DE633096C - Verfahren und Einrichtung zur Trennung von Staub und koernigen Teilen aus Mineralgemengen und sonstigen Stoffen - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Trennung von Staub und koernigen Teilen aus Mineralgemengen und sonstigen StoffenInfo
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- B03C—MAGNETIC OR ELECTROSTATIC SEPARATION OF SOLID MATERIALS FROM SOLID MATERIALS OR FLUIDS; SEPARATION BY HIGH-VOLTAGE ELECTRIC FIELDS
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Description
- Verfahren und Einrichtung zur Trennung von Staub und körnigen Teilen aus Mineralgemengen und sonstigen Stoffen In vielen Fällen ist die Anwesenheit von Staub in Mineralgemengen und sonstigen Stoffen unerwünscht, einmal weil das Gut für die Weiterbehandlung, z. B. in Sicht-, Klassier-, Scheide-, Schwimmvorrichtungen, körnig sein muß, zum anderen weil der Staub unter Umständen wertvoll genug ist, um für sich verwendet zu werden. Diesem Zweck dient das Verfahren nach der Erfindung zur Trennung von Staub und körnigen Teilen aus Mineralgemengen und sonstigen Stoffen in einem oder mehreren elektrostatischen Feldern, . das in an sich bekannter Weise mit Sprühelektroden in Gestalt von Drähten, Spitzen oder Kanten und Niederschlagsflächen arbeitet, wobei das Gemenge in freiem Fall durch das elektrostatische Feld hindurchgeleitet wird. Während die bekannten Einrichtungen dieser Art ähnlich wie ein Elektrofilter gebaut sind, d. h. aus einer rohr- oder kastenförmigen Niederschlagselektrode mit durchbrochenen Wandungen und einer in der Längsachse der Niederschlagselektrode angeordneten Sprühelektrode bestehen, so daß das durch die Niederschlagselektrode im freien Fall hindurchgeleitete Gemenge nicht einwandfrei von dem Staub getrennt werden kann, kommt es bei dem Verfahren nach der Erfindung darauf an, daß lediglich der Staub aus dem zwischen der Sprühelektrode als äußere Begrenzung auf der einen und der Niederschlagsfläche auf der anderen Seite frei herabfallendem Gut auf der Niederschlagsfläche niedergeschlagen, sogleich aus dem Feld herausgeführt und durch eine Abstreichvarrichtung von der Niederschlagsfläche entfernt wird, während das .entstaubte Gut davon getrennt weiter herabfällt und sodann der eigentlichen Scheidung zugeführt wird. Es hat sich gezeigt, daß mit dem Verfahren nach der Erfindung die restlose Entfernung des Staubes aus dem Gemenge gelingt und der auf diese Weise wiedergewonnene Staub bei weitem feiner ist als der durch Windsichtung anfallende, was für manche Zwecke, z. B. für die Verwendung von Brennstoffstaub im Kohlenstaubmotor, von Bedeutung sein kann. Außerdem ist das Verfahren nach der Erfindung einfacher durchzuführen als die bekannten Windsichtungen, weil keine Luft oder Gase zu bewegen sind.
- Wenn, wie an sich bekannt, die Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens mit einer das. Gut zusammenfassenden Leitvorrichtung versehen ist, ist es vorteilhaft, diese Leitvorrichtung mit der Polarität der Sprühelektrode des auf die Leitvorrichtung folgenden elektrostatischen Feldes elektrisch zu laden. In Verbindung mit der Sprühwirkung der mit der Niederschlagsfläche zusammen arbeitenden Sprühelektrode ist die auf diega' Weise erzielte Vorladung des Gutes 'von ei,; heblicher Bedeutung. Bei mehreren auf'einättderfolgenden elektrostatischen Feldern und entsprechenden Vorladungen können die Sprühelektroden dieser Felder zusammen mit der dem herabfallenden Gut eine Vorladung erteilenden entsprechenden Leitvorrichtung abwechselnd verschiedenartig geladen sein.
