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Verfahren und Mühle zum Mahlen von Stoffen, wie Kaffeebohnen o. dgl.
Die Erfindung betrifft -ein Verfahren und eilig büilrle zum Mahlen von Stoffen,
wie Kaffecbolinen o. dgl. Die Erfindung ist besonders geeignet für Stoffe, die dazu
neigen, Spreu neben den gemahlenen Teilchen zu bilden.
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Die f:rfiridung bewirkt, daß aus der Spreu und rlen übrigen Teilen
des Mahlgutes, unter Verhinderung der Absonderung der Spreu, ein möglichst gleichartiges
Mahlgut geschaffen wird, das besonders gut zur unmittelbaren Ausgabe in Packungen
an Kunden geeignet ist. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß das gemahlene
Gilt innerhalb des Auslasses Druck- und Reibungsberührung unterworfen wird, um eine
gleichförmige Mischung aus gemahlenen Gutteilchen und Spreu auszustoßen. Zur Ausführung
dieses Verfahrens kann eine nachgiebige Abschlußvorrichtung dienen, die vorzugsweise
einen schweren Teil, wie etwa eine drehbare Klappe, aufweist, welche die Üffnung
des Auslasses der Mühle überdeckt. Bei einer lnit iin Auslaß für das gemahlene Gut
liegenden Förderschnecke versehenen Mühle kann die Vorrichtung zur Ausübung
des Verfahrens so durchgebildet sein, daß die Förderschnecke einen rasch fördernden
Teil, z. B. eine eingängige Schnecke mit kurzer Steigung, am Einlaßende des Auslasses
der Mühle und einen langsam fördernden Teil, z. B. eine mehrgängige Schnecke mit
langer Steigurig, am Ausstoßende aufweist und daß beide Teile das Gut dem Ausstoßende
zuführen. Hierbei können Mahlgut aufnehmende Nuten in der Innenwandung der Ausstoßkammer
vorgesehen sein, die Reibung vermehrende Reibflächen darstellen. Weiter kann eine
angetriebene Welle innerhalb der Ausstoßkammer, auf der die Förderschnecken gleitbar
und undrehbar sitzen, angeordnet sein und ein abnehmbarer Deckel für das eine Ende
der Ausstoßkammer zur Ermöglichung des Herausnelimens der Schnecken.
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In der Zeichnung sind Ausführungsformen der Mühle nach der Erfindung,
und zwar als Kaffeemühle, beispielsweise dargestellt.
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Fig. i ist ein Längsschnitt durch die Kaffeemühle.
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Fig. 2 ist ein Teilschnitt nach Linie 2-2 der Fig. i.
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Fig.3 ist ein Teilschnitt durch den Auslaß nach Linie 3-3 der Fig.
i.
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Fig. 4. ist ein Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 3.
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Fig.5 ist ein senkrechter Schnitt durch die Malil- und Auslaßvorrichtung
einer abgeänderten Bauart nach der Erfindung.
Fig. 6 ist ein Teilschnitt
in der Ebene der Linie 6-6 der Fig. 5.
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Fi-.7 ist eine Seitenansicht der Mahlscheibe mit Schaufeln der Mühle
der Fig. 5, wobei der Auslaßkanal im Schnitt dargestellt ist.
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Mit io ist eine Grundplatte bezeichnet, die ein Gehäuse i i mit im
wesentlichen rechteckigein Ouerschnitt trägt. Innerhalb des Gehäuses ii und von
der Grundplatte io getragen befindet sich ein Motorsockel 12 für den Elektromotor.
Der Motor trägt ein Mahlgehäuse 15, das seitlich angesetzt ist. Zu dem auf der Motorwelle
16 sitzenden Mahlwerk gehört eine drehbare Mahlscheibe 21, die axial auf der Motorwelle
verschiebbar ist, um den Abstand zwischen den Mahlscheiben und damit den Grad oder
die Feinheit des gemahlenen Gutes verstellen zu können. Ein abnehmbarer Trichter
25 dient zur Aufnahme der Kaffeebohnen.
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Besteht das zu mahlende- Gut z. B. aus Kaffeebohnen, so setzt sich
das gemahlene Gut in der Hauptsache aus zwei unterscheidbaren Teilchen zusammen.
