DE652143C - Anordnung zur belastungsabhaengigen Speisung von Erregerwicklungen an Gleichstrommotoren, die ueber Gleichrichter aus einem Wechselstromnetz gespeist werden - Google Patents
Anordnung zur belastungsabhaengigen Speisung von Erregerwicklungen an Gleichstrommotoren, die ueber Gleichrichter aus einem Wechselstromnetz gespeist werdenInfo
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- DE652143C DE652143C DES108077D DES0108077D DE652143C DE 652143 C DE652143 C DE 652143C DE S108077 D DES108077 D DE S108077D DE S0108077 D DES0108077 D DE S0108077D DE 652143 C DE652143 C DE 652143C
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Description
Die Beeinflussung der Erregung von Gleichstrommaschinen
mit einem lastunabhängigen und einem lastabhängigen Anteil bereitet große Schwierigkeiten. Bisher wurde diese
Beeinflussung dadurch erreicht, daß außer der Erregerwicklung für Nebenschluß- oder
Fremderregung noch eine besondere vom Ankerstrom durchflossen« Reihenschlußwicklung
benutzt wurde. Diese Reihenschlußwicklungen besitzen meist nur wenige Windungen sehr großen Querschnittes. Abgesehen von
der schwierigen Herstellung solcher Wicklungen bereitet auch die Regelung der Reihen-Schlußerregung
bezüglich des gewünschten Zusammenwirkens mit der Nebenschluß- oder Fremderregung Schwierigkeiten. Ferner wird
bei plötzlichen Laständerungen, die Nebenschlußwicklung durch die Hauptschluß wicklung
unerwünscht beeinflußt, indem durch die beginnende Flußänderung der Strom aus der
Nebenschlußwicklung herausgedrängt wird; denn die an dieser liegende Spannung besitzt
ja keine plötzliche Steigerungsfähigkeit, um der von der Flußänderung herrührenden Spannung
zu begegnen.
Diese Nachteile werden bei Gleichstrommaschinen, die über Gleichrichter gespeist
werden, durch die Erfindung vermieden. Diese besteht darin, daß unabhängig voneinander
regelbare und sich gegenseitig nicht beeinflussende Ströme gewählt werden, die getrennten Stromkreisen entnommen werden,
daß diese Ströme im Gleichrichtertransformator in Stromtransformatorschaltung überlagert
werden und daß sie über einen Gleichrichter einer einzigen Erregerwicklung zugeführt'
werden.
Die getrennte Entnahme der beiden Ströme hat den Vorteil, daß diese sich gegenseitig
nicht beeinflussen können. Die Stromtransformatorschaltung ermöglicht es, verschiedene
Ströme ohne gegenseitige Beeinflussung und unabhängig voneinander regelbar zu einem
Gesamtstrom zu überlagern. Erreicht wird dies dadurch, daß die Ströme Stromkreisen
entnommen werden, deren eigene Leistung ein Mehrfaches der abgegebenen Leistung ist.
Der leistungsunabhängige Erregerstromanteil wird durch einen am Wechselstromnetz liegenden
großen Scheinwiderstand (Drosselspule, Kondensator usw.) geliefert, der leistungsabhängige
durch den den Ankerkreis der Gleichstrommaschine speisenden Transformator. Die beiden Stromanteile werden
auf der Wechselstromseite durch Stromtransformatoren überlagert "und geregelt. Die
Spannung an der Erregerwicklung kann sich dabei frei einstellen, ohne daß ein Strom den
anderen stört, auch nicht bei Fluß änderungen. Die Verwendung einer einzigen Erregerwick-
' *) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Hermann Harz in Berlin-Siemensstadt.
lung verhütet gegenseitige Beeinflussung von Erregerwicklungen.
