DE643675C - Kreiselgeraet, z. B. zum Anzeigen von Winkelaenderungen und/oder zur selbsttaetigen Steuerung von Fahrzeugen - Google Patents

Kreiselgeraet, z. B. zum Anzeigen von Winkelaenderungen und/oder zur selbsttaetigen Steuerung von Fahrzeugen

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DE643675C
DE643675C DEB164520D DEB0164520D DE643675C DE 643675 C DE643675 C DE 643675C DE B164520 D DEB164520 D DE B164520D DE B0164520 D DEB0164520 D DE B0164520D DE 643675 C DE643675 C DE 643675C
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    • G01C19/02Rotary gyroscopes
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Description

  • Kreiselgerät, z. B. zum Anzeigen von Winkeländerungen und/oder zur selbsttätigen Steuerung von Fahrzeugen Die Erfindung betrifft Kreiselgeräte, z. B. zum Anzeigen von Winkeländerungen und/ oder zur selbsttätigen Steuerung von Fahrzeugen.
  • Insbesondere betrifft die Erfindung derartige Kreiselgeräte mit einem im Schwerpunkt unterstützten Rotor, der durch ein dreiachsiges Gelenk mittels Oberflächenreibung zwischen den Gelenkhälften angetrieben wird, wobei die Geschwindigkeiten der Antriebswelle und des Rotors verschieden gehalten werden. Derartige Kreiselgeräte sind Gegenstand des Patentes 586 69z. Das Gerät nach diesem Patent ist mit Bremsmitteln, z. B. in Gestalt von mit dem Rotor verbundenen Luftflügeln, versehen, die zwischen der Geschwindigkeit .des Rotors und der der Antriebswelle einen dauernden konstanten Unterschied aufrechterhalten, so daß in dem Gelenk zwischen Antriebswelle und Rotor, das vorzugsweise als Kugelgelenk ausgebildet ist, ein Schlupf vorhanden ist. Dieser Schlupf verhindert ein Klemmen des Rotors in seiner jeweiligen Lage durch Reibung im Gelenk und sichert eine möglichst reibungsfreie und empfindliche Einstellung des Rotors um die OOuerachsen.
  • Das Gerät nach dem Patent 586 691 wird erfindungsgemäß durch die Anordnung von Mitteln zur selbsttätigen Veränderung der Geschwindigkeit der Antriebswelle weiter ausgebildet. Zweckmäßig werden diese Mittel zur Änderung :der Geschwindigkeit periodisch wirksam. Die Einrichtung nach der Erfindung ist für die gleichen Zwecke verwendbar wie dasiGerät nach Patent 58669i.
  • Die Einrichtung nach der Erfindung kann so ausgebildet sein, daß die Umdrehungszahl der Antriebswelle entweder immer über einem bestimmten Mindestwert erhalten wird und zwischen diesem Mindestwert und dem dem Antrieb eigenen Höchstwert schwankt oder zwischen Null und dem gleichen Höchstwert schwankt. Das kann z. B. durch wechselnde Bremsung und Beschleunigung erreicht werden oder :durch wechselweises Stillsetzen und Wiederbeschleunigen der Antriebswelle. Im folgenden wird eine Anzahl Ausführungsformen von Kreiselantrieben beschrieben, durch die beide Arten der Änderung des Schlupfes verwirklicht werden können.