Dies sind schwere Teilchen und ein leichter flaumiger Teil, der aus einer häutchenartigen
Schicht nahe der 1litte der Bohne herrührt und als Spreu bekannt ist. Da die drehbare
Mahlscheibe mit sehr großer Geschwindigkeit umläuft, bringt die Fliehkraftwirkung
der Mühle eine Saugkraft am Einlaß hervor, die das Einziehen von Luftströmen veranlaßt,
die durch den Auslaß wieder austreten. Bei den üblichen Kaffeemühlen für den Kleinverkauf
mündet der Auslaß unmittelbar in einen großen Behälter, der oben meist nach innen
schräg verläuft und zur Aufnahme des gemahlenen Kaffees verengt ist. Man schüttet
den gemahlenen Kaffee aus diesem Behälter in ein Gefäß oder eine Tüte, in dem der
Kaffee dem Kunden übergeben wird. Der durch den Mahlvorgang erzeugte Luftstrom trennt
das schwere Gut von der leichteren und flaumigen Spreu. Ein Teil der Spreu wird
aus dem Behälter in den Raum geblasen. Ferner nimmt die Spreu eine elektrostatische
Ladung des Mahlvorganges an, so daß sie insbesondere an der Innenseite des Mahlgehäuses
und den oberen Wandteilen des Aufnahmebehälters haftet, bis sich eine Menge von
genügendem Gewicht ansammelt, die als 'lasse herunterfällt. Wenn man diesen Behälter
in das Gefäß oder die Tüte des Kunden ausleert, ;leitet der schwerere Teil des gemahlenen
Kaffees leicht heraus, während ein beträchtlicher Teil der Spreu an den Wänden liäiigenbleibt.
Das gewöhnliche und natürliche Vorgehen ist dann, daß man leicht an den Behälter
klopft, um den in ihm verbliebenen Kaffee ausschütten zu können, und dies führt
dann dazu, daß die Spreu sich ablöst und als Masse auf den gemahlenen Kaffee fällt.
Das Ergebnis ist, daß der Kunde eine nicht gleichförmige Packung gemahlenen Kaffees
erhält, in der die Spreu zum großen Teil in zusammenhängenden Massen vorhanden ist
und das Aussehen des gemahlenen Gtites verdirbt. Das Vorhandensein der Spreu im
gemahlenen Kaffee ist an sich nicht zu beanstanden, wenn sie nur möglichst gleichmäßig
mit der 1Jasse des gemahlenen Kaffees vermischt ist.
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Die Mühle nach der Erfindung ist so gebaut, daß sie die Absonderung
der Spreu vom gemahlenen Gut verhindert, wenn es aus den Mahlscheiben austritt,
ebenso wie sie die unerwünschte elektrostatische Ladung der Spreu beseitigt. Sie
verändert auch Farbe und Aussehen der Spreu durch Reiben und Schütteln, um sie so
mehr Farbe und Aussehen des gemahlenen Kaffees anzugleichen und so eine dem Aussehen
nach im wesentlichen gleichartige Mischung zu erzielen. Die Mühle beseitigt auch
die unerwünschten Luftströme beim Austreten des gemahlenen Gutes aus der Mühle,
die nicht nur bestrebt sind, die leichteren Stoffe aus dem Aufnahmebehälter in den.
Raum zu blasen, sondern auch die Absonderung der Spreu von den gemahlenen Bohnen
zu bewirken; der gemahlene Kaffee fällt dann, ohne zerstreut zu werden, ruhig in-
den Aufnahmebehälter.
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Eine Druckkammer 95 ist vorgesehen (Fig.4), die unmittelbar von den
Mahischeiben aus durch eine geeignete Vorrichtung wie die sich drehenden Schaufeln
Zia (F ig. i) mit dem gemahlenen Kaffee beschickt wird. Die Kampier erweitert sich
am beten nach außen, um das Festsetzen des gemahlenen Kaffees in ihr zu verhindern.
Sie kann verhältnismäßig lang sein, so daß der gemahlene Kaffee während seines Durchgangs
gepreßt und genügender Reibungsberührung mit den Wänden unterworfen wird, um unerwünschte
elektrische Ladung zu beseitigen. Die Kammer kann auch verhältnismäßig kurz sein.
