DE624640C - Vorrichtung zum Anzeigen und Regeln der Fadengeschwindigkeit fuer Textilmaschinen, insbesondere Rundstrickmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zum Anzeigen und Regeln der Fadengeschwindigkeit fuer Textilmaschinen, insbesondere Rundstrickmaschinen

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DE624640C
DE624640C DEH137890D DEH0137890D DE624640C DE 624640 C DE624640 C DE 624640C DE H137890 D DEH137890 D DE H137890D DE H0137890 D DEH0137890 D DE H0137890D DE 624640 C DE624640 C DE 624640C
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  • Vorrichtung zum Anzeigen und Regeln der Fadengeschwindigkeit für Textilmaschinen, insbesondere Rundstrickmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf eine für Textilmaschinen und insbesondere für Rundstrickmaschinen bestimmte Vorrichtung, die dazu dient, die Geschwindigkeiten von zwei oder mehr Fäden oder Garnen bzw. deren Verhältnis zueinander erkennbar zu machen, So daß eine Regelung derselben vorgenommen werden kann, und die gegebenenfalls diese Regelung sofort selbst vornimmt. Um diesen Erfolg zu erreichen, bedient die Erfindung sich des sog. stroboskopischen Effektes in einer neuartigen Weise.
  • Man hat bereits mehrfach vorgeschlagen, den stroboskopischen Effekt für Zwecke der Technik nutzbar zu machen. Es ist beispielsweise ein Gerät bekannt, das - unter Anwendung dieses Effektes als Beobachtungsvorrichtung dienen soll. Dabei werden zwei Körper (Hohlzylinder oder Scheiben) unter zwangsläufiger Verbindung miteinander so gedreht, daß die Ausschnitte des einen Körpers mittels der ihnen eigenen Umlaufgeschwindigkeit die Zahl der Beobachtungen bestimmen, während die Ausschnitte des anderen Körpers mittels ihrer Umlaufgeschwindigkeit die Dauer jeder Einzelbeobachtung bestimmen. Damit will man die Bewegung von Maschinenteilen zueinander untersuchen und auch messen, z. B. den Eingriff von Zähnen eines Zahngetriebes oder die hommutatorwirkung bei Elektromotoren oder die Bewegung der Rotoren in Turbinen, die Arbeitsweise von Textilmaschinen, das Gleiten der Riemen bei Riemenantrieben mit hohen Drehzahlen oder die Arbeitsweise anderer Körper, die sich mit sehr hohen Geschwindigkeiten bewegen. Eine solche bloße Beobachtungsvorrichtung, die im wesentlichen wissenschaftliche Zwecke erfüllt, bildet nicht den Gegenstand der Erfindung.
  • Es ist ferner vorgeschlagen «-orden, eine Vorrichtung zum Herbeiführen des stroboskopischen Effektes bei Kraftwagen dazu zu benutzen, die Übereinstimmung der Umlaufgeschwindigkeiten der zu kuppelnden Getriebewellen zu beobachten, um das Einrükken der Kupplung oder den Wechsel der Geschwindigkeit durch Umschalten des Getriebes immer dann vorzunehmen, wenn praktisch Gleichlauf besteht, so daß die Kupplung stoßfrei eingerückt werden kann. Zu diesem Zwecke wird das im Getriebekasten untergebrachte Getriebe an geeigneten Stellen durch zwei biegsame Wellen mit einer stroboskopisch wirkenden Vorrichtung verbunden, und der Fahrer beobachtet die optischen Erscheinungen, um bei Eintritt des Gleichlaufes das Getriebe ein- oder umzuschalten.
  • Schließlich hat man an Spinnmaschinen festgestellt, daß die zweiflügeligen Flügelspindeln solcher Maschinen ohne besondere stroboskopische Hilfsmittel eine Schattenwirkung liefern, - äiis dei ' inan entnehmen kann, ob die Spindeln-.sich in- Gleichlauf drehen oder nicht. Im ersteren Fälle- stellt Aie Schattenlinie fest, %vährend sie im letzteren Falle wandert. Es wurde auch vorgeschlagen, das Beobachtungsergebnis dazu zu benutzen, um durch Reinigung verschmutzter Spindellager, durch. bessere Schmierung, durch Auswechselung ungleicher Schnurscheiben - oder -ungleicher Schnüre oder durch Bestigüng .ungleicher Schnurspannungen usw. für den gewünschten Gleichlauf der Spindeln zu sorgen. Das. Ziel besteht dabei darin, dem zu verspinnenden oder zu zwirnenden Fasergut-. durch gleichen Spindelgang einen möglichst gleichmäßigen Drall zu sichern.
