterteil ist ein Mittelstück angeordnet, das an dem Ober- und Unterteil an den Stellen 1q. und 15 ausdehnungsfähig befestigt ist. Das Mittelstück ist nachgiebig mittels Stangen 16 an ortsfest gelagerten T-Trägern 17 aufgehängt. In die Stangen 16 sind Federn 18 eingeschaltet. Die unteren Enden der Stangen 16 sind an eine waagerechte. Kesseltrommel i9, sowie an je ein vorderes und hinteres Sammelrohr 2o, 21 angeschlossen, das reit der Kesseltrommel in Verbindung steht. Die Enden der Kesseltrommel i9 erstrecken sich durch die Wände des Mittelstückes, während die an die Kesseltrommel angeschlossenen Sammelrohre 20, 21 mindestens teilweise außerhalb der Ofenwände liegen. Der Ofenunterteil und der untere Teil des Mittelstückes bilden zusammen einen Verbrennungsraum 22 von im wesentlichen rechteckigem Querschnitt. Zur Aufrechterhaltung der Verbrennung wird dem Verbrennungsraum mittels nicht dargestellter Vorrichtungen Brennstoff und Luft zugeführt. Die Wände des Feuerraumes sind von Heizrohrreihen 23 bedeckt. Die die vordere und hintere Wand des Feuerraumes bekleidenden Heizrohre sind an, ihren oberen Enden 24. etwas nach außen umgebogen und an die Sammelrohre 2o, 21, dagegen die die Seitenwände bekleidenden Heizrohre mit ihren oberen Enden 25 an den Boden der Kesseltrommel ig angeschlossen. Im oberen Teil der Verbrennungskammer sind Schlackenfänger angeordnet, die nach der Erfindung von den mittleren Teilen der die Seitenwände des Feuerraumes bekleidenden Heizrohre gebildet werden. Zu diesem Zweck sind diese. Rohre gruppenweise zopfartig zusammengeflochten. Bei der dargestellten Ausführungs-w form besteht jede Gruppe aus drei' miteinander verflochtenen Rohren, die nach innen zu, d. h. also in der Richtung zur Längsmittelachse der Kesseltrommel i9" von den Feuerraumwänden abgebogen und deren obere Enden 25 in einem gleichen Abstand voneinander an den Boden der Kesseltrommel angeschlossen sind. Die gegenseitige Verflechtung einzelner Rohre ist ein ausgezeichnetes Mittel zur Förderung der Widerstandsfähigkeit der Rohre und zur Erzielung einer gleichmäßigen Wärmeabgabe an die Rohre. Außerdem schützen sich die Rohre jeder Gruppe gegenseitig gegen eine zu starke Wärmeaufnahme. Dies ist von besonderer Bedeutung, weil die Heizrohre in diesem Teil des Feuerraumes besonders hohen Temperaturen ausgesetzt sind.
  • Die Rohre 23 erstrecken sich mit ihren unteren Enden durch die Feuerraumwände io und i i und sind an mehrere voneinander unabhängige Sammelrohre 26 angeschlossen. Das flüssige Quecksilber wird diesen unteren Sammelrohren 26 durch Fallrohre 27 zugeführt, die an das äußere Ende der Kesseltrommel i9 angeschlossen sind und sich in zwei Rohrstränge 28 und 29 zerteilen, von denen Abzweigleitungen 30 zu den Sammelrohren 26 führen. Zur Verkleinerung des Flüssigkeitsraumes innerhalb der Trommel i9 und den Sammelrohren 20 und 2 1 sind besondere Füllstücke 31 vorgesehen.
  • Während des Betriebes strömt das flüssige Quecksilber aus der Kesseltrommel durch die Fallrohre 27, 28, 29, 30 zu den unteren Sammelrohren 26. Von dort fließt das Quecksilber in die Rohre 23, die als Steigrohre bezeichnet werden können. In diesen Steigrohren wird das Quecksilber erhitzt und teilweise verdampft. Das Flüssigkeitsdampfgemisch gelangt dann in die Kesseltrommel i9 und die Sammelrohre 2o, von welchen der Dampf in bekannter Weise Turbinen oder anderen Kraftmaschinen zuströmt, während die Flüssigkeit ihren Kreislauf durch die Fallrohre von neuem beginnt., Dieser Kreislauf des Quecksilbers vollzieht sich unter der Wirkung der Schwerkraft und infolge thermischer Beeinflussung, d. h. also selbsttätig, da das flüssige Quecksilber in den Fallrohren ein größeres spezifisches Gewicht hat als das Flüssigkeitsdampfgemisch in den Steigrohren.