Dann ist eine nachgebende Vorrichtung zum Zurückhalten vorgesehen, um den gemahlenen
Kaffee unter Druck zu halten. Beispielsweise kann am Ende der Druckkammer eine Klappe
o. dgl. 96 drehbar angebracht sein, die in Schlußlage zu fallen strebt. . Der von
den \l:ahlsclieibeti kommende Kaffee füllt die Druckkammer, drückt dann die Klappe
96 auf und fällt in den Behälter 92. Gewicht und Befestigung der Klappe sind so
zu wählen, daß das gewünschte Zurückhalten und Zusammenpressen in der Druckkanuner
eintritt, wobei die Zunahme im Ouerschnitt der Kaininer das Stauen des Kaffees in
ihr verhindert. Die Anordnung einer Druckkammer finit gemahlenein
Kaffee
erzeugt auch einen Widerstand gegen die ausblasende Tätigkeit der umlaufenden Mahlscheibe;
sie tritt dem Bestreben entgegen, feine Teilchen des gemahlenen Kaffees aus dem
Behälter zu blasen, da ein nachgebendes Verschlußglied mit dem beschriebenen Kennzeichen
dazu dient, das Herausblasen feiner Kaffeeteilchen während des ganzen Mahlvorganges
zu verhindern.
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1?in Kundenbehälter, z. B. eine Papiertüte, 92 kann unter die Auslaßöttnung
für den geinahlenen Kaffee gehalten werden, die allgemein inif 93 bezeichnet ist.
Dieser Auslaß sitzt in einer im Gehäuse ii ausgebildeten Nische 94, die groß genug
zur Aufnahme eines Durchschnittsbehälters ist. Der Auslaß sitzt am besten über der
waagerechten Achse der Mahlsteine. Er liegt damit höher und gestattet die Verwendung
eines höheren Behälters 92, ohne daß die Höhe der Maschine dadurch vergrößert zu
werden braucht.
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Bei der Ausführungsform der Fig.5, 6 und 7 stellt 1 i 1 einen Elektromotor
mit einer Antriebwelle i 12 dar, die drehbar in den Lagern des Motors sitzt und
an beiden Enden herausragt. An beiden Enden des Motorgehäuses sitzen Mahlgehäuse
i 15 mit Trichtern 116 zum Beschicken mit Kaffee oder dem, was sonst gemahlen werden
soll. Wie üblich, kann das eine Mahlgehäuse mit einer auf Korngröße zerkleinernden
Scheibe versehen sein, das andere mit einer pulverfein mahlenden, oder beide können
die gleiche Ausstattung haben. Die Maschine kann auch mit einem einzigen Mahlgehäuse
gebaut werden anstatt mit der hier gezeigten doppelten Anordnung. In diesem Falle
wird das Ende des Motors gegenüber dem Mahlgehäuse wie üblich gestaltet sein können,
aber ohne Wellenverlängerung. Die mahlenden Teile sitzen innerhalb einer Mahlkammer
117 des Gehäuses 1,5 und umfassen eine feste Mahlscheibe 118, die
an einer ringförmigen Wand iig des Gehäuses befestigt ist, und eine mit ihr zusammenarbeitende
drehbare Mahlscheibe i2o, die an einer Platte 121 befestigt ist, die eine die Welle
i 12 umfassende Muffe 122 hat. Die Wand iig und die Scheibe 118 sind ausgeschnitten,
um eine mittlere Beschickungsöffnung 124 zu schaffen, durch die vom oberen Teil
125 her der zu mahlende Stoff mitten in die mahlenden Teile hineingeführt wird,
von wo er durch die Fliehkraft Herausgeschleudert wird und durch die Zähne der Scheiben
118 und 120 hindurchgeht, um von ihnen fein zermahlen zu werden. Ein Schieber 126,
der in einem Schlitz 127 des Gehäuses i 15 sitzt, kann die Verbindung zwischen (lern
Trichter 116 und den Mahlscheiben regeln. Die drehbare Mahlscheibe 120 ist auf ihrer
Rückseite mit Schaufeln 1.28 versehen, um den Abgang des gemahlenen Gutes aus der
Mahlkammer 117 zu erleichtern.
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Die Schaufeln können durch Ausstanzen eines Blechringes 128' gebildet
werden, der mehrere sich nach außen erstreckende Ansätze 128a mit Außenkanten i286
und Seitenkanten i28( besitzt Diese sind von jedem Ansatz rechtwinklig und nach
entgegengesetzten Richtungen abgebogen. Der Ring 128' sitzt zwischen der Scheibe
120 und der Platte 121 festgeklemmt, so daß die Außenkante i286 genau über den Rand
der Scheibe 120 paßt und die Seitenkante 128c rechtwinklig absteht, um auf der Rückseite
der Scheibe i2o innerhalb der Kammer 117 ein Schaufelblatt zu bilden, das bei Drehung
der Scheibe und der Schaufeln eine Ausstoßwirkung auf das gemahlene Gut ausübt.
