DE649409C - Brutapparat mit durch Ventilatoren bewirkter Luftmischung - Google Patents

Brutapparat mit durch Ventilatoren bewirkter Luftmischung

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DE649409C
DE649409C DEM116364D DEM0116364D DE649409C DE 649409 C DE649409 C DE 649409C DE M116364 D DEM116364 D DE M116364D DE M0116364 D DEM0116364 D DE M0116364D DE 649409 C DE649409 C DE 649409C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01KANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
    • A01K41/00Incubators for poultry

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Biodiversity & Conservation Biology (AREA)
  • Accommodation For Nursing Or Treatment Tables (AREA)

Description

Es sind Brutapparate bekannt, bei welchen in waagerechten oder in senkrechten Ebenen umlaufende Ventilatoren zur Brutluftmischung und zum Luftumtrieb vorgesehen sind. Bei manchen solcher Einrichtungen sitzen die Ventilatoren zwischen den seitlichen Eierträgern auf einer gemeinsamen senkrechten Achse, kreisen in waagerechter Ebene um und bezwecken einen alle Eier bespülenden kreisenden Luftstnom bzw. einen guten Luftumtrieb.
Von diesen bekannten Einrichtungen unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand hauptsächlich dadurch, daß ein unterhalb der Eierträger in waagenechter Ebene kreisender, dicht übe.r Heizkörpern und Luftbefeuchtungsmitteln Frischluft aufnehmender und vierteilender Bo den ventilator mit einem senkrecht über ihm und über den Eierträgern, ebenfalls in waagerechter Ebene kreisenden, Luft mischenden und verbrauchte Luft nach außen abdrückenden Deckenventilator zusammenwirkt. Beide Ventilatoren ergänzen einander und sorgen für einen guten Ausgleich der Lufttemperatur, ohne einen im Apparat kreisenden Brutluftstnom hervorzurufen. Ferner ist neu und eigentümlich, daß die am Boden und an der Decke des Brutraumes umlaufenden Ventilatoren mit mehreren zwischen diesen angeordneten, in senkrechten Ebenen an und zwischen den Eierträgern umlaufenden weiteren Ventilatoren derart zusammenwirken, daß die Flügelenden der letzteren in den Wirkungsbereich der ersteren hineinreichen. Hierdurch wird eine besonders bei den Schlüpfbrütern erstrebte intensive Luftmischung, eine überall gleichmäßige Brutwärme erreicht, unter Einhaltung einer milden Luftvibration mit Luftauftrieb,.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei Ausführungsbeispielen als Vorbrüter und als Schlüpf brüter schematisch dargestellt. Die Abb. 1 und 2 zeigen einen zum Vorbrüten geeigneten Apparat in senkrechtem Längs- und Querschnitt, und die Abb. 3 veranschaulicht einen zum Fertigbriiten bzw. als Schlüpfbrüter geeigneten Apparat in senkrechtem Längsschnitt. Die Eierträger sind nur in gestrichelten Linien angedeutet.
Der Vorbrüter (Abb. r und 2) besteht aus dem bekannten schrankartigen, gut isolierten Kasten mit Doppeltür und hat einen geteilten, leicht herausnehmbaren, mit Lufteintrittsöffnungien versehenen Boden a, über welchem Wasserschalen h zur Luftbefeuchtung lagern. Zur Verstärkung der Verdunstung sind ,,Saugkörper,/ vorgesehen, an deren Oberfläche das Wasser schnell herantritt. Über diesen Wasserschalen h befinden sich die Heizkörper C (Warmwasserrohre oder auch elektrische Heizkörper). Mit χ und y sind Eierträger (Trommeln, Hordengestelle o. dgl.)
bezeichnet. Die Decke des Apparates hat Reihen von Luftaustrittsöffnungen, welche durch SchieberW' in ihrer Weite eingestellt oder geschlossen werden.
Der Ausgleich der Temperatur, eine gute Luftmischung- und ein unter allen Umständen, selbst bei hoher Außenwärme eintretender1 Luftwechsel im Apparat wird durch die besonders zweckentsprechende Anordnung zweier ίο großer, in waagerechten Ebenen kreisender propellerartiger Ventilatoren/1,/2 erzielt, die hier beispielsweise auf einer senkrechten, durch den Motor g gedrehten Welle / mit großem Abstand voneinander einstellbar befestigt sind, aber auch jeder für sich, auf einer kurzen Achse sitzen können. Die Schaufeln oder Flügel dieser Ventilatoren sind durch Muttern und Stellringe in jedem gewünschten Winkel einstellbar, so daß bei günstigsten Winkeln keine Luftstauungen im Apparat eintreten können. Der untere, als Bodenventilator/2 anzusprechende kreist dicht über den Heizkörpern c bzw, den Wasserschalensaugkörperni und dicht unterhalb der Eierträger x, y; er ist mit seinen Flügeln so eingestellt, daß er die verbrauchte Luft aus den Eierträgern absaugt und mit der vom Boden« zutretenden Frischluft mischt, um