DE649129C - Abdeckung fuer bombensichere selbstaendige Luftschutzbauten - Google Patents

Abdeckung fuer bombensichere selbstaendige Luftschutzbauten

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DE649129C
DE649129C DEB166295D DEB0166295D DE649129C DE 649129 C DE649129 C DE 649129C DE B166295 D DEB166295 D DE B166295D DE B0166295 D DEB0166295 D DE B0166295D DE 649129 C DE649129 C DE 649129C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04HBUILDINGS OR LIKE STRUCTURES FOR PARTICULAR PURPOSES; SWIMMING OR SPLASH BATHS OR POOLS; MASTS; FENCING; TENTS OR CANOPIES, IN GENERAL
    • E04H9/00Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate
    • E04H9/04Buildings, groups of buildings or shelters adapted to withstand or provide protection against abnormal external influences, e.g. war-like action, earthquake or extreme climate against air-raid or other war-like actions
    • E04H9/10Independent shelters; Arrangement of independent splinter-proof walls

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)

Description

  • Abdeckung für bombensichere selbständige Luftschutzbauten Die Erfindung bezieht sich auf eine Abdeckung für bombensichere Luftschutzbauten, wie sie insbesondere in Flughäfen und ähnlichen Verkehrsanlagen erforderlich sind.
  • Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, daß über der eigentlichen Schutzraumdecke eine Schutzdecke mit Zwischenraum so angeordnet ist, daß zwischen Schutzraumdecke und der zweckmäßig ebenfalls armierten oder getarnten Schutzdeckung ein ins Freie führender Gasdruckentdämmungs- und Entlüftungsraum vorgesehen ist, durch den die bei der Explosion der Bomben entstehenden Luftdruckwellen ins Freie abgeleitet werden und dadurch der augenblickliche Druck auf die darunterliegende Unterstandsdecke ganz erheblich vermindert wird. Die Schutzdeckung kann jegliche geeignete Form aufweisen; so läßt sie sich beispielsweise in bekannter Weise gewölbt ausführen, damit die Geschosse abgelenkt werden. Fernerhin werden erfindungsgemäß die Abmessungen der Schutzdeckung so bewählt, daß sie die ,Schutzraumdecke überragt, und zwar dergestalt, daß alle für die Entlüftung o. dgl. dienenden Ausbauten vollkommen verdeckt liegen und nach außen nicht in die Erscheinung treten. Schließlich läßt sich erfindungsgemäß der Gasdruckentdämmungs- und.Entlüftungsraum auch für den Luftausgleich im eigentlichen Luftschutzraum, mitheranziehen, indem aus dem Innern des Luftschutzraumes Lüftungsschächte in den Gasdruckentdämmungs- und Entlüftungsraum führen.
  • Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind im folgenden beschrieben und in den Zeichnungen wiedergegeben. Es zeigen Abb. i einen Längsschnitt durch einen Luftschutzraum mit der Abdeckung gemäß der Erfindung, Abb. a einen Ouerschnitt durch den Luftschutzraum mit Abdeckung gemäß der Erfindung, Abb. 3 eine Vorderansicht und Abb. q. eine Seitenansicht des Luftschutzraumes mit Abdeckung gemäß der Erfindung, Abb. 5 einen Grundriß einer zur Be- und Entlüftung dienenden Einrichtung, Abb.6 einen Schnitt nach der Linie A-A der Abb. 5, Abb. 7 eine Anordnung des Ventilators für die Be- und Entlüftungseinrichtung in bezug auf die Deckenunterkante des Luftschutzr aumes, Abb. 8 den Grundriß eines für die Be- und Entlüftungsanlage bestimmten Saugschachtes, Abb. 9 die Ansicht des Saugschachtes gernäß Abb.8.