- Wie die Erfindung im einzelnen ausgeführt werden kann, ergibt sich aus der nachstehenden Beschreibung sowie aus der Zeichnung, deren Abb. i, 2 und 3 zwei Beispiele darstellen.
- Das Gut, das von Staub befreit bzw. dessen Staub nutzbar gemacht werden soll, wird aus einem Trichter i gleichmäßig auf eine umlaufende Walze 3 aufgegeben. Die öffnung des Trichters i ist durch einen Schieber 2 verstellbar, ebenso kann die Umdrehungsgeschwindigkeit der Walze 3 den jeweiligen Verhältnissen entsprechend eingestellt werden. Das Gut fällt zunächst in einen isoliert in dem äußeren Gehäuse 14 angebrachten Trichter 4, der das Gut in einem gleichmäßig breiten Bandstrom durch ein elektrostatisches Sprühfeld leitet. Dieses Sprühfeld besteht beispielsweise aus einem Sprühdraht 6 und einer umlaufenden geerdeten Walze 5 als. der Niederschlagsfläche. Die geerdete Walze 5 kann mit der Antriebsriemenscheibe 15 oder mit direktem Motorantrieb versehen sein. Die Sprühelektrode 6 ist durch die Träger 16, 17 gegen das Gehäuse 14 isoliert und an die Speiseleitung 2o angeschlossen. Beim Niederfallen des Gutes wird der Staub; der sich bekanntlich lichter als gröbere Teilchen elektrostatisch niederschlagen läßt, aus dem Gemenge heraus an die Walze 5 getrieben, an der er haftenbleibt. Durch einen Abscheider 7 wird der auf diese Weise gewonnene Staubansatz von der langsam umläufenden Walze 5 in den Bunker 12 gebracht. Das vom Staub befreite Gemenge gelangt in den Bunker 13.
- Der Vorgang der Staubabscheidung kann beliebig oft wiederholt werden. In der Zeichnung ist eine einmalige Wiederholung dargestellt. Das Gut wird nach Passieren des Sprühfeldes zwischen 6 und 5 @n einem Trichter 8 wieder gesammelt und durch ein zweites Sprühfeld geleitet, das zwischen einer umlaufenden, mit Abstreifer 7 versehenen Walze 9 und der Sprühelektrode io besteht. Man kann dieses zweite und die etwa noch nachfolgenden Sprühfelder stärker ausbilden und so verschiedene Feinheitsklassen- von Staub wiedergewinnen. Man kann dabei für die verschiedenen Felder mit nur einer Hochspannungsstromquelle auskommen, wenn in dem oder den ersten Feldern der Abstand Avischen Sprühelektrode und Walze größer gehalten wird als in dem oder den folgenden.
- Eine weitere Verbesserung wird erreicht, wenn dem Gemenge eine elektrostatische Vorladung erteilt wird, z. B. dadurch, daß man dem Trichter 4 durch eine Leitung 19 über ein Isolierrohr 18 ebenfalls hochgespannten Gleichstrom zuführt (Abb.2). Beispielsweise können die Sprühelektrode 6 und der Trichter 4 negativ aufgeladen sein. Durch die Vorladung ergibt sich, daß sich auf Grund elektrostatischer Abstoßung die Staubteilchen schon beim Fallen von den Körnern des Gemenges trennen, so daß sie frei schwebend im Sprühfeld zwischen 5, 6 leichter niedergeschlagen werden können. Den zweiten Trichter 8 kann man in manchen Fällen vorteilhaft positiv laden, ebenso die Sprühelektrode io, um der gegebenenfalls durch Reibung entstehenden Eigenladung des Staubes zu begegnen. Es können also negative und positive Sprühfelder miteinander abwechseln.