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Das Außenende der die Mahlscheiben enthaltenden Kammer 117 wird durch
einen abnehmbaren Deckel 13o abgeschlossen, der mit dem Gehäuse 115 beliebig verbunden
ist. Die drehbare Scheibe i2o und die Platte 121 sitzen axial verschiebbar auf der
Welle 112 und werden längs der Welle durch eine Feder 132 nach außen gedrückt, deren
eines Ende gegen eine Ritzelnabe 133, das andere gegen die Platte 121 liegt. Das
Maß -der auswärts gleitenden Bewegung der drehbaren Scheibe 120 wird durch eine
Kappe 134 begrenzt, die in der im Deckel 130 vorhandenen Aussparung ?35 sitzt, so
daß die rückwärts gewandte Öffnung der Kappe die Platte 121 im richtigen Abstand
hält. Die Lage der Kappe 134 wird durch eine Schraube 137 geregelt, die bei 138
in den Deckel 13o eingeschraubt ist und ein vorstehendes Ende 139 hat, das sich
gegen die Kappe 134 legt. Das Außenende der Schraube 137 trägt einen Reglerknauf
i4o mit einem Flansch 144 der das Ende des Deckels 130 überdeckt und eine Vorrichtung
enthält, durch die man die Lage der Schraube 137 von Hand regeln kann, um dadurch
den Abstand zwischen der drehbaren Scheibe 120 und der festen, 118, genau einzustellen
und so die Korngröße des gemahlenen Kaffees zu bestimmen. Der Reglerknauf wird federnd
in seiner eingestellten Lage durch einen federgedrückten Kolben 142 festgehalten,
der in einer Bohrung im Deckel 130 sitzt und gegen eine Platte 143 anliegt,
die durch Schrauben an dem Reglerknauf befestigt ist.
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Ein zylindrischer Vorsprung i5o ist am Gehäuse 115 vorgesehen und
am besten in einem Stück mit ihm hergestellt. Er bildet eine Ausstoßkammer 151 mit
kreisförmigem Querschnitt, in der eine Förderschnecke sitzt. Sie wird durch ein
Vorgelege von der Antriebwelle her gedreht, das in einer ebenfalls innerhalb des
Gehäuses i 15 ausgebildeten Getriebekammer
153 liegt. Ein Kitzel
15,4, das aus einem Stück mit der Nabe 133 bestehen kann, ist mit der Welle 112
durch einen Zapfen 155 verbunden, der in der Welle an der Außenseite einer Lagermuffe
156 sitzt. Der Zapfen ragt in einen Schlitz in der Wandung der Nabe und des Kitzels.
Die Feder 132 liegt gegen die Nabe 133 an und hält nicht nur die Nabe 133 und das
Kitzel 154 durch ihren Druck in richtiger Lage, sondern auch die Scheiben 118 und
120, so wie sie eingestellt sind. Außerdem besitzt sie aber noch eine Fördenvirkung,
die das Mahlgut zwischen die Scheiben bringt und so eine Brückenbildung im Mühlenhals
verhindert sowie kleine Teilchen, die im Kaffee bleiben sollen, davon abhält, sich
in das Getriebe zurückzuarbeiten.
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In das Kitzel 154 greift ein großes Rad 158 ein, das abnehmbar auf
einer Nabe 159 sitzt, die außerdem noch ein gleichfalls abnehmbares Kitzel 16o trägt.