Eine einzige Erregerwicklung ist bereitsverwendet
worden, aber ohne die im vorlie-■5 gen den Falle vorgesehene Stromtrarisfornia-.."·
torschaltung. In einem bekannten Falle lie-·, gen ein Strom- und ein Spannungstransförmator
sekundär in Reihe, wobei der Spahnungstransformator ohne großen Widerstand
ίο an dem Netz liegt. Diese Anordnung erfordert
einen Stromtransförmator mit großem Luftspalt, also ein sehr großes Modell. Bei
einer anderen Anordnung wird die belastungsunabhängige Erregung mit Hilfe eines Kon-
-> densators erzeugt, der jedoc'h außerordentlich
groß ausfällt, wozu -noch ein sehr großes und teures Regelzubehör hinzukommt. Demgegenüber
ergeben sich bei der vorliegenden Anordnung bedeutend günstigere Verhältnisse. Die
Bemessung des vom Hauptstromkreis unabhängigen Stromkreises wird von diesem unabhängig,
und die Regelung braucht nur für die tatsächliche Erregerleistung bemessen zu werden
und nicht für ein Vielfaches derselben. Im" folgenden sei die Erfindung an Hand
eines Ausführungsbeispiels, das sich auf einen kompoundierten Gleichstromnebenschlußmotor
bezient, näher er läutert. .
In Fig. ι bedeutet 1 einen Gleichstrom-^
motor, dessen Ankerkreis (Anker-j-Kompensationswicklung
10) über den Gleichrichter 2 von dem Haupttransformator 3 gespeist wird.
Der Übersichtlichkeit wegen ist im Wechselstromteil nur jeweils eine Phase dargestellt.
Zum Gleichrichten des Ankerstroms dient eine besondere Anodengruppe 4. Die Erregerwicklung
5 des Motors ist mit.einem Pol an die Kathode angeschlossen, mit dem anderen
an den Nullpunkt der Sekundärwicklung des Stromtransformators 6, dessen Primärwicklung
vom Ankerstrom durchflossen wird. Die Gleichrichtung des Erregerstromes erfolgt
durch die Anoden 7. Der Stromtransformator 6 liefert lediglich eine dem Ankerstrom
des Motors proportionale regelbare Erregerstromkomponente in die Wicklung 5/ Durch
den sekundärseitig zu der Sekundärwicklung des Transformators 6. parallel geschalteten
Stromtransformator 8 wird der Wicklung 5 außerdem noch eine von der Belastung unabhängige
Erregerstromkomponente zugeführt, die sich der dem Ankerstrom proportionalen
Erregerstromkomponente überlagert. Die vom Ankerstrom unabhängige Erregerstromkomponente,
weiche ebenfalls regelbar ist, bestimmt die Leerlaufdrehzahl, * die vom
Ankerstrom abhängige bewirkt eine Kompoundierung, d. h. eine Drehzahländerung in
Abhängigkeit von der Belastung. Der Transformator 8 ist primär in Reihe mit einer
Drosselspule 9 geschaltet, deren Leistung groß I gegenüber der Leistung des Stromtransformators
8 ist.
Je nachdem, ob ein Drehzahlabfall oder
^ Drehzahlanstieg beabsichtigt ist, wird der ;. Erregerwicklung 5 die Summe oder Differenz
der Sekundärströme der Transformatoren 6 und 8 zugeführt. Jeder Stromtransförmator
kann dabei nur einen solchen Sekundärstrom führen, wie er durch den Primärstrom und
das Übersetzungsverhältnis vorgeschrieben ist. Die Spannung ist für beide Sekundärwicklungen
gleich und stellt sich entsprechend dem Spannungsabfall in der. Erregerwicklung
selbsttätig ein. Auf die Größe der beiden Teilströme hat die Spannung keinen Einfluß.
Die Regelung der Ströme erfolgt zweckmäßig auf der Primärseite. Durch Regelung der
dem Ankerkreis zugeführten Spannung, z. B. mittels Anzapfungen am Transformator 3,
kann die Drehzahl noch in weiteren Grenzen geregelt werden.