  • Im Gegensatz zum Bekannten löst die Erfindung eine ändere Aufgab. In, solchen Textilmaschinen, welche fertige Fäden oder Garne zu einer Ware verarbeiten; und zwar-narnentlich in Rundstrickmaschineni sollen von den das Garn an sich heranholenden Arbeitsvorrichtungen immer gleiche Garnmengen verbraucht werden, damit eine gleichmäßige Ware entsteht. Bei Rundstrickmaschinen mit zwei oder mehr Fadenzuführungsvorrichtungen muß z. B. jede Fadenzuführung dauernd, die gleiche Garnlänge von ihrer Spule abziehen, damit alle gestrickten Maschen dieselbe Länge erhalten, wenn nicht in besonderen Fällen bestimmungsgemäß ein etwa zur Musterung dienenderUnterschied in derMaschenlänge herbeigeführt wird, wobei aber ebenfalls gleichartig angeordnete Maschen ebenfalls gleich lang sein müssen. Das gleichmäßige Abziehen derselben Fadenlänge von allen Spulen erfordert ein gleichmäßiges Arbeiten aller Strickstellen, und dies hängt wieder von der. Fadenspannung sowie Ton der -genauen Einstellung. der Maschenzugschlösser, die nicht immer sofort erreicht wird, ab. Bis jetzt ist man auf die Beobachtung der Gleichmäßigkeit der Ware angewiesen, deren Beurteilung Erfahrung erfordert und bei der sich andererseits der etwaige. Fehler immer zu spät zeigt. Um diesen Mangel zu beseitigen, macht die Erfindung den grundsätzlich neuen Vorschlag, stroboskopische Hilfsmittel durch den von-der Spule zur Strickstelle laufenden Faden selbst in Wirkung zu setzen.
  • Gemäß der Erfindung sind je einem der in der Maschine zu verarbeitenden Fäden bewegliche Teile, wie z. B. umlaufende Scheiben, zugeordnet, die von ihrem Faden mit der ihm eigenen Geschwindigkeit in Bewegung gesetzt werden, und die mit Hilfsmitteln, wie z. B. Öffnungen, Marken, Kontakten u. dgl:, ausge-. rüstet sind, die bei gleicher Geschwindigkeit zweier Nachbarfäden bzw. -scheiben eine scheinbar unveränderliche Lage. zueinander einnehmen, aus der sie sich entfernen, sobald die beiden Fadengeschwindigkeiten ungleich sind, wobei die an den Scheiben angebrachten Hilfsmittel entweder unmittelbar optische (stroboskopische) Erkennungszeichen liefern oder aber mittelbar dazu benutzt werden, um hörbare Zeichen oder Lichtsignale oder eine Vorrichtung zum selbsttätigen Regeln, d. h. Gleichmachen der nicht übereinstimmenden Fadengeschwindigkeiten auszulösen. Beim Gegenstande der Erfindung werden also nicht -die arbeitenden Maschinenteile einer Beobachtung unterworfen, sondern der Faden oder das Garn selbst. Beim Einrichten einer Rundstrickmaschine für eine Ware sieht der Bedienungsmann jetzt schon während der ersten Maschenreihe, ob der verlangte Gleichlauf vorhanden ist oder nicht, und stellt danach die Maschenzugschlösser ein, oder er braucht überhaupt nur den stroboskopischen Effekt zu überwachen; weil von diesem selbsttätige Regelungsvorrichtungen z. B. zum Einstellen der Maschenzugschlösser in Tätigkeit gesetzt werden, so daß der Arbeiter lediglich im Falle einer Störung einzugreifen braucht. Auch wenn aus anderen Gründen eine Ungleichheit eintritt, läßt sich in allen Fällen eine gleichmäßige Ware herstellen.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung dargestellt. Es bedeuten Fig. i eine Ansicht der neuen Vorrichtung für drei. und mehr. Strickstellen bzw. Fadenzuführungen, Fig. 2: eine Seitenansicht dazu, Fig. 3 einen Grundriß dazu, Fig. 4 -bis 8 Einzelheiten dazu, Fig, 9 bis- i I abweichende Ausführungsformen.