Dieses bildet ein Leerlaufgetriebe, das als ganzes eingerückt werden kann und einen
unabhängigen Ersatz jedes Rades im Falle von Bruch oder Abnutzung gewährt. Das Leerlaufgetriebe
läuft auf einer festen Spindel 161, die gleitend in der in das Scheibengehäuseii5
eingepreßten Lagerbüchse 162 sitzt. Die Spindel 161 besitzt an ihrem Ende einen
Schlitz, der auf Schlitze 163 in der Lagerbüchse 162 paßt, und ein Splint 164 geht
durch die einander überdeckenden Schlitze hindurch und verhindert so die Drehung
der Spindel 161. Das andere Ende dieser Spindel steckt in einer Aussparung 165 des
Gehäuses 115 und ermöglicht so ein leichtes Auseinandernehmen des Leerlaufgetriebes
durch Entfernung der Scheibe 11 S und Herausziehen der Spindel 161 nach rechts (wie
in Fig. 5 gezeigt ist), wodurch das Leerlaufgetriebe freigegeben wird. Eine dicke,
auf der Spindel 161 sitzende Unterlegscheibe 168 hält das Leerlaufgetriebe im richtigen
Abstand vom Gehäuse und erleichtert das ungehinderte Herausnehmen des Getriebes
dadurch, daß sie mit ihm nicht fest verbunden ist und ihm in der Getriebekammer
einen weiteren Spielraum verschafft. Das Kitzel 16o greift in ein großes Zahnrad
17o auf der Förderschneckenwelle 171 ein. Eine abnehmbare Deckplatte 172 schließt
die Getriebdkamtner ab und trägt daneben noch ein Kugellager 173 für die Förderschnecke.
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Die Fördersclineckenwelle 171 hat auf ihrer ganzen Länge gleichen
Durchmesser mit Ausnahme einer abgestuften Stelle, wo er kleiner wird; sie liegt
innerhalb des Kugellagers 173. Das Außenende der Kammer 15i wird durch einen abnehmbaren
Deckel 174 verschlossen, der Zugang zu in ihm befindlichen Teilen und -ihr Herausnehmen
gestattet. Diese Teile umfassen eine eingängige Schnecke 176 mit ]zur-,
Steigung
am äußeren Ende der Kammer 151 unterhalb des Auslasses 147 und eine mehrgängige
Schnecke 177 mit langer Steigung neben .dem inneren oder Ausstoßende der Kammer
151. Diese Schnecken sind hohl und sitzen gleitend auf der Welle 171; sie werden
am besten wegen der leichteren Herstellung jede für sich angefertigt und werden
dahn miteinander verbunden, um eine einzige Schnecke zu bilden, die als ein Ganzes
auf die Welle 171 aufgesetzt oder von ihr abgenommen werden kann. Die Schnecke 177
hat einen Muffenvorsprung 179, der gegen eine Unterlegscheibe 18o anliegt und diese
Teile in richtigem Abstand von der Innenwandung der Ausstoßkammer 15 1 hält:
diese besitzt eine Öffnung 178, durch die die Welle 171 hindurchgeht. Ein genau
passender Dichtungsring 181 sitzt in dieser Öffnung 178 um die Welle 171, um das
Durchlecken von öl aus der Getriebekammer in die Schneckenkammer zu verhindern,
andererseits aber auch das Eintreten von Kaffeestaub in das Getriebe. Die miteinander
verbundenen Schnekken werden auf der Welle 171 durch eine Scheibe 182 zwecks Drehung
befestigt, die eine D-förmige oder sonstwie passend geformte Bohrung besitzt, die
eine abgeplattete Stelle am Ende der Welle 171 umfaßt. Die Scheibe 182 besitzt einen
Dübel 183, der in ein Loch am Ende der Schnecke 176 greift. Eine Unterlegscheibe
18,4 und eine Schraube 185 halten diese Teile auf der Welle 171 fest. Das Antriebrad
170 ist auf die Welle 171 innerhalb der Getriebekammer aufgekeilt und besitzt
einen Muffenvorsprung 188. Zwischen dessen Ende und einer Unterlegscheibe 189 wird
der innere Kugelkranz des Kugellagers 173 durch die Schraube 19o festgehalten. Weitere
Unterstützung findet die Förderschneckenwelle durch genaues Einpassen der Schnecke
176 in den zylindrischen Teil 15o. Die Bauart sieht einen zwangsläufigen Antrieb
der Förderschnecke vor, erleichtert aber gleichzeitig das Auseinandernehmen durch
Abnehmen des Deckels 17..1. und der Schraube 185, wodurch die miteinander verbundenen
Schnecken und die Scheibe iSo durch das äußere Ende der Kammer 151 herausgezogen
werden können. Die Welle 171 kann als ein Ganzes zusammen mit dem Antriebrad
170
und dem Kugellager 173 mit dem Deckel 172
entfernt werden. ' Diese
Bauart hat also eine Förderschnecke, die neben dem Einlaß unterhalb des Auslasses
147 von den Scheiben her eine rasche Förderung besitzt, am Auslaßende aber, wo ein
Durchlaß 192 im Boden der Schraubenkamnier zum Ausstoßen des gemahlenen Gutes gebildet
wird, eine langsame. Das ermöglicht ein Ansammeln des gemahlenen
Kaffees
innerhalb der Windungen der Schnecke 177, um so den Schraubendurchgang neben dein
Auslaßende der Schraubkammer während des Mahlvorganges gegen den Durchgang von Luftströmungen
während des Austritts zu verstopfen. Die Förderschnecke ist so gebaut und ihre Geschwindigkeit
durch das mit ihr verbundene Vorgelege derart mit der Wirkung der Mahlscheibeli
verknüpft, daß die gewöhnliche Vorschubgeschwindigkeit der Schnecke bei getrenntem
Antrieb etwas geringer ist als die gewöhnliehe Mahlgeschwindigkeit der Scheiben.