  • Die für die Erfindung wesentliche Abdeckung ist in den Ausführungsbeispielen in Zusammenhang mit dem Luftschutzraum selbst dargestellt und beschrieben. Die Luftschutzeinrichtung besteht dabei im wesentlichen aus dem eigentlichen Luftschutzraum r mit der Raumdecke 2 und einer oberhalb des Luftschutzraumes i angeordneten Schutzeinrichtung 3 mit der Schutzdecke 4.. Diese (leckt den Luftschutzraum nach oben völlig*, ab und wird durch Säulen 5 in einem Abstand a. über der Raumdecke 2 gehalten. Z@vischeu Raumdecke 2 und Schutzdecke 3 ist infolgedessen ein durchgehender Leerraum 6 vorhanden, der die Aufgabe der Gasdruckentdänunung,- Entlüftung usw. hat, wie aus den unten folgenden Darlegungen liervorgelit. Der Luftschutzraum i ist in das Erdreich bis zu einer angemessenere Tiefe hineingelegt. Dabei ergeben sich Böschungen 7. . Die Anordnung läßt sich aber auch so Wählen, daß die Raumdecke mit dem Boden etwa ab schließt.
  • Für den Ausgleich zwischen dem "Terrain und der Fußbodenoberkante sorgen schiefe Ebenen 8, die zu einem Korridor g innerhalb des Luftschutzbaues hineinführen.
  • Die Fundanientplatte i o (der Fußboden) wird genügend stark gewählt. Gegen Auftriebswirkungen bieten Eisenarmierungen innerhalb der Fundamentplatte Sicherheit, und gegen die Einflüsse der Erdfeuchtigkeit bietet eine Ruberoideinlage Schutz.
  • Für den Längs- und Ouerverband sind in die Fundamentplatte (Pfeilerachsen) Bodenanker aus Rundeisen eingebaut, die mit den Ankern der Umfassungsmauer i i und den Armierungen der Raum- und Schutzdecke verbunden sind. Dadurch ist es unmöglich gemacht, daß sich die' Schutzdecke und die Pfeiler durch Gasdruck oder sonstige Einwirkungen -abheben und verschieben können.
  • Was die Ausgestaltung der Abdeckung selbst anbelangt, so sind in reichem Maße Erfahrungen aus der Praxis nutzbar gemacht worden. So hat die Praxis gezeigt, daß bei U nterstandsbauten mit allzu starken Decken diese, falls Beschädigungen durch Sprengwirkungen eintreten, viel Zeit zur Instandsetzung beanspruchen. Mitunter mußte man auch die Erdanschüttungen über den Decken vollkommen entfernen. Weiterhin wurde zur Ausführung der Bolzarbeiten des Unterstandes bei derartigen Vorkommnissen viel Platz in Anspruch genommen, welcher der Nutzfläche des Unterstandes verlorengeht. Auch ist bei außergewöhnlich starken Decken für die natürliche und rasche Entlüftung der eindringenden Gase und giftigen Dämpfe keine Möglichkeit vorhanden. Bei starken Vergasungen und lang anhaltenden Gasangriffen können daher bei derartigere Decken Risse und Sprünge für die Insassen der Unterstände sehr gefährlich sein.
  • Die Deckenkonstruktion gemäß der Erfindung bietet nach jeder Hinsicht die Gewähr, daß giftige Dämpfe und Gase nicht einzudringen vermögen. Weiterhin aber ist der \-orteil vorhanden, daß eine mechanische Be-",Schädigung der Raumdecke praktisch unmög-''jich erscheint.
  • ' . Die Schutzdecke ,4, die zweckmäßig, wie Abb. 2 zeigt, mit gewölbter oder auch abgeflachter Oberfläche ausgestattet ist, setzt sich aus einer armierten Abdeckung 16, einer Erdaufschüttung i 7 und einer Eisenbetondecke 17' zusammen. Sollte es wirklich einmal eintreten, daß diese stark bewehrte Schutzdecke durchschlagen wird, so bleibt noch die von Schutzdecke durch den Gadruckentdämmungs- und Entlüftungsraum 6 getrennte Raumdecke unbeschädigt.
