DE625630C - Naehmaschine - Google Patents
NaehmaschineInfo
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- DE625630C DE625630C DEN37017D DEN0037017D DE625630C DE 625630 C DE625630 C DE 625630C DE N37017 D DEN37017 D DE N37017D DE N0037017 D DEN0037017 D DE N0037017D DE 625630 C DE625630 C DE 625630C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B81/00—Sewing machines incorporating devices serving purposes other than sewing, e.g. for blowing air, for grinding
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
- Nähmaschine Es ist bekannt, draß Stoffnähte auseinandergebügelt werden müssen, d. h. jeder der beiden schmalen Stoffstreifen, die durch den Faden vom Hauptstück des Stoffes abgetrennt werden, muß an das ihm zugehörige Stoffstück angelegt und festgebügelt werden. Dieses Auseinanderbügeln ist bisher in einem dem Nähen folgenden Arbeitsvorgang vorgenommen worden.
- Gegenstand der Erfindung ist eine Nähmaschine, die in einem einzigen Arbeitsgang eine Naht herstellt, die durch die Naht zusammengenähten Werkstückteile auseinanderspreizt und alsdann an der Nahtstelle bügelt. Sie zeichnet sich dadurch aus, daß hinter der Nähstelle eine Vorrichtung, bestehend aus zwei einander gegenüberliegenden, keilförmigen, mit der Spitze mach der Nähstelle weisenden Spreizern, von denen einer einen Stoffschieber enthält, angeordnet ist. Die der Nähstelle zugekehrten Enden der Spreizer sind als flache, unmittelbar über dem Nähtisch liegende Zungenausgebildet, die den der Nähnadel zugeordneten Stoffschieber umschließen. Durch den in. einem der beiden Spreizer vorhandenen Stoffschieber, der durch an sich bekannte Mittel, beispielsweise Bowin',enzüge, vom Hauptstoffschieber aus bewegt wird und die gleiche Geschwindigkeit hat wie dieser, wird die Naht zwischen den beiden Spreizern hindurchgeführt.
- Die beiden Spreizer werden durch Federdruck gegeneinandergedrückt und üben auf diese Weise auf die Naht eine bügelnde Wirkung aus. Diese wird beim Gegenstand der Erfindung dadurch verstärkt, daß .der Naht Feuchtigkeit zugeführt und einer der beiden Spreizer eine geheizte Bügelfläche auf-,veist.
- Stoffe auf Nähmaschinen unter Anwendung von Hitze zu bügeln, ist an sich bereits bekannt, doch handelt es sich in diesem Falle um das Bügeln vor dem Nähen, also um einen Vorgang, der mit .dem Auseinanderspreizen und Festbügeln der Nahtstelle nicht zu vergleichen ist. Auch für das Aufpressen eines Verstärkungsstreifens auf den Rand von Stoffstücken ist eine Nähmaschine bekanntgeworden, bei der ein beheizter Stoffdrücker auf die miteinander zu verbindenden Teile einen Druck ausübt. Bei diesem Arbeitsvorgang wird aber überhaupt nicht genäht.
- Es gibt auch bereits Nähmaschinen, bei denen das zu nähende Gut vordem Nähen mit einer Flüssigkeit benetzt wird, die auf die Nadel eine Schmierwirkung ausübt. Dieses Benetzen der .Stoffbahn kann mit dem die Wirkung des Bügelns verbessernden Befeuch= ten des Stoffes mit Wasser nicht verglichen werden.
- Durch die Erfindung wird zum ersten Male ein Weg gewiesen, Stoffe in einem einzigen Arbeitsgang zu nähen, an der Nahtstelle zu spreizen und unter Anwendung von Feuchtig keit und Wärme alsdann zu bügeln. Damit auch Stoffschläuche durch das Spreizerpaar hindurchgeführt werden können, ist nur einer der beiden Spreizer am Nähtisch starr befestigt, der andere hingegen abschwenkbar angeordnet. Dadurch wird es möglich,' den fertiggenähten, und mit einer auseinandergebügelten Naht versehernen Stoffschlauch nach dem Abschwenken des. beweglichen Spreizers über diesen zurückzuziehen.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel für den Gegenstand der Erfindung schematisch veranschaulicht, und zwar stellen dar: Abb. i zwei unter den Stoffdrücker der Nähstelle eingeführte Stofflagen, Abb. a eine auseinandergelegte Naht, Abb.3 eine Seitenansicht des. den Stoffschieber tragenden Spreizers, vom Schlitz zwischen den Spreizern aus gesehen, Abb. q. eine in der Richtung der Stoffbewegung gesehene Ansicht der Spreizer, A.bb. 5 eine Draufsicht auf die Spreizer, Abb. 6 :eine Nebenansicht zu Abb, '5, Abb. 7 bis 9 an vexschiedenen Stellen geführte Ouerschnitte durch die Spreizer mit dem Werkstück.
