DE64060C - Vorrichtung zur Verhinderung der Bildung von Luftschnallen und Luftfalten in der Papierbahn bei Eincylindermaschinen - Google Patents
Vorrichtung zur Verhinderung der Bildung von Luftschnallen und Luftfalten in der Papierbahn bei EincylindermaschinenInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21F—PAPER-MAKING MACHINES; METHODS OF PRODUCING PAPER THEREON
- D21F5/00—Dryer section of machines for making continuous webs of paper
- D21F5/02—Drying on cylinders
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT,
PATENTSCHRIFT
KLASSE'§5:. Papierfabrikatiön.
bei Eincylindermaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. December i8gi ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Neuerung an Eincylindermaschinen zur
Papierfabrikation, d. h. Papiermaschinen mit nur einem Trockencylinder, durch welche die
fabrikmäfsige Herstellung auch von starken Papieren jeder Stoffart ermöglicht wird, was
bisher bei derartigen" Maschinen nicht angängig war.
Die Neuerung besteht im wesentlichen aus der Einschaltung einer oder mehrerer das
Papier bezw. die Papierlage vom endlosen Filzband abhebenden, maschinell angetriebenen
Walzen vor dem Trockencylinder, wodurch die bisher so lästige Schnallen- und Faltenbildung
im Papier vollständig vermieden wird, indem durch diesen zweckmäfsig geänderten Papierzulauf sowohl die Luft im Papier selbst,
als auch die zwischen Filz und Papier eingeschlossene Luft, noch bevor das Papier zwischen
Hauptwalze und Trockencylinder tritt, entweichen kann.
Die neu eingeschaltete Walze, welche in der Zeichnung mit f bezeichnet ist, kann auch mit
einer auf ihrer Oberfläche angebrachten Spirale versehen sein, welche von der Walzenmitte
aus nach einer Seite rechte, nach der anderen Seite linke Steigung hat und somit das darüber
laufende Papier von der Mitte aus nach beiden Seiten ausdehnt, d. h. den Papierbogen immer
gestreckt hält und die Bildung von Längsfalten in demselben verhindert.
Diese Spirale besteht aus dünnen, schmalen Messing- oder Kupferstreifen oder Drähten,
die auf die Walze gelöthet werden, oder auch nur aus aufgeleimten Stoffbändern oder Fäden.
Es bezeichnet α den Trockencylinder, b die
Hauptwalze, c die Nafsfilzprefswalze, d die Filzleitwalze, i das endlos geführte, in Pfeilrichtung
zwischen b und c hindurchtretende, sodann über d geführte, hierauf zurücklaufende
und zwischen b und α hindurchtretende Filzband.
Bei der gewöhnlichen Einrichtung solcher Eincylindermaschinen mit selbstthätiger Abnahme
des Papierblattes von der Gautsche liegt das dem Trockencylinder α zugeführte Papierband
k im ganzen Laufe auf dem Filzband i auf.
Vor der Druckstelle e zwischen α und b bildeten sich aber namentlich bei harten
Stoffen, die in gröfserer Stärke verarbeitet werden sollten, z. B. solche, deren Durchgang
über 40 bis 50 g beträgt, stets Schnallen und Falten im Papierband, was augenscheinlich davon
herrührte, dafs die im Papierband selbst bezw. auch zwischen dem feuchten Papier und
dem Filz eingeschlossene Luft von der Druckstelle e aus sich einen Ausweg suchte bezw.
bei e zurückgehalten wurde.
Dieser Mifsstand ist nun in der Weise gehoben worden, dafs nunmehr das Papierband k,
ehe es zur Prefsstelle bei e gelangt, vom Filz-
band abgehoben wird, während das letztere selbst seinen Lauf beibehält.
Zu diesem Zweck ist nahe dem Cylinder a und oberhalb des Rücklaufes von i eine Leitwalze
f angeordnet, über welche das Papierband k von der Filzbandleitwalze d aus übergeführt
wird, wobei sich das Papierband k kurz vor der Prefsstelle e wieder stetig auf
das Filzband i auflegt. Es ist leicht ersichtlich, dafs nunmehr eine Schnallen- und Faltenbildung
nicht mehr stattfinden kann. Die Papierbandleitwalze/wird zweckmäfsig zwangläufig
angetrieben, damit der Zug der Walze nicht zurückbleiben und der Papierzug nicht
zu lang werden kann. In der Zeichnung ist deshalb ein Antrieb g h von der Walze b aus
angenommen.
Wenn auch in einfacher Weise, so ist doch durch diese neue Zuführung der Eincylindermaschine
eine' bedeutende Vervollkommnung zu Theil geworden.
Die das Wesentliche der Erfindung bildende Papierbandleitwalze / wird zweckmäfsig mit
einem regulirbaren Antrieb bewegt, derart, dafs man dieser Walze/ nach Bedarf verschiedene
Geschwindigkeit ertheilen kann. Dies geschieht entweder, indem man auf der Hauptwelle, von
welcher der Antrieb ausgeht, eine in ihrem Durchmesser zu vergröfsernde Expansionsscheibe
als übertragende Riemscheibe anwendet, oder eine konische Riemscheibe benutzt, auf der
der Uebertragungsriemen passend verschoben werden kann.
Claims (1)
- Pate nt-Anspruch:Vorrichtung zur Verhinderung der Bildung von Luftschnallen und Luftfalten in der Papierbahn bei Eincylindermaschinen, bestehend in der Einschaltung einer oder mehrerer das Papier (k) vom endlosen - Filz i abhebender, maschinell angetriebener, event, mit rechts- und linksgängiger Spiralwindung versehener Leitwalzen ff) vor dem Trockencylinder (a).Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64060C true DE64060C (de) |
Family
ID=337954
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64060D Expired - Lifetime DE64060C (de) | Vorrichtung zur Verhinderung der Bildung von Luftschnallen und Luftfalten in der Papierbahn bei Eincylindermaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE64060C (de) |
-
0
- DE DENDAT64060D patent/DE64060C/de not_active Expired - Lifetime
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