DE62738C - Versteifung oder Verstärkung von Gummiwaaren durch in Längsstreifen gespaltenes Rohr - Google Patents

Versteifung oder Verstärkung von Gummiwaaren durch in Längsstreifen gespaltenes Rohr

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DE62738C
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Germany
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reinforcement
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longitudinal strips
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DENDAT62738D
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R. TEMMEL, Inhaber der Firma KEMMERICH & CO. in Berlin S.W., Bernburgerstr. 18
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D29/00Producing belts or bands
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29KINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES B29B, B29C OR B29D, RELATING TO MOULDING MATERIALS OR TO MATERIALS FOR MOULDS, REINFORCEMENTS, FILLERS OR PREFORMED PARTS, e.g. INSERTS
    • B29K2021/00Use of unspecified rubbers as moulding material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf zweckmä'fsige, dauerhafte Einlagen, welche zur Versteifung oder Verstärkung von solchen Gummiwaaren dienen, welche bei ihrer Anwendung für technische Zwecke durch Kräfte beansprucht werden.
Bisher wurden für solche Zwecke hauptsächlich zwei Arten von Einlagen verwendet: Metall und Hanfgewebe, wobei sich jedoch die folgenden Mängel herausgestellt haben.
Metalle, wie solche in der Form von Draht oder Drahtgeweben zu Einlagen bei Röhren, Platten und Riemen benutzt werden, haben aufser dem Nachtheil ihrer grofsen specifischen' Schwere auch noch den Fehler, dafs sie keine innige Verbindung mit dem zu verstärkenden Metall eingehen. Der bei Metallen unvermeidliche Oxydationsprocefs wirkt stets ungünstig, wenn nicht zerstörend auf die anliegenden Schichten, und es besteht ein anderer Hauptmangel der Metalleinlagen darin, dafs sie S1ICh gegen Zugbeanspruchungen anders verhalten als die sie umgebenden Gummischichten. Letztere lassen im Moment der Beanspruchung ein langsames Nachgeben zu und erreichen kurz vor dem Zerreifsen ihre höchste Widerstandskraft, während die Metalle im allgemeinen gerade die entgegengesetzten Eigenschaften zeigen. Eine am Ende eines Riemens geäufserte Zugkraft z. B. pflanzt sich im Augenblick durch die ganze Länge der Metalleinlage fort, ehe die anderen Schichten noch kaum beansprucht werden. Auf solche Weise kann natürlich nicht die gewünschte Arbeitsvertheilung stattfinden, sondern die Einlage wird fast die ganze Arbeit verrichten müssen.
Hanfeinlagen haben wegen der leicht erfolgenden Streckung ihrer Gewebemaschen eine zu grofse Dehnbarkeit und haben auch nicht die für manche Zwecke wünschenswerthe Steifigkeit.
Dagegen hat das hier in Betracht kommende Einlagemaierial, ein in dünne Streifen bandartig gespaltenes Rohr, nicht allein eine grofse Verbindungsfähigkeit mit Gummi, sondern besitzt auch grofse elastische Festigkeit.
Diese dünnen Rohrstreifen werden durch passende Spaltvorrichtungen aus dem unter dem Namen »Tokiorohr« bekannten Material hergestellt, und zwar lassen sich solche Streifen in Längen bis zu 8 m abtrennen, ohne dafs die sehr gleichmäfsig verlaufenden Fasern dadurch in ihrer Festigkeit beeinträchtigt werden. Sie zeichnen sich nicht allein durch ihre Leichtigkeit aus, sondern lassen sich auch mit in weichem Zustande befindlichem Gummi, Guttapercha u. s. w. sehr innig verbinden.
Solche Rohrstreifen werden bei der Herstellung von Gummiröhren z. B. in der Weise benutzt, dafs man zuerst das innere Rohr aus einem mit Gummi beiderseits belegten Gewebestoff durch Umlegen um einen passenden cylindrischen Dorn bildet. Dann wird ein Rohrstreifen spiralförmig um . dieses innere Rohr gewunden, so dafs er in ihm festklebt, und es wird sofort die äufsere Rohrschicht um die Rohrspirale geklebt. Auf diese Weise hergestellt, besteht die Rohrwandung aus drei innig verbundenen Schichten, dem inneren Rohr, der Versteifungsschicht und der ä'ufseren Rohrbedeckung. Mit Rohrstreifen versehene
Gummirohre zeigen eine ganz besondere Festigkeit sowohl gegen inneren als auch gegen äufseren Druck, und diese Widerstandsfähigkeit ist nicht allein der flachen Gestalt der Rohrspirale, sondern auch ihrer innigen Verbindung mit dem Gummi zuzuschreiben.
Mit Drahtspiralen versteifte Gummirohre sind gegen äufseren Druck deshalb nicht widerstandsfähig, weil die einzelnen Ringe der Drahtspirale sich im Gummi bewegen und einer seitlichen Verschiebung nur einen schwachen Widerstand entgegensetzen können. Flache Rohrspiralen lassen dagegen eine solche seitliche Verschiebung gar nicht zu und ihre Verbindung mit dem Gummi ist auch so innig, dafs eine seitliche Verschiebung der Spiralringe gegen einander nicht gut möglich ist.
Bei der Herstellung von Treibriemen aus Gummi werden die Rohrstreifen neben einander, je nach der Breite des Riemens, passend angeordnet und dann durch einen mit flüssigem Gummi belegten Tuchstreifen eingeschlossen. Diese erste Schicht kann dann je nach Umständen durch eine oder mehrere darauf folgende Gummistoffschichten verstärkt werden, bis der Riemen auf die gewünschte Dicke gebracht ist. Die Tokiorohrstreifen werden an ihren Verbindungsstellen ein wenig abgeschärft, über einander gelegt und zusammengeleimt. Die Stöfse der einzelnen Streifen wechseln unter einander ab.
Bei Platten und Klappen, wie solche z. B. zu Ventilen und zu anderen technischen Zwecken verwendet werden, kann man die Einlagestreifen in passender Weise neben einander legen oder durch einander flechten, um sie alsdann als Mittelschicht der Gummiplatten zu benutzen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Versteifung oder Verstärkung von Gummiwaaren, dadurch gekennzeichnet, dafs in Längsstreifen gespaltenes Rohr zwischen das zu versteifende Gummi, Guttapercha u. s. w. gelegt und mit diesen Stoffen verklebt wird.
DENDAT62738D Versteifung oder Verstärkung von Gummiwaaren durch in Längsstreifen gespaltenes Rohr Expired - Lifetime DE62738C (de)

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