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Dosenöffner und Abgabevorrichtung Die Erfindung bezieht sich auf einen
Dosenöffner und eine Abgabevorrichtung, die auf die Stirnwand einer verschlossenen
Metalldose aufzusetzen und deren Schneidvorriclhtung in die Mantelfläche der Dose
einzuführen ist, um das Doseninnere mit einem an die Schneidvorrichtung angeschlossenen
Ausguß in Verbindung zu bringen. Derartige Vorrichtungen dienen insbesondere dazu,
C51 o. dgl., das in verschlossenen Dosen verkauft wird, z. B. an Tankstellen, in
einen Gebrauchsbehälter abzufüllen.
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Es ist bekannt, eine Schneidvorrichtung in die Mantelfläche einer
abzufüllenden Dose einzuführen, aber unter Zuhilfenahme von umständlichen Spannvorrichtungen,
die betätigt und festgestellt werden müssen, um eine abdichtende Anpressung des
Ausgusses an die Mantelfläche sicherzustellen; denn bei diesen bekannten Einrichtungen
sind an der Anpreßstelle des Ausgusses Dichtungsringe vorgesehen, die jedoch bei
ungenügender Anspannung, Altern oder Verschmutzen oder Unebenheiten der Mantelfläche
zu Undichtigkeiten Veranlassung geben.
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Die Erfindung bezweckt, diesen Übelständen dadurch abzuhelfen, daß
sie die Verwendung von Dichtungsringen und Spannvorrichtungen unter Vereinfachung
der Abgabevorrichtung überflüssig macht.
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Dijese Aufgabe löst die Erfindung dadurch, daß ein Schneideflachkörper
in dem an den Ausguß angeschlossenen Gehäuse unmittelbar hinter der Dosenstirnwand
und parallel zu dieser geführt ist und nach dem Einführen den Ausguß samt Gehäuse
in dichter Verbindung mit der Dose hält.
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Die Dichtigkeit und Sicherheit dieser Verbindung der Schneidvorrichtung
mit dem Ausguß kann gemäß der Erfindung dadurch erhöht werden, daß der untere Gehäuseteil
in aufgesetztem Zustand die unteren Dosenenden schlüssig umgreift und eihstückig
in den Ausguß und einen Aufsatz zur Aufnahme der Schneidvorrichtung übergeht.
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In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen Fig. r eine Seitenansicht der Vorrichtung
zum Abgeben von C51 im Anfangszustand, in dem sie- an einer Dose zum Aufschneiden
der Dosenwandung anzubringen ist, Fig. a einen entsprechenden Schnitt durch die
an einer Dose angebrachte Vorrichtung, nachdem die Schneidvorrichtung zum Aufschneiden
der Dosenwandung betätigt worden ist, Fig. 3 eine Rückansicht der Vorrichtung bei
vorbewegter Schneidvorrichtung, Fig. 4. einen Schnitt durch die Vorrichtung nach
Linie 4-4 der Fig. a, Fig.5 eine Ansicht, teilweise im Schnitt, die die Dose in
der Vorrichtung mit aufgeschnittener Wandung und die Abgabevorrichtung
in`
der Stellung wiedergibt, in der sie den Inhalt der Döse an den Gebrauchsbehälter
abgibt, Fig. 6 in größerer Darstellung schaubildlich die Schneidvorrichtung für
sich, bei der zur Darstellung des inneren Aufbaus Teile weggebrochen sind, Fig.
7 in größerer Darstellung eine Teilansicht einer zuvor luftdicht verschlossenen
Dose, nachdem sie durch die neue Vorrichtung geöffnet worden ist, wobei einige Teile
zur Veranschaulichung der @ Einwirkung des öffnungsvorganges im Schnitt wiedergegeben
sind, und Fig. 8 in größerer Darstellung -eine Seitenansicht des unteren Teiles
der Dose nach ihrer Öffnung.
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Der Dosenöffner und -die Abgabevorrichtung bestehen im wesentlichen
aus einem Rumpf mit einem Bodenteil i und Seitenwandungen 2, die eine Kammer 3 bilden.
