DE642091C - Mehrzonenfilter, insbesondere fuer Linsenrasterfilme, aus mit Keilfehlern behafteten planparallelen Platten - Google Patents
Mehrzonenfilter, insbesondere fuer Linsenrasterfilme, aus mit Keilfehlern behafteten planparallelen PlattenInfo
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
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- G03B33/10—Simultaneous recording or projection
- G03B33/14—Simultaneous recording or projection using lenticular screens
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Description
Bei der Verwendung von Mehrzonenfiltern, die in Verbindung mit bilderzeugenden optischen
Einrichtungen benutzt werden., ist es wichtig, daß durch die Einschaltung des
Filters keine Verschlechterung· der Bildqualität eintritt. Besteht das Filter aus in der
Masse gefärbtem Glas oder aus ähnlichem Material, so ist für die Platten neben optisch
einwandfreier Qualität auch vollständige Plan-ίο paralleütät zu fordern. Besonders ist auf die
Forderung Wert zu legen, daß beide Flächen >einer Platte absolut parallel zueinander
geschliffen werden. Bei einem gewöhnlichen Einzelfilter ist ein geringer Keilwinkel unschädlich,
da er nur eine Verschiebung des Bildes bedingt. Bei einem Mehrzonenfilter dagegen müssen sämtliche durch die einzelnen
Zonen gehenden Lichtbündel das Bild an derselben Stelle erzeugen, und ein gerin-,
20 ger Keilwinkel einer Platte bewirkt schon das Auftreten von Mehrfachbildern, die sich besonders
schädlich auswirken, wenn beispielsweise das Filter für Mehrfarbenprojektion
bestimmt ist und nun die Teilfarbenbilder gegeneinander verschoben entstehen. Besitzen
alle Zonen 'einen genau gleichen
fehler, so stört dieser naturgemäß auch nicht.
Versucht man, ein solches Mehrzonenfilter aus gefärbten Gläsern herzustellen, so zeigt es
sich, daß es außerordentlich kostspielig und zeitraubend ist, so parallele Flächen zu erzeugen,
daß die verschiedenen Teilbilder genau zur Deckung kommen. Die Abweichungen
sind bei Filterglasplatten handelsüblicher Qualität so groß, daß man vorgeschlagen
hat, die Platten innerhalb einer gemeinsamen Küvette anzuordnen" und diese mit einer
Flüssigkeit gleicher optischer Dichte wie die Glasplatten zu füllen, eine Forderung, die bei
verschiedenen Brechungsexponenten der einzelnen Platten natürlich nur angenähert zu
erfüllen ist und leicht zur Verwendung von Flüssigkeiten mit unangenehmen chemischen
und physikalischen Eigenschaften zwingen kann.
Erfindungsgemäß wird eine jede Zone des Filters aus Platten zusammengesetzt, 'die
paarweise aus einer gemeinsamen größeren Platte geschnitten und so angeordnet werden,
daß die Keilfehler sich aufheben. Dazu ist bei allgemeiner oder unbestimmter Lage der
Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Or.-Ing. Kurt H. I. Neugebauer in Bertin-Lichtenberg.
Claims (2)
- Keilkante ein Drehen der Platten um i8o° gegeneinander notwendig. Fällt die Keilkante mit einer Symmetrierichtung des gewünschten Filters zusammen, so ergeben siclji im allgemeinen weitere Möglichkeiten cN|^ Kompensation. /λα*.Es ist beispielsweise möglich, die eine| Platte nicht in ihrer Ebene zu drehen;' sondern um i8o° um die Keilkante zu verschwenken. Ein solches Vorgehen kann von Wert sein, wenn beispielsweise eine Fläche der ursprünglichen Platte besonders gut poliert ist, da dann die etwas schlechtere Fläche für beide Teilplatten als Kittfläche in Frage kommt.Wird eine Zone aus Platten verschiedener Glassorten zusammengesetzt, so müssen die einzelnen Sorten unter sich paarweise aus demselben Stück geschnitten sein. Die An-Ordnung innerhalb jeder Zone ist gleichgültig, sofern nur die Keilfehler sich kompensieren. Auch ist es möglich, mehr als zwei Platten derselben Sorte zu verwenden, aber auch nur stets paarweise.Zuweilen ist darauf zu achten, daß die durch die einzelnen Zonen des Filters bedingte geometrische Beeinflussung der Lichtwege untereinander gleich ist, beispielsweise; wenn das Filter innerhalb eines Objektivs angeordnet wird. Da jede Platte von derDicket optisch wie ein Luftweg — wirkt,wobei η den Brechungsexponenten angibt, müssen nach dem Fermatschen Prinzip für djede Zone die Summen der einzelnen —gleich sein, wobei die Summe zwischen zwei parallelen Ebenen außerhalb der eigentlichen Filterplatten gebildet wird. Für Luft wird n — l gesetzt. Eliminiert man den Einfluß der Luftplatten, so ergibt sich, daß für jeden einer Zone zugeordneten Glasplattensatz dieGröße > — konstant sein muß, die als»Differenz der optischen Dicken« bezeichnet werden soll.Man kann die einzelnen Glassorten oftmals so wählen, daß die Platten bei der erwünschten Transparenz auch gleiche optische Dicke besitzen. Da dann auch meist die mechanische Dicke sehr angenähert gleich ist, hat eine solche Anordnung der Platten weiterhin den Vorteil, daß die Befestigung innerhalb eines gemeinsamen Filterrahmens besonders einfach wird. Läßt sich eine gleiche mechanische Dicke nicht erzielen, so müssen die dünneren Platten durch Zwischenlagen im Rahmen befestigt werden. Andererseits lassen sich die Glassorten zuweilen nicht derart aus· suchen, daß die gewünschte Transparenz gleichzeitig gleiche optische Dicke der einzelnen Zonen bewirkt. In diesem Falle wird in bekannter Weise durch Hinzufügen von klarem Glas die gleiche optische Dicke erreicht. Auch die Klarglasplatten finden stets 6g veise Verwendung.kann auch von Vorteil sein, die geder Erfindung aus paarweise zueinander "gehörenden Platten zusammengesetzten Filter in einer gemeinsamen Küvette unterzubringen. Eine solche Anordnung hat den Vorteil, den Lichtverlust durch teilweise Reflexion an den Oberflächen der Platten zu vermindern. Da der Keilfehler gemäß der Erfindung eliminiert wurde, ist es nicht nötig, die Küvettenfüllung 7^ genau den Brechungsexponenten der Glassorten anzupassen.· Man kann z. B. ohne Schwierigkeit Wasser benutzen, um so eine intensive Kühlung der Filterplatten zu erzielen.Ein Filter gemäß der Erfindung ist in der Figur dargestellt. Es zeigt einen gemeinsamen Rahmen 1, der drei rechteckige Zonen enthält. Die Blauzone 2 besteht aus zwei aus einem Stück geschnittenen Platten, die Roitzone 3 enthält zwei einander zugehörige Rot- 8S platten, die zwischen sich zwei wiederum aus einem Stück geschnittene Klarglasplatten enthalten. Die Grünzone 4 ist aus zwei Blaugläsern und zwei Gelbgläsern zusammengesetzt. Es ist vorteilhaft, darauf zu achten, daß bei ungleicher mechanischer Dicke der Platten die dünneren Platten innen angeordnet werden, um so eine Verschiebung einer Platte in eine Nachbarzone sicher zu vermeiden.Die Platten, aus denen die einzelnen Zonen 9S zusammengesetzt sind, brauchen nicht miteinander verkittet zu sein, es genügt vollständig, sie aufeinanderzulegen und innerhalb des Rahmens mit leichtem Druck aufeinanderzupressen. Man kann jedoch zwei ihren lo° Keilfehler kompensierende Platten auch fest miteinander verbinden, so daß zwei Grenzflächen gegen Luft oder das umgebende Medium mit ihren Reflexionsverlusten fortfallen und man eine keilfreie Platte erhält. Vorsichtiges Verkitten mit Kanadabalsam dient diesem Zweck. Dabei ist darauf zu achten, daß die Kittschicht recht dünn ist, um keinen neuen Keilfehler hervorzurufen. Derart gekittete Platten stellt man bei An- no wendung für das Projizieren vorteilhafterweise zwecks Kühlung in eine Wasserküvette. Dies ist nicht nötig, wenn man die Glasplatten aufeinandergelegt auf ihren Erweichungspunkt erhitzt und vorsichtig abkühlt, so daß sie aneinanderhaften, ohne ihre Form zu verändern.Ρλϊεν τα ν Sprüche:i. Mehrzonenfilter, insbesondere für Linsenrasterfilme, aus mit Keilfehlern be-hafteten planparallelen Platten aus in der Masse gefärbtem oder klarem Glas oder ähnlichem Material, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder Zone die Platten paar; weise vorhanden sind, wobei die Paare gleicher Farbe von der gleichen größeren Platte geschnitten und so angeordnet sind, daß sich die Keilfehler kompensieren.
- 2. Mehrzonenfilter nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten in einer gemeinsamen mit Flüssigkeit gefüllten Küvette angeordnet sind.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO21976D DE642091C (de) | 1935-08-16 | 1935-08-16 | Mehrzonenfilter, insbesondere fuer Linsenrasterfilme, aus mit Keilfehlern behafteten planparallelen Platten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO21976D DE642091C (de) | 1935-08-16 | 1935-08-16 | Mehrzonenfilter, insbesondere fuer Linsenrasterfilme, aus mit Keilfehlern behafteten planparallelen Platten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE642091C true DE642091C (de) | 1937-03-10 |
Family
ID=7355621
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEO21976D Expired DE642091C (de) | 1935-08-16 | 1935-08-16 | Mehrzonenfilter, insbesondere fuer Linsenrasterfilme, aus mit Keilfehlern behafteten planparallelen Platten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE642091C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1128890B (de) * | 1957-04-24 | 1962-05-03 | Pye Ltd | Lichtfilter fuer eine Farbfernseh-Aufnahme- oder -Wiedergaberoehre |
-
1935
- 1935-08-16 DE DEO21976D patent/DE642091C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1128890B (de) * | 1957-04-24 | 1962-05-03 | Pye Ltd | Lichtfilter fuer eine Farbfernseh-Aufnahme- oder -Wiedergaberoehre |
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