Ein gemäß der Erfindung erregter Motor
eignet sich besonders für Antriebe, bei denen sowohl eine Einstellung der Leerlaufdrehzahl
als auch des Drehzahlabfalls bei Belastung möglich sein soll, z. B. für Walzenstraßen.
Beide Einstellungen können auf einfache
Weise vorgenommen werden. Gegenüber der Steuerung mit Gitter ergibt sich der Vorteil,
daß im Primärnetz keine'unerwünschte Blindleistung und Verzerrung des Primärstromes "
auftritt. ·
Fig. 2 stellt eine ähnliche auf der gleichen Steuerung beruhende Schaltung dar, weshalb
auch die gleichen Bezugzeichen gewählt sind. Der Stromtransformator 6 liegt jedoch im
Primärkreis des Haupttransformators 3 und speist sekundärseitig die mit der Drosselspule
9 in Reihe geschaltete Primärwicklung des Stromtransformators 8, in dessen Sekundärwicklüng
demnach die Summe der beiden Ströme fließt. Man erspart auf diese Weise
besondere Anzapfungen am Transformator 6.
Die beiden Teilströme in der Sekundärwicklung von 8 werden mit den gleichen primären
Anzapfungen geregelt.
In genau der gleichen Weise wie die Schaltung der Kompoundwicklungen bei den oben
beschriebenen Ausführungsbeispielen kann bei Hauptstrommotoren die Hauptstromerregerwicklung
und bei Gleichstrommaschinen, die mit Wendepolen versehen sind, die Wendepolwicklung
geschaltet werden. Diese Wicklungen werden dann einfach an einen Hilfsgleichrichter
oder an eine Hilf sanodengruppe eines vorhandenen Gleichrichters angeschlossen. Diesem Gleichrichter bzw. Hilfsanoden
wird der Wechselstrom von einem in den, '
Wechselstromkreis des den Motoranker speisenden Gleichrichters eingeschalteten Stromtransformator
zugeführt.
Claims (2)
- Patentansprüche:ι . Anordnung zur belastungsabhängigen Speisung von Erregerwicklungen (FeId- und Wendepolwicklungen) an Gleichstrommotoren, die über Gleichrichter aus einem Wechselstromnetz mit einem lastabhängigen und einem lastunabhängigen Strom gespeist werden, dadurch gekennzeichnet, daß beide unabhängig voneinander regelbaren und sich gegenseitig nicht beeinflussenden Ströme getrennten Stromkreisen entnommen, im Gleichrichtertransformator in Stromtransformatorschaltung überlagert und über einen Gleichrichter einer einzigen Erregerwicklung zugeführt werden.
- 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der belastungsabhängige Teilstrom beispielsweise durch Anzapfungen auf der Primärseite des den Erregerstromkreis speisenden Stromtransformators und der belastungsunabhängige Teilstrom beispielsweise durch veränderliche oder feste Drosselspulen, Kondensatoren usw., gegebenenfalls über Anzapfungen des zugehörigen Stromtransformators, eingeregelt wird.20Hierzu ι Blatt ZeichnungenBERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES108077D DE652143C (de) | 1933-01-28 | 1933-01-28 | Anordnung zur belastungsabhaengigen Speisung von Erregerwicklungen an Gleichstrommotoren, die ueber Gleichrichter aus einem Wechselstromnetz gespeist werden |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES108077D DE652143C (de) | 1933-01-28 | 1933-01-28 | Anordnung zur belastungsabhaengigen Speisung von Erregerwicklungen an Gleichstrommotoren, die ueber Gleichrichter aus einem Wechselstromnetz gespeist werden |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE652143C true DE652143C (de) | 1937-10-26 |
Family
ID=7528551
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES108077D Expired DE652143C (de) | 1933-01-28 | 1933-01-28 | Anordnung zur belastungsabhaengigen Speisung von Erregerwicklungen an Gleichstrommotoren, die ueber Gleichrichter aus einem Wechselstromnetz gespeist werden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE652143C (de) |
-
1933
- 1933-01-28 DE DES108077D patent/DE652143C/de not_active Expired
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