DE651205C - Hilfsvorrichtung zum Teeren von Forstpflanzen - Google Patents

Hilfsvorrichtung zum Teeren von Forstpflanzen

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DE651205C
DE651205C DES120892D DES0120892D DE651205C DE 651205 C DE651205 C DE 651205C DE S120892 D DES120892 D DE S120892D DE S0120892 D DES0120892 D DE S0120892D DE 651205 C DE651205 C DE 651205C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01GHORTICULTURE; CULTIVATION OF VEGETABLES, FLOWERS, RICE, FRUIT, VINES, HOPS OR SEAWEED; FORESTRY; WATERING
    • A01G13/00Protection of plants
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A01G13/00Protection of plants
    • A01G2013/004Liquid mulch

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Hilfsvorrichtung zum Teeren von Forstpflanzen. Das zum Schutz der Forstpflanzen gegen Wildverbiß erfolgende Bestreichen mit entsäuertem Baumteer geschieht meist in der Weise, daß eine Bürste in den in kleine Gefäße, wie Blecheimer, Konservenbüchsen usw., gefüllten Teer getaucht und dann die Pflanze bestrichen wird. Diese Arbeitsweise hat mehrfache Nachteile, da einmal immer mehrere Bürstenstriche notwendig sind, um die Pflanze allseitig zu bestreichen, zum anderen ist der Teerverbrauch sehr erheblich, da nicht nur die Borsten der Bürste, sondern auch das Holz derselben mit Teer benetzt wird, wobei dieser Teer natürlich ungenutzt zur Erde fällt. Man hat schon versucht, die Arbeitsweise durch eine Doppelbürste, die nach Art einer Kohlenzange gebaut- ist, zu verbessern.
Wenn es hierdurch zwar möglich ist, die zu verwitternde Pflanze mit einem Strich allseitig zu bestreichen, so ist ,der Teerverbrauch, da auch hier die Bürste ganz eingetaucht werden muß, sehr groß.
Gemäß der Erfindung sollen diese Mängel dadurch beseitigt werden, daß unter dem Boden eines am Körper zu tragenden gewölbten Teerbehälters eine vorgebaute, mit einer Vertiefung versehene Pfanne angeordnet ist, in die eine in der Höhe verschiebbare waagerechte, doppelseitig mit Filz belegte Platte, die zur Teerversorgung für die Doppelbürsten dient, bei Bedarf eingetaucht werden kann.
Infolge dieser Ausbildung zeichnet sich die Vorrichtung nach der Erfindung durch besondere Zweckmäßigkeit aus. Die Größe des Behälters wird zweckmäßig so gewählt, daß er 'die für eine Tagesarbeit notwendige Menge Teer aufnimmt, so daß ein Mitführen der Teerfässer in die Kulturen unnötig ist. Das bedeutet an sich schon eine Ersparnis an Transportkosten. Durch den Fortfall des sonst Unvermeidlichen mehrfachen Nachfüllens der kleinen Teerbehälter wird weiter Zeit und zugleich auch Teer erspart. Die wesentlichste Ersparnis an Teer wird aber dadurch erzielt, daß die Bürsten nicht mehr ganz in den Teer eingetaucht werden müssen, sondern nur die Borsten durch Vorüberstreichen an den mit Teer getränkten Filzplatten mit der notwendigen Teermenge versehen werden. Auf diese Weise ist es möglich, den Teerverbrauch ganz wesentlich herabzusetzen und dabei die Pflanzen doch mit einem vollkommen ausreichenden Schutz zu verseben. Die Bedienung der Vorrichtung selbst ist sehr einfach, da die zu betätigenden Handgriffe sehr handlich angeordnet sind. Durch die Körperwärme des Trägers der Vorrichtung wird auch in der kälteren Jahreszeit der Teer stets in der erforderlichen Dünnflüssigkeit erhalten.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, und zwar zeigen:
Fig. ι eine Vorderansicht der Vorrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht,
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch eine Vorrichtung nach Linie x-x in Fig. i, in . Richtung der Pfeile gesehen. :--v
Die Vorrichtung besteht aus einem an.Jd|sy;-Vorderseite des Körpers zu tragenden und'^lt ' * entsäuertem Baumteer zu füllenden, Behälter^;'·" Für das Einfüllen des Teeres ist an der Ober"-*1' seite des Behältei-s eine Öffnung angebracht, die durch einen Deckel h verschlossen ist.
ίο Um in eine unterhalb des Behälters k% angeordnete Pfanne b Teer einlaufen zu lassen, ist in dem Behälterboden ein Ventile angebracht, das durch eine Zugstangen' gehoben und durch eine im Behälterinnern liegende Federn" wieder herabgedrüekt wird.
An der Oberseije und den seitlichen Rändern
des Behälters k angeordnete ösen c dienen zur Befestigung von Traggurten, Die Pfanne b ist mit einer kleinen Vertiefung g versehen, -die zur Aufnahme einer gelochten Blecbseheibe^ dient. Durch Winkel, die an der dem Behälter k zu liegenden Kante der Blechscheibe 4 angeordnet sind, wird die Blechscheibe d auf zwei Stangen # geführt, wobei eine mit einem Handgriff versehene Stange/, die mit ihrem unteren Ende mit der Scheibe d verbunden ist, dazu dient, die Schiene«? zu heben oder zu senken. Die Scheibe d ist auf ihrer Ober- und Unterseite mit Filzplatten d'.belegt.
Die Benutzung der Vorrichtung geschieht in folgender Weise:
Ist der Arbeiter mit der gefüllten Vorrichtung in der zu behandelnden Kulturfläche angekommen, so öffnet er durch Ziehen an der Zugstangen' das Ventile und läßt so viel Teer in die Pfanne b bzw. in die Viertiefung g einlaufen, daß die Scheibe d mit ihren Filzauf lagen 'df vom Teer bedeckt ist.
Nach dem Loslassen der Zugstange«' schließt die Feder a" das Ventil wieder. Nunmehr Hebt der Arbeiter mittels der Stange/ die auf ..den Stangen e gleitende Blechscheibe d so he>ch, daß der überschüssige Teil des Teeres ablaufen kann. Die Scheibe^ mit den Filz- ^,platten id' wird dabei so hoch, gehoben, daß der Arbeiter bequem mit den gegeneinandergerichteten Borsten der Doppelbürste an den Filzplatten vorbeifahren und dadurch die Borsten mit der notwendigen Menge Teer versehen kann. Die Seheibe d mit ihren Bezügen wird dann wieder in die Vertiefung g gesenkt. Merkt der Arbeiter, daß die Teermenge an der Bürste zu Ende geht, so zieht er die Scheibe d schon aus der Vertiefung g heraus, so daß der überschüssige Teer in der Zeit« bereits abgelaufen und nach Tränkung der Bürste, die Arbeit ohne Aufenthalt weitergeführt werden kann. Durch die Möglichkeit der leichten Ahmeßbarkeit der in die Pfanne b bzw. die Vertiefung g leinzulassenden Menge Teeres, die Vermeidung einer Berührung der Bürstenaußenseiten mit dem Teer und ferner die ständige Arbeitsbereitschaft ergibt sich ein leichtes, schnelles und im Verbrauch an Tränkungsmitteln, sparsames Arbeiten.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Hilfsvorrichtung zum Teeren von. Forstpflanzen, dadurch gekennzeichnet, daß unter dem Boden eines am Körper zutragenden gewölbten, Teerbehälters (k) eine vorgebaute, mit einer Vertiefung (g) versehene Pfanne (b) angeordnet ist, in die eine in der Höhe verschiebbare waagerechte, doppelseitig mit Filz (d') belegte Platte (ß), die zur Teer Versorgung für die Doppelbürsten dient, bei Bedarf eingetaucht werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES120892D 1935-12-20 1935-12-20 Hilfsvorrichtung zum Teeren von Forstpflanzen Expired DE651205C (de)

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DE651205C true DE651205C (de) 1937-10-09

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