Beispielsweise werden sehr befriedigende Ergebnisse erzielt, wenn man Mahlscheiben
benutzt, die imstande sind, ein englisches Pfund Kaffee innerhalb 2o Sekunden zu
einer- gewünschten Feinheit auszumahlen, und eine Förderschnecke benutzt wird, die
imstande ist, ein englisches Pfund gemahlenen Kaffees in annähernd 30 Sekunden
auszustoßen. Wird aber die Förderschnecke unmittelbar mit dem Auslaß aus den Scheiben
verbunden, wie es hier dargestellt ist, so erzeugen der durch die Fliehkraft bewirkte
Austrittdruck und die Betätigung der Schaufeln 128 eine Geschwindigkeitserhöhung
der Förderung der Förderschnecke, daß sie der Mahlgeschwindigkeit der Scheiben angepaßt
wird. Dann ist die Förderschnecke imstande, die von den Mahlscheiben gemahlene Menge
zu fördern. Wird demnach in dem erwähnten Beispiel die Förderschnecke in der dargestellten
Weise gebaut, so entleert sie das Mahlgut ordnungsmäßig in annähernd 2o Sekunden.
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Gleichzeitig bleibt aber die Förderschnecke neben ihrem Ausstoßende
und vor der langsam fördernden Schnecke 177 mit gemahlenem Kaffee angefüllt,
und der sich aus den Mahlscheiben und der Schnecke mit rascher Förderung ergebende
Förderdruck bewirkt eine gewisse Packung des gemahlenen Kaffees dicht vor dem Auslaß.
Die langsam fördernde Schnecke 177 verhindert infolge ihrer Bauart, die die Förderung
auf den Auslaß zu bewirkt, ein Verstopfen. das den Antrieb anhalten könnte, während
gleichzeitig die Schaufeln, von denen vier dargestellt sind, diese zusammengedrängte
Kaffeemasse rühren, was das gemahlene Gut und die Spreu zusammen und gegen die Gehäusewandungen
reibt.
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Dieser Vorgang beseitigt gut die elektrostatische Ladung, wie sie
von der Spreu angenommen wird, so daß (las -Mahlgut. wie es endlich bei 192 austritt,
frei von jeder zli beanstandenden elektrischen Ladung ist, die es veranlaßte, an
den Wänden des empfangenden Behälters haften oder hängen zu bleiben. Dies inag teilweise
auf die Tatsache zurückzuführen sein, daß die gemahlene Bohne die entgegengesetzte
Ladung wie die Spreu erwirbt und das Zusammenreiben dieser beiden Stoffe unter Druck
in der Förderschneckenkammer eine Berührung im wesentlichen über die ganze ausgesetzte
Oberfläche der Spreu wie der gemahlenen Bohnen hervorbringt, so daß die Ladungen
der ausgesetzten Oberflächen wirksam vernichtet werden, während sonst infolge der
Tatsache, daß sowohl Spreu wie Bohnen gute elektrische Isolatoren sind, eine ganz
beträchtliche Ladung zurückbehalten würde. Ein Teil der Ladung wird unzweifelhaft
auch durch die Reibung bei Berührung mit den Gehäusewänden vernichtet.
