DE627602C - Verfahren und Vorrichtung zur Aufrechterhaltung der Temperatur und der Wassermenge in Schlachthofbruehbottichen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Aufrechterhaltung der Temperatur und der Wassermenge in Schlachthofbruehbottichen

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DE627602C
DE627602C DEK134672D DEK0134672D DE627602C DE 627602 C DE627602 C DE 627602C DE K134672 D DEK134672 D DE K134672D DE K0134672 D DEK0134672 D DE K0134672D DE 627602 C DE627602 C DE 627602C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22BSLAUGHTERING
    • A22B5/00Accessories for use during or after slaughtering
    • A22B5/08Scalding; Scraping; Dehairing; Singeing
    • A22B5/12Scalding kettles

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Aufrechterhaltung der Temperatur und der Wassermenge in Schlachthofbrühbottichen In den Brühbottichen der Schlachthöfe ist eine bestimmte Wassertemperatur aufrechtzuerhalten, die 70° C nicht übersteigen soll, um ein Verbrühen der zu enthaarenden Schweine zu verhindern, und 65° C- nicht unterschreiten soll, damit das Enthaaren ordnungsmäßig erfolgen kann.
  • Bisher wird ein Brühbottich in der Regel entweder mit kaltem Wasser gefüllt und durch unmittelbar in das Wässer geleiteten Dampf von z. B. 6 atü erwärmt, oder aber der Bottich wird mit Heißwasser von 9o° C beschickt. Durch die Wärmeabgabe an das Brühgut kühlt sich das Wasser ab, und bei gewöhnlichen Brühbottichen wird der Wärmeverlust dadurch gedeckt, daß man von Hand frischen Dampf oder frisches Heißwasser einführt. Eine Regelung der Temperatur erfolgt nicht, sondern diese sinkt nach einer gewissen Brühzeit gewöhnlich unter die zulässige niedrigste Grenze, und das Wasser wird dann beim Nachheizen meistens über die zulässige obere Grenze erhitzt. Die Bedienung erfolgt durch das technisch nicht geschulte Schlachtpersonal, womit der weitere Mangel verbunden ist, daß an den Ventilen usw. häufig Instandsetzungen nötig sind. Ist das Brühwasser zu stark verunreinigt, so muß der Bottich unter großem Zeitverlust, der eine Betriebsstockung zur Folge hat, völlig entleert und wieder gefüllt werden.
  • Man hat auch schon den Weg mittelbaren Beheizens durch in den Brühbottich eingebraute Rohrschlangen, in denen Hochdruckheißwasser umläuft, beschritten und dabei angestrebt, die Brühwassertemperatur mit Hilfe von Wärmefühlern zu regeln, die auf die Durchgangsventile für das Heizmittel -einwirken. Zunächst sind solche Einrichtungen kostspielig und für den Betrieb in Schlachthöfen zu empfindlich. Ferner haben dieselben bei größeren Temperaturschwankungen den Mangel starken Nachedens, und schließlich muß der Wasserwechsel gleichfalls gesondert ,erfolgen. Man vermeidet bei diesen Einrichtungen zwar wichtige Mängel der gewöhnlichen Brühbottiche, nämlich z. B. den Lärm der Dampfkondensation im kalten Wasser, ferner die ,erhebliche Unter- und überschreitun- der Temperaturgrenzen, die mit letzterer verbundene starke Abdampfung (Schwadenbildung) und die Gefahr des Verbrühens des Gutes; aber auch diese Lösung der Aufgabe ist nicht vollkommen.
  • Gemäß der Erfindung wird die Temperatur in Brühbottichen der Schlachthöfe dadurch geregelt, daß - entweder allein oder in Verbindung mit einer mittelbaren Beheizung -die Wärmeschwankungen völlig selbsttätig durch Einführung von Frischwasser, das annähernd die Gebrauchstemperatur hat, ausgeglichen werden. Zu diesem Zweck wird erfindungsgemäß zur Deckung der durch Verdunstung und Abkühlung entstehenden Verluste sowie gegebenenfalls eines geringen Teiles des Wärmebedarfs des Brühgutes eine mäßige Menge -Flüssigkeit von annähernd Gebrauchstemperatur ununterbrochen in den Bottich :eingeführt, und zusätzlich hierzu wird selbsttätig bei jeder Unter- und Überschreitung des gewöhnlichen Betriebsspiegels noch weitere Flüssigkeit zugeführt, die den stark wechselnden Wärmebedarf des Brühgutes deckt.
  • Durch die ununterbrochen zugeführte mäßige Wassermenge werden die im wesentlichen gleichbleibenden Wärmeverluste in ähnlicher Weise ausgeglichen, wie e'§ bei Fischbeförderungsbehältern bekannt ist. Damit lassen sich aber die großen Wärmeschwankungen, die der stoßweise Betrieb der Schlachthofbrühbottiche verursacht, nicht erfassen. . Hierzu dient vielmehr gemäß der Erfindung die selbsttätige Flüssigkeitszufuhr bei Unter- und Überschreitung des Wasserspiegels, wozu bei fallendem Spiegel ein Schwimmerventil bekannter Art und bei steigendem Spiegel ein neuartiges Schwimmerventil mit umgekehrter Wirkungsweise benutzt wird, während die dauernde mäßige Wasserzufuhr durch eine nicht absperrbare Hilfsöffnung, wie eine auswechselbare Düse, die man z. B.. der Jahreszeit anpaßt, oder aber mit Hilfe der. Vor-oder Nacheilung eines' der beiden Schwimmerventils jerfolgt.
