DE52907C - Vorrichtung zur Extraction von Edelmetallen aus ihren Erzen - Google Patents
Vorrichtung zur Extraction von Edelmetallen aus ihren ErzenInfo
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- DE52907C DE52907C DENDAT52907D DE52907DA DE52907C DE 52907 C DE52907 C DE 52907C DE NDAT52907 D DENDAT52907 D DE NDAT52907D DE 52907D A DE52907D A DE 52907DA DE 52907 C DE52907 C DE 52907C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B11/00—Obtaining noble metals
- C22B11/10—Obtaining noble metals by amalgamating
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 40: Hüttenwesen.
in LONDON (England).
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Maschinen oder Apparate zur Extraction von
Gold oder Silber aus gold- oder silberhaltigem Sand durch Vertheilung desselben auf amalgamirten
Kupferplatten.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist der, eine vollkommen gleichmäfsige Vertheilung
der Theilchen, einen vollkommenen Reibungscontact zwischen den Theilchen und der Oberfläche,
der Platten und in einigen Fällen eine wiederholte und allseitige Berührung der Theilchen
mit Quecksilber zu erzielen.
In den beiliegenden Zeichnungen ist gezeigt, wie diese Erfindung in bequemer und vortheilhafter.
Weise in der Praxis angewendet werden kann.
Fig. ι ist eine Draufsicht und
Fig. 2 ein Verticalschnitt einer Form des verbesserten Apparates,
Fig. 3 ein Verticalschnitt' und
Fig. 4 eine Endansicht, zum Theil Querschnitt, eine andere Form oder Modification
des genannten Apparates zeigend,
Fig. 5 ein Horizontalschnitt nach der Linie X-X, Fig. 3, wobei einige Theile entfernt sind,
Fig. 6 eine Draufsicht eines Theiles des Apparates Fig. 3 bis 5, wobei einige Theile
entfernt sind,
Fig. 7 ein Verticalschnitt, ein Constructionsdetail darstellend.
A ist ein geschlossenes cylindrisches Gehäuse, in welchem die Behandlung des goldführenden
Sandes vorgenommen wird und das mittelst Schlosses und Schlüssels versperrt werden kann.
Dieses Gehäuse ist in zwei Theilen hergestellt, so dafs es nach Belieben geöffnet und geschlossen
werden kann.
In diesem Gehäuse sind über einander die amalgamirten Kupferplatten oder Tröge B befestigt,
welche etwas nach abwärts gegen die Mitte geneigt sind. In dem in Fig. ϊ und 2
gezeichneten Apparat sind vier derartige Platten angebracht, und in dem in Fig. 3 bis 6 dargestellten
fünf. Doch- kann auch irgend eine andere geeignete Zahl derartiger Platten angebracht
sein. Diese Platten sind auch zweitheilig hergestellt, und zwar sind die Plattenhälften
derart an den Gehäusehälften befestigt, dafs sie, wenn das Gehäuse geschlossen ist, vollständige
kreisförmig λ geneigte Tröge mit einem Loch in der Mitte bilden.
In der Mitte des Gehäuses A ist eine verticale
Welle D angeordnet, an welcher eine Reihe von gleichfalls amalgamirten schüsseiförmigen Kupferplatten E befestigt ist, welche
sich mit der genannten Welle drehen. Die Schüsseln E sind derart gestaltet, dafs die
Oberfläche jeder Schüssel in der Nähe der Welle horizontal ist und gegen den Rand zu
nach aufwärts geneigt ist oder allmälig steiler wird. Diese Schüsseln sind von geringerem
Halbmesser als das Gehäuse A und so an der Welle befestigt, dafs, wenn das Gehäuse um
die Welle geschlossen wird, die am Gehäuse A befestigten Platten B und die an der Welle D
befestigten rotirenden Schüsseln E mit einander abwechseln. Ein Fülltrichter oder Rumpf A3
ist im Deckel A2 des Gehäuses angebracht,
um den gold- oder silberhaltigen Sand einführen zu können.
Am unteren Ende des Gehäuses A befindet sich ein kegelförmiger Absetzraum F mit einer
oder mehreren Ablauföffnungen in verschiedener Höhe. Nahe am Boden des Absetzraumes befindet
sich ein Rohr α zur Einführung eines aufwärts gerichteten Wasserstromes unter Druck.
Die Welle D ist mit einer Reihe von Armen G versehen, welche sich mit der Welle drehen
und ein beständiges Umrühren des Wassers und Sandes im Absetzraum zu bewirken.