  • Wenn bei Kreiselgeräten der fraglichen Bauart Welle und Rotor zusammen umlaufen, jedoch eine Winkelverschiebung zwischen beiden vorliegt, dann erzeugt die Reibung zwischen den Kugelschalendes Treibgelenkes ein Drehmoment, das eine Präzession des Kreiselrotors verursacht, derart, da& Rotor und Welle wieder in gleiche Achsrichtung zu kommen suchen. Wenn der Schlupf durch eine Differenz der Geschwindigkeiten von Rotor und Welle hervorgerufen wird, ist das Drehmoment, das die Präzession hervorzurufen sucht, nur ein Teil des gesamten Drehmotnents zwischen den Kugelschalen. Der Teil des gesamten Drehmoments, welcher die Präzession .des Kreiselrotors hervorruft, hängt von dem Verhältnis der Wellengeschwindigkeit zur Differenz der Geschwindigkeiten von Welle und Rotor ab. Wenn daher keineGeschwindigkeitsdifferenz besteht, wird das ganze Reibungsmoment so wirken, daß es eine Präzession hervorzurufen sucht. Wenn andererseits die Wellengeschwindigkeit gleich -Null ist, gibt es kein Reibungsmoment, das eine Präzession des Kreiselrotors hervorrufen könnte.
  • Wenn andererseits die Welle stillsteht, während der Rotor weiter umläuft, so verharrt er in seiner ursprünglichen Lage und folgt einer Winkelabweichung der Welle so lange nicht, bis die Welle sich wieder zu drehen beginnt, so daß der Rotor wieder beschleunigt wird, und dann kehrt er allmählich in seine normale Lage zurück.
  • Die Geschwindigkeitsänderungen der Welle sollen derart und von solcher Dauer sein, daß der Rotor nicht unter eine Min.destutnlaufgeschwindi.gkeit abfällt, bei der er noch wirksam als Kreisel arbeitet.
  • Die Umlaufgeschwindigkeit der Welle ändert sich vorzugsweise periodisch in selbsttätig geregelten Zeitabständen. So kann z. B. das Kreiselgerät eine Vorrichtung hierzu enthalten, die durch den Antriebsmotor für die Welle angetrieben wird, derart, daß, wenn die 1Zotordrehzahl .im wesentlichen konstant ist oder sich periodisch ändert, die Periode der Umlaufzahländerung der Antriebswelle in beiden Fällen konstant bleibt. Andererseits ka7'nn das Kreiselgerät eine Vorrichtung besitzen, die von einer unabhängigen Antriebskraft, wie z. B. einem Uhrwerk, getrieben wird.
  • Bei einer weiteren Ausführungsfortn des Kreiselgerätes wird die zur Geschwindigkeitsänderung der Welle dienende Vorrichtung gesteuert durch die Winkelabweichung der Rotorachse relativ zur Wellenachse.
  • Eine derartige Steuerung der Geschwindigkeitsänderung tritt vorzugsweise zu einer Hauptregelutlg hinzu, welche die Geschwindigkeit periodisch in festgelegten Zeitabständen ändert, obgleich in gewissen Fällen die Geschwindigkeitsänderung lediglich durch die Winkelabweichung des Rotors geregelt werden kann.
  • Die Vorrichtung zur selbsttätigen Änderung der Geschwindigkeit der Antriebswelle kann so ausgebildet sein, daß ein völliges Stillsetzen der Welle verzögert wird und nur dann eintritt, wenn die Antriebswelle und die Rotorachse einen beträchtlichen Zeitabschnitt lang gegeneinander eine geneigte Lage einnehmen. Wenn dies der Fall ist, dann kann die Präzession, die durch die Komponente des Reibungsmoments verursacht wird, zu einem merklichen Wert ansteigen. Wenn dagegen die Welle ganz angehalten wird, dann wird der Kreiselrotor weiterlaufen, ohne irgend-#iner zurückführenden Präzession unterworfen zu sein. Eine solche Anordnung ist wünschenswert, wenn der Kursabweichungsanzeiger oder die Steuervorrichtung als eine Art Kompaß gebraucht werden, wo sie für lange Perioden genau in derselben Einstellung bleiben sollen.
