DE651127C - Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Staub aus Staubabscheidern in Gasleitungen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Staub aus Staubabscheidern in GasleitungenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10K—PURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Staub aus Staubabscheidern in Gasleitungen Zur Staubabscheidung aus Gasen, insbesondere bei Gaserzeugeranlagen, bedient man sich in die Gasleitung eingebauter Staubscheider bzw. -sammelgefäße, sogenannter Staubsäcke, in denen der Staub durch plötzliche Richtungsänderung aus dem Gas ausgeschieden wird und im unteren Teil des Gefäßes zur Ablagerung kommt.
- Zur zeitweisen Entfernung des angesammelten Staubes besitzt der Staubabscheider meist eine untere Üffnung.
- Beim trockenen Gasabschluß ist diese Öffnung nur durch einen Trichterverschluß mit Gegengewicht versehen, wodurch bei trockener Staubaustragung für den -bedienenden Mann große Gefahren bestehen, da der Staub durch den Gasdruck oder die hohe Temperatur, teilweise sogar unter explosionsartiger Flammenbildung, heraustritt.
- Bei nassem Gasabschluß steht die untere Staubsacköffnung in einer Wassertasse, die den Staubsack gegen Gasaustritt abdichtet und in der sich der abgeschiedene Staub teilweise ablagert.
- Die Austragung des abgelagerten Staubes, die hier etwas weniger gefahrvoll ist, wird dabei mittels Haken vorgenommen, mit denen man den Staub aus dem Staubsack in das Wasserbecken herabzieht, von wo er nach außen gelangt. Beide Ausführungsarten führen wegen der damit verbundenen Gefahr bzw. der unbequemen und langwierigen Arbeitsweise sehr oft zu einer Vernachlässigung der Staubentfernung, was ein nachträgliches Mitreißen des bereits ausgesonderten Staubes durch den Gasstrom und alle damit für den Betrieb der Anlage verbundenen Nachteile zur Folge hat.
- Um die Nachteile dieser Arten und Einrichtungen für die Entleerung von Staubsäcken zu beseitigen und die Forderung einer gründlichen, störungsfreien Entleerung sowie einer bequemen, gefahrlosen Bedienung zu erfüllen, wird der Erfindung gemäß der Staub zwangsläufig in seiner Fließrichtung durch den Flüssigkeitsabschluß hindurchgedrückt, so daß die Entleerung ohne Betriebsunterbrechung und gefahrlos ,für den Bedienenden erfolgen -kann.
- Zur Ausführung dieses Verfahrens bedient man sich zweckmäßig der Vorrichtungen, die in der Zeichnung dargestellt sind und im nachstehenden näher beschrieben werden mögen. .
- Abb. i zeigt eine Staubsackentleerung mittels senkrechten Standrohrs und Ausstoßstange, Abb. 2 die Ausführung bei geneigtem und V-förmigem Standrohr sowie Entleerung mittels Ausstoßstange, Abb.3 die Ausführung bei geneigtem Standrohr und Entleerung mittels Schnecke.
- a ist der in die Gasleitung eingebaute Staubabscheider bzw. das Staubsammelgefäß, auch Staubsack genannt. In diesem wtf,d der Staub durch plötzliche Richtungsänderüeo aus dem Gas ausgeschieden und im unteren Teil b abgesetzt. Die untere Staubsacköffnung steht in einer Wassertasse c.
- Mittels dieser Vorrichtungen wird der Staub durch geeignete Fördervorrichtungen durch die Flüssigkeit des unteren Abschlußbeckens c hindurchgefördert, und zwar ohne Verbrennungsgefahr für den Bedienenden, ohne Gasaus- oder Lufteintritt und ohne Betriebsunterbrechung.
- In Anlagen mit kleinerer Leistung und niederer Gastemperatur genügt es, wie in Abb. i dargestellt, den Staubsack des Gasbehälters oder Staubabscheiders mit einem senkrecht nach unten geführten Standrohr d, das mit seinem unteren Ende in den Flüssig keitsabschluß c eintaucht, zu verlängern. Mittels durch die Decke des Behälters hindurchgeführter, am unteren Ende mit einer kolbenartigen, in ihrer Größe dem Durchmesser des Standrohres d angepaßten Scheibe h versehenen Stoßstange e wird von oben her der abgeschiedene Staub durch das Standrohr und die Abschlußflüssigkeit hindurchgedrückt, so daß er in den Abschlußbehälter c und an die Oberfläche der Abschlußflüssigkeit gelangt, von wo er entfernt werden kann.
