DE647313C - Isolator fuer mit Gleichstrom betriebene Hochspannungsanlagen - Google Patents
Isolator fuer mit Gleichstrom betriebene HochspannungsanlagenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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- H01B17/00—Insulators or insulating bodies characterised by their form
- H01B17/42—Means for obtaining improved distribution of voltage; Protection against arc discharges
Landscapes
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- Insulators (AREA)
Description
Isolatoren von Hochspannungsleitungen werden bei Regen und Nebel von Kriechströmen
überflössen, die bei Wechselstrom außer einigem Energieverlust und einer
Herabsetzung der Überschlagsspannung keine schädlichen Folgen haben. Die Erfindung
geht davon aus, daß bei hochgespanntem Gleichstrom der Fall ganz anders liegt. Hier
setzt eine fortlaufende Elektrolyse ein, die nicht nur die metallenen Armaturteile der
Isolatoren angreift, sondern auch die Oberfläche der Isolatoren mit einer gut leitenden
Schicht von Metallsalzen überzieht. Hierdurch wird aber die Überschlagsspannung der
Isolatoren in kurzer Zeit so stark verringert, daß Überschläge stattfinden.
Um für Anlagen mit hochgespanntem Gleichstrom betriebssichere Isolatoren zu
schaffen, werden nach der Erfindung die metallenen Armaturteile der Isolatoren aus
einem durch Elektrolyse nicht angreifbaren Metall hergestellt oder mit einem nicht angreifbaren,
elektrisch leitenden Material überzogen. Es können auch vorgeschobene Ringelektroden
aus einem nicht angreifbaren, elektrisch leitenden Material angewendet werden,
die die Oberfläche des Isolators berühren und mit den Armaturteilen des Isolators
elektrisch leitend verbunden sind. Diese Maßnahme wird hauptsächlich dann angewendet,
wenn vorhandene Isolatoren für mit Wechselstrom betriebene Hochspannungsanlagen für Anlagen mit hochgespanntem
Gleichstrom verwendet werden sollen.
• Ein durch Elektrolyse nicht angreifbares Metall zum Herstellen der Armaturteile oder auch der besonderen Schutzelektroden ist z. B. V2 Α-Stahl. Ferner können die Überzüge oder die Schutzelektroden aus Kohle, Silit oder Karborundum bestehen.
• Ein durch Elektrolyse nicht angreifbares Metall zum Herstellen der Armaturteile oder auch der besonderen Schutzelektroden ist z. B. V2 Α-Stahl. Ferner können die Überzüge oder die Schutzelektroden aus Kohle, Silit oder Karborundum bestehen.
Vorgeschobene Ringelektroden lassen sich bei der Herstellung von keramischen Isolatoren
für hochgespannten Gleichstrom in besonders zweckmäßiger und einfacher Weise dadurch bilden, daß der in der Nähe jeden
Armaturteils befindliche Teil der Isolatoroberfläche mit einer Metallglasur versehen
wird, zu deren Herstellung ein nicht angreifbares Metall, z. B. Platin, verwendet wird.
Die Armaturteile werden mit der vorgelagerten Metallglasur elektrisch leitend verbunden.
Bei fertigen oder nicht aus keramischem Material bestehenden Isolatoren, bei denen besondere
Ringelektroden (z. B. Kohlenringe) um die Armaturteile herum auf dem Isolator
aufgesetzt werden müssen, wird zweckmäßig die elektrische Verbindung zwischen den Armaturteilen
und den ringförmigen Elektroden durch Federn hergestellt, die die Elektroden auf die Oberfläche des Isolators drücken.
Handelt es sich um Kugelkopfisolatoren, so wird zum Schutz des Klöppels gegen Elektro-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Walther Estorjf in Berlin-Charlottenburg.
Iyse ein Schutzring aus nicht angreifbarem
Material auf dem Klöppel angeordnet, der federnd am Isolator anliegt. Der Schutzring
kann zum Beispiel durch eine Schraubenfeder aus YaA-Stahl gebildet sein, deren Enden
miteinander verbunden sind.
