DE651204C - Saemaschine mit hinter der Saevorrichtung angeordneter Druckwalze - Google Patents
Saemaschine mit hinter der Saevorrichtung angeordneter DruckwalzeInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01C—PLANTING; SOWING; FERTILISING
- A01C7/00—Sowing
- A01C7/08—Broadcast seeders; Seeders depositing seeds in rows
Landscapes
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- Environmental Sciences (AREA)
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Description
Um Ödländereien, insbesondere Dünen, Wüstengebiete u. dgl., deren trockene und
kahle - Bodenoberfläche durch Winde und Stürme bewegt und zum Wandern gebracht
werden kann, zu befestigen und damit ein Bewegen und ein durch starken Wind bedingtes
Aufwirbeln der Sandmassen zu verhindern, muß durch Aussaat von schnell wurzelnden und wachsenden Pflanzensamen
eine Befestigung des Bodens angestrebt werden. Mit den üblichen Mitteln der Landwirtschaftstechnik
läßt sich diese Aufgabe aber nicht durchführen, denn es genügt nicht, die Pflanzensamen mittels der hierfür bekannten
Geräte in den Boden zu bringen, und es genügt nicht, gleichzeitig mit der Aussaat
eine Besprühung der Saat herbeizuführen, wie dies an sich bekannt ist, sondern der
Eigenart des zu bearbeitenden Bodens, entsprechend muß gleichzeitig dafür gesorgt
werden, daß der Boden befestigt wird, so daß er die Saat festhält und selbst auch gegenüber
sich erhebenden Sturmwinden ständhält. Bei der Bearbeitung solcher Ödländereien,
wie sie beispielsweise Dünen und Wüstengebiete darstellen, ist also das Hauptaugenmerk
auf die Bodenbearbeitung und Bodenbefestigung zu richten, nämlich mit der Aussaat gleichzeitig eine Bodenbearbeitung
in solcher Weise vorzunehmen, daß der hier vorliegenden eigenartigen Bedingung möglichst weitreichend entsprochen wird.
Den hier vorliegenden Gesichtspunkten wird nun dadurch entsprochen, daß mit der
Sävorrichtung gleichzeitig eine Walze verbunden wird; deren Aufgabe es ist, den Boden
festzuwalzen. Ohne weitere Hilfsmittel würde sich dies aber noch nicht erreichen
lassen, denn da derartige ödländereien im allgemeinen sehr f eiqsandig sind, würde durch '40
eine Walze allein noch keine Befestigung des Bodens erfolgen können, doch kann dies erreicht
werden, wenn gemäß der Erfindung zwischen der Sävorrichtung und der Walze und gegebenenfalls auch zusätzlich noch
hinter der Walze eine Sprengvorrichtung vorgesehen wird, die hier nicht dem Zweck dient,
die Aussaat zwecks schnelleren Aufkeimens zu besprühen, sondern in der Absicht angeordnet
wird, daß sie durch Besprühung der Bodenfläche den Boden in einen verformbaren Zustand bringt, so daß, wenn die Walze
über den befeuchteten Boden läuft, auf diese Weise eine Befestigung des Bodens herbeigeführt
werden kann. Noch besser läßt sich diese Aufgabe verwirklichen, wenn auch hinter der Walze noch eine weitere Sprengvorrichtung
vorgesehen ist, die nochmals nach dem Walzen des Bodens eine Befeuchtung vornimmt, und wenn hinter der Walze
in sonst bekannter Weise über deren ganze Arbeitsbreite zweckmäßig unterteilte Schlichten
vorgesehen werden, die, ähnlich wie eine Maurerkelle, die letzten ■ Unebenheiten der
Bodenfläche, die sich durch die Walze noch nicht aufheben lassen, beseitigen und eine
vollständige Glättung der jetzt reichlich angefeuchteten Bodenfläche vornehmen. Wenn
dann die Feuchtigkeit ausgetrocknet ist, wird die Bodenfläche infolge dieser Vorarbeit verkrusten
und in diesem Zustand selbst starken,, Sturmwinden gegenüber eine Zeitlang wid§
stehen können, im allgemeinen so lange, Bis., die Aussaat Wurzeln. gefaßt hat und somitT.
durch die Wurzeln im Laufe der Zeit eine*"
Befestigung des Bodens erfolgt.
Hierbei ist es zweckmäßig, die Walze to selbst in an sich bekannter Weise als Wassertank
zu benutzen, so daß hierfür ein zusätzliches Gerät erspart werden kann. Das Wasser
wird den Sprengdüsen mittels einer in die Leitung eingeschalteten Druck- oder Saugpumpe
unter Druck zugeführt.
An sich sind Walzen auch im Zusammenhang mit Sämaschinen bekannt. Auch ist es
bekannt, mit der Aussaat zugleich eine Befeuchtung der Sästellen vorzunehmen, näm-
ao Hch zu dem Zweck, das Wachstum der jungen
Saat zu fördern und ein schnelles Aufkeimen herbeizuführen. Die in dieser Hinsicht vorgeschlagenen
Geräte sind jedoch für den hier vorliegenden Zweck nicht geeignet, und erst
durch Kombination einer Sävorrichtung mit einer Walze, zwischen denen eine Sprengvorrichtung
angeordnet ist, läßt sich der Erfindungsgedanke verwirklichen.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht.
Abb. ι zeigt eine Vorderansicht, Abb. 2 eine Seitenansicht,
Abb. 3 eine Draufsicht.
