DE647313C - Isolator fuer mit Gleichstrom betriebene Hochspannungsanlagen - Google Patents

Isolator fuer mit Gleichstrom betriebene Hochspannungsanlagen

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DE647313C
DE647313C DES110349D DES0110349D DE647313C DE 647313 C DE647313 C DE 647313C DE S110349 D DES110349 D DE S110349D DE S0110349 D DES0110349 D DE S0110349D DE 647313 C DE647313 C DE 647313C
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DE
Germany
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insulator
ring
metal
electrodes
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Expired
Application number
DES110349D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Walther Estorff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B17/00Insulators or insulating bodies characterised by their form
    • H01B17/42Means for obtaining improved distribution of voltage; Protection against arc discharges

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Insulators (AREA)

Description

Isolatoren von Hochspannungsleitungen werden bei Regen und Nebel von Kriechströmen überflössen, die bei Wechselstrom außer einigem Energieverlust und einer Herabsetzung der Überschlagsspannung keine schädlichen Folgen haben. Die Erfindung geht davon aus, daß bei hochgespanntem Gleichstrom der Fall ganz anders liegt. Hier setzt eine fortlaufende Elektrolyse ein, die nicht nur die metallenen Armaturteile der Isolatoren angreift, sondern auch die Oberfläche der Isolatoren mit einer gut leitenden Schicht von Metallsalzen überzieht. Hierdurch wird aber die Überschlagsspannung der Isolatoren in kurzer Zeit so stark verringert, daß Überschläge stattfinden.
Um für Anlagen mit hochgespanntem Gleichstrom betriebssichere Isolatoren zu schaffen, werden nach der Erfindung die metallenen Armaturteile der Isolatoren aus einem durch Elektrolyse nicht angreifbaren Metall hergestellt oder mit einem nicht angreifbaren, elektrisch leitenden Material überzogen. Es können auch vorgeschobene Ringelektroden aus einem nicht angreifbaren, elektrisch leitenden Material angewendet werden, die die Oberfläche des Isolators berühren und mit den Armaturteilen des Isolators elektrisch leitend verbunden sind. Diese Maßnahme wird hauptsächlich dann angewendet, wenn vorhandene Isolatoren für mit Wechselstrom betriebene Hochspannungsanlagen für Anlagen mit hochgespanntem Gleichstrom verwendet werden sollen.
• Ein durch Elektrolyse nicht angreifbares Metall zum Herstellen der Armaturteile oder auch der besonderen Schutzelektroden ist z. B. V2 Α-Stahl. Ferner können die Überzüge oder die Schutzelektroden aus Kohle, Silit oder Karborundum bestehen.
Vorgeschobene Ringelektroden lassen sich bei der Herstellung von keramischen Isolatoren für hochgespannten Gleichstrom in besonders zweckmäßiger und einfacher Weise dadurch bilden, daß der in der Nähe jeden Armaturteils befindliche Teil der Isolatoroberfläche mit einer Metallglasur versehen wird, zu deren Herstellung ein nicht angreifbares Metall, z. B. Platin, verwendet wird. Die Armaturteile werden mit der vorgelagerten Metallglasur elektrisch leitend verbunden. Bei fertigen oder nicht aus keramischem Material bestehenden Isolatoren, bei denen besondere Ringelektroden (z. B. Kohlenringe) um die Armaturteile herum auf dem Isolator aufgesetzt werden müssen, wird zweckmäßig die elektrische Verbindung zwischen den Armaturteilen und den ringförmigen Elektroden durch Federn hergestellt, die die Elektroden auf die Oberfläche des Isolators drücken. Handelt es sich um Kugelkopfisolatoren, so wird zum Schutz des Klöppels gegen Elektro-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Walther Estorjf in Berlin-Charlottenburg.
Iyse ein Schutzring aus nicht angreifbarem Material auf dem Klöppel angeordnet, der federnd am Isolator anliegt. Der Schutzring kann zum Beispiel durch eine Schraubenfeder aus YaA-Stahl gebildet sein, deren Enden miteinander verbunden sind.
In den Fig. ι und 2 sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Fig. ι zeigt einen Stützenisolator io, dessen
ίο Oberfläche in der Nähe der aufgekitteten Eisenkappe ii und des eisernen Tragbolzens 12 mit Metallglasuren 13 und 14 versehen ist. Die Metallglasuren, zu deren Herstellung z. B. Platin verwendet ist, bilden Kappe und Tragbolzen gegen elektrolyseschützende vorgeschobene Ringelektroden und sind mit Kappe und Tragbolzen durch angelötete oder angeschweißte Verbindungsleitungen 15 elektrisch leitend verbunden.
In Fig. 2 ist ein Kugelkopfisolator dargestellt, wie er zur Bildung von Hängeketten verwendet wird. 16 ist ein aus Kohle oder einem anderen durch Elektrolyse nicht angreifbaren, elektrisch leitenden Material bestehender Ring, der mittels Federn 17 auf den Isolatorteller gedrückt wird, die unter die aufgekittete eiserne Kappe 18 greifen. Der Ring 16 bildet für die Kappe iS eine vorgeschobene Schutzelektrode.
Um den eisernen Klöppel 19 des Isolators ist eine Schraubenfeder 20, z. B. aus V2A-Stahl, herumgelegt, deren Enden miteinander verbunden sind und die sich wie ein Sprengring in eine Nut des Porzellankörpers einlegt. Die Feder ist mit dem Klöppel elektrisch leitend verbunden. Die Schraubenfeder 20 schützt als vorgeschobene Ringelektrode den Klöppel gegen den Angriff durch Elektrolyse.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    ι. Isolator für mit Gleichstrom betriebene Hochspannungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die metallenen Armaturteile aus einem durch Elektrolyse nicht angreifbaren Metall hergestellt oder mit einem nicht angreifenden, elektrisch leitenden Material überzogen oder durch vorgeschobene Ringelektroden aus einem derartigen Material geschützt sind, die mit der Oberfläche des Isolators in Berührung und mit den Armaturteilen elektrisch leitend verbunden sind.
  2. 2. Isolator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Verbindung zwischen den Armaturteilen und den ringförmigen Elektroden durch Federn hergestellt wird, die die Elektroden auf die Oberfläche des Isolators drücken.
  3. 3. Keramischer Isolator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung vorgeschobener Ringelektroden der in der Nähe jedes Armaturteiles befindliche Teil der Oberfläche mit einer Metallglasur versehen ist, zu deren Herstellung nicht angreifbares Metall verwendet ist.
  4. 4. Kugelkopf isolator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgeschobene Ringelektrode für den Klöppel aus einem auf dem Klöppel sitzenden Ring aus nicht angreifbarem, elektrisch leitendem Material besteht, der federnd am Isolator anliegt.
  5. 5. Kugelkopfisolator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring durch eine Schraubenfeder gebildet wird, deren Enden miteinander verbunden sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DES110349D 1933-07-27 1933-07-27 Isolator fuer mit Gleichstrom betriebene Hochspannungsanlagen Expired DE647313C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3798351A (en) * 1971-11-01 1974-03-19 Ngk Insulators Ltd Electric insulators having non-corona and anti-pollution properties

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