  • In der von dem Oberteil des Kessels gebildeten Rauchkammer wird die noch vorhandene Wärmeenergie der aus der unteren Verbrennungskammer kommenden Verbrennungsgase zur Erwärmung und Verdampfung des _.Ouecksilbers ausgenutzt. Die Heizelemente werden teilweise von der Kesseltrommel i9 :und teilweise von einem besonderen, außerhalb des Ofens befindlichen Vorratsbehälter, z. B. einem in Quecksilberkraftanlagen gewöhnlich vorhandenen Kondensator, gespeist. Die oberhalb der Verbrennungskammer befindlichen Heizelemente sind bei der dargestellten Ausführungsform in vier Stufen angeordnet. Dabei liegen die Rohrelemente symmetrisch zu einer durch die Längsmittelachse. der Kesseltrommel i9 gehenden senkrechten Ebene. Die oberste Rohrstufe 32 bildet ein V orwärmer für das flüssige Quecksilber. Diesen Rohren wird das flüssige Quecksilber durch eine Leitung 33 zugeführt, die von einem Kondensator oder einer anderen Quecksilberquelle kommt. Das Rohr 33 ist an ein Sammelrohr 34 angeschlossen, das außerhalb der Ofenwände liegt und mit Verbindungsleitungen 35 an die Rohre der obersten Rohrstufe 32 angeschlossen ist. Jedes1 Rohr dieser Stufe weist eine Anzahl haarnadelförmiger Ausbiegungen auf. Die Rohre sind mit ihren anderen Enden an mehrere voneinander unabhängige Sammelrohre 36 angeschlossen, die außerhalb der Seitenwand ii des Mittelstückes liegen. Dabei können die Rohre 32 abwechselnd an die Sammelrohre 36 der einen Seite und an entsprechende Sammelrohre der anderen Seite des Mittelstückes angeschlossen sein. Das in der obersten Rohrstufe vorgewärmte Quecksilber strömt aus den Sammelrohren 36 durch Verbindungsrohre 37, 38 in ein Rohr 39, das an den Saugstutzen einer Umwälzpumpe 4o angeschlossen 'ist. In das Rohr 39 strömt auch Quecksilber aus der Kesseltrommel i9. Die Pumpe 40 ist mittels eines Motors 41' antreibbar, dessen -Geschwindigkeit in Abhängigkeit von der Kesselleistung geregelt werden kann. Die Pumpe fördert durch eine Leitung 41 in ein Sammelrohr 42, das an den Seitenwänden des Kessels entlangläuft und das flüssige Quecksilber in zwei weitere, parallel geschaltete Rohrstufen 43, 44 leitet. Die Rohrstufe 43 liegt unmittelbar oberhalb der Rohrbündel der die Seitenwände des Feuerraumes bekleidenden Heizrohre 23. Jedes Rohr beider Rohrstufen 43, 44 bildet haarnadelförmige Schleifen. Die Rohre der Rohrstufe 43 sind mittels Zuführungsleitungen 45 an ein Sammelrohr 46 angeschlossen, dem das flüssige Quecksilber aus der Leitung 42 durch ein Rohr 47 zuströmt. Die einzelnen Rohre der Stufe 44 sind mit außerhalb der Feuerraumwände liegenden Zuführungsleitungen an einzelne Sammelleitungen 48 angeschlossen, denen das flüssige Quecksilber ebenfalls aus der Leitung 42 durch Rohre 49 zugeführt wird.