Bei dem in Fig. ι und 2 gezeichneten Apparat sind die beiden Hälften des Gehäuses A
auf der einen Seite durch geeignete Riegel oder Klammern oder in anderer passender
Weise verbunden.
Um den oberen Theil jeder der Platten oder Tröge B und nahe am Gehäuse A befindet
sich ein Kanal B1. Wenn die Maschine geschlossen
ist, so bilden diese Kanäle ringförmige Vertiefungen von beliebiger Weite und Tiefe,
die zur Aufnahme von flüssigem Quecksilber dienen. Die Kupferwände C trennen die Oberfläche
des Quecksilbers in den Kanälen, und diese Wände sind so' angeordnet, dafs der Sand und das Wasser, wie sie über die Platten B
hinlaufen, unter den Wänden durch das Quecksilber hindurchgehen müssen.
Die Welle D läuft in einem Lager D1 in
einem Lagerständer D2, der am Deckel^2 des Gehäuses A befestigt ist, und ferner in einem
Lager DB am unteren Ende des genannten Gehäuses. Die Arme G ragen radial aus der
Welle D heraus, welche bis nahe an den Boden des Absetzraumes F reicht.
Die Wirkungsweise der in Fig. 1 und 2 gezeichneten Maschine ist folgende: Der verticalen
Welle D wird eine rotirende Bewegung ertheilt, entweder durch ein geeignetes Vorgelege
o.der direct durch einen Riemen, und der gold- oder silberhaltige Sand wird mit einem geeigneten Wasserzuschufs durch den
Rumpf A 3 oder mittelst einer selbsttätigen
Aufgabevorrichtung direct oberhalb der Mitte des Gehäuses aufgegeben. Das Material fällt
aus dem Rumpf auf die oberste Schüssel E, welche sich mit der Welle D hinreichend rasch
dreht, damit die Theilchen infolge der Fliehkraft längs der schiefen oder gekrümmten
Fläche dieser Schüssel sich nach aufwärts bewegen.
Die Fliehkraft wird mit der Zunahme des Abstandes vom Mittelpunkt vergröfsert, und,
wie vorhin bemerkt, wird die Neigung der Oberfläche der Schüsseln gegen den äufseren
Umfang hin gröfser. Es folgt hieraus, dafs die Theilchen sich an den amalgamirten Flächen
kräftig reiben und die Reibung in beiläufig demselben Mafse steigt wie die Fliehkraft,
welche den aus der wachsenden Steilheit der
Schüsseloberfläche resultirenden Widerstand überwindet.
Diese Anordnung gestattet . die Regulirung der Geschwindigkeit in der Art, dafs die Fliehkraft
eben hinreicht, um den Widerstand der wechselnden Neigung oder Steilheit der Schüsseln
zu überwinden, so dafs die Sandtheilchen über die Oberfläche der Schüsseln mit gleichförmiger
und für die Extraction des Edelmetalles vortheilhaftester Geschwindigkeit bewegt werden
und die Schüsseln rein und oxydfrei bleiben. Der Sand wird von der obersten rotirenden
Schüssel weggeschleudert und gelangt auf die nächst untere schiefe, feste Platte B. Zufolge
der Neigung dieser Platte geht der Sand und das Wasser vermöge der Schwere durch den
vorerwähnten Quecksilberkanal und über die Oberfläche der erwähnten Platte zum mittleren
Loch in derselben und fällt durch dieses Loch auf die zweite rotirende Schüssel E. Dieselbe
Wirkung wiederholt sich durch die ganze Reihe von Platten in der Maschine. Das Edelmetall
wird als Amalgam auf den Schüsseln oder in den Quecksilberkanälen zurückgehalten.
Der Sand fällt, nachdem er über die Kupferplatten hingegangen, ist, in den Absetzraum F
am unteren Ende der Maschine; die leichteren Theile gehen als Abfall mit dem Wasser durch
die eine oder die andere der Oeffnungen und die schwereren metallischen Theile und etwa
krank gewordenes Quecksilber oder Amalgam werden im Absetzraum zurückgehalten, von
wo aus sie zu geeigneten Zeiten durch ein,zu diesem Zweck am Boden des Absetzraumes
angebrachtes Rohr b abgelassen werden können.
In dem in Fig. 3 bis 6 dargestellten Apparat werden die beiden Hälften des Gehäuses durch
Räder H auf Schienen J getragen und durch Klammern K an einander befestigt, ' so dafs
man sie leicht von einander trennen und auf den Schienen aus einander rücken kann.