Die Kammer 3 besitzt eine Form, die dem Stirnteil einer luftdicht verschlossenen
Dose entspricht. Eine solche Dose ¢ besitzt eine Stirnwand 5, die mit dem Dosenmantel
durch den Doppelfalz 6 fest verbunden ist. Das andere Ende der Dose ist ebenfalls
durch eine mit dem Mantel mittels des Doppelfalzes 7 fest verbundene Stirnwand verschlossen.
Es wird eine Norinaldosenform zum luftdichten Verschließen und zum Verkauf von Flüssigkeiten
benutzt. Die Dose hat zylindrischen Ouerschnitt, und die Kammer der Vorrichtung
ist ebenfalls zylindrisch. Die Kammer 3 hat solche Ausmaße, daß sie den Döppelfalzrand,
der. etwas über die Wandung des Dosenkörpers hervorragt, ohne Gewaltanwendung aufnehmen
kann.
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Der Rumpf der Vorrichtung ist mit einem Aufsatz 8 versehen, der so
angeordnet ist, daß seine Längsachse durch die Mitte der Kammer 3 hindurchgeht.
"Der Aufsatz 8 ist mit einer durch ihn hindurchgehenden Führung 9 versehen. Diese
Führung erstreckt sich innerhalb längs des Aufsatzes 8 und -in die Kammer 3 hinein.
Der Aufsatz 8 hat einen Vorderteil, mit dem Seitenwandungen io, =o einstückig ausgebildet
sind. Die Seitenwandungen io, io sind durch eine Rückplatte ii miteinander verbunden,
die an den Seitenwandungen durch Schrauben 12, 12 befestigt ist. Von dem Vorderteil
des Aufsatzes 8 wird ein Ausguß 13 getragen. Dieser Ausguß ist einstückig mit dem
Aufsatz ausgebildet. Der Ausguß 13 erstreckt sich von dein Bodenteil i der Kammer
3 schräg seitlich nach außen und oben hin.
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In der Führung 9 des Aufsatzes 8 ist eine Schneidvorrichtung 14 angeordnet.
Diese Schneidvorrichtung besitzt Röhrenform, und zwar vorzugsweise rechteckigen
Querschnittes. Die Ausmaße der Schneidv orrichtung 14 sind, so gewählt, daß sie
die Führung g vollständig ausfüllt und ihr äußeres Ende verschließt, jedoch das
Behälterinnere durch einen Kanal 9" mit dem Ausguß 13 verbindet. An dem äußeren
Ende der Schneidvorrichtung 14 befindet sich ein Kopf 15, der über die Seitenwandungen
der Schneidvor-@richtung hervorragt. Die Schneidvorrichtung 14 - ist mit einer Bohrspitze
16 und mit Schneidkanten 17, 17 versehen, die sich seitlich von der Bohrspitze in
die Grundwandung 18 der Schneidvorrichtung erstrecken. Weitere Schneidkanten i9,
i9 erstrecken sich von den oberen Enden der Schneidkanten 17, 17 aufwärts und rückwärts.
Die Schneidkanten 1.9, i9.befinden sich an den Seitenwandungen der Schneidvorrichtung
14. Die Bohrspitze 16 befindet sich unten an der Grundwandung 18 der Schneidvorrichtung
14.
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Die Schneidvorrichtung 14 ist für eine axiale Bewegung in der Führung
9 des Aufsatzes 8 eingerichtet, und die Ausdehnung dieser Bewegung der . Schneidvorrichtung
--,vird durch einen Bolzen 2o begrenzt, der sich in einem in der Rückplatte i i
des Aufsatzes 8 vorgesehenen Schlitz 21 führt. Die Schneidvorrichtung 14 besitzt
in ihrer vorderen, dem Ausguß 13 zugekehrten Wandung eine öffnung 22. In dem oberen
und hinteren Teil der Schneidvorrichtung 14 ist ein Füllstück 23 angeordnet, dessen
Unterfläche 24 nach hinten und unten .zu- geneigt ausgebildet ist. Die öffnung 22
in der Schneidvorrichtung 14 befindet sich in Achse mit dein Ausguß 13, wenn die
Schneidvorrichtung ganz nach unten bewegt- worden ist, wobei dann durch die Schneidvorrichtung
hindurch' eine durchgehende Leitung in den Ausguß führt. Die Schneidvorrichtung
14 ist, wenn sie zurückgezogen ist, vollständig innerhalb des Aufsatzes 8 untergebracht,
und die Durchstoßspitze 16 ragt dann nicht in die Kammer 3 hervor. In diesem Zustand
kann der Stirnteil der Dose ungehindert in die Kammer eingeführt werden. Die Dose
befindet sich dann in der Stellung, in der ihre Seitenwandung aufgeschnitten werden
kann.