  • Wie erwähnt, sind die beiden Rohrstufen 43, 44 parallel geschaltet und gemeinsam an die Zuführungsleitung 42 angeschlossen. Beide Rohrstufen münden in eine weitere Rohrstufe 5o, die aus mehreren Rohrreihen besteht. Diese Rohre haben einen größeren Durchgangsquerschnitt, jedoch sind sie ebenfalls zu haarnadelförmigenSchleifen gebogen. Die Rohrstufe 5o liegt oberhalb der Kesseltrommel i9 und füllt den ganzen Querschnitt der Rauchkammer aus. Bei der dargestellten Ausführungsform ist der Einlaßstutzen 51 des ersten Rohres der Rohrstufe 5o an das erste und zweite Rohr der Rohrstufe 43 angeschlossen. Das erste und zweite Rohr -der Rohrstufe 44 ist in der gleichen Weise mit einem anderen Rohr der Rohrstufe 50 verbunden. Zweckmäßig sind benachbarte Rohre der Rohrstufe 5o auf beiden Seiten der Rauchkammer abwechselnd an zwei Rohre der Rohrstufen 43 und 44 angeschlossen. Die einzelnen Rohre der Rohrstufe 5o ebenso wie diejenigen der anderen Stufen bilden zusammen gleichsam einen Rost. Die Rohre 5o sind mittels Verbindungsleitungen 52 an die Kesseltrommel i9 angeschlossen. In der Nähe des Anschlusses der Verbindungsrohre 52 an die Kesseltrommel i9 ist eine Platte 53 aus wärmeisolierendem Baustoff an den Rohren 52 befestigt. Diese sich nach unten erstrekkende Platte zwingt die aus der Verbrennungskammer austretenden Verbrennungsgase; durch die Rohrstufen 43 und .44 zu strömen. Die Rohre der Stufe 5o haben im Vergleich zu den Rohren der Stufen 43, 44 einen größeren Querschnitt, damit der in den Rohren der Stufe 5o entwickelte Dampf hinreichenden Raum zur Verfügung hat.
  • Während des Betriebes drückt die Umwälzpumpe 4o das Quecksilber durch die Rohrstufen 43 und 44, aus denen das Quecksilber in die Rohrstufe 5o fließt, in der es teilweise verdampft. Dieses Quecksilberdampfgemisch gelangt dann in die Kesseltrommel i9. Durch die Rohrstufen 43, 44 und 50 ist also zusammen mit der Kesseltrommel ein Kreislauf gebildet, in dem die zueinander parallel geschalteten Rohrstufen 43 und 44 in Reihe mit äer Kesseltrommel und der Rohrstufe 50 liegen. Sämtliche Rohre werden von dem Ofenmittelstück getragen, das seinerseits mittels der Kesseltrßmmel i9 und den Stangen 16, 18 an den Träger 17 aufgehängt ist. Außerdem sind noch mehrere an der Ofendecke 55 über zwischengeschaltete Federn 56 angreifende Tragstangen 54 vorgesehen. Die Tragstangen 54 greifen an den Rohren der Stufe 5o mittels einer Platte 57 an, die an den unteren Enden der Stangen 54 befestigt ist und unter die schleifenartig abgebogenen Einlaßenden der einzelnen Rohre der Rohrstufe 5o greift. Um die Stangen 54 gegen eine zu große Erwärmung durch die Verbrennungsgase zu schützen, sind einige Rohre der Vorwärmstufe 32 in unmittelbarer Nähe der Stangen 54 mit U-förmig gebogenen Teilen 58 versehen, die zusammen mit einem Teil der zugehörigen Stangen durch einen wärmeisolierenden Stoff 59 bedeckt sind. Auf diese Weise sind die Stangen 54 gegen eine übermäßige Erwärmung seitens der Verbrennungsgase geschützt. Einen weiteren Halt finden die Rohrstufen 43 und 44 durch den Anschluß ihrer Rohre an die auf-den Platten 57 aufliegenden Einlaßenden der Rohre der Rohrstufe 5o. Die Rauchgase ziehen durch einen Kanal 6o ab, der im oberen Teil der Ofenanlage angeordnet ist.
  • Die Heizrohre des Kessels bilden zwei getrennte Kreisläufe, von denen der eine durch die die Wände des Feuerraumes bekleidenden Heizrohre 23 gebildet ist. Der Kreislauf des Quecksilbers durch diese Rohre erfolgt teils durch die Wirkung der Schwerkraft, teils ist dieser Umlauf thermisch bedingt. Die Rohre der Stufen 43, 44 und 5o bilden einen zweiten Kreislauf für das Quecksilber, der durch die Umwälzpumpe 40 zwangsläufig aufrechterhalten wird. In der Kesselanlage ist also ein zwangsläufiger Kreislauf mit einem künstlich erzeugten Kreislauf vereinigt, so daß die Vorteile beider Betriebsweisen unter Erzielung der Wirkung derart verknüpft sind, daß die zur Aufrechterhaltung des Kreislaufes erforderliche Kraft sowie, die für den Betrieb des Kessels erforderliche Quecksilbermenge auf ein Mindestmaß verringert sind. Der im oberen, Teil der Verbrennungskammer durch die gruppenweise Verflechtung der Heizrohre gebildete Schlackenfang bewirkt eine gleichmäßige Wärmeübertragung auf die Heizrohre und läßt außerdem noch einen hinreichenden Durchgangsquerschnitt für die aus dem Feuerraum in die Rauchkammer strömenden Verbrennungsgase frei.