  • Die Mittel zur Geschwindigkeitsänderung der Rotorwelle können verschiedene sein, und nur einige wenige aus der Reihe der möglichen sind schematisch in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt. Hierbei zeigt: Fig. i eine Anordnung, bei der ein Windmotor und ein Regler Anwendung finden. Fig. a zeigt eine Anordnung, bei der eine Flüssigkeitsturbine Verwendung findet, die über ein exzentrisches Rädergetriebe, eine Kupplung und eine Bremse wirkt, wobei die Regelung durch die Abweichung des Rotors erfolgt.
  • Fig.3 zeigt eine Anordnung, bei der ein Elektromotor verwendet wird, der durch ein Uhrwerk gesteuert wird.
  • Fig.4 zeigt eine Anordnung, bei der ein Getriebe mit veränderlicher Geschwindigkeit verwendet wird, das unter dem Einfluß eines Kurbeltriebes steht, der seinerseits durch das Antriebsmittel der Welle angetrieben wird.
  • Fig. 5 zeigt eine Anordnung, bei der eine Wasserturbine verwendetwird, wobei dieZufuhr der Flüssigkeit durch ein Uhrwerk geregelt wird.
  • Der Kreiselrotor kann im wesentlichen gemäß der Beschreibung in der Patentschrift 586691 gestaltet sein und kurz gesagt aus einean Schwungrad bestehen (skizziert dargestellt bei A), das auf eine Welle B aufgesetzt ist. Die Welle B hat ein kugelförmiges Ende C, das in eine entsprechende Schale der Rotornabe paßt, so daß eine Kugelgelenkverbindung entsteht, um welche der Rotor nach jeder Richtung hin schwingen kann. An der der Treibwelle abgewandten Rotorseite ist ein Schaft D angebracht. Dieser ist mit einem Zeiger ausgerüstet im Falle, daß das Gerät als Kursabweichungsanzeiger Verwendung finden soll. Soll es zum Steuern verwendet werden, dann dient der Wellenschaft dazu, (las Steuer zu verstellen, z.B. durch einen Servomechanismus. Die Vorrichtung ist in allen Ausführungsbeispielen als Ganzes auf einem Rahmen E montiert dargestellt.
  • In der Patentschrift 586 691 ist der Rotor A mit Flügeln ausgerüstet, damit er zur Erzeugung von Schlupf zwischen den Flächen des Kugelgelenkes in Richtung des Drehsinnes verzögert wird. Im vorliegenden Falle wird der Schlupf durch Verändern der Umlaufgeschwindigkeit der Welle B hervorgerufen.
  • In der Anordnung gemäß Fig. r ist die Welle B über eine biegsame Welle F durch einen Windmotor G angetrieben dargestellt.
  • Auf der Welle B ist ein Zentrifugalregulator H angeordnet, der eine Bremsscheibe Hl besitzt, die mit einem Bremsklotz H° zusammenarbeitet. Dieser ist an einem Arm eines Winkelhebels angebracht, dessen anderer Arm H3 über eine Pleuelstange H4 mit einer Kröpfung J1 einer Welle l verbunden ist.
  • Die Welle J trägt ein großes Zahnrad J2, mit dem sie über ein Ritzel B1, das auf der Welle B sitzt, angetrieben wird. Auf diese Weise wird die Geschwindigkeit, auf welche der Regler eingestellt ist, zwischen vorausbestimmten oberen und unteren Grenzwerten je nach einigen Umdrehungen der Welle B verändert. Obgleich in diesem Falle die Motorgeschwindigkeit veränderlich gemacht ist, so wird doch gleichzeitig der Zeitraum, innerhalb dessen die Geschwindigkeit eine volle Schwankung zwischen ihrem obersten und untersten Grenzwert ausführt, Bleichbleiben.