In den Fig. ι und 2 sind zwei Ausführungsbeispiele
der Erfindung dargestellt. Fig. ι zeigt einen Stützenisolator io, dessen
ίο Oberfläche in der Nähe der aufgekitteten
Eisenkappe ii und des eisernen Tragbolzens 12 mit Metallglasuren 13 und 14 versehen ist.
Die Metallglasuren, zu deren Herstellung z. B. Platin verwendet ist, bilden Kappe und
Tragbolzen gegen elektrolyseschützende vorgeschobene Ringelektroden und sind mit
Kappe und Tragbolzen durch angelötete oder angeschweißte Verbindungsleitungen 15 elektrisch
leitend verbunden.
In Fig. 2 ist ein Kugelkopfisolator dargestellt, wie er zur Bildung von Hängeketten
verwendet wird. 16 ist ein aus Kohle oder einem anderen durch Elektrolyse nicht angreifbaren,
elektrisch leitenden Material bestehender Ring, der mittels Federn 17 auf den
Isolatorteller gedrückt wird, die unter die aufgekittete eiserne Kappe 18 greifen. Der
Ring 16 bildet für die Kappe iS eine vorgeschobene Schutzelektrode.
Um den eisernen Klöppel 19 des Isolators ist eine Schraubenfeder 20, z. B. aus V2A-Stahl,
herumgelegt, deren Enden miteinander verbunden sind und die sich wie ein Sprengring
in eine Nut des Porzellankörpers einlegt. Die Feder ist mit dem Klöppel elektrisch
leitend verbunden. Die Schraubenfeder 20 schützt als vorgeschobene Ringelektrode
den Klöppel gegen den Angriff durch Elektrolyse.
Claims (5)
- Patentansprüche:ι. Isolator für mit Gleichstrom betriebene Hochspannungsanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß die metallenen Armaturteile aus einem durch Elektrolyse nicht angreifbaren Metall hergestellt oder mit einem nicht angreifenden, elektrisch leitenden Material überzogen oder durch vorgeschobene Ringelektroden aus einem derartigen Material geschützt sind, die mit der Oberfläche des Isolators in Berührung und mit den Armaturteilen elektrisch leitend verbunden sind.
- 2. Isolator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrische Verbindung zwischen den Armaturteilen und den ringförmigen Elektroden durch Federn hergestellt wird, die die Elektroden auf die Oberfläche des Isolators drücken.
- 3. Keramischer Isolator nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bildung vorgeschobener Ringelektroden der in der Nähe jedes Armaturteiles befindliche Teil der Oberfläche mit einer Metallglasur versehen ist, zu deren Herstellung nicht angreifbares Metall verwendet ist.
- 4. Kugelkopf isolator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgeschobene Ringelektrode für den Klöppel aus einem auf dem Klöppel sitzenden Ring aus nicht angreifbarem, elektrisch leitendem Material besteht, der federnd am Isolator anliegt.
- 5. Kugelkopfisolator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring durch eine Schraubenfeder gebildet wird, deren Enden miteinander verbunden sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES110349D DE647313C (de) | 1933-07-27 | 1933-07-27 | Isolator fuer mit Gleichstrom betriebene Hochspannungsanlagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES110349D DE647313C (de) | 1933-07-27 | 1933-07-27 | Isolator fuer mit Gleichstrom betriebene Hochspannungsanlagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE647313C true DE647313C (de) | 1937-07-01 |
Family
ID=7530164
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES110349D Expired DE647313C (de) | 1933-07-27 | 1933-07-27 | Isolator fuer mit Gleichstrom betriebene Hochspannungsanlagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE647313C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3798351A (en) * | 1971-11-01 | 1974-03-19 | Ngk Insulators Ltd | Electric insulators having non-corona and anti-pollution properties |
-
1933
- 1933-07-27 DE DES110349D patent/DE647313C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3798351A (en) * | 1971-11-01 | 1974-03-19 | Ngk Insulators Ltd | Electric insulators having non-corona and anti-pollution properties |
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