  • Die durch die haarnadelförmig gebogenen Rohre der einzelnen Rohrstufen gebildeten Roste zeichnen sich durch besondere Einfachheit aus. Diese Roste können mit verhältnismäßig geringen Kosten hergestellt werden, so daß sie eine billige Vorrichtung zur L`bertragung der Wärme auf das die Rohre durchströmende Quecksilber bilden. Das Quecksilber muß diese Wärmeübertragungsvorrichtung zunächst durch die Rohrstufen 43 und 44 durchströmen, die dem Verbrennungsraum am nächsten liegen und daher am stärksten beheizt werden. Da sich das Quecksilber in den Rohren dieser beiden Stufen in flüssigem Zustand befindet, ist eine gute Wärmeübertragung gesichert. Die Dampfentwicklung aus dem Quecksilber findet in den Rohren der Rohrstufe 5o statt, die das Quecksilber mit Bezug auf die Strömungsrichtung der Heizgase im Gegenstrom durchfließt. Die oberen Enden des- Rohre 5o bilden die Einlässe und liegen im kältesten Teil der Heizgase. Beim Durchströmen der Rohre 50 wird das Quecksilber allmählich immer mehr verdampft, so daß auch die Geschwindigkeit des Quecksilberdampfgemisches innerhalb der Rohre wächst. Die unteren Enden der Rohre 50, in denen der Quecksilberdampf die höchste Geschwindigkeit hat, liegen in einem Bereich, in dem die Heizgase eine mittlere Temperatur haben. .
  • Rechnungsmäßig ist die zum Betrieb des beschriebenen Kessels erforderliche Quecksilbermenge um etwa So °/o je Kilowatt im Vergleich zu Kesseln verringert, deren Heizrohre im wesentlichen mit flüssigem Quecksilber angefüllt sind und bei denen entweder nur ein selbsttätiger oder nur ein zwangsläufiger Kreislauf des Quecksilbers stattfindet. Während des Betriebes werden die die Verbrennungskammer bekleidenden Heizrohre allmählich mit Schlacke bedeckt, so daß die auf die Rohrstufen 43, 44 und 50 übertragenen Wärmemengen allmählich steigen. Die Verbrennungsgase verlassen den Feuerraum durch die Zwischenräume zwischen den einzelnen Gruppen der miteinander verflochtenen Heizrohre und durchströmen zunächst die Rohrstufen; 43 und 44, deren Rohre einen verhältnismäßig kleinen Querschnitt haben und mit flüssigem Quecksilber angefüllt sind. Dann gelangen die Verbrennungsgase in die Rohrstufe So, deren Rohre einen größeren Querschnitt haben und sowohl mit flüssigem als auch mit dampfförmigem Quecksilber angefüllt sind. Die die Rohrstufe So verlassenden Verbrennungsgase strömen durch den Vorwärmer 32, aus dem sie durch den Heizzug 6o entweichen. Das dem Kessel aus einem Kondensator oder einer anderen Quelle zuströmende Quecksilber fließt zunächst durch den Vorwärmer 32 und dann nacheinander durch die Rohre der Rohrstufen 43, 44 und So. Aus der letzten Rohrstufe strömt das teils flüssige, teils dampfförmige Quecksilber in die Kesseltrommel i9. Aus der Kesseltrommel i9 wird der Quecksilberdampf entnommen, während die aus den Rohrstufen in die Kesseltrommel i9 gelangende Flüssigkeit von neuem ihren Kreislauf durch die Heizrohre 23 des Feuerraumes oder die Rohrstufen beginnt.