- Es ist nicht unbedingt nötig; einen Zwischentrichter 4 zu verwenden, -sondern man kann das Gut auch unmittelbar von der Speisewalze 3 in das elektrostatische Feld fallen lassen. Um ein Wiederaufwirbeln des Staubes beim Herabfallen von der Walze 5 zu vermeiden, können geeignete Vorrichtungen, beispielsweise Prallbleche i i, vorgesehen sein. Es ist auch möglich, das Gut gemäß Abb. 3 zunächst auf ,eine schräg gelagerte, geerdete Fläche 2 i und von dieser in das zwischen einer Walze 22 und einer Sprühelektrode 23 bestehende elektrostatische Feld fallen zu lassen, um durch Induktion eine Ladung der Abfallkante der Platte 21 und damit eine stärkere elektrostatische Aufladung des Gutes zu erzielen. Als Stromquelle wird man in der Hauptsache hochgespannten Gleichstrom verwenden. Es, besteht aber natürlich auch die Möglichkeit, in besonderen Fällen mit Stoßspannung zu arbeiten. Auch kann in manchen Fällen eine gleichzeitige Bestrahlung des Scheidegutes mit Wärmestrahlen, Lichtstrahlen oder elektrischen Strahlen erfolgen, um kurzzeitig die Oberfläche der zu behandelnden Teilchen physikalisch zu beeinflussen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Trennung von Staub und körnigen Teilen aus Mineralgemengen und .sonstigen Stoffen in einem oder mehreren elektrostatischen Feldern mit Drähten, Spitzen oder Kanten als. Sprühelektroden und Niederschlagsflächen, bei dem das Gemenge in freiem Fall durch das elektrostatische Feld hindurchgeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß lediglich der Staub aus dem zwischen der Sprühelektrode (6) als äußere Begrenzung auf der einen und der Niederschlagsfläche (5) auf der anderen Seite frei herabfallenden Gut auf der Fläche (5) niedergeschlagen, sogleich aus dem Feld herausgeführt und durch eine Abstreichvorrichtung (7) von der Niederschlagsfläche (5) entfernt wird, während das entstaubte Gut davon getrennt weiter herabfällt und sodann der eigentlichen Scheidung zugeführt wird. z. Einrichtung für das Verfahren nach Anspruch i mit einer das Gut zusammenfassenden Leitvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die-Leitvorrichtung (q.) mit der Polarität der Sprühelektrode des auf die Leitvorrichtung folgenden elektrostatischen Feldes elektrisch geladen ist. 3. Einrichtung nach Anspruch z mit mehreren aufeinanderfolgenden elektrostatischen Feldern, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprühelektroden dieser Felder zusammen mit der dem herabfallenden Gut eine Vorladung erteilenden entsprechenden Leitvorrichtung (.4, 8) abwechselnd verschiedenartig geladen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM130442D DE633096C (de) | 1935-03-19 | 1935-03-19 | Verfahren und Einrichtung zur Trennung von Staub und koernigen Teilen aus Mineralgemengen und sonstigen Stoffen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEM130442D DE633096C (de) | 1935-03-19 | 1935-03-19 | Verfahren und Einrichtung zur Trennung von Staub und koernigen Teilen aus Mineralgemengen und sonstigen Stoffen |
Publications (1)
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| DE633096C true DE633096C (de) | 1936-07-18 |
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ID=7331985
Family Applications (1)
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| DEM130442D Expired DE633096C (de) | 1935-03-19 | 1935-03-19 | Verfahren und Einrichtung zur Trennung von Staub und koernigen Teilen aus Mineralgemengen und sonstigen Stoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE633096C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1006362B (de) * | 1953-03-25 | 1957-04-18 | Ton Und Steinzeugwerke Ag Deut | Verfahren und Vorrichtung zur elektromagnetischen Enteisenung von feinkoernigem bis staubfeinem Gut insbesondere keramischer Massen im freien Fall |
-
1935
- 1935-03-19 DE DEM130442D patent/DE633096C/de not_active Expired
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| DE1006362B (de) * | 1953-03-25 | 1957-04-18 | Ton Und Steinzeugwerke Ag Deut | Verfahren und Vorrichtung zur elektromagnetischen Enteisenung von feinkoernigem bis staubfeinem Gut insbesondere keramischer Massen im freien Fall |
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