- Der Vorgang des. Umlegens der Naht wird zur Erleichterung des Verständnisses .der Erfindung durch die beiden Abb. z und 2 verdeutlicht. Die beiden Stoffstücke i und 2 liegen in Abb. i mit sich deckenden Kanten unter dem Stoffdrücker 3 der Nähstelle, die durch die Nadel q. versinnbildlicht wird. Nach dem Einziehen des Fadens 5 in die beiden Stofflagen liegt außerhalb des Fadens an Stoffstück i der Streifen, i', außerhalb des. Stoffstückes 2 der Streifen2'. Die Streifen i' und: 2' bilden die vor dem Bügeln umzulegen-' den Teile. Nach dem Hochspreizen dieser Teile -(Abt. 2) liegt das Stöffstück 2 in der unmittelbaren Fortsetzung- des Stoffstückes i, während der Streifen i' flach auf dem Stoffstück i und der Streifen 2' flach auf dem Stoffstück 2 aufliegt.
- Beim Ausführungsbeispiel der den Gegenstand der Erfindung bildenden Nähmaschine ' sind, in der Richtung der Bewegung des zusammengenähten Gutes gesehen, hinter der in den' Abb. 3 bis 5 durch .die Nadel q. und den Stoffdrücker @ angedeuteten Nähstelle zwei Spreizer 5 und, 6 angeordnet. Diese beiden Spreizer haben die Form je eines Keiles, der reit der Spitze nach: der Nähstelle zeigt. Diese Spitzen haben 'die Gestalt von, flachen, unmittelbar über dem Nähtisch liegefaden Zungen, die den Stoffdrücker 3 der Nähstelle umschließen. Der Spreizer 6 ist auf dem Nähtisch befestigt, während der Spreizer 5 um eine zur Nähtischebene senkrecht stehende, in der Zeichnung nicht .dargestellte Achse schwenkbar angeordnet ist und -durch eine in, der Zeichnung ebenfalls nicht sichtbare Feder an den Spreizer 6 angepreßt wird.
- Iria Spreizer'6 ist ein gezahnter Stoffschieber j enthalten, der von -deaaz in der Zeichnaing "nicht dargestellten Hauptstoffschieber so angetrieben wird, daß die beiden Schieber eine miteinander übereinstimmende Bewegung ausführen.
- Aus einem Loch des Stoffschiebers 7 ragt ein Filzpfropfenri8 in den zwischen den beiden Spreizern 5 und 6 vorhandenen Schlitz. Er steht mit einem Wasserbehälter in Verbindung und, befeuchtet die an ihm vorüberziehende Nahtstelle.
- Auf der Länge der Strecke e wird die Oberfläche des Stoffschiebers 7 durch eine glatte, in der Höhe der Zahnspitzen liegende Ebene gebildet, die in an sich bekannter Weise, beispielsweise durch Einleiten von Wasserdampf in den als Hohlkörper ausgebildeten Stoffschieber, beheizt wird.
- Die den Gegenstand der Erfindung bildende Nähmaschine arbeitet in folgender Weise: Zwei durch eine Naht miteinander zu verbindende Stoffstücke werden in der aus Abt. 6 ersichtlichen Weise in die Nähmaschine eingeführt. Eine Stofflage liegt also unterhalb der flachen Enden, .der beiden Spreizer 5 und 6, die andere über ihnen. Beim Nähen schiebt sich der Stoff in der Richtung des Pfeiles i9 vor. Dabei dringt die Nahtstelle in den zwischen den beiden Spreizern 5 und 6 vorhandenen Schlitz ein, wird von dem Stoffschiebe: r7 erfaßt und in der Richtung der Linie a-a (Abt. 3) durch die Spreizer 5 und 6 hindurchbefördert. Da die beiden Spreizer keilförmig ausgebildet sind, nimmt die Nahtstelle nacheinander die in der Abb. 7 bis 9 wiedergegebene Ouerschnittsform an. Beim Verlassen des Spreizerpaares ist sie vollständig auseinandergebügelt.
- Weil die beiden Stoffschieber .gleiche Vorschubbewegung haben, wird. der Stoff beim Durchgang durch die Maschine keinerlei Verzerrung ausgesetzt.
- " Stoffstreifen, ,die durch zwei Nähte zu einem Schlauch verbunden worden sind, müssen beim Ausführen aus der Maschine zwischen den beiden Spreizern 5 und 6 zurückgeholt werden. Zur Erleichterung dieses Vorganges ist der Spreizer 5 in der oben angegebenen Weise schwenkbar angeordnet.
Claims (6)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Nähmaschine mit .einer hinter der Nähstelle "angeordneten Vorrichtung zum Spreizen zweier durch die Naht miteinander verbundenen Stofflagen in einer Lage, in der,' mit der Naht als Faltstelle, Teile - der gleichen Stofflage urnhugartig aufeinandgrzuliegen kommen, und zum Bügeln der derart umgelegten Werkstück teile an der Nahtstelle.
- 2. Nähmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die zum Spreizen und Bügeln dienende Vorrichtung aus zwei nebeneinander angeordneten keilförmigen Spreizern (5, 6) besteht, die mit der Spitze nach der Nähstelle weisen.
- 3. Nähmaschine nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen den beiden Spreizern (5, 6) vorhandene Schlitz, durch den die gerade gefertigte Naht hindurchtritt, zur Nähtischebene senkrecht steht. q..
- Nähmaschine nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die der Nähstelle zugekehrten Endren der Spreizer (5,6) die Form von flachen, unmittelbar oberhalb des: Nähtisches liegenden Zungen haben, die den Stoffschieber der Nähstelle umschließen.
- 5. Nähmaschine nach Anspruch. i, dadurch gekennzeichnet, daß in einem der beiden. Spreizer (5,6) ein Stoffschieber (7) enthalten ist.
- 6. Nähmaschine nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffschieber (7) des hinter der Nähstelle angeordneten Spreizerpaares (5, 6) über an sich bekannte Mittel, beispielsweise Bowdenzüge, vom Hauptstoffschieber der Nähmaschine aus so angetrieben wird, daß er dem Werkstück die gleiche Vorschubgeschwindigkeit gibt wie dieser. -7. Nähmaschine nach Anspruch i, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffschieber (7) des hinter der Nähstelle angeordneten Spreizerpaares (5, 6) eine glatte, beheizte Fläche hat. B. Nähmaschine nach Anspruch i, 5, 6 und 7, gekennzeichnet durch einen im Stoffschieber (7) vor der beheiztenFläche angeordneten, mit einem Wasserbehälter in Verbindung stehenden Filzpfropfen, durch den der Nahtstelle Feuchtigkeit zugeführt wird, bevor sie an der beheizten Stelle des Stoffschiebers (7) gebügelt wird.. g. Nähmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß einer der beiden hinter der Nähstelle angeordneten Spreizer (5, 6), vornehmlich der den Stoffschieber (7) enthaltende, am Nähtisch starr befestigt ist, während- der andere von ihm abschwenkbar unter Federdruck an ihm anliegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN37017D DE625630C (de) | 1934-08-04 | 1934-08-04 | Naehmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEN37017D DE625630C (de) | 1934-08-04 | 1934-08-04 | Naehmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE625630C true DE625630C (de) | 1936-02-12 |
Family
ID=7347410
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN37017D Expired DE625630C (de) | 1934-08-04 | 1934-08-04 | Naehmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE625630C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0238453A3 (en) * | 1986-03-21 | 1988-07-27 | Macpi S.P.A. | A machine for pressing open seams |
-
1934
- 1934-08-04 DE DEN37017D patent/DE625630C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0238453A3 (en) * | 1986-03-21 | 1988-07-27 | Macpi S.P.A. | A machine for pressing open seams |
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