  • Bekanntlich kann ein mit flüssigem Quecksilber gefülltes Rohr einer stärkeren Erwärmung ausgesetzt werden als ein sowohl mit flüssigem als auch mit dampfförmigem Quecksilber gefülltes Rohr. Um daher eine möglichst große Wärmemenge auf das in den Rohrstufen 43 und 4. befindliche Quecksilber übertragen zu können, ist dafür gesorgt, daß das Quecksilber in'diesen Rohren unter einem hohen Druck steht, so daß dessen Verdampfung verhindert ist. Dies ist dadurch erreicht, daß das in den Rohrstufen 43 und 44 befindliche flüssige Quecksilber unter dem Druck der in der höher gelegenen Rohrstufe 5o befindlichen Flüssigkeit steht. Infolgedessen kann die in den Rohren der Rohrstufen 43 und 44 befindliche Flüssigkeit ohne Gefahr einer. Dampfbildung hoch erhitzt werden. Die Umwälzpumpe 4o drückt das flüssige Quecksilber durch die Rohrstufen 43 und 44 unter Überwindung eines Gegendruckes, der beträchtlich größer ist als der in der Kesseltrommel herrschende Druck, weil das Onecksilber in den Rohrstufen 43 und 44 unter dem in der Rohrstufe So herrschenden Flüssigkeitsdruck steht. Die Umwälzpumpe 40 saugt das flüssige Quecksilber aus dein Vorwärmer 32 sowie aus der Kesseltrommel ic) an. Dabei kann dafür gesorgt werden, dab während des gewöhnlichen Betriebes die der Trommel entnommene Quecksilbermenge etwa das Sechsfache der dem Vorwärmer entnommenen Menge beträgt. Dies bedeutet, daß die dem Kessel zugeführte Quecksilbermenge einen etwa siebenmaligen Kreislauf durch die Rohrstufen ausführen muß. Wenn also So % des gesamten Dampfes in den Rohrstufen 43, 44. So erzeugt wird, ist das Verhältnis der Flüssigkeit zum Dampf am Austritt der Rohre etwa 13 : i. Dieses Verhältnis gestattet die Übertragung großer Wärmemengen auf das die Rohrstufen 43, 44 und So durchströmende Quecksilber.
  • Hinsichtlich der die Wände des Feuerraumes bekleidenden Heizrohre 23 ist dieses Verhältnis größer, zweckmäßig etwa 30 : i. Sobald der Kessel außer Betrieb gesetzt wird, strömt das in den Rohren der Rohrstufe So befindliche flüssige Quecksilber in die Kesseltrommel i g, so daß sich zum Wiederanfahren des Kessels in den Heizrohren 23 eine hinreichende Quecksilbermenge befindet, die jedoch im Vergleich zur Größe der gesamten Heizfläche der Heizrohre und der Rohrstufen verhältnismäßig gering ist. Es ergibt sich also eine Ersparnis an Quecksilber. Beim Anfahren des Kessels wird das flüssige Quecksilber durch den in den Heizrohren 23 entwickelten Dampf sowie durch seine infolge der Erwärmung stattfindende Ausdehnung in die Rohrstufen gedrückt.
  • Die Anordnung einer einzigen gemeinsamen Kesseltrommel für beide Kreisläufe ist deshalb möglich,- weil die Rohre der einzelnen Rohrstufen verhältnismäßig lang sind, so daß nur eine geringe Anzahl Rohre an die Kesseltrommel angeschlossen zu -werden braucht. Es genügen also in der Kesseltrommel nur wenige Öffnungen zum Anschluß der Rohre. Im Gegensatz hierzu müssen bei den bisher üblichen Kesseln gleicher Leistung, bei denen ein.zwangsläufiger Kreislauf des Quecksilbers fehlt, zwei Kesseltrommeln angeordnet sein, die noch außerdem einen verhältnismäßig großen Durchmesser haben müssen, damit die zahlreichen kurzen Heizrohre überhaupt an die Kesseltrommel anschließbar sind. Die Anordnung einer einzigen Kesseltrommel verringert die Herstellungskosten, weil der Anschluß weniger langer Rohre einfacher ist als der Anschluß vieler kurzer Rohre. Bei Verwendung einer einzigen Kesseltrommel ist außerdem die zum Betrieb des Kessels erforderliche O_uecksilbermenge wesentlich verringert. Dies beruht nicht allein darauf, daß bei Anordnung mehrerer Kesseltrommeln ein größerer zusätzlicher Raum mit Quecksilber gefüllt werden muß, sondern die Verringerung der Quecksilbermenge ist auch noch dem Umstand zu verdanken, daß das von dem in den Heizrohren 23 entwickelten Dampf verdrängte Quecksilber in einer einzigen Kesseltrommel einen höheren Flüssigkeitsstand erreicht als in zwei oder mehreren Kesseltrommeln.
