DE646548C - Verfahren zur Gewinnung von Vitamin-B-Praeparaten - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Vitamin-B-Praeparaten

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DE646548C
DE646548C DEI52394D DEI0052394D DE646548C DE 646548 C DE646548 C DE 646548C DE I52394 D DEI52394 D DE I52394D DE I0052394 D DEI0052394 D DE I0052394D DE 646548 C DE646548 C DE 646548C
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/33Heterocyclic compounds
    • A61K31/395Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins
    • A61K31/435Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins having six-membered rings with one nitrogen as the only ring hetero atom
    • A61K31/44Non condensed pyridines; Hydrogenated derivatives thereof

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Description

Durch das Patent 630 772 ist ein Verfahren zur Gewinnung von Vitamin-B4-Präparaten geschützt. Es besteht darin, daß man bei der Anreicherung des Vitamins-B4 nach an sich üblichen Arbeitsweisen, wie Adsorption, Elution und Fällungsmethoden, jeweils' den im Ultraviolettlicht blau fluoreszierenden Anteil bzw. den am stärksten blau fluoreszierenden Anteil weiter verarbeitet. Bei Durchführung dieser Arbeitsweise hat sich nun herausgestellt, daß die Elution der Adsorbate in einer besonders vorteilhaften, in der im Hauptpatent noch nicht beschriebenen Weise dadurch erfolgt, daß die in üblicher Weise hergestellten Adsorbate einer Vorbehandlung1 mit starken Basen, z. B. verdünnter Alkalilauge, Barytwasser oder Kalkmilch, unterworfen werden. Die Adsorbate werden darauf einer nachträglichen Elution mit schwachen Basen, wie verdünntem Ammoniak, Pyridin, Dimethylanilin oder Chinolin, unterworfen. Das letztere Eluat wird in üblicher Weise z. B. durch Fällen mit Metallsalzen und nachfolgender Extraktion mit organischen Lösemitteln und/oder durch nochmalige Adsorption und Elution weiter gereinigt. Durch die Elution mit den starken Basen werden rund 90 °/o der an das Adsorbens adsorbierten, im wesentlichen vitamin-B4-freien Stoffe gelöst.
Dieses Eluat fluoresziert nur schwach. Die stark fluoreszierenden Lösungen werden erst durch die Elution mit den schwachen Basen erhalten. Die letzteren fluoreszieren, bezogen auf das Trockengewicht, wesentlich stärker als solche, die durch direkte Elution mit schwachen Basen ohne vorherige Einschaltung einer Elution mit starken Basen erhalten werden.
Im Laufe der weiteren Untersuchung der blau fluoreszierenden Eluate hat sich nun herausgestellt, daß man nach dem im vorstehenden oder dem im Hauptpatent beschriebenen Verfahren nicht nur Wirkstoffe mit Vitamin-B4-artiger Wirkung erhält, sondern daß diesen dieVitamin-B4-Wirkung zeigenden Produkten auch noch andere Wirkstoffe beigemengt sind, die Verwandtschaft mit anderen Vitaminen der B-Gruppe, insbesondere mit Vitamin-B! zeigen. So kann man beispielsweise aus den aus Hefe erhaltenen Produkten eine schwefelhaltige Substanz, die vermutlich die Formel C12H14N4OS besitzt und in Lösung außerordentlich stark blau fluoresziert, abtrennen.
Beispiel
Der Kochsaft von 25 kg Hefe wird mit verdünnter Schwefelsäure auf Ph 1 gebracht und mit 2 kg Fullererde verrührt. Das Adsorbat wird zuerst mit 100 1 6 %iger Baryt-
lösung, dann mit 201 io%igem wäßrigem Pvridin ausgezogen. Nur die Pyridinlösung wird weiter verarbeitet. Sie wird unter \rermindertem DmKk- auf 1250 ecm eingeengt, IjI-" ^ triert und dreimal mit demselben Volumen'. ■ Toluol ausgeschüttelt. Die so erhältliche wä"ß-,' rige Lösung zeigt kräftige Vitamin-B4-Wirkung.
Will man den blau fluoreszierenden Stoff weiter anreichern, so kann man die Adsorption an Fullererde mit der wäßrigen Schicht wiederholen und die erste Adsorption z. B. mit 25%igem Pyridin und die zweite Adsorption in Form eines Chromatogramms, das mit 2- bis 3%igem Pyridin entwickelt wird, vornehmen (s. Handbuch der Pflanzenanalyse. G. Klein. Wien und Heidelberg, Bd. 4 [1933!. S. 1403 bis 1437). Die am stärksten fluoreszierende Zone wird mit 3O%igem Pyridin eluiert. Das Eluat wird auf etwa 20 ecm eingeengt und zentrifugiert. Die Lösung wird ■ mit Silbernitrat gefällt. Der Silberniederschlag wird mit Schwefelwasserstoff entsilbert. Das bei der Abtrennung des Silbersulfids anallende Filtrat wird schwach alkalisch gemacht und 48 Stunden lang mit Chloroform extrahiert. Aus der Chloroformlösung scheidet sich nach Einengen und Abkühlen eine Substanz in gelben Prismen aus, die aus Chloroform umkristallisiert werden können. Die Kristalle schmelzen bei rund 2,-5r C unter Zersetzung· und Orangefärbung und besitzen vermutlich die Formel C12H14N4OS. Die Substanz besitzt basische Eigenschaften und wachstumsfördernde Wirkung.

Claims (4)

:'.-;..,- Patentansprüche :
1. Weitere Ausbildung des Verfahrens zur Gewinnung von Vitamin-B4-Präparaten nach Patent 630 772, dadurch gekennzeichnet, daß man aus den vitaminhaltigen Lösungen gewonnene Adsorbate einer Vorbehandlung mit starken Alkalien unterwirft. *5
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mau die mit starken Alkalien vorbehandelten Adsorbate einer nochmaligen Elution mit schwachen Basen, besonders mit sekundären und tertiären Aminen, unterwirft.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die nach Anspruch 2 erhältlichen Lösungen in üblicher Weise, /.. B. durch nochmalige Ad· sorption und Elution und/oder durch Fällung mit Metallsalzen und nachfolgende Extraktion mit organischen Lösemitteln, weiter reinigt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das Verfahren nach Anspruch 3 auf Hefe oder Hefeextrakte als Ausgangsmaterial anwendet.
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