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Anklopfwalze Für das Anklopfen bzw. Glätten des Zwickeinschlages an
Schuhen dienen' Anklopfmaschinen, bei denen z. B. eine Reihe runder Stäbe mit Schlagringen
umlaufen, die exzentrisch gelagert sind oder eine größere Bohrung als die Stäbe
haben, so daß die Ringe durch die Fliehkraft nach außen getrieben werden und auf
den daran gehaltenen Schuh eine hämmernde Wirkung ausüben. Bei dieser Arbeit werden
die Arme und der Oberkörper des betreffenden Anklopfers stark erschüttert, und es
können gesundheitliche Schädigungen entstehen. Haltevorrichtungen an diesen Maschinen
verlangsamen den Arbeitsgang und verteuern auch die Herstellung. Bei ,anderen Maschinen
haben die Schlagkörper eine gerundete Form, können aber am Schuh nicht frei abrollen,
sondern streichen am Leder entlang und können dadurch empfindliches Leder beschädigen.
Die Schlagkörper haben die Gestalt schwingender Klöppel, die dem Widerstand des
Werkstükkes nachgeben, ohne sich an ihm frei abrollen zu können. Anklopfwalzen mit
auf einer Welle gelagerten Rollen haben eine ähnliche nachteilige Wirkung, denn
auch dabei können die Rollen nicht frei unter dem Druck und den Unebenheiten des
Werkstückes nachgeben. Die Rollen sind außerdem der gegenseitigen Reibung unterworfen,
vornehmlich dann in verstärktem Maße, wenn die Welle der Rollen unter dem Gegendruck
des Werkstückes durchgebogen wird. Bei Verwendung von Klöppeln werden diese auch
versetzt zueinander gelagert oder verschieden lang gehalten. Auch diese Klöppel
können sich auf dem Werkstück nicht abrollen, müssen vielmehr nach dem Anschlag
auf dem Werkstück schleifen und können dabei ebenfalls feines Leder beschädigen.
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Gemäß der Erfindung dienen bei einer Anklopfwalze als Anschlagkörper
allseitig frei drehbare Kugeln, die in Bohrungen mit verjüngten Öffnungen geführt
sind, durch die sie infolge der Fliehkraft teilweise über den Trommelumfang hinaustreten
und in die sie nach dem Aufschlag zurückfallen. Durch die Verwendung von Kugeln
und deren Führung in Bohrungen mit verjüngten Öffnungen als Schlagkörper werden
diese von jeglicher Lagerung frei und untereinander ganz unabhängig. ,Daher läßt
sich auf dem Umfang der Anklopfwalze die größtmögliche Anzahl Schlagkörper unterbringen.
Diese sind auch in sich völlig gleichmäßig, ihre Masse ist nicht durch Bohrungen
unterbrochen, und ihre Schlagwirkung kann sich nicht durch gegenseitige Reibung
vermindern, da sie in jeder Lage frei abrollen können. Infolgedessen ist jegliche
Beschädigung des Leders vermieden. Da die Kugeln nur in einer Richtung geführt sind,
kann sich die Fliehkraft auf sie ungehemmt auswirken, und es kommt die gesamte Masse
des Schlagkörpers zur Wirkung. Sobald der Anschlag erfolgt ist, rollen die Kugeln
frei ab, gleichgültig in welcher Lage sie sich befinden. Anderseits ist die Zeitdauer
des Anschlagej,.so
klein, daß eine Erschütterung des Werkstückes
ausbleibt. Da die Kugeln auch in bester Beschaffenheit erhältlich sind, ist die
Abnutzung unbedeutend, die sich überdies nur gleichmäßig über den ganzen Umfang
auswirken könnte.
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Die Zeichnung 'stellt die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel in
Abb. z in Seitenansicht auf eine Anklopfwalze mit teilweisem Querschnitt dar.
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Abb. z ist eine Oberansicht dazu.
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Auf einen walzenförmigen Körper a ist ein Ring b geschoben. In diesen
Ring sind Löcher c gebohrt, in welchen sich je eine Kugel d befindet. Am äußeren
Umfang des Ringes sind die Löcher entsprechend bei -e verjüngt, so daß die Kugeln
nur zum Teil über den Umfang hervortreten können. Die Kugellöcher sind in waagerechter
wie auch in senkrechter Richtung versetzt. Durch das Versetzen in waagerechter Richtung
schlägt immer nur eine Kugel an. Durch das Versetzen der Kugellöcher in senkrechter
Richtung wird ein riefenartiges Einarbeiten der Kugeln verhindert und am Werkstück
eine glatte Fläche erzielt. -Die Wirkungsweise der Anklopfwalze ist folgende: Wird
die Anklopfwalze in Drehungen versetzt, so treten die Kugeln infolge der Zentrifugalkraft
nach außen über den Walzenumfang hinaus und hämmern den Zwickeinschlag des daran
gehaltenen Schuhes glatt. Die hierbei auf den Schuh übertragene Erschütterung ist
infolge der kleinen anschlagenden Masse nicht bemerkbar.