  • Zur Unterstützung des Reglers und um übermäßiges Freiwerden von Energie an der Bremse H2 zu vermeiden, ist der Windmotor G mit veränderlicher Flügelsteigung versehen. Das ist angedeutet durch ein Paar Propellerblätter G1 und G2, die drehbar in einer Nabe G3 gelagert sind. Jedes Blatt ist mit einem Arm G4 ausgerüstet, welcher mittels einer Zugstange G5 an einer Muffe G6 angelenkt ist, die längs der Motorachse G' gleiten kann. Ein gegabelter Arm G8, der mittels eines Bowdenzuges G9 mit der Kröpfung 11 verbunden ist, läßt die Muffe G6 in ihrer Längsrichtung gleiten, wobei die Steigung der Flügel verändert wird. Auf diese Weise wird die Flügelsteigung des Windmotors synchron mit der Reglereinstellung verändert.
  • Es sei hervorgehoben, daß entweder der Windmotor mit veränderlicher Flügelsteigung oder der veränderliche Geschwindigkeitsregler unabhängig voneinander verwendet werden können.
  • Fig. a zeigt schematisch eine Anordnung, bei welcher eine kleine Wasserturbine, etwa ein Peltonrad K, als Antriebskraft dient. Die Turbine besitzt eine Düse K1, der 0,1 oder eine andere unter Druck stehende Flüssigkeit durch ein Druckmittelzuleitungsrohr K2 zugeführt wird. Die Flüssigkeit läuft über ein Abflußrohr K3 zu einem Ablaufkanal K4. Die Welle K5 des Peltonrades trägt das eine von zwei exzentrischen Zahnrädern K6 und K7, von denen das andere auf der Welle K$ befestigt ist. Während eines Teiles seines Umlaufs dreht sich das Zahnrad KB schneller, während des Restes 'des Umlaufs langsamer als das Zahnrad K7, so daß bei konstanter Umlaufzahl des Peltonrades die Umlaufgeschwindigkeit der Welle Ks sich ändert.
  • Die Welle K8 trägt ein Zahnrad K9, das mit einem Ritzel L1 kämmt, welches mit einer Kupplungshälfte L fest verbunden ist, die lose auf der Welle B sitzt. Die Kupplungshälfte L treibt einen entsprechenden Kupplungskonus M, der auf der Welle B mittels Feder und Nut verschiebbar aufgesetzt ist und eine Muffe 17i trägt, die eine Ringnut hat, in die das gegabelte Ende eines Hebels 1'T2 eingreift. Die Bewegung des Hebels verschiebt den Kupplungskonus M in der Längsrichtung der Welle B zum Ein- und Ausrücken der Kupplung.
  • Der Kupplungskonus 11 ist mit einer konischen Bremsfläche 1'l73 ausgerüstet, um mit feststehenden Bremsschuhen M4, die vom Rahmen E getragen werden, zusammenzuarbeiten. Wenn daher die Kupplung ausgerückt wird, wirkt auf sie ein Bremsmoment, so daß die Welle B angehalten wird.
  • Die Schaltung von Kupplung und Bremse wird durch einen Servomechanismus bewirkt, der durch die Winkelabweichung der Rotorachse relativ zur Wellenachse gesteuert wird. Dazu ist das untere Ende des Hebels M2 mit der Kolbenstange N l des Servomotors N verbunden. Der Servomotor wird durch eine Vorrichtung N2 gesteuert, welche als Kolbenschiebersteuerung ausgebildet ist. Der Steuerkolben ist mit einem Arm eines Winkelhebels 14T3 verbunden, dessen anderer Arm zu einem gabelförmigen Glied 14T4 ausgebildet ist, dessen beide Zinken aufwärts an gegenüberliegenden Seiten des axialen Wellenstutzens D des Rotors ragen. Wenn sich nun der Rotor seitwärts um eine vertikale Achse herumbewegt, wird die Gabel N4 sich hin und her bewegen und damit der Kolbenschieber auf-und abwärts gleiten. Der Kolbenschieber ist über Rohre N5 und Ng mit dem Servomotor, über Rohre N7 und NB mit dem Zuleitungsrohr K2 des Druckmittels und beziehungsweise mit dem Ablaufkanal K4 verbunden.