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Die gute Reibwirkung, die die elektrische Entladung sicherstellen
und jedes unerwünschte Stauen des Kaffees verhindern soll, wird ferner noch durch
Anordnung von Längsnuten 195 in Seiten und Boden der Kammer 151 erleichtert, die
nicht nur zur Aufnahme eines Überschusses an yIalilgut dienen, sondern auch als
zurückhaltende Reibungsflächen für die Kaffeemasse, die sich infolge ihres Eingeschlossenseins
in die Gänge der Schnecke 177 mit dieser zu drehen strebt. Dies bewirkt ein
gründliches Walzen und Schütteln, das alle Teilchen herumdreht und ihre Flächen
aneinanderreibt. Dies Schütteln hat weiter den Vorteil, daß es die Oberfliichen
der Spreuflocken mit einem Überzug aus Kaffee versieht und dadurch Farbe und Aussehen
der Spreu so verändert, dali sie sich mehr Farbe und Aussehen der gemahlenen Bohnen
nähert. Da die Tätigkeit der Schaufeln 128 zusammen finit der Fördertätigkeit der
Förderschnecke 176 dazu dient, die Trennung der Spreu vom gemahlenen Kaffee zu verhindern,
vielmehr diese beiden Stoffe zum Ausstoßende der Schnecke vorwärts zu befördern,
sowie es aus dem 12ahlwerk austritt, und demzufolge im gleichen Verhältnis, in dein
die Stoffe in der ursprünglichen Bohne vorhanden. sind, so wird als Endergebnis
eine im wesentlichen gleichförmige Mischung von Spreu und Kaffee von gleichmäßiger
Farbe und Verhältnissen abgegeben. Zufolge dieser Bauart kann die Schnecke, wie
gezeigt, eine verhältnismäßig geringe Länge bekommen, so daß sie in den gewöhnlichen
Umfang des Malilscheibengehäuses hineingepaßt werden kann und sich eine gedrungene
Mühle von geringem Umfang ergibt. Ferner wird ein Ausgeben des gemahlenen Gutes
ohne irgendwelche Zeitversäumnis gesichert, nachdem (las Gut (furch die 1Ialilsclieiben
liindurcligel;angen ist. Die Förderschnecke wird vorzugsweise, wie angegeben, ausgeführt,
so daß sie das \Iahlgut von den -Mahlscheiben zum Mühlensockel zurückbefördert und
die endliche Ausstoßstelle für das gemahlene Gut so neben
dem Mühlensockel
liegt, daß sich eine gute Stelle zu einem Träger für die Behälter des gemahlenen
Gutes ergibt.
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Die Erfindung gewährt weiterhin den Vorteil, daß sie das gemahlene
Gut unmittelbar in Käuferpackungen von bestimmter Gxöße zur Aufnahme der Menge des
zu mahlenden Kaffees sammelt. Die vorliegende Maschine ist besonders vorteilhaft
für die Benutzung durch Kleinhändler, die ihren Kaffeevorrat für gewöhnlich in ganzen
Bohnen aufbewahren und ihr Erzeugnis im Augenblick der Abgabe zu der vom Kunden
gewünschten Feinheit ausmahlen. Sie müssen kleine Beträge von einem oder zwei Pfund
oder anderen kleinen Mengen für die einzelnen Kunden mahlen. Der Kaufmann besitzt
einen Vorrat von Verkaufsbehältern, wie Dosen oder Tüten, von bestimmter Größe,
die gerade die augenblicklich geforderte Menge Kaffee halten können. So wird im
Falle, wo der Kunde ein Pfund Kaffee fordert, eine Pfunddose oder -tüte unter die
Ausstoßöffnung gestellt, um den Strom gemahlenen Kaffees aufzunehmen, so wie er
austritt. Dann wird er dem Kunden unmittelbar verkauft, nachdem die Dose durch einen
Deckel verschlossen oder die Tüte verschlossen ist. Dies hat den weiteren Vorteil,
daß es die Absonderung der Spreu vön dem gemahlenen Kaffee verhindert, das sich
beim Ausschütten des gemahlenen Gutes aus einem Behälter in den anderen ergeben
könnte. Ferner bewahren manche Kaufleute ihren Kaffeevorrat in ganzen Bohnen in
Dosen oder Tüten von einem oder zwei Pfund oder sonstiger Menge verpackt auf. Die
vorliegende Bauart setzt den Kaufmann instand, eine Dose oder Tüte mit ganzen Bohnen
in der vom Kunden gewünschten Menge zu öffnen, den Inhalt in den Mühlentrichter
zu schütten ,und dann den Kaffee zu mahlen und ihn in gemahlenem Zustand in die
gleiche Dose oder Tüte zu verpacken, in der er als Bohne enthalten war.