  • Bei einer Rundstrickmaschine mit mehreren Fadenzuführungsvorrichtungen ist gemäß F ig. i oberhalb .der bei r angedeuteten Strickstelle beispielsweise eine Platte q. mit Stützen 2, 3 angeordnet, von denen jede einer Faden -zuführung zugehört. Gemäß Fig.2 sind durch Schrauben 5 an . der Platte d. Winkel 6 befestigt, die (mittels Schrauben 8') je einen Halter 8 mit Ösen 9 für den Faden io tragen, unterhalb deren ein U-förmiger Halter 7 bis i i sitzt: - Letzterer -trägt durch Bolzen 12 mit Gegenn-iuttern 15 eine Scheibe 16 oder 17, die auf einer Stiftachse 14 mit abgerundeten Enden sitzt, die in kegelige Lagerstellen 13 der Schrauben 12 eingreift (s, Fig. 4., 7 und .8). Die Scheiben 16, 17 drehen sich also praktisch reibungslos und haben eine- Umfangsnut für den Faden i o. An jedem Halter 8 sitzt ein Gewindezapfen 18 mit Bund i9, .gegen den sich zwei Spannscheiben 2o, 21 stützen, zwischen denen der Faden io hindurchläuft. Eine Feder 22, deren Spannung durch Mutter und Gegenmutter 23, 24 geregelt wird, bestimmt die Spannwirkung der Scheiben 20, 21. Die Scheiben 16 tragen gemäß Fig. 5 einen Kranz kreisrunder Marken a5 von einer geeigneten Farbe, die unter sich und vom Scheibenrande gleichen Abstand haben und beispielsweise schwarz sind. Die Scheiben 17 besitzen einen genau ebensolchen Kranz, der aber nicht aus Marken, sondern aus Löchern 26 besteht. Gemäß Fig. i und 3 sind die Scheiben 16 und 17 abwechselnd am Umfange der kreisförmigen Platte 4 so befestigt, daß die außen befindlichen Scheiben 17 die innen befindlichen Scheiben 16 passend überdecken. Gemäß Fig. 5 und- 6 läuft jedes Garn io durch die obere Öse 9 auf den Umfang je einer Scheibe, geht an einem Teil des Umfanges entlang und durch die untere Öse 9 zur Strickstelle. In Fig. i sind drei Scheiben 16, 17, 16 nebst Zubehör sowie darunter drei Fadenführer bzw. Strickstellen 27, 28, 29 in einfacher Darstellung angegeben. Zungennadeln 30 ziehen an jeder Zuführungsstelle ihren Faden von den nicht dargestellten Spulen ab.
  • Wird eine Ware mit mehreren Fadenzuführungsvorrichtungen gestrickt, so soll jedes Garn gleichmäßig in der Ware verarbeitet werden, d. h. innerhalb einer bestimmten Zeit ist eine gleiche Menge Garn zu verstricken. Damit dies erreicht wird, müssen die Maschenzugschlösser 31, 32, 33 eine genau richtige Stellung einnehmen. Das Einstellen dieser Schlösser erfolgt gewöhnlich durch Handrädchen 35, 36, 37 (vgl. auch Fig. 2). Befindet sich z. B. das Schloß 31 in einer Stellung, bei der es längere Maschen als das benachbarte Schloß 32 zieht, so wird von der Fadenzuführungsstelle 27 mehr Garn herangeholt als von der Fadenzuführung a8. Die Folge davon ist, (laß über die linke Anzeigescheibe 16 (Fig. i) der zugehörige Faden io rascher hinwegläuft, als der zur mittleren Scheibe 17 gehörende Faden über diese läuft. Die Faden io erteilen den praktisch reibungslos laufenden Scheiben -Umdrehungsgeschwindigkeiten, die den Fadengeschwindigkeiten genau entsprechen. Ist nun die Umfangsgeschwindigkeit der linken Scheibe 16 größer als die der (mittleren) Anzeigescheibe 17, so ist der stroboskopische Effekt der, daß das Loch 26 der Scheibe 17, in dem sich die Marke 25 der linken Scheibe i 6 zeigt, nicht seinen Platz behält, wie es der Fall zu sein scheint, wenn beide Anzeigescheiben genau gleich rasch laufen. Vielmehr scheinen diese schwarzen Punkte 25 sich in der Richtung der- größeren Geschwindigkeit zu bewegen. Der Bedienungsmann wirrt dann entweder das- Schloß 31 für kürzere oder aber das Schloß 32 für längere Maschen einstellen. Ohne die neue Vorrichtung zeigen sich bei einer Rundstrickmaschine mit ' mehreren Fadenzuführungsstellen beim Einrichten oder auch später -in der Ware waagerechte Wellenlinien (Waschbretteffekt), die auf ungleiche Maschenlängen zurückzuführen sind. Diese Erscheinung kann z. B. auch dadurch hervorgerufen werden, daß einige Garnspulen fast leer und andere Spulen nahezu noch voll sind. Ihn jedem Falle ist es überaus wertvoll, daß der Stricker jetzt den Mangel immer sofort erkennen und abstellen kann; und die Bedeutung des erreichten Fortschrittes ist sehr erheblich, namentlich bei Maschinen mit vielen, z. B. etwa 2o Fadenführern.