  • Es sei hervorgehoben, daß die Verwendung einer hydraulischen Antriebskraft bei der dargestellten Anordnung besonders vorteilhaft ist, insofern, als eine Druckmittelquelle zur Beeinflussung des Servomechanismus erforderlich ist. Wenn die Vorrichtung in ein Flugzeug eingebaut ist, so kann beispielsweise die Druckflüssigkeit unmittelbar aus der Schmieröldruckleitung des Flugzeugmotors entnommen werden.
  • Das Rohr N7 steht mit der Steuerung N2 über eine Drossel N'°, die mit einer Regulierschraube N9 versehen ist, in Verbindung, so daß die Geschwindigkeit, mit der der Servomechanismus arbeitet, je nach den Erfordernissen einreguliert werden kann. Infolge der exzentrischen. Räder KB und K7 wird die Geschwindigkeit der Welle B fortgesetzt schwanken, so daß ein im wesentlichen gleichförmiger Schlupf am Kugelgelenk des Rotors entsteht. Wenn also eine Kursabweichung stattfindet und die Lage der Treibspindel B im Raum sich ändert, wird der Rotor nur in sehr geringem Maße bestrebt sein, seine Lage im Raum zu ändern. Wenn andererseits die Welle eine wesentliche Zeitspanne in ihrer neuen Lage verharrt, dann wird der Rotor (unabhängig vom Servomechanismus) bestrebt sein, in diese neue Lage der Welle einzuschwenken. Dieser Vorgang wird bei der vorliegenden Anordnung durch den Servomechanismus verhindert, der den Kupplungskonus M ausrückt und die Bremsfläche M' in Wirkung treten läßt, wodurch die Welle B angehalten wird. Die Flächen des Kugelgelenkes werden möglichst gut geschmiert, so daß die Welle für einen beträchtlichen Zeitraum angehalten werden kann, ohne daß der Rotor in seiner Geschwindigkeit derart abfällt, daß seine Fähigkeit, als Kursabweichungsanzeiger zu wirken, beeinträchtigt wird: Durch Einregulierung der Schraube N9 an der Drossel NI° und der Überdeckung der Kolbenschiebersteuerung 11= kann der Servomechanismus ' daran gehindert werden, die Welle anzuhalten, ausgenommen dann, wenn die Kursabweichung wesentlich ist und eine beträchtliche Zeit lang anhält. Die Anordnung wurde für eine Regelung beim Abweichen um eine lotrechte Achse beschrieben. Sie könnte jedoch auch so ausgebildet werden, daß sie bei einer Abweichung um eine horizontale Achse wirksam werden würde, gleichgültig ob diese Abweichung um Achsen quer zur Kursrichtung oder in der Kursrichtung oder in beiden Richtungen zugleich erfolgen würde.
  • Fig. 3 zeigt schematisch eine einfache Anordnung, bei welcher die Antriebswelle B für den Rotor unmittelbar durch einen Elektromotor Pangetrieben wird. Die eine Klemme P' des Motors ist unmittelbar mit einem ZweigP2 des Netzes verbunden, während die andere Klemme P3 mit einem umlaufenden Kontaktarm QI in Verbindung steht, der durch ein Uhrwerk Q gleichförmig gedreht wird. Der Arm QI läuft auf einem Paar Kreisbogenkontakten Q'= und Q', von denen der Kontakt Q!' mit dem anderen Zweig P' des Netzes verbunden ist. Der Kontakt Q' ist über einen Widerstand P' mit dein Zweig P'= verbunden. Wenn nun der Arm 01 sich auf dem Kontakt Q2 befindet, dann ist der Motor unmittelbar aufs Netz geschaltet; wenn dagegen der Arm QI auf dem Kontakt Q' steht, so ist der Motor vom Netz getrennt und wirkt unter Zwischenschaltung des Widerstands Pa als langsam umlaufender Generator. Die Verzögerung von Motor und Welle kann durch Andern des Wertes des Widerstands P6 verändert werden. Weiterhin kann die Dauer der Perioden, während der der Motor anfährt, frei läuft und verzögert wird, ganz nach Wunsch verändert werden, und zwar durch Veränderung der Bogenlängen der Kontakte Q2 und Q' und ihrer Zwischenräume.