- Da in Anlagen mit :höheren Gastemperaturen oder höherer Leistung das Bedienen über dem heißen Staubabscheider und mit der durch die heiße Gaszone durchgeführten Stoßstange unangenehm oder gar gefährlich ist, und in dein senkrechten Standrohr beim Durchstoßen des Staubes noch Stauungen eintreten können, wird für solche Anlagen, wie in Abb. 2 dargestellt, das Verlängerungs-oder Standrohr d1 des Staubsackes b in schräger Lage angeschlossen, und zwar unter einem möglichst flachen, aber so großem Winkel geneigt, daß es bei den j eWeils gegebenen Verhältnissen noch mit dem unteren Ende in die Abschlußflüssigkeit eintaucht und mit dem oberen F-nde so hoch über der Flüssigkeit liegt, daß der herabfallende Staub noch in trockenem Zustand der Fördervorrichtung zugeführt wird.
- Dabei bietet sich der Vorteil, daß der Bedienende nicht von der Hitze über den Behältern und in der Stoßstange belästigt oder gar gefährdet wird; wie es im Falle des senkrechten Standrohres wäre, und daß der Staub leichter aus dem Rohr herausgefördert und in der Wasserwanne noch von der Rohröffnung" fortgedrückt werden kann, so daß er die Üffnung nicht abschließt oder Stauungen hervorruft und leichter an die Flüssigkeitsoberfläche gelangen oder sonstwie herausgeholt 'werden kann.
- # : ;: Als Austragvorrichtung wird in dem ".hrägrohr eine Ausstoßstange e1 gleicher _rt wie bei dem senkrechten Rohr verwendet, "deren Hub durch Anschläge in den Endstellungen begrenzt ist.
- Zur Austragung des beim Ausstoßen gegebenenfalls nachfallenden und hinter den Kolben gelangenden Staubes wird das Schrägrohr mit einem zusätzlichen Schenkel d2 versehen und mit beiden Schenkeln in das Wasserbecken eingeführt, damit der beim Rückhub der Ausstoßstange geförderte Staub ebenfalls in das Wasserbecken gelangt. Der zusätzliche Schenkel d2 kann, da er nur geringe Staubmengen aufzunehmen hat, meistens senkrecht nach unten geführt werden. In manchen Fällen wird es aber zweckmäßig sein, ihn ebenfalls schräg anzuordnen und gegebenenfalls mit einer besonderen Ausstoßvorrichtung zu versehen. .
- Um die -Staubaustragung mittels Stoßstange noch gleichmäßiger und leistungsfähiger zu machen, kann an Stelle der Stoßstange eine in das schräge Standrohr eingebaute Schnecke f verwendet werden. Dabei ist die Förderung während der Austragung stetig und nur in einer- Richtung, so daß der zusätzliche Schenkel d, in Abb. 2, der bei der Ausstoßstange noch erforderlich ist, ganz fortfallen kann.
- Beide Austragvorrichtungen können in bekannter Weise sowohl für Handbetrieb, z. B. bei der Stoßstange mittels Handrad, Ritzel und Zahnstange, bei der Schnecke mittels Handrad und Zahn- oder Kettenrädern vorgesehen sein, als auch durch mechanischen Antrieb betätigt werden.
Claims (7)
- PATrNTANSP9ÜCHE. i, Verfahren zum Entfernen von Staub aus Staubabscheidern in Gasleitungen bei nassem Gasabschluß, dadurch gekennzeichnet, daß der Staub zwangsläufig in seiner Fließrichtung durch den Flüssigkeitsabschluß hindurehgefördert wird.
- 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, wobei der Staubsack nach unten durch ein zum Gasabschluß dienendes, in eine Flüssigkeit eintauchendes Standrohr verlängert ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Staub mittels einer kolbenartigen Platte durch das Standrohr und die Abschlußflüssigkeit hindurchgedrückt wird. -
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die die kolbenartige Platte tragende Stoßstange bei senkrechter Anordnung des Standrohres durch die Decke des Staubabscheiders hindurchgeführt wird.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Standrohr geneigt in die Abschlußflüssigkeit eingeführt wird.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Standrohr umgekehrt V-förmig ausgebildet ist und beide Schenkel in die Abschlußflüssigkeit eintauchen. _
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, ` d'äß- die Stoßstange durch den Deckel d,es schrägen Standrohres (d1) hindurchgeführt ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß im schrägen Standrohr eine in die Abschlußflüssigkeit reichende Schnecke angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER95520D DE651127C (de) | 1936-02-15 | 1936-02-15 | Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Staub aus Staubabscheidern in Gasleitungen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DER95520D DE651127C (de) | 1936-02-15 | 1936-02-15 | Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Staub aus Staubabscheidern in Gasleitungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE651127C true DE651127C (de) | 1937-10-07 |
Family
ID=7419372
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER95520D Expired DE651127C (de) | 1936-02-15 | 1936-02-15 | Verfahren und Vorrichtung zum Entfernen von Staub aus Staubabscheidern in Gasleitungen |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE651127C (de) |
-
1936
- 1936-02-15 DE DER95520D patent/DE651127C/de not_active Expired
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