  • Bei der abweichenden Ausführungsform nach Fig. 9 bis 13 sitzen auf der Platte Bügel 34, die bei 36 durch Schrauben 35 befestigt sind. In Naben 37, 4, sind Lagerbolzen 38, 4o durch Klemmschrauben 42 gehalten, die ähnlich wie die Schrauben 12 gemäß Fig. 7 kegelige Lagerstellen besitzen, in denen sie eine Welle 39 aufnehmen. Letztere trägt eine Scheibe 43 mit Umfangsnut für das Garn io, daß gemäß Fig. 9 durch eine Öse 44 ankommt, um die Scheibe 43 herumgeht und durch eine Öse 45 abläuft. Die Ösen 44, 45 werden von Haltern 46 getragen. Die Welle 39. besitzt Gewindegänge 47, die in ein Schneckenrad 48 eingreifen und es z. B. in der Richtung des Pfeiles nach Fig. io drehen. Seine Welle 49 wird von Lagerbolzen 5o, 5 i in einem bei 53 festgeschraubten Rahmen 52 ebenfalls praktisch reibungsfrei gehalten. Durch den Rahmen 52 geht ein Stift 54 init seinem dünneren Ende 55 nach innen und stößt hier gegen das Schneckenrad 48. Auf der Welle 49 sitzt ein Ring 56, der sich mittels einer Stellschraube in einer bestimmten Lage festhalten läßt. Eine mit ihrem einen Ende am Ringe 56 sitzende Feder 57 ist so um die Welle 49 gewickelt, daß ihr verlängertes anderes Ende mit Reibung am Rade 48 anliegt.
  • Wenn der Faden io zur Strickstelle herangezogen wird, dreht er die Scheibe 43 in Richtung des in Fig. 9 eingetragenen Pfeiles, wodurch das Schneckenrad 48 in der Richtung der in Fig. i i - bis 13 eingetragenen Pfeile gedreht wird. Vor dem Anlassen der Maschine werden die Stifte 54, 55 in die Rahmen 52 eingesteckt, und die Anfangsstellung ist die nach Fig. i i, worin die Feder 57 den Stift 35 berührt.. Man läßt die Maschine eine Zeitlang laufen und setzt sie dann «nieder still, um die Fadengeschwindigkeiten nachzuprüfen. Fig. i- und 13 zeigen das Ergebnis bei zwei Nachbarstrickstellen. Da in Fig. 12 die Feder 57 sich um einen größeren Drehwinkel vom Stift 55 entfernt hat als in Fig. 13, so ist von dem zu Fig. 12 gehörenden Faden mehr verbraucht worden, und dementsprechend ändert man entweder die betreffenden Maschenzugschlöss"er öde'x die zugehörigen Spanner 2o, 21 in ihrer Einstellung.