  • Fig.4 zeigt schematisch eine Vorrichtung mit einem veränderlichen Übersetzungsge-. triebe zur Übertragung einer wechselnden Geschwindigkeit. Hier wird ein Antrieb R mit biegsamer Welle verwandt, der beispielsweise mit dem Verbrennungsmotor eines Flugzeuges gekuppelt werden kann. Die Welle R treibt ein kleines Rad RI an, das mit einem großen Getrieberad R2 kämmt. Die Fläche des großen Rades ist eben, und auf der Welle B des Rotors sitzt ein Reibrad S mittels Nut und Feder, das eine mit einer Ringnut versehene Muffe S' trägt, damit es in der Längsrichtung der Welle B durch den gegabelten Arm S'2 eines Winkelhebels verschoben werden kann. Der andere Arm S3 des Winkelhebels ist mittels einer Schubstange S4 an einem Kurbelzapfen R' am R4.d R2 angelenkt, das den Winkelhebel S2, S3 hin und her schwingen läßt und damit das Reibrad periodisch zum Mittelpunkt des Rades R2 hin und von ihm weg bewegt.
  • Es sei hervorgehoben, daß Fig.4 ebenso wie der Rest der Zeichnungen lediglich schematisch ist und daß auch jede andere gewünschte Ausführung eines veränderlichen Übersetzungsgetriebes angewendet werden kann. Wo ein Reibungsgetriebe der beschriebenen Bauart verwendet wird, kann das Reibrad derart angeordnet sein, daß es langsamer, als es nach Fig.4 der Fall sein würde, hin und her gleitet. Ferner kann das Reibrad derart angeordnet sein, daß es nach dem Mittelpunkt der großen Reibscheibe R2 und weiterhin darüber hinaus gleitet, so daß die Welle angehalten und in entgegengesetzten Umlauf versetzt wird. Die Geschwindigkeit im gegenläufigen Drehsinn muß natürlich geringer und von kürzerer Dauer sein als in der Richtung voraus, damit die Geschwindigkeit des Rotors erhalten bleibt.
  • Fig.5 zeigt schematisch eine Anordnung, bei der eine Wasserturbine T, die unmittelbar mit der Rotorwelle B gekuppelt ist, verwendet wird. Die Turbine ist mit einem Paar Düsen TI und T2 ausgerüstet, die derart angeordnet sind, daß der Läufer in beiden Richtungen umlaufen kann. Das Druckmittel wird den Düsen durch ein Zuleitungsrohr T3 und über eine Kolbenschiebersteuerung I @:@: zugeführt. Der Kolbenschieber gleitet pef@#-:' odisch auf und nieder, dadurch, daß er durch ein Uhrwerk U mittels Kurbel Ui und PleuelstangeU2 angetrieben wird. DieÜberdeckung des Schiebers ist vorzugsweise sehr klein, oder es ist eine Auslösevorrichtung im Uhrwerk vorgesehen, so daß, wenn die Flüssigkeit von der Düse T2 abgeschaltet wird, sie sofort zur Düse TI geleitet wird, damit der Schlupf an den Kugelgelenkflächen des Rotors im wesentlichen gleichmäßig sein kann. Die Tatsache, daß die Turbine T nur einen schlechten Wirkungsgrad besitzt, ist unwesentlich, da die erforderliche Antriebskraft, den Rotor zu drehen, gering ist. Es sei hervorgehoben, däß die Turbine kräftiger oder für längere Zeit in dem einen Drehsinn als in dem anderen beaufschlagt werden muß, indem entweder eine der Düsen TI und T2 wirksamer als die andere. ausgestaltet ist oder indem das Druckmittel auf einer der Düsen für eine längere Zeit geschaltet bleibt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kreiselgerät, z. B. zum Anzeigen von Winkeländerungen undloder zur selbsttätigen Steuerung von Fahrzeugen, mit einem im Schwerpunkt unterstützten Rotor, der durch ein dreiachsiges Gelenk mittels Oberflächenreibung zwischen den Gelenkhälften angetrieben wird, wobei die Geschwindigkeiten der Antriebswelle und des Rotors verschieden gehalten werden, gekennzeichnet durch die Anordnung von Mitteln zur selbsttätigen Veränderung der Geschwindigkeit der Antriebswelle.