Der Deckel 42, Rümpft3 und der Bügel D2
werden in geeigneter Weise durch Schienen L unterstützt. Die Welle D geht durch eine
Stopfbüchse -F1 im unteren Theil des Absetzraumes
F und wird von einem Fufslager D* getragen.
Die Arme G ragen ein kurzes Stück radial aus der Welle heraus und sind dann nach abwärts
gebogen. Die schüsseiförmigen Platten E sind in geeigneter Weise an einem Metallrohr
E1 befestigt, das in irgend einer zweckmäfsigen Weise auf der Welle D festgemacht ist.
Die vorerwähnten Quecksilberkanäle sind für die vollkommene Wirkung der Maschine nicht
unbedingt nöthig, und man stellt manchmal die Maschine ohne dieselben her, wie z. B. in
Fig. 3 dargestellt. Es kann vortheilhaft sein, eine' geringe Menge flüssigen Quecksilbers auf
jede der Schüsseln E zu bringen.
Es ist vorzuziehen, die beiden Hälften jeder der festen' Platten B in der in Fig. 7 gezeichneten
Weise zu verbinden; es sind nämlich die benachbarten Ränder der beiden Hälften,
wie bei ß2 ΒΆ gezeigt, gebogen, so dafs der
Theil B3 den "Theil B2 überragt und die
Flüssigkeit über die Fuge läuft, ohne durch dieselbe zu entweichen. Die Drehungsrichtung
der Schüsseln E ist durch den Pfeil in dieser Figur angegeben.
Bei Behandlung von trockenem Sand wird die Neigung der Platten B ve'rgröfsert, so dafs
der Sand leichter über sie herablaufen kann, und der Absetzraum F am Boden der Maschine
wird durch Austrittsrohre oder Kammern ersetzt, durch welche ein Luftstrom zum Entfernen'
des Abfalles hindurchgeblasen wird. Diese Röhren oder Kammern sind mit konischen
Absetzkammern versehen, über welche der Luftstrom hinstreicht und in welche die
schwereren Theile hineinfallen.
Bei Behandlung gewisser Erzarten leitet man einen elektrischen Strom in die Maschine. Die
Verbindungen sind derart hergestellt, dafs der Strom durch jede rotirende Platte E und durch
den Quecksilberkörper hindurchfliefst, der sich auf derselben befindet und die Amalgamirung
erleichtert oder unterstützt.
Es ist klar, dafs man die Construction des Apparates etwas modificiren kann, ohne vom
,Wesen der Erfindung abzuweichen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zur Extraction der edlen Metalle aus ihren Erzen durch Amalgamirung,bei welcher folgende Theile gleichzeitig vorhanden sind:a) eine oder mehrere rotirende amalgamirte Platten (E), welche eine schüsseiförmige oder eine solche Gestalt erhalten haben, dafs ihre Oberfläche, mit zunehmendem Abstande von der Mitte stärker gegen die Horizontale geneigt ist, so dafs, wenn das Material sich von der Mitte nach dem Umfange der Platte bewegt und die auf dasselbe einwirkende Centrifugalkraft zunimmt, der Widerstand gegen letztere entsprechend gröfser wird und auf diese Weise die nöthige Reibung zwischen den einzelnen Theilchen des Materials und der amalga-, mirten Oberfläche bewirkt, wobei die Platten nach Bedarf mit einer Quecksilberquelle versehen sein können;b) eine oder mehrere stationäre, geneigte, amalgamirte Platten (B), von welchen jede mit einem Quecksilberring (B1) und mit einer Wand (C) zur Theilung der Quecksilberoberfläche in diesem Ring versehen ist, um den Durchgang des Materials durch das' Quecksilber herbeizuführen;c) der Absetzraum (F), welcher mit den Auslafsöffnungen (F"1) und Rohren (a b) und den von der Spindel (D) getragenen Armen (G) versehen ist;d) die geneigten amalgamirten Platten (B), welche aus zwei Hälften bestehen, von welchen eine über die andere greift (wie bei B2 B3 in Fig. 7), so dafs die Flüssigkeit, ohne abzufliefsen, über die Vermitte^ lungsstelle zu treten vermag.Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE52907C true DE52907C (de) |
Family
ID=327584
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT52907D Expired - Lifetime DE52907C (de) | Vorrichtung zur Extraction von Edelmetallen aus ihren Erzen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE52907C (de) |
-
0
- DE DENDAT52907D patent/DE52907C/de not_active Expired - Lifetime
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