Die Maschine besteht aus einer Walze 1, die umlaufend auf einer feststehenden hohlen Achse 2 unter Zwischenschaltung von Dichtungspackungen 3 gelagert ist; die Seitenwandungen 4 sind etwas eingezogen und mit Laüfringen für Kugellager 5 versehen, die ein leichtes Laufen auf einer äußeren mit einer Welle fest verbundenen Scheibe 6 ermöglichen. An dieser Scheibe 6 sind Deichseln oder ähnliche Zugglieder angeschlossen,- und gleichzeitig dient die Scheibe dazu, den zweckmäßig über der Walze angeordneten Saatbehälter 8 und eine hinter .der Walze liegende Pumpe 9 mit Hilfe von besonderen Verstrebungen zu tragen. Zwischen der Deichselgabel ist ein Saatverteiler 10, dem die Saat aus dem Saatbehälter 8 durch Rohre 11 zugeführt wird und von dem aus das Saatgut auf den Boden fällt, angeordnet.
Die Maschine besteht aus einer Walze 1, die umlaufend auf einer feststehenden hohlen Achse 2 unter Zwischenschaltung von Dichtungspackungen 3 gelagert ist; die Seitenwandungen 4 sind etwas eingezogen und mit Laüfringen für Kugellager 5 versehen, die ein leichtes Laufen auf einer äußeren mit einer Welle fest verbundenen Scheibe 6 ermöglichen. An dieser Scheibe 6 sind Deichseln oder ähnliche Zugglieder angeschlossen,- und gleichzeitig dient die Scheibe dazu, den zweckmäßig über der Walze angeordneten Saatbehälter 8 und eine hinter .der Walze liegende Pumpe 9 mit Hilfe von besonderen Verstrebungen zu tragen. Zwischen der Deichselgabel ist ein Saatverteiler 10, dem die Saat aus dem Saatbehälter 8 durch Rohre 11 zugeführt wird und von dem aus das Saatgut auf den Boden fällt, angeordnet.
Um nun die gemäß der Erfindung zwischen
dem Saatverteiler 10 und der Walze 1 vorzusehende Sprengvorrichtung anzuordnen, ist
■ ein Wassertank vorgesehen. Bei diesem Ausführungsbeispiel
dient die Walze 1 selbst als Wasserbehälter. Sie 'weist zur Füllung an
einer Seitenwand eine Füllöffnung 12 auf, die in einer bestimmten Stellung der Walze hinv-ter
einem Schlitz 13. der feststehenden ■.Scheibe6 liegt. Aus der Walze wird die
-Eäüssigkeit den Befeuchtungsvorrichtungen 14
"izjvischen dem Saatverteiler 10 und der
'Walze ι und andererseits der Befeuchtungsviamchtung·
15 hinter 'der Walze zugeführt, und zwar über das im Innern der Walze sich
nahe dem Boden entlang erstreckende Rohr 16, das bis zur hohlen Achse 2 hochgeführt
ist. Über eine Rohrverbindung wird von der ' Luftverbindung 9, ebenfalls durch die hohle
Achse 2, über den Stutzen 18 Luft in das Innere der Walze 1 hineingedrückt und durch
den so erhöhten Luftdruck die Flüssigkeit durch das Rohr 16 zum Ausfluß gebracht.
Hinter der Walze können Schlichten 19 vorgesehen sein, die den vorgewalzten und
nochmals besprühten Böden fertigglätten. Zweckmäßig sind diese sich über die
ganze Arbeitsbreite der Walze erstreckenden Schlichten^ mehrfach unterteilt und gelenkig
angeordnet, so daß sie gegebenenfalls im Wege befindlichen Hindernissen, wie Steinen
u. dgl., nachgiebig ausweichen können. Möglicherweise können diese Schlichten auf der
anderen Seite mit Schabern ausgestattet sein, die ein Säubern der Walze von etwaigen mitgerissenen
Bodenteilchen vornehmen. Der Antrieb für die Verteilvorrichtungen im Saatbehälter 9 wie auch für den Saatverteiler
IQ und die Luftpumpe 9 kann mit Hilfe von auf dem Mantel der Walze laufenden Druckrollen
vorgenommen werden.
Claims (3)
1. Sämaschine mit hinter der Sävorrichtung angeordneter, über die ganze
Maschinenbreite reichender Druckwalze, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
Sämaschine und Walze eine den Boden in seiner vollen Breite befeuchtende Sprengvorrichtung
vorgesehen ist,
2. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auch hinter der
Walze eine Sprengvorrichtung angeordnet ist und daß in an sich bekannter Weise
über die ganze Walzenbreite sich erstrekkende Schlichten zum Nachglätten des Bodens vorgesehen sind. .
3. Sämaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze in
an sich bekannter Weise als Wasserbehälter ausgebildet -ist und daß das Wasser
den Sprengvorrichtungen mittels einer Pumpe unter Druck zugeführt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG90470D DE651204C (de) | 1935-05-22 | 1935-05-22 | Saemaschine mit hinter der Saevorrichtung angeordneter Druckwalze |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG90470D DE651204C (de) | 1935-05-22 | 1935-05-22 | Saemaschine mit hinter der Saevorrichtung angeordneter Druckwalze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE651204C true DE651204C (de) | 1937-10-09 |
Family
ID=7139291
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG90470D Expired DE651204C (de) | 1935-05-22 | 1935-05-22 | Saemaschine mit hinter der Saevorrichtung angeordneter Druckwalze |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE651204C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4337712A (en) * | 1977-08-01 | 1982-07-06 | Jednotne Reolnicke Druzstvo | Injection plow |
-
1935
- 1935-05-22 DE DEG90470D patent/DE651204C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4337712A (en) * | 1977-08-01 | 1982-07-06 | Jednotne Reolnicke Druzstvo | Injection plow |
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