DE634596C - Modellgipsmasse fuer zahnaerztliche Zwecke - Google Patents

Modellgipsmasse fuer zahnaerztliche Zwecke

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DE634596C
DE634596C DEI42175D DEI0042175D DE634596C DE 634596 C DE634596 C DE 634596C DE I42175 D DEI42175 D DE I42175D DE I0042175 D DEI0042175 D DE I0042175D DE 634596 C DE634596 C DE 634596C
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DE
Germany
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plaster
dental
paris
amount
mass
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Expired
Application number
DEI42175D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Werner Busch
Dr Paul Wolski
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61CDENTISTRY; APPARATUS OR METHODS FOR ORAL OR DENTAL HYGIENE
    • A61C9/00Impression cups, i.e. impression trays; Impression methods
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K6/00Preparations for dentistry
    • A61K6/80Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth
    • A61K6/849Preparations for artificial teeth, for filling teeth or for capping teeth comprising inorganic cements
    • A61K6/858Calcium sulfates, e.g, gypsum

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
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  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Veterinary Medicine (AREA)
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  • Plastic & Reconstructive Surgery (AREA)
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Description

  • Modellgipsmasse für zahnärztliche Zwecke In der zahnäfztlichen Praxis wird zum Anfertigen von Kiefer- oder Kieferteihnodellen fast stets fein gemahlener Gips verwendet. Es sind für diesen Zweck vor allem zwei Gipssorten in Gebrauch i. der gewöhnliche Stuckgips (Alabastergips) mit etwa 6,5°/o Wasser, ein Halbhydratgips, der, von Verunreinigungen abgesehen, der chemischen Formel Ca S 04.1/2H20 entspricht und in weniger als 1/Z Stunde abbindet, aber nur geringe Härte erreicht, und 2. der Marmorzement mit fast o°/, Wasser, der erst in mehreren Stunden abbindet, aber langsam außerordentlich hart wird.
  • Zu beiden Präparaten können noch bekannte Zusätze gemacht werden, die die Abbindezeit beeinflussen und die Härte um ein geringes steigern. Größte Härte und schnelle Abbindung bilden die Hauptforderungen des Zahnarztes an ein gutes Material.
  • Diesen beiden Anforderungen gleichzeitig entsprechen die bisher gebräuchlichen und bekannten Modellgipspräparate nur sehr unvollkommen.
  • Durch langwierige systematische Untersuchungen besonders der physikalischen Beschaffenheit fast aller vorhandenen Gipssorten ist es nun gelungen, ein Material zu finden, das die Vorteile der beiden vorgenannten Sorten restlos vereinigt, ohne die Nachteile der einzelnen zu besitzen und infolgedessen einen großen Fortschritt bedeutet.
  • Es hat sich bei diesen Untersuchungen herausgestellt, daß zur Herstellung einer derartigen Masse nur ein solcher Halbhydratgips zu brauchen ist, d. h. also ein Gips ungefähr von der chemischen Zusammensetzung Ca S 04 # 1/2H20, bei 'dem es auf ganz bestimmte physikalische Eigenschaften ankommt. Als solche sind in erster Linie das Schüttgewicht (Raumgewicht) und die Einstreumenge, das ist die von einer bestimmten Wassermenge aufnehmbare Gipsmenge, von Bedeutung.
  • Beim Schüttgewicht werden allgemein die Unterbegriffe »lose eingelaufen« und »fest eingerüttelt« unterschieden, wobei unter »lose einlaufen«'das Verhältnis von Gewicht zum Rauminhalt verstanden wird, das beim einfachen Einfüllen ohne Rüttelbewegung erzielt wird, und unter »fest eingerüttelt« das- angegebene Verhältnis bei starkem Rütteln bis zur Volumkonstanz. Alle bisher für zahnärztliche Zwecke verwendeten Halbhydratgipse, insbesondere der Alabastergips sowie die hieraus hergestellten zahnärztlichen Modellgipse selbst, weisen ein Schüttgewicht »lose eingelaufen« unter o,8 und »fest eingelaufen« unter 1,3 auf.
  • Als Einstreumenge bis zur Gießfähigkeit wird, wie beispielsweise in Schoch, Die Mörtelstoffe, q.. Auflage, 1928 (Seite 2o9), beschrieben, die Menge Gips bezeichnet, die von ioo ccm Wasser aufgenommen werden kann, um einen gießfähigen Gipsbrei zu ergeben, wobei unter gießfähig die Konsistenz verstanden wird, bei der der Gipsbrei aus dem Behälter beim Ais,: gießen gerade noch von selbst ausfließt. $' den zur Herstellung zahnärztlicher Modellgipse üblichen Halbhydratgipsen und den hieraus hergestellten Modellgipsen selbst liegt diese Einstreumenge unter 18o g auf ioo ccm Wasser, d. h. bei Einstreumengen von über Zoo g wird keine beim Ausgießen von selbst fließende gießfähige Masse erzielt.
