DE631024C - Drehgestellfahrzeug mit Schienenbremsschuhen - Google Patents

Drehgestellfahrzeug mit Schienenbremsschuhen

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DE631024C
DE631024C DEB165807D DEB0165807D DE631024C DE 631024 C DE631024 C DE 631024C DE B165807 D DEB165807 D DE B165807D DE B0165807 D DEB0165807 D DE B0165807D DE 631024 C DE631024 C DE 631024C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H7/00Brakes with braking members co-operating with the track
    • B61H7/02Scotch blocks, skids, or like track-engaging shoes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

Für Eisenbahnfahrzeuge und insbesondere für Schienentriebwagen hat man bereits die Verwendung von Schienenbremsen vorgeschlagen. Es ist dabei aber wesentlich, daß im Augenblick des Bremsens, d. h. wenn die Bremsschuhe auf die Schienen herabgesenkt werden, diese Teile auch auf den Laufflächen • der Schienen zu liegen kommen. Ist dies nämlich nicht der Fall, so kann dadurch eine Entgleisung hervorgerufen werden. Eine derartige Möglichkeit ist zwar weniger auf gerader Strecke, dafür aber um so mehr in einer Kurve zu befürchten.
Es ist schon vorgeschlagen worden, in Gleiskrümmungen die Bremsschuhe durch das benachbarte Drehgestell mittels einer mechanischen Verbindung seitlich zu verschieben, so daß sie stets die richtige Lage über den Schienen behalten. Von großer Wichtigkeit ist aber die Art der zwischen dem Drehgestell und den Bremsschuhen bestehenden Verbindung. Die Bremsschuhe müssen nämlich, wenn sie in Tätigkeit gesetzt sind, fest an den Schienen anliegen, um eine - kräftige Bremswirkung zu erzielen; alsdann können sie mit dem Gleis so verbunden sein, daß sie dem Drehgestell, besonders bei der Ein- oder Ausfahrt, in oder aus einer Krümmung Verschiebungen erteilen, die um so lästiger sind, als bei gewissen Bremsungsarten die Drehgestelle auf einen Augenblick unterbelastet sein oder somit leichter zur Entgleisung neigen können. Wenn das Fahrzeug gerade im Augenblick der Bremsung über Gleisverbindungen hinwegläuft, die Richtungsänderungen bewirken und unvermeidliche Unterbrechungen bilden, wie sie z. B. an den Herzstücken bestehen, ist die Gefahr der Entgleisung noch größer.
Die Erfindung hilft diesen Übelständen ab und beseitigt diese Gefahren dadurch, daß die Verbindung zwischen dem Drehgestell und den Bremsschuhen eine kraftschlüssige ist, so daß die seitlichen Einwirkungen, denen die Bremsschuhe ausgesetzt sind, keinen Einfluß auf die Richtung des Drehgestells haben.
Bei der gewählten Ausführungsform werden die beiden Bremsschuhe oder Bremsschuhsätze, welche auf die beiden Schienenstränge einwirken, nach Art eines gewöhnlichen einachsigen Radsatzes gekuppelt, wobei letzterer am Untergestell des Fahrzeuges angelenkt werden kann. Dabei werden die Verschiebungen dieses Radsatzes zwangsläufig vom Drehgestell aus durch Keile, Nocken oder ähnliche Anordnungen gelenkt, welche eine kraftschlüssige Übertragung gewährleisten.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch
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dargestellt, und zwar zeigt Fig. ι das Fahrzeug auf einer geraden Strecke und Fig. 2 dasselbe auf einer gekrümmten Strecke.
Das Fahrzeug besitzt hier zwei ^
stelle 1, deren Mittelbolzen mit 2 angegebjj|i:; ist; die Längsachse 3 des Fahrzeugs i praktisch parallel zu den Schienen 4, 5, wenrK die Strecke gerade ist. Die Bremsung erfolgt ausschließlich oder teilweise durch Schienenbremsschuhe.6, 7.