  • Zn Verbindung mit den Scheiben 16 und 17 kann man gemäß der Erfindung auch ein Stroboskop .benutzen, das eine Öffnung besitzt, die bei der Drehung genau über eine Beobachtungsöffnung gelangt. Bei elektrischem Antriebe kann die Geschwindigkeit durch einen Rheostaten des Stroboskops beliebig geändert werden, und sie wird vorzugsweise durch eine Meßv orrichtunK angezeigt. Durch entsprechende Regelung wird eine Geschwindigkeit eingestellt; bei welcher die sich bewegenden Öffnungen auf einer Scheibe 'festzustehen scheinen, wobei dann Gleichlauf besteht. Die den \Tadeln einer beliebigen Fadenzuführung gelieferte Garnlänge wind aus den Umdrehungen der Scheibe 16 oder 17 festgestellt, denn jeder Umdrehung entspricht ein dem Scheibenumfang gleiches Garnstück. Dividiert man nun die aus einer bestimmten Anzahl -Umläufen der Scheibe 16 oder 17 sich ergebende Garnlänge durch die Anzahl der adeln der Strickmaschine, so erhält man die von jeder@Nadel verstrickte Garnlänge. Zählt man ferner die Maschenzahl je Nadel für die betreffende Umlaufzahl, so lassen sich die je Längeneinheit in der Ware vorhandenen Maschen-berechnen. Diese Maschenzahl kann für bestimmte Umdrehungszahlen der Scheibe 16 oder 17 tabelliert werden, und man kann der Tabelle entnehmen, wieviel Umdrehungen je Minute die Scheiben 16 oder 17 machen müssen, um eine gewünschte Zahl von Maschen je Längeneinheit der Ware zu stricken. Durch Anpassen des Umlaufes des Stroboskops an die tatsächlichen Umläufe der Scheiben 16, 17 derart, daß die Marken 25 bzw. Öffnungen 26 stillzustehen scheinen, läßt sich im Betriebe unter Ablesen des Geschwindigkeitsmessers die Umdrehungszahl der Scheiben 16, r7 leicht ermitteln. Findet man dabei, daß statt etwa gewünschter 8o Maschen je Längeneinheit nur 6o Maschen gestrickt worden sind, so werden dementsprechend die betreffenden Schlösser verstellt.
  • Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die Anwendung von Marken und Öffnungen zur Geschwindigkeitsermittelung, - sondern die Über-,vachungsscheiben können auch vollwandig sein und am Umfang oder an anderen Stellen Kontakte. tragen. Wenn dann Gleichlauf bei zwei Garnen besteht, drehen sich die Scheiben ö. dgl. in entgegengesetzter Richtung und die Kontakte gegenüberliegender Scheiben berühren sich nicht. Läuft jedoch ein Garn schneller als das andere, - so treffen die gegenüberliegenden Kontakte zusammen und schließen einen Stromkreis, um ein Signal, z. B. ein Klingel- oder. Lichtzeichen o. dgl. auszulösen, Zoorauf man die erforderliche Einstellung der Maschenschlösser vornimmt.
  • Gemäß Fig. 14 können zwei Scheiben 58, 59 vorgesehen sein, welche beide mit Öffnungen 6o, 61 ausgerüstet sind. Die Drehung durch die Fäden oder Garne ruft dann eine optische Wirkung hervor, die ungefähr dem stroboskopischen Effekt von :Marken und Öffnungen entspricht. Diese Ausführungsform läßt sich auch in Verbindung mit einer Selen-oder photoelektrischen Zelle in der Weise benutzen, daß bei der -Deckung der Öffnungen 6o und 61 die durch sie hindurchgehenden Lichtstrahlen mit Hilfe der Selen- oder photoelektrischen Zelle eine Änderung im zugehörigen Stromkreise bewirken, die ein Glocken- oder Lichtzeichen o. dgl hervor: ruft, wonach man die Änderung der Garnspannung oder Schloßstellung vornimmt.
  • Gemäß Fig. 5 und 6 ist vorgesehen, daß die Garne ro in gleicher Weise um die Scheiben 16, 17 herumgehen, wobei letztere sich im gleichen Sinne drehen. Man kann aber statt dessen z. B. bei den Scheiben 17 die Garne 1o auf der anderen Seite der Scheiben herumführen, so daß die Scheiben 16 und 17 sich entgegengesetzt drehen. Bei der Verwendung von photoelektrischen Zellen lassen sich die an den verschiedenen Fadenzuführungsstellen verstrickten Maschen wie folgt selbsttätig regeln.
  • Eine- Haupt- oder Richtungsscheibe mit mehreren Öffnungen gleicher Größe und gleichen Abstandes wie in den Scheiben 16, 17 kann so gedreht werden, daß die Hauptscheibe und die Scheiben 16, 17 sich im Gleichlauf bewegen und als stroboskopischer Effekt einer Reihe von feststehenden Punkten entsteht. Die Hauptscheibe wird dabei vorzugsweise, jedöch nicht notwendig in! Gleichtakt mit dem Nadelzylinder gedreht. Macht z. B, der Zylinder minutlich 30 Umdrehungen, -so kann die Hauptscheibe 9o Umdrehungen oder aber beispielsweise bei 2g Zylinderumdrehungen 87-Umdrehungen minutlich machen. Das Verhältnis der Geschwindigkeit soll sich dabei ändern lassen. Beträgt es (zwischen der Hauptscheibe und dem Nadelzylinder) 3 : r, so werden die Schlösser 31, 32, 33 derart eingestellt, daß die Garnscheiben, z. B. 17, synchron mit der Hauptscheibe umlaufen, wobei eine bestimmte Zahl von Maschenreihen je Längeneinheit der Ware verstrickt wird.
