DE64246C - Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Metallen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Metallen

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DE64246C
DE64246C DENDAT64246D DE64246DA DE64246C DE 64246 C DE64246 C DE 64246C DE NDAT64246 D DENDAT64246 D DE NDAT64246D DE 64246D A DE64246D A DE 64246DA DE 64246 C DE64246 C DE 64246C
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DE
Germany
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steam
different altitudes
bath
extraction
metals
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Application number
DENDAT64246D
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Firma shedlock & denny, 105 Gresham House in London
Publication of DE64246C publication Critical patent/DE64246C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
    • C22B11/10Obtaining noble metals by amalgamating

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Die vorliegende Gewinnung von Metallen aus Erzen vermittelst Extraction durch flüssiges bezw. geschmolzenes Metall ist dadurch gekennzeichnet, dafs das geeignet vorbehandelte Erzpulver im Gemisch mit dem flüssigen Metall behufs Herstellung möglichst weitgehender Berührung einer weiteren Zerkleinerung durch Zerquetschen ,oder Zermalmen ausgesetzt wird. Die Vorbehandlung des Erzes geschieht sehr zweckmäfsig in der Weise, dafs-man das Erzpulver durch einen mit Generatorgasbrennern versehenen hohen Raum fallen läfst und während des Fallens durch andauernd und ab-· wechselnd von entgegengesetzten Seiten her eingeblasene Dampfluftströme beständig aus der Fallrichtung ablenkt, um die . Erzpulvertheilchen in möglichst enge und lange Berührung mit diesen Strömen und den Flammen bezw. deren Verbrennungsproducten zu erhalten und so eine weitgehende Oxydation der oxydirbaren Bestandteile und rasche Abtreibung der entwickelten Gase und Dämpfe zu erzielen.
Ein zur Ausführung der im Vorstehenden gekennzeichneten Behandlung von Erzen dienender Apparat ist auf den beiliegenden Zeichnungen in Fig. ι in der Ansicht, zum Theil im lothrechten Schnitt, und in Fig. 2 in der Oberansicht dargestellt. Er umfafst in der Hauptsache die Fallkammer (Thurm) und eine Amalgamir- (bezw. Legir- oder Setz-) Mühle.
Dazu tritt aufserdem als Nebenapparat ein in eigenthümlicher Weise mit einem Dampfentwickler verbundener Gaserzeuger.
Der vereinigte Gas- und Dampferzeuger besteht aus einer Kammer a, welcher der zu vergasende Brennstoff vom Einschütttrichter b aus durch ein Fallrohr d zugeleitet wird, wobei in letzteren Theilen angeordnete Ventile bezw. e und f das Entweichen von Gas verhüten. Letzteres verläfst den Erzeuger durch Ventile r, hinter welchen es zunächst durch Staubkammern q streicht.
Die Vergasungskammer α ist in einen stehenden Cylinder g eingebaut, welcher mit Wasser zur Entwickelung von Dampf gefüllt wird. Letzterer tritt durch das Ventil h aus (Fig. 2). Der Boden der Vergasungskammer wird von einem Kegel η gebildet und in seiner Mitte von einem auf einen Gegengewichtshebel j sich· stützenden Rohr m getragen, welches am oberen Ende, in Verbindung ist mit einer Anzahl von im Kegel vorgesehenen Kanälen, die von dessen Mitte nach dem Umfang gehen und hier in den zwischen diesem und der Kammerwand belassenen engen ringförmigen Raum 0 münden. (Der Raum unterhalb des letzteren bildet den durch Thür s zugänglichen Aschenfang.) Das Rohr m ist unten durch Löcher und Büchse Z, Rohr k, Injector i un.d Zweigrohr h1 mit der Dampfableitung und der äufseren Luft in Verbindung, so dafs ein Gemisch aus Dampf und Luft am Umfang der Brennstoffsäule von unten her in letztere eingeblasen wird.
Der Thurm besteht aus zwei seitlichen Fallkammern C C und einer mittleren, durch Zug / mit der Esse verbundenen Kammer I
zum Abziehen der gasförmigen Stoffe aus den Fallkammern. In jede der letzteren münden in der Breitseite über einander angeordnete Reihen von Brennern G ein, welche durch ein gemeinsames Zuleitungsrqhr F durch die auf der betreffenden Seite liegende Staubkammer q und Ventil r mit dem Gaserzeuger in Verbindung sind. In die beiden Schmalseiten jeder Fallkammer münden, so zwar, dafs sie mit einander wechseln, reihenweise über einander angeordnet, Gebläse bezw. E und E1 ein, die durch ein gemeinschaftliches Rohr bezw. u und w1, Injector bezw. t und i1 und gemeinsames Zuleitungsrohr /?2 mit dem Dampfventil h in Verbindung stehen.
Die Einführung des Erzes geschieht vermittelst der Trichter A, unter deren Mündungen angeordnete Dampfluftgebläse B das austretende Erzpulver in waagrechter Richtung in die Kammern einblasen. Während das Pulver fällt, werden seine Theilchen abwechselnd von den durch die Gebläse E und E1 eintretenden Dampf luftströmen nach der einen und dann wieder nach der anderen Richtung getrieben und durch einander gewirbelt, so dafs sie in beständig wechselnde innigste Berührung mit dem heifsen Gemisch aus Luft und Dampf, den Flammen und deren Verbrennungsproducte treten. Das nach oben strömende, aus nicht zersetztem Dampf, Luft, Gas, Verbrennungs- und Reactionsproducten bestehende gasförmige Gemenge zieht durch die Züge HH, die mittlere Kammer I und den Zug J nach der Esse ab.
Die nach unten gelangten Theilchen sammeln sich in einem gemeinsamen Sack L, aus welchem sie eine liegende Schnecke L1 in die Mühle befördert. Letztere setzt sich aus einem umgekehrt kegelförmigen stillstehenden Mantel Q und einem darin drehbaren kegelförmigen Läufer P zusammen; im Umfang jedes dieser Stücke ist die eine Hälfte von Taschen R1 ge-■ bildet. Der Läufer Q. hängt mit Laufrollen V auf einer kreisrunden Schiene, die abwechselnd Erhöhungen und Vertiefungen darbietet, so dafs, wenn man den Läufer in Drehung versetzt, ' derselbe zugleich auch gehoben und gesenkt wird. Diese Drehung erfolgt von der Welle des Treibrades U vermittelst des Kegelrades T und des von dem rohrförmigen Mitteltheil des Läufers fest verbundenen Zahnkranzes T1. Der Bodentheil des Manteltheiles Q. bildet einen Raum R, der nebst den Taschen R1 zur Aufnahme des Metallbades (Quecksilber, geschmolzenes Blei, Legirung u. s. w.) dient. Die Einführung des Gutes in letzteres erfolgt durch eine im rohrförmigen Mitteltheil des Läufers arbeitende stehende Förderschraube N, welcher die Schraube L1 das Gut unter Vermittelung des Trichters M zubringt. Die Förderschraube N empfängt ihre Bewegung von der Welle des Treibrades U aus durch Riemen, Stufenscheiben Z Y und Schneckenradvorgelege X W. Bei der von abwechselndem Ansteigen und Wiedersinken begleiteten Drehung des Läufers wird das Gut, mit flüssigem Metall gemischt, in dünnen Schichten zwischen dem Mantel und dem Läufer von Tasche zu Tasche nach oben gedrängt, wobei -es zwischen beiden Theilen zerquetscht und zerrieben und dabei in innigste Berührung mit dem flüssigen Metall gebracht wird, so dafs letzteres seinen Metallgehalt durch Amalgamation oder Legirung vollständig in sich aufnimmt; die Rückstände gelangen schliefslich in die oberste offene Tasche, sammeln sich hier auf der Oberfläche des flüssigen Metalles an und werden in S S abgestrichen. Das gebildete Amalgam (bezw. Legirung oder Gemisch) zieht man von Zeit zu Zeit durch das Rohr Z ab.
Will man mittelst der Mühle Legirungen erzeugen, so heizt man den unteren Theil der Mühle vermittelst eines Brenners x, den man durch Rohr n> mit Generatorgas speist. Ferner kann man auch Generatorgas durch Rohr y in die alsdann röhrenförmige Spindel der Förderschnecke N leiten. Wird die Mühle zum Amalgamiren benutzt, so kann man das Rohr y mit einer Wasserzuführung verbinden, um Wasser auf den Boden des Mantels Q zu leiten, welches zusammen mit dem Erz nach oben getrieben und daselbst wieder abgeleitet wird.

Claims (2)

, Patent-Ansprüche:
1. Verfahren'zur Extraction von Metallen aus Erzen, darin bestehend, dafs man das Erz, während es in Gestalt von Pulver durch einen Schacht fällt, einer sich steigernden Erhitzung durch in verschiedener Höhenlage brennende Generatorflammen und zugleich wiederholt der Einwirkung von in verschiedenen Höhenlagen eingeführten Dampf- und Luftströmen unterwirft, sowie durch Einblasen der letzteren abwechselnd von entgegengesetzten Seiten her beständig aus der Fallrichtung ablenkt behufs verlängerter Berührungsdauer und erneuter Vermischung mit den Reagentien (Brenngase, Dampf, Luft) und dann das veredelte Gut von der Sohle des Schachtes unmittelbar in den unteren Theil eines Scheidebades aus flüssigem oder geschmolzenem Metall einführt, um die noch im Gut vorhandenen specifisch leichteren Theilchen (Oxyde und Taubes) vom Edlen zu trennen und auf der Oberfläche des Bades zum Abstreichen zu sammeln.
2. Ein Apparat zur Extraction von Metallen aus Erzen, bestehend in der Combination
eines oder mehrerer mit Generatorgasbrennern (G) in verschiedenen Höhenlagen abwechselnd auf entgegengesetzten Seiten in verschiedenen Höhenlagen angeordneten . Dampf- und Luftdüsen (bezw. E und -E1), sowie Abzug für die Gase und Dämpfe versehene Schächte (C) mit einer Scheidevorrichtung , zusammengesetzt aus einem umgekehrt kegelförmigen Mantel (QJ mit Taschen (R), dessen unterer Theil einen Raum (R) zur Aufnahme eines Metallbades bildet, einem zugleich sich drehenden und auf- und niederbewegenden Läufer (P) mit Taschen (R1) und einer Vorrichtung zum Einführen des Gutes durch die hohle Läuferachse in das Metallbad.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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