-
Einrichtung zum Ausschließen von Zeilen Das Hauptpatent betrifft eine
Einrichtung zum Ausschließen von Zeilen, bei der zum Bilden des Ausschließbetrages
eine der Zahl der Wortzwischenräume entsprechende Zahl von Keilen zwischen zwei
die zu teilende Aussehließstrecke begrenzende Anschläge eingetrieben wird. Der Vorschub
des Keilsatzes ist das Maß für die Breite der Wortzwischenräume. Nach dem Hauptpatent
werden die Keile einem Vorrat entnommen und nach dem Bilden des Ausschließbetrages
in den Vorratsbehälter zurückgeführt. Dadurch entstehen umständliche und empfindliche
Vorrichtungen.
-
Zweck der Erfindnng ist, diesen Mangel zu beheben. Dies geschieht
dadurch, daß der ganze Keilvorrat selbst bei dem Ausschließen benutzt wird, und
zwar werden bei dem Ausschließen nur die benötigten Keile aus dem Vorrat so weit
herausgezogen, daß sie die Zeile ausschließen und so leicht wieder zurückgeschoben
werden können. Es findet vorteilhaft ein aus den bekannten Doppelkeilen bestehender
Keilsatz Verwendung, der die eine Begrenzung der Zeilenlängemaßvorrichtung bildet
und bei dem Ausschließen bis zum Anschlagen an den Gegenanschlag auseinandergetrieben
wird. Natürlich besitzen die verschiebbaren Keile gemeinsamen Antrieb, der jeweils
auf die der Zahl der Wortzwischenräume entsprechende Anzahl von Keilen wirkt. Das
Auswerten des den Vorschub der beweglichen Keile entsprechenden Ausschließbetrages
erfolgt ebenfalls durch einen Keil, der die gleiche Steigung besitzt wie die .beweglichen
Keile und in an sich bekannter Weise den beweglichen Teil einer größenveränderlichen
Gießform steuert. Jedoch gehört diese Einrichtung nicht zu der -Erfindung.
-
Die Zeichnung zeigt eine Ausführtingsforni der Erfindung im Schrägriß..
-
Auf einem festen Sockel A, der rechts durch eine Seitenwand B erhöht
ist, liegt der Keilsatz, bestehend aus den verschiebbaren Keilen i, a, 3, 4 und
den festliegenden Gegenkeilen ia, 2a, 3a, 4a- Die' Zahl der Keile und der Gegenkeile
kann natürlich eine beliebige sein. Die Keile i bis 4 sind an ihrem einen Ende ausgefräst,
so daß Haken 5 entstehen. Diese greifen in der Ruhelage in die Nut 6 eines Schiebers
7 ein, der unter dem Einfluß eines Antriebes und einer entsprechenden,Rückholkraft
(nicht gezeichnet) steht. Die Gegenkeile ia bis 4a haben unten Anschläge 8, die
an der Stirnwand des Sockels A anliegen und so verhindern, daß die Gegenkeile mitgenommen
werden können, wenn einige der Keile i bis 4 von dem Antriebsschieber 7 in Richtung
des Pfeiles 9 herausgezogen werden. Das Gegenlager zu der Seitenwand B des
Sockels A,
an welcher der Keil i anliegt, bildet der Meßbalken io, der in
Abhängigkeit von der Summe der Breiten aller Schriftzeichen einer Zeile in
Richtung
gegen die Wand B so weit vorgeschoben wurde, daß zwischen seinem rechten Ende und
dem äußersten linken Gegenkeil, 4a nur noch die Ausschließstrecke D vorhanden;.
ist; diese Strecke muß durch die Zahl der WfiZ zwischenräume geteilt werden, um
die Gräee@, jedes Wortzwischenraumes zu erhalten.