  • = Nach dem Verfahren nach der Erfindung wird die Temperatur im Brühbottich selbsttätig geregelt, so daß eine Bedienung von Hand nicht mehr nötig ist. Eine Gefahr des Verbrühens der Schlachttiere besteht nicht. Ferner wird der wesentliche hygienische Vorteil .erzielt, daß der Reinheitsgrad des Bottichwasserserheblich größer als bisher ist, zumal die löslichen Verunreinigungen ständig abgeführt werden.. Während man bisher den ganzen Bottichinhalt mehrfach erneuern mußte, läßt sich jetzt der Tagesbetrieb ohne solchen Wechsel durchführen, womit der große Zeitverlust für das Entleeren und Wiederfüllen vermieden tuid der reibungslose Elblauf der ArheitsvorgänKe,erleichtert wird. Die Leistungsfähigkeit der Brühbottiche w .ächst derart, daß :sie auch den stark gesteigerten Anforderungen entspricht, die neuerdings im Falle der Aufstellung von Enthaarungsvorrichtungen (Stundenleistung ,etwa 180. bis 22.o Schweine) entstehen und die durch die gewöhnlichen Brühbottiche überhaupt .nicht lerfüllt werden können.
  • Ein Beispiel einer Vorrichtung zur Ausüb#tng des Verfahrens nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Es bedeuten: .
  • Fig. i ,einen Querschnitt durch einen Schlachthofbrühbottich und Fig. 2 unten einen Grundriß und oben einen waagerechten Schnitt des Bottichs.
  • Der Bottich i hat gerne Fig. 2 die für große Leistungen übliche langgestreckte rechteckige Grundrißform. Unter dem breiten Bord 2 ist eine Kammer 3 angeordnet, die beispielsweise zusammen mit einer Heizvorrichtung a, zur- mittelbaren Wärmezufuhr die Hilfsmittel für die Ausübung des neuen Verfahrens enthält. Die Kammer 3 ist zum Bottichraum hin offen, aber etwa durch ein aufklappbares Gitter 5 gegen den Eintritt von Brühgut geschützt.
  • Gemäß Fig. i sind .an der Außenwand der Kammer 3 nebeneinander zwei Schwimmerventile 6 mit dem Gestänge 7, 8, 9 und . den Schwimmern io angeordnet. Bei einem der Ventile 6 befindet sich der Ventilteller unterhalb. seines Sitzes; @er öffnet sich also, wenn der zugehörige Schwimmer io sinkt. Bei dem zweiten Ventil 6 befindet der Teller sich oberhalb seines Sitzes und öffnet sich daher, wenn der zugehörige Schwimmer io steigt.
  • Durch ein '-Stück i i und ein Hauptventil 12 sind die Ventile 6 mit einem Speicher o. dgl. verbunden, der das Reinwasser liefert, das annähernd mit der Gebrauchstemperatur in den Bottich eintritt. Nur am Anfang und am Ende der Arbeitsschicht wird das Ventil i2 geöffnet oder geschlossen. In der Zeichnung ist -keine besondere Düse zum Einführen der ununterbrochen. zulaufenden mäßigen Wassermenge angegeben. Vielmehr soll hier eins der Ventile 6 mit .entsprechender Vor- oder Nacheilung :eingestellt sein, so daß es sich niemals völlig schließen kann.
  • Der in Fig. i angedeutete Betriebsspiegel wird durch einen nicht dargestellten Überlauf bestimmt. Bringt man Brühgut in den Bottich hinein, so verdrängt dasselbe eine entsprechende Menge Wasser, die durch den Überlauf allfnählich abfließt, wobei der Spiegel zunächst steigt. Dier Wasserverlust ist hei keinem Bottich vermeidbar, aber der durch das überlaufende Wasser und das Brühgut verursachte Wärmeverlust wird-jetzt sofort durch das Schwimmerventil 6 gedeckt, das sich mit steigendem Spiegel öffnet. Stockt die Zufuhr an Brühgut, so sinkt der Wasserspiegel um einen Betrag, der der geringer gewordenen Wasserverdrängung entspricht, d. h. um so tiefer, je stärker der Bottich vorher besetzt war. Nach Maßgabe des vorher entstandenen Wärmeverlustes führt darin das bei sinkendem Spiegel arbeitende Schwimmerventil 6 sofort wieder Frischwasser zu.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Aufrechterhaltung der erforderlichen Temperatur und Wassermenge in 'Briihbottichen von Schlachthöfen, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ausgleich der im weseutliohen. gleichbleibenden Verdunstungs- und Abkühlungsverluste des Bottichinhaltes und gegebenenfalls eines geringen Teiles des Wärmebedarfs des. Brühgutes eine mäßige Menge Flüssigkeit, die annähernd die Gebrauchstemperatur besitzt, ununterbrochen in den Bottich eingeführt wird, während zusätzlich hierzu bei jeder Unterschreitung und jeder Überschreitung des gewöhnlichen, Betriebsspiegels noch durch selbsttätig wirkende Hilfsmittel weitere Flüssigkeit von Gebrauchstemperatur zum Ausgleich der stark wechselnden Wärmeverluste an das Brühgut zugeführt wird. J z. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch t, dadurch gekenn# zeichnet, daß im Bottich für die selbsttätige Zufuhr der den stark wechselnden Wärmebedarf deckenden Flüssigkeit ein bei sinkendem Bottichspi@egel und ein bei steigendem Spiegel öffnendes Schwimmerventil angebracht sind und zugleich für die ununterbrochen einzuführende mäßige Flüssigkeitsteilmenge zur Deckung der gleichbleibenden Verluste eine nicht absperrbare Hilfsöffnung, z. B. eine auswechselbare Düse o. dgl., vorgesehen ist.
DEK134672D 1934-07-12 1934-07-12 Verfahren und Vorrichtung zur Aufrechterhaltung der Temperatur und der Wassermenge in Schlachthofbruehbottichen Expired DE627602C (de)

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