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Die Seitenwandung2 der--Vorrichtung ist unten, und zwar nach der dem
Ausguß 13 entgegengesetzten Seite hin, verlängert und so geformt, daß sie eine Tragunterlage
25 für die Dose bildet. In der Querrichtung -der nur eine gewissse Breite aufweisenden
Tragunterlage25-ist die Formung derselben dem zylindrischen Dosenmantel angepaßt,
wie dies bei 26 angedeutet ist. An dem -äußeren freien Ende dieser seitlichen Tragunterlage
bzw. des Fußes 25 befindet sich ein nach oben gehender.Randteil 27 zwecks besserer
allseitiger Umfassung der Dose. Der Fuß 25 ist
vorzugsweise mit
Aussparungen versehen, um ihn leichter zu machen.
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Das zu durchstoßende Ende der Dose wird in den Rumpfteil der Vorrichtung
eingeführt; der Fuß mit der Dose wird alsdann auf eine feste Unterlage gestellt.
Darauf wird die Schneidvorrichtung durch Handdruck oder Fußdruck nach abwärts bewegt;
dabei durchdringt die Bohrspitze 16 die Dosenwandung und schneidet sie im Verein
mit den Schneidkanten 17, 17 und i9, i9 .längs des Doppelfalzes, wie bei a in Fig.
8 angedeutet ist, und dann längs der dazu senkrecht stehenden parallelen Linien
b-b auf. Auf diese Weise wird eine verhältnismäßig große Öffnung gebildet, wie bei
c angedeutet ist. Das Metallstück, das aus der Dosenwandung ausgeschnitten ist,
wird, wie bei d angedeutet ist, nach einwärts und aufwärts gerollt. Die Schneidvorrichtung
ist noch mit einer weiteren Öffnung 29 versehen, die sich gerade innerhalb der Dosenwandung
befindet, wenn die Schneidv orrichtung an dem Ende ihrer Bewegung angelangt ist.
Die Öffnung 29 dient dazu, Öl, das sich beim Öffnen etwa zwischen die Dosenstirnwand
und die Schneidvorrichtung einschleichen könnte, ebenfalls durch die Abgabevorrichtung
hindurch abzuleiten, so daß die Schneidv orrichtung unmittelbar und dicht an der
Dosenstirnwand anliegt.
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Nachdem auf diese Weise die Vorrichtung mit der Dose verbunden und
deren Wandung aufgeschnitten worden ist, wird sie in die in Fig. 5 dargestellte
Lage gebracht, und das Öl wird dann frei durch die Öffnung c, den Kanal 9" in der
Schneidvorrichtung, die Öffnung 22 und den Ausguß 13 ausfließen. Damit wird es in
die in den Gebrauchsbehälter führende Leitung 28 abgegeben.
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Es ist leicht zu erkennen, daß der Ausguß, nachdem er in die Abfülleitung
eingeführt worden ist, auch die Vorrichtung und die Dose selbst trägt, so daß die
Bedienungsperson die zu entleerende Dose verlassen und ihr Augenmerk auf andere
Arbeiten richten kann. Der Ausguß ist nach auswärts und von dem Rumpfteil wegführend
geneigt, so daß, wenn er in der nach dem Gebrauchsbehälter führenden Leitung 28
steckt, die Unterwandung i der Vorrichtung schräg nach unten steht; sie stellt damit
auch die Dose schräg, so daß ihr gesamter Inhalt aus der unten in ihrer Seitenwandung
gebildeten Öffnung restlos ausfließen kann.