  • Nachdem@an der Hauptstrickstelle die Einstellung auf die gewünschte Maschenzahl je Einheit vorgenommen ist, erfolgt die selbsttätige Einstellung an den anderen Strickstellen mit Hilfe von Selen- oder photoelektrischen Zellen. Wird an einer solchen Stelle nicht die gleiche Maschenlänge wie an der Hauptstelle gestrickt, so dreht sich an der Nebenstelle die Scheibe 17 nicht synchron mit der Hauptscheibe. Je nachdem, ob das durch längere oder kürzere '-Maschen verursacht ist, bewegen sich die Punkte in der einen oder anderen Richtung. Dreht die Scheibe 17 sich schneller, als sie es soll, so fallen durch Linsen geleitete Lichtstrahlen auf eine Selen-oder photoelektrische Zelle und bewirken das Schließen eines Stromkreises, der einen kleinen Elektromotor öder ein elektromagnetisch gesteuertes Zahnrad betätigt. Diese Hilfsmittel sind mit dem zugehörigen Maschenschloß so verbunden, daß z. B. das Schloß 31 etwas angehoben und dadurch der Unterschied in den Geschwindigkeiten der Scheibe 17 und der Hauptscheibe ausgeglichen wird. Läuft die Scheibe 17 langsamer, als sie es soll, so wird das Schloß 31 beispielsweise durch eine zweite Zahnradeinrichtung mittels .einer zweiten lichtempfindlichen . Zelle etwas gesenkt. Das Heben und das Senken lassen sich aber auch mittels nur einer Zelle erreichen.
  • Statt einer selbsttätigen Steuerung der 1\IIaschenzugschlösser oder in Verbindung mit einer solchen kann auch eine selbsttätige Steuerung der Garnspanner vorgesehen werden. Es ist selbstverständlich, daß die kreisförmigen Marken oder Öffnungen durch öffnungen von anderer Umrißform ersetzt werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Anzeigen und Regelnder Geschwindigkeiten von zwei oder mehr Fäden oder Garnen fürTextilmaschinen, insbesondere Rundstrickmaschinen, gekennzeichnet durch je einem der Fäden zugeordnete bewegliche Teile, wie z. B. umlaufende Scheiben, die von ihrem Faden mit der ihm eigenen Geschwindigkeit in Bewegung gesetzt werden und mit Hilfsmitteln, wie z. B. Öffnungen, Marken, Kontakte u. dgl., ausgerüstet sind, die bei gleicher Geschwindigkeit zweier Nachbarfäden bzw. -scheiben eine scheinbar unveränderliche Lage zueinander einnehmen, aus der sie sich entfernen, sobald die beiden Fadengeschwindigkeiten ungleich sind, wobei die an den Scheiben angebrachten Hilfsmittel entweder unmittelbar optische (stroboskopische) Erkennungszeichen liefern oder aber mittelbar dazu benutzt werden, um hörbare Zeichen oder Lichtsignale oder eine Vorrichtung zum selbsttätigen Regeln, d. h. Gleichmachen der nicht übereinstimmenden Fadengeschwindigkeiten auszulösen. a. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die von den zu überwachenden Fäden in Bewegung gesetzten Teile atis Kreisscheiben (16, 17) bestehen, die sich mit ihrem Rande überdecken, an welchem die einen Scheiben _(16) eine Anzahl von linien- oder kreisflächenförmigen, gefärbten, z. B. schwarzen Marken (25) gleichmäßig verteilt tragen, während die ihre Nachbarscheiben überdeckenden Scheiben (17) einen genau zu diesem Markenkranz (z5) passenden Kranz von Löchern (a6) besitzen, so daß infolge des stroboskopischen Effektes bei gleicher Fadengeschwindigkeit eine oder mehrere Marken stillzustehen scheinen, während bei ungleicher Fadengeschwindigkeit eine oder mehrere Marken sich in einer Richtung zu bewegen scheinen, die davon abhängt, welche der beiden Scheiben von ihrem Faden rascher gedreht wird. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und *2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigescheiