DE640996C - Destillationsvorrichtung - Google Patents

Destillationsvorrichtung

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DE640996C
DE640996C DESCH105787D DESC105787D DE640996C DE 640996 C DE640996 C DE 640996C DE SCH105787 D DESCH105787 D DE SCH105787D DE SC105787 D DESC105787 D DE SC105787D DE 640996 C DE640996 C DE 640996C
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cooler
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liquid
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DESCH105787D
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KARL SCHNAIBLE
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D3/00Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
    • B01D3/02Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping in boilers or stills

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description

  • Destillationsvorrichtung Bleim Destilleiren von Wasser oder anderen Flüssigkeiten tritt häufig die kochende Flüssigkeit aus dem Verdampfer in den nachgeschalteten Kühler bzw. in die Vorlag über, wodurch das zu gewinnende Destillat verunreinigt wird.
  • Vorliegende Erfindung berüht auf der Erkenntnis, daß das Überkochen der Flüssigkeit bei derartigen Apparaten leine Folge von Unterdruckbildungen im Kühler ist, wie sie insbesondere leicht bei Kühlern mit einem im Verhaltnis zur Kühlflche geringern Volumen, wie Röhrenkühler o. dgl., entstehen können. Ausgelöst werden sie dort beispielsweise durch Wasserpfropfen, welche den Rohrquerschnitt ausfüllen und bei ihrem Abfluß lein Vakuum nach sich ziehen. Infolge der damit verbundenen Siedetemperaturerniedrigung ergibt sich eine heftige Selbstverdampfung der kochenden Flüssigkeit mit teilweisem Überreißen von Flüssigkeitsteilchen.
  • In Vermeidung dieser Nachteile ist erfindungsgemäß an der höchsten Stelle des vom Verdampfer des Destillierapparates zum Kühler führenden Dampfüberleitungsrohrs ein über eine verschließbare Öffnung in die Außenluft mündender Entlüftungs- und Druckausgleichbehälter angeordnet, der inhaltlich derart bemessen ist, daß zwischen dem Verdampfer und Kühler auftretende Druckschwankungen weitgehend durch ihn ausgeglichen werden.
  • Da ferner die Verbindungsstelle des Blehälters mit dem Dampfüberleitungsrohr größer bemessen ist als die Austrittstelle zur Luft, wirken zunächst die im Behälter befindlichen Dämpfe und Gase leiner Druckabsenkung im Kühler entgegen, und erst an zweiter Stelle tritt zusätzliche Luft durch den Behälter in den Destillierapparat ein.
  • Wenn bei Destillierapparaten die Anordnung von Entlüftungshähnen oder offenen Entlüftungsstellen an sich bekannt ist, so ist demgegenüber bei der Erfindung die Ausbildung des Behälters mit seiner doppelten Wirkungsweise als Entlüftungs- und Druckausgleichbehälter wesentlich. Die weiter bei derartigen Apparaten im Kühler vorgesehenen bekannten Lufträume dienen im Gegensatz zlur erfindungsgemäßen Vorrichtung einem anderen Zweck, fund zwar der Belüftung des zu gewinnenden Destillats.
  • Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel beschrieben.
  • In an sich blekannter Anordnung besteht der Destillierapparat aus dem Verdampfer, aus dem der Dampf durch das Überströmrohr b in den Kühler c, wo er in einem röhrenkühler niedersgeschlagen wird, gelangt. Als Kühlmittel dient die zu destillierende Flüssigkeit, welche hierbei vorgewärmt und durch das Speiserohr d über eine Speisevorrichtung e in den Verdampfer a geleitet wird. An der höchsten Stelle des Dampfüberleitungsrohres b ist erfindungsgemäß der Entlüftungs-und Druckausgleichbehälter f angeordnet, dessen Volumen demjenigen des Dlestillierapparates anzupassen ist, daß gegenüber dem Betriebszustande im Kühler sich bildende@ Unterdrücke weitgehend durch ihn glichen werden. Die Übergangsstelle des Be.-hälters f zum Dampfrohr b erhält zweckmäßig einen Durchmesser von 1/3 bis 1/2 desjenigen des Dampfrohres, und der Entlüftungshahng, welcher die Verbindung des Behälters mit der Außenluft herstellt, einen Durchmesser von 1/4 desjenigen der Ühergangsstelle des Behälters zum Dampfrohr. Die im Dlestillierapparat vorhandene oder mit der Flüssigkeit eingedrungene Luft sammelt sich im Behälter f an und kann durch den Entlüftungshahn g nach außen entweichen. Infolge der druckausgleichenden Wirkung des Behälters kann nach erfolgter Entlüftung des Destillierapparates der Hahn g auch geschlossen werden, was beispielsweise bei aromatischer oder giftiger Destillation von Vorteil ist, ohne daß ein Überkochen der Flüssigkeit zu befürchten ist.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann auch benutzt werden bei Destillierapparaten für Ammoniak, in Dampfsterilisationsapparaten und allgemein bei Apparaten, wo eine gute Entlüftung bei gleichzeitiger Verbinderung des Überkochens der Flüssigkeit verlangt wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE : I. Vorrichtung zur Verhinderung des Überkochens der Flüssigkeit bei Destillierapparaten o. dgl., insblesondere in Verbindung mit Kühlen geringeren Volumens, wie Schlangenkühler o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß in Nebenschaltung zum Dampfüberleitungsrohr (b) zwischen Ver dampfer und Kühler ein über eine verschließbare Öffnung (g) in die Außenluft mündender Entlüftungs- und Druckausgleichbehälter (f) angeordnet ist, der inhaltlich derart bemessen ist, daß zwischen dem Kühler und Verdampfer auftretende D ruckschwankungen weitgehend durch ihn ausgeglichen werden.
  2. 2. Entlüftungs- und Druckausgleichvorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsstelle des Behälters (f) mit dem Dampfüber--leitungsrohr (b) größer bemessen ist als die Austrittsstelle (g) zur Außenluft.
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