-
Das Ausschließen wird in der Weise ermöglicht, daß für jeden Wortzwischenraum
durch Niederdrücken einer Taste ii über einen Winkelhebel 12 und eine Schaltklinke
13 eine Welle 14 mit einer Rastreihe 15 füx den Angriff der Klinke 13 verschoben
wird. Auf der Achse 14 sitzt ein Flügel 16, der in Ruhe die gestrichelt angedeutete
Stellung einnimmt, so daß er ohne Einfluß auf den Eingriff der Haken 5 der Keile
i bis 4 in der Nut 6 des Antriebes 7 bleibt. Dieser Flügel macht die durch die Schaltklinke
13 für jeden Wortzwischenraum erzeugte Axialbewegung der Welle z4 in Richtung des
Pfeiles 17 mit. Er befindet sich zu Beginn dieser Schubbewegung iri einer Stellung,
in der er in dem Bereich sämtlicher Keile i bis 4 liegt. -Durch das -stufenweise
Fortschalten der Welle 14 in Richtung des Pfeiles 17 wird der Flügel 16 jeweils
so weit verschoben, daß er zuerst, also bei dem ersten Wortzwischenraum, den Bereich
des Keiles i, dann den Bereich des Keiles 2 usw., verläßt. D. h. nach dem Berücksichtigen
aller in der Zeile :vorhandenen Wortzwischenräume hat der Flügel 16 eine entsprechende
Zahl der Keile i bis 4 abgezählt. In dem gezeichneten Beispiel handelt es sich um
zwei Wortzwischenräume; folglich befinden sich die Keile i und 2 außerhalb des Bereiches
des Flügels 16 und in Eingriff mit der Nut 6 des Antriebsschiebers 7. Unter den
übrigen Keilen 3 .und 4 ist der Flügel 16 stehengeblieben. In diesem Augenblick
wird über ein Gestänge 18 und ig die Welle 14 so gedreht, daß der Flügel 16 aus
der gestrichelt gezeichneten Stellung in die ausgezogen gezeichnete Stellung gelangt;
die Welle 14 ist zu diesem Zweck gegenüber dem Hebel ig verschiebbar,, jedoch nicht
drehbar; sie besitzt zu diesem Zweck eine Längsnut, in dia ein Zapfen eingreift.
Bei dem erwähnten Drehen werden die Keile 3 und 4 durch den Flügel 16 so weit angehoben,
daß ihre Haken 5 außer Eingriff mit der Nut 6 des Antriebsschiebers, 7 gelangen.
-
Wird nunmehr der Antriebsschieber in Richtung des Pfeiles verschoben,
so nimmt er nur die Keile i und 2, also eine der 'Zahl der Wortzwischenräume entsprechende
Keilzahl, mit, während die Keile 3 und 4 zurückbleiben. Durch das Herausziehen der
Keile i und 2 wird der Keilsatz i bis 4 bzw. ia bis 4a aneinandergetrieben, und
zwar so weit, bis der äußerste linke Gegenkeil 4a an dem eingestellten Meßbalken
io anstößt. Auf diese Weise wird die Anschließstrecke D zwischen dem Meßbalken io
und dem Gegenkeil 4a ausgefüllt, und der Antriebsschieber 7, der beispielsweise
durch einen Federzug (nicht gezeichnet) sich in Richtung des Pfeiles g bewegt hatte,
muß zum Stillstand Abkommen, da die Keile i und ?'ein Fortsetzen ';y #x: Bewegung
ausschließen. Der Antriebs-11 7 kann also nur eine Bewegung F ,.
-
.zri'achen, die durch die Größe der Ausschließstrecke D und die Zahl
der mitgenommenen Keile bestimmt ist. Die Strecke dieses Verschiebens ist, wie bekannt,
ein Maß für den Ausschließbetrag jedes Wortzwischenraumes.
-
An dem Antriebsschieber 7 ist seitlich- ein Keil 2o befestigt, der
die gleiche Steigung besitzt wie die Keile i bis 4, jedoch in umgekehrtem Sinn.
An diesem Keil 2o liegt federbelastet (nicht gezeichnet) der verschiebbare Teile=
einer größenveränderlichen Gießform 22 an. Je' weiter nun der Antriebsschieber 7
und damit der Keil 2o sich in Richtung des Pfeiles g bewegen können, desto größer
wird (unter dem Einfluß der auf den Tei121 wirkenden Federkraft) der Querschnitt
der Gießform 22. In- jedem Fall entspricht die Einstellung der Gießform dem Ausschließbetrag,
so daß die Spatien in der richttigen, von der Länge der Ausschließstrecke und der
Zahl der Wortzwischenräume abhängigen Größe gegossen werden können.
-
Ist der Spatienguß beendigt, so gehen der Antriebsschieber 7 und mit
ihm, die Keile i und 2 wieder in die Ruhelage zurück; die Welle 14 wird um go °
zurückgedreht und läßt dadurch auch die Keile 3 und 4 mit ihren Haken 5 wieder in
die Nut 6 des Antriebsschiebers 7 einfallen. Endlich wird auch die Klinke 13 gelöst,
so daß die Welle 14 unter dem Einfluß einer Rückholkraft (nicht gezeichnet) nach
rechts so weit zurückkehrt, daß der Vorgang von neuem beginnen kann. Selbstverständlich
wird die Steuerung sämtlichei Maschinenteile so eingerichtet, daß alle Bewegungen
stets in dem richtigen Zeitpunkt aufeinanderfolgen bzw. rückgängig gemacht werden.