  • Um bei den hohen Betriebstemperaturen die eisernen Wandungen der Heizrohre vor der Auflösung durch das Quecksilber zu schützen und ferner die mit -dem Quecksilber in Berührung stehenden Heizflächen der Heizrohre sauber zu halten, können dem Quecksilber noch besondere Zusätze beigemengt werden. Die Umwälzpumpe 40 sorgt dann für eine gleichmäßige Verteilung dieser Zusatzstoffe innerhalb der ganzen Anlage.
  • Zur Änderung der die Rohrstufen durchströmenden Quecksilbermenge kann die Drehzahl des Antriebsmotors der Umwälzpumpe in Abhängigkeit von der Kesselleistung geregelt werden. Die Regelbarkeit des Antriebsmotors der Umwälzpumpe gestattet auch eine Regelung des Umlaufs des Quecksilbers durch die Rohrstufen in der Weise, daß bei verschiedenen Kesselleistungen eine gewünschte Druckverteilung in den einzelnen Rohrstufen aufrechterhalten werden kann. Der von der Umwälzpumpe 4o erzeugte Druck kann in zwei Stufen zerlegt werden, von denen die eine für die Förderung des Quecksilbers' durch die Rohrstufen 43 und 44 und die andere zur Förderung des Quecksilbers durch die Rohrstufe 5o dient. Dies ermöglicht die weitere Hinzufügung von Heizrohren in dem kälteren Temperaturbereich der Heizgase, also solcher Rohre, die eine verhältnismäßig große Heizfläche haben, jedoch wenig Quecksilber enthalten. Diese die Rohrstufe 5o bildenden Rohre sind vor der Wirkung der hocherhitzten Heizgase geschützt, weil diese Gase, bevor sie die Rohrstufe 5o erreichen, innerhalb der Rohrstufen 43 und 44 abgekühlt worden sind. Ferner ist die Versorgung jedes einzelnen Rohres der Rohrstufe 5o mit Quecksilber dadurch gesichert, daß jedes dieser Rohre an zwei engere Rohre der anderen Stufen parallel angeschlossen ist. Schließlich ist die Strömungsgeschwindigkeit innerhalb der weiten Rohre der Rohrstufe 5o dadurch gesteigert, daß auf der ganzen Länge dieser Rohre eine gleichmäßige Dampferzeugung stattfindet. Außerdem ist noch zu beachten, daß der im oberen Teil des Feuerraumes von den Heizrohren gebildete Schlackenfang sowie die Rohrstufen 43 und 44 die Heizgase hinreichend abkühlen, so daß sich auf den weiten Rohren der Rohrstufe 5o keine Schlacke absetzen kann.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Quecksilberdampfkessel mit einem zwangsläufig mittels einer Umwälzpumpe bewirkten Umlauf des Quecksilbers, dadurch gekennzeichnet, daß der zwangsläufige Umlauf durch in der Rauchkammer liegende Rohrschlangen (43, 44, 50) erfolgt und ein zweiter getrennter, sich selbsttätig vollziehender Kreislauf durch im Feuerraum (22) angeordnete Heizrohre (23) gebildet wird.
  2. 2. Quecksilberdampfkessel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß beide Kreisläufe über eine gemeinsame Kesseltrommel (i9) führen.
  3. 3. Quecksilberdampfkessel nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Feuerraum (22) gegenüber der darüberliegenden Rauchkammer teils durch die in der Feuerraummitte liegende Kesseltrommel (i9), teils durch eine von den Feuerraumheizrohren (23) gebildete Zwischendecke abgeschlossen ist, in deren Bereich die Feuerraumheizrohre gruppenweise zopfartig zusammengeflochten sind.
  4. 4: Quecksilberdampfkessel nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Rauchkammer liegenden Rohrschlangen in mehrere übereinander angeordnete Stufen (43, 44, 50) unterteilt sind.
  5. 5. Quecksilberdampfkessel nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im obersten Teil der Rauchkammer eine an einen Quecksilberkondensator oder eine andere Quecksilberquelle angeschlossene Vorwärmschlange (3z) angeordnet ist, aus der das vorgewärmte Quecksilber der Umwälzpumpe (4o) zufließt.
  6. 6. Quecksilberdampfkessel nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehzahl des Antriebsmotors (q.1') für die Umwälzpumpe (4o) in Abhängigkeit von der Kesselleistung regelbar ist.
DEA80322D 1935-12-13 1936-08-25 Quecksilberdampfkessel Expired DE652190C (de)

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