das Gemisch erst nach unten, dann nach den Seiten zu werfen und schließlich hochzutreiben, unterstützt durch den natürlichen Auftrieb der ständig erwärmten angefeuchteten Brutluft. Der obere, als Deckenventilator f1 anzusprechende saugt teilweise die Luft aus den Eierträgern x, y nach oben, um sie gegen die Decke (zum Teil auch durch die Luftaustrittsöffnungen derselben) und Seitenwände zu drücken. Die durch beide Ventilatoren gemischte, an die Seitenwände geworfene Luft zieht in einander kreuzenden, entgegengerichteten Strömen ganz allmählich von unten nach oben und umgekehrt bis zu gewissem Grade. Diese beiden Luftströme mischen sich in mittlerer Höhe innerhalb und außerhalb der Eierträger, überallhin frische Brutluft bringend in einem dauernden leichten Vibrieren der Brutluft, also in keinem schädlichen, starken Luftzug·.
Im Vorbrüter bleiben die Eier bis zur dritten Woche und kommen dann in einen Schlüpfbrüter nach Abb. 3 mit den für Schlüpfkäfige eingerichteten stehenden oder hängenden Traggestellen x1, y1. Hier ist nun für eine besonders intensive Luftmischung und für einen stärkeren Luftwechsel gesorgt durch die eigenartige Verbindung der vorher beschriebenen Boden- und Deckenventilatoren /-,Z1 mit vier auf einer waagerechten Welle« einstellbar befestigten, in senkrechten Ebenen umlaufenden Ventilatoren n1, n'2, n", ti1 an und zwischen den mit .gut luftdurchlässigen Wandungen versehenen Traggestellen x1, y1. Der Antrieb aller sechs Ventilatoren erfolgt von einem Motor aus, und ihre Wellen sind durch 'Kegelradgetriebe o. dgl. miteinander ver-'.'feunden, um beim Aussetzen der bewegen-.äen Kraft auch von Hand bewegt werden "'zu können. Die in senkrechten Ebenen umlaufenden Ventilatoren sind mit ihren Flügeln so eingestellt, daß die seitlichen, /z14, die verbrauchte Luft aus den Schlüpfkäfigen saugen und sie gegen die Apparatseitenwände werfen; von den mittleren Ventilatorenn2,n3 drückt η2 die Luft nach links, /z3 nach rechts, und da außerdem die Flügelenden dieser Ventilatoren in den Wirkungsbereich vom Boden- und Deckenventilator /2, f1 hineinreichen, so wird die Luftmischung besonders intensiv gefördert bei ständigem Luftwechsel (Lufterneuerung) mit Hilfe des Deckenventilators.
Da die durch Heizkörper c ■ angewärmten Wasserschalenh bzw. deren Saugkörper/ der direkten, fächelnden Wirkung des Bodenventilators/2 ausgesetzt sind, so wird es ohne sonstige Hilfsmittel (Tauchsieder o. dgl.) ermöglicht, in einem großen Apparat dieser Art in 24 Stunden bis zu 501 Wasser zu verdunsten. Die Saugkörper / können auch durch die Heizkörper c hindurch dicht an den Bodenventilator/2 heranreichen, wie in Abb. 3 angedeutet ist. Eine so große Feuchtigkeitsentwicklung gestattet aber mit Hilfe des Deckenventilators fl einen schnellen Luftwechsel, der z. B. einen Schlüpfbrüter mit etwa 3500 Küken bei jeder Witterung und hoher Außenwärme noch genügend mit Sauerstoff versorgt, weil hierbei die seitlichen Ventilatoren in Verbindung mit Boden- und Deckenventilator keine Luftstauungen aufkommen lassen, indem ständig frische, angewärmte befeuchtete Luft mit der Brutluft gemischt von unten nach oben und kreuzweise durch alle Teile der Schlüpfkäfige in alimählichen, milden Strömen .gleichmäßig verteilt hindurchzieht und verbraucht nach 'außen gelangt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Brutapparat mit durch Ventilatoren bewirkter Luftmischung, dadurch gekennzeichnet, daß ein unterhalb der Eierträger in waagerechter Ebene kreisender, dicht über Heizkörpern (c) und Luftbefeuchtungsmitteln (A) Frischluft aufnehmender und verteilender Boden ventilator _(/2) mit einem senkrecht über ihm und über den Eierträgern (x, y) angeordneten,' ebenfalls in waagerechter Ebene kreisenden, Luft mischenden und verbrauchte Luft nach iac außen abdrückenden Deckenventilator (/') zusammenwirkt.
  2. 2. Brutapparat nach. Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die am Boden und an der Decke des Brutraumes in waagerechten Ebenen umlaufenden Ventilatoren (Z2, Z1) mit in senkrechten Ebenen umlaufenden, an und zwischen den Eierträgern. (x,y,x1,y1) angeordneten weiteren Ventilatoren (n1, n-, n3, /z4) derart zusammenwirken, daß die Flügelenden der letzteren in den Wirkungsbereich des Boden- und Deckenventilators hineinspielen.
    Hierzu r Blatt Zeichnungen
DEM116364D 1929-12-01 1929-12-01 Brutapparat mit durch Ventilatoren bewirkter Luftmischung Expired DE649409C (de)

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