  • Für zahnärztlichen Gebrauch werden die Gipse vielfach dicker angerührt. Stellt man diese Konsistenz so fest, daß man die Menge Gips ermittelt, die mit zoo ccm angerührt einen Gipsbrei ergibt, der auf der Glasplatte beim Klopfen noch gerade ausfließt und eine glatte Oberfläche ergibt, so liegt diese für zahnärztlichen Gebrauch größtmögliche Einstreumenge bei allen für zahnärztliche Modellzwecke üblichen Halbhydratgipsen und dementsprechend bei allen bisher hieraus hergestellten gebräuchlichen Modellgipsen bei weniger als 28o g, d. h. im Mischungsverhältnis von 3 Teilen Gips auf i Teil Wasser entsteht überhaupt kein für zahnärztliche Modellzwecke verwendbarer Gipsbrei, sondern nur eine trockene, krümlige, bestenfalls äußerst zähe, auch beim Klopfen unbewegliche Masse.
  • Es hat sich nun herausgestellt, daß eine größere Härte bei kurzer Abbindezeit dadurch zu erzielen ist, wenn, an Stelle des üblichen Stuck- bzw. Alabastergipses mit den erwähnten Größen für Schüttgewicht und Einstreumenge ein solcher Halbhydratgips genommen wird, dessen Schüttgewicht »lose eingelaufen« über o,9 und »fest eingerüttelt« über z,45 liegt und dessen Einstreumenge bis zur Gießfähigkeit mindestens 23o & und bis zur dicksten, für zahnärztlichen Gebrauch anwendbaren Konsistenz mindestens 300 g beträgt.
  • Während die aus den bisher üblichen erwähnten Gipssorten mit den bekannten härtenden Zusätzen hergestellten Modellgipse, mit der größtmöglichen, - d. h. für die erzielbare Härte günstigsten Einstreumenge angerührt, nach i Stunde eine Brinellhärte von weniger als q kg/qmm, gemessen irn Kugeldruckapparat mit einer Kugel von 5 mm Durchmesser bei 5o kg Belastung, ergeben, ist bei Verwendung des hier .beschriebenen Gipses eine Härte von über 7 kg/qmm in weniger als i Stunde zu erzielen. Bedingung hierfür ist, daß von dem ,,albhydratgips mit den angeführten physiarischen Eigenschaften über 75% in der Masse vrhanden sind. Die Abbindezeit selbst läßt ch hierbei leicht durch Dosierung der bekannten beschleunigenden und verzögernden Zusätze in weiten Grenzen nach Belieben einstellen. , Durch dieses Gipsmaterial ist eingroßer Fortschritt in den den Zahnärzten zur Verfügung gestellten Modellmaterialien erreicht worden, da jetzt schon in weniger als i Stunde eine solche Härte erreicht wird, die der Marmorzement erst nach 24 Stunden und alle anderen bekannten Modellgipse auch nicht annähernd erreichen.
  • Beispiel Man mischt etwa 95 Gewichtsteile eines fein gemahlenen Gipsmaterials, das eiti Schüttgewicht »lose eingelaufen«. von o,95 g/ccm und »fest eingerüttelt« von 1,6 g/ccm hat, dessen Einstreumenge bis zur Gießfähigkeit 26o g und bis zur dicksten für zahnärztliche Zwecke anwendbaren Konsistenz 330 g auf ioo ccm Wasser beträgt, mit etwa 0,05 Gewichtsteilen Borax, o,5 Gewichtsteilen Kaliumsulfat, 1,5 Gewichtsteilen Marmormehl und 3 Gewichtsteilen Quarzmehl gut zusammen. Man erhält so ein Material, das, mit Wasser im Verhältnis von 330 g auf ioo ccm Wasser angerührt, in 1/2 Stunde abbindet und. nach i Stunde eine Brinellhärte von etwa 7 kg/qmm aufweist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Modellgipsmasse für zahnärztliche Zwecke auf der Basis des Halbhydratgipses, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse außer den üblichen und bekannten. Zusätzen aus mindestens 75°/o fein gemahlenem Halbhydratgips besteht, dessen Schüttgewicht »lose eingelaufen« über o,9 und »fest eingerüttelt« über 1,45 g/ccm liegt und dessen Einstreumenge bis zur Gießfähigkeit mindestens 23o g und bis zur dicksten, fürzahnärztlichen Gebrauch anwendbaren Konsistenz, bei der die Masse beim Klopfen auf der Glasplatte noch fließt und eine glatte blanke Oberfläche bildet, über 300 g auf ioo ccm Wasser be= trägt.-
DEI42175D 1931-07-28 1931-07-28 Modellgipsmasse fuer zahnaerztliche Zwecke Expired DE634596C (de)

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DE (1) DE634596C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1110825B (de) * 1958-05-20 1961-07-13 Bayer Ag Einbettmasse fuer Metallguesse
DE3329246A1 (de) * 1982-08-13 1984-02-23 G-C Dental Industrial Corp., Tokyo Gips-zusammensetzungen fuer gebiss-einbettungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1110825B (de) * 1958-05-20 1961-07-13 Bayer Ag Einbettmasse fuer Metallguesse
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