Die Gleitschuhe 6, 7- sind durch eine Querstange 8 verbunden, die durch zwei Arme 9 mit einem Zapfen 10 am Untergestell des Wagens angelenkt ist. Die- Gleitschuhe sind mit Führungsrollen mit senkrechten Achsen 11, 12 versehen, die auf den · keilförmigen Gleitflächen 13, 14 angebracht sind. Diese Gleitflächen, welche in den Trägern, mit denen das Fahrzeuggestell ausgerüstet ist, geführt sind, werden durch Spur- oder Stoßstangen 15,16 gesteuert, welche ihrerseits mit dem Drehgestellrahmen verbunden sind, und zwar beispielsweise mit einem quer gerichteten Zugscheit 17, der an diesem Rahmen befestigt ist.
Wenn nun das Fahrzeug in eine Kurve einfährt, unterliegt der äußere Keil einer Zug- und der innere Keil einer Stoßwirkung; dadurch werden die Schuhe 6,7 gegen die Außenseite der Kurve verschoben. Die Profile der Gleitflächen sind derart ausgebildet, daß die Bremsschuhe stets die richtige Lage über der Schienenlauffläche 4, 5 einnehmen. Bei dieser Wahl der Lenkung übertragen sich die Beanspruchungen, welchen die Bremsschuhe seitlich ausgesetzt sind, auf das Wagengestell, ohne dabei die Verschiebung des Drehgestells zu bewirken. Praktisch kann man, wenn es zweckmäßig ist, in die Gestänge 15, 16 Bewegungsübersetzer Zwischenschalten, die z.B. von Hebeln mit ungleichen Armen gebildet werden, damit einer kleinen Richtungsverschiebung des Drehgestells eine aus-, reichende Verschiebung der Gleitflächen entspricht.
Es ist ohne weiteres klar, daß man an Stelle der oben beschriebenen Anordnung auch jede beliebige andere kraftschlüssige nehmen kann. So kann man die
Gleitflächen auch durch rotie- ^y Nocken ersetzen; diese Anordnung
'r-:wird häufig bequemer auszuführen sein. Ebenso ist auch die Verbindung der Bremsschuhe zu einer Art von einachsigem Radsatz nicht unbedingt erforderlich; die Schuhe können auch einzeln völlig unabhängig voneinander gelenkt werden.
Wie aus obiger Beschreibung hervorgeht, bilden die Bremsschuhe mit dem Fahrgestell, insbesondere beim Bremsen, ein festes Ganzes, und die seitlichen Einwirkungen, denen sie ausgesetzt sein können, haben keinerlei Einfluß auf die Richtung des Drehgestells, da •diese Einwirkungen auf das Wagengestell selbst übertragen werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Drehgestellfahrzeug mit Schienenbremsschuhen, die vom Wagengestell getragen und paarweise durch das benachbarte Drehgestell seitlich verschoben wer-· ,den, so daß sie die richtige Lage über den ' Schienen behalten, dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen dem Drehgestell (1) und den Bremsschuhen (6, 7) bestehende Verbindung eine kraftschlüssige ist, so daß die seitlichen Einwirkungen, denen die Bremsschuhe ausgesetzt sind, keinen Einfluß auf die Richtung des Drehgestells haben.
  2. 2. Drehgestellfahrzeug mit Schienenbremsschuhen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Bremsschuhe (6, 7) durch keilförmige Gleitflächen (13, 14) seitlich verschoben werden, die am Wagenkasten geführt und durch die relative Drehung des Drehgestells gegenüber dem Wagenkasten bewegt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEB165807D 1934-03-22 1934-06-14 Drehgestellfahrzeug mit Schienenbremsschuhen Expired DE631024C (de)

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DE631024C true DE631024C (de) 1936-06-10

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DEB165807D Expired DE631024C (de) 1934-03-22 1934-06-14 Drehgestellfahrzeug mit Schienenbremsschuhen

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