  • # Im Gasdruckentdämmungs- und Entlüftungsraum 6 können die schädlichen Gase und Dämpfe auf natürlichem Wege abziehen, ohne den Schutzrauen zu gefährden. Auch die Splitterwirkung wird im Gasdruckentdämmungs- und Entlüftungsraum sehr stark isoliert.
  • Sollte die Schutzdecke beschädigt werden, so kann bis zur Instandsetzung behelfsmäßig durch Einziehen von Holzbalken in den Gasdruckentdämmungs- und Entlüftungsraum die volle Sicherheit für die Schutzräume sofort wiederhergestellt werden. Das Einziehen der Holzbalken erfordert keinerlei Fachkenntnisse und kann daher von jedem Arbeiter in kürzester Zeit hergestellt werden. Auch bleibt für die Entlüftung von C`as und sonstigen chemischen Kampfstoffen noch genügend Raum übrig. Hierin liegt ein weiterer Vorteil der Konstruktion gemäß der Erfindung, da bei den bekannten Deckenanordnungen in solchem Falle zeitraubende Bolzarbeiten erforderlich sind, die es vielfach unmöglich machen, während der Instandsetzungszeit den Schutzraum zu benutien.
  • Die Stärke der Raum- und Schutzdecken ist entsprechend den wahrscheinlich zu erwartenden Höchstbeanspruchungen gewählt. So ergibt sich bei Annahme einer Einzellast von 5o ooo kg in der Feldmitte eine mittlere Stärke von .45 ein. Die Decken sind gekreuzt armiert. Für die Ausführung ist zweckmäßig ein hochwertiger Zement im Mischungsverhältnis von i : 3 gewählt.
  • Sehr wichtig ist auch,, daß durch die den eigentlichen Luftschutzraum vollständig abdeckende Schutzdecke die Ausbauten für die Luft- und Ventilationsschächte vollkommen abgedeckt sind und nach außen nicht in die Erscheinung treten.
  • Was die Be- und Entlüftung des Schutzraumes anbelangt, so sind die Saugschächte der Lüftungsanlage 38 so angeordnet, daB die Oberkante mit dein Deckenspiegel bündig verläuft. Dadurch wird vermieden, daB sich in den einzelnen Deckenfeldern schlechte Luft und Gase ansammeln und festlegen können.
  • Abb.7 zeigt, wie der Entlüftungsschacht in dem Luftschutzraum unmittelbar bündig mit der Unterkante der Raumdecke angeordnet ist. Zweckmäßig wird in den Lüftungsschacht (s. Abb. 6) noch ein Schutzgitter 45 eingebaut. In den Abb. 9 und 9 ist für die Lüftungsschächte eine Tür 46 eingebaut, für die ein Keilverschluß nach Art des für die Gasschleusentür benutzten Verschlusses Anwendung findet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Abdeckung für bombensichere Luftschutzbauten, dadurch gekennzeichnet, daß über der Raumdecke eine Schutzdecke so angeordnet ist, daß zwischen Schutzdecke und Raumdecke ein ins Freie führender Gasdruckentdämmungs- und Entlüftungsraum vorgesehen ist. z. Abdeckung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzdecke die Raumdecke so weit überragt, daß.alle für die Entlüftung u. dgl. dienenden Ausbauten vollkommen verdeckt liegen und nach außen nicht in die Erscheinung treten. 3. Abdeckung nach einem der Ansprüche r und a, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem Innern des Luftschutzraumes Lüftungsschächte in den Gasdruckentdämmungs- und Entlüftungsraum führen.
DEB166295D 1934-07-26 1934-07-26 Abdeckung fuer bombensichere selbstaendige Luftschutzbauten Expired DE649129C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1044385B (de) * 1941-04-10 1958-11-20 Ludwig Happ Luftschutzanlage

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1044385B (de) * 1941-04-10 1958-11-20 Ludwig Happ Luftschutzanlage

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