  2. 2. Gerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur selbsttätigen Änderung der Geschwindigkeit periodisch wirksam werden.
  3. 3. Gerät nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit der Antriebswelle (B) durch eine Vorrichtung (Hl bis H4, Fig. i, oder S1 bis S4, Fig. q.) verändert wird, die durch den Antrieb der Welle (B), z. B. mittels Räderübersetzung (B1, J2, Fig. i), oder eines Kurbelzapfens (R3, Fig. q.) mit angetrieben wird. q.. Gerät nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit der Antriebswelle (B) durch einen unabhängigen Antrieb, beispielsweise ein Uhrwerk (Q, Fig.3; U, Fig.5), verändert wird. 5. Gerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Änderung der Geschwindigkeit durch die Winkelabweichung der Rotorachse (D) relativ zur Antriebswellenachse (B) gesteuert wird, vorzugsweise durch einen Servomotor (N, NI bis NB, Fig. 2). 6. Gerät nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Änderung der Geschwindigkeit der Antriebswelle (B) der Motor zeitweise außerstande gesetzt wird, die Welle (B) anzutreiben, z. B. durch Ausrücken einer Kupplung (L, M, Fig. 2) oder durch Abschneiden der Energiezufuhr zum Antriebsmotor (Fig. 3). 7. Gerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (B) abwechselnd zum Stillstand gebracht, z. B. durch eine Bremse (j113, M4), und. wieder in Umlauf gesetzt wird, z. B. durch eine Kupplung (L, M, Fig. :2) . B. Gerät nach Anspruch i bis 5, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zur Änderung des Laufes des Antriebsmotors, z. B. eine Bremse (Hl, H2, Fig. i), oder einen Umschalter (Q, Fig.3; T4, Fig.5) für den Antriebsmotor, die den Umlauf der Welle (B) zeitweise hemmt. g. Gerät nach Anspruch i und 2,. gekennzeichnet durch ein Übertragungsgetriebe, z. B. unrunde Räder (K6, K', Fig. 2), dessen Übersetzungsverhältnis periodisch schwankt. io. Gerät nach Anspruch i bis 5, gekennzeichnet durch ein Geschwindigkeitswechselgetriebe (R2, S, Fig. q.), dessen verstellbares Glied (S) selbsttätig verschoben wird, z. B.. durch die Kurbel (R). i i. Gerät nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur Veränderung der Antriebsmomentcharakteristik des Motors vorgesehen sind, z. B. ein Vorschaltwiderstand für einen Elektromotor, um dessen Drehzahl zu ändern. 12. Gerät nach Anspruch i bis 5, gekennzeichnet durch einen Drehzahlregler (H, Fig. i), der zwecks Drehzahländerung der Welle (B) selbsttätig, z. B. durch eine Kurbel (J1), verstellt wird. 13. Gerät nach Anspruch i und 5, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, z. B. eine Drossel (N9, N1°), die ein Anhalten der Welle (B) verzögert, um zu verhindern, daß bei schnellen vorübergehenden Winkelabweichungen die Welle stehenbleibt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2103547A1 (en) * 1970-08-27 1972-04-14 Warner Lambert Co Convallatoxin derivs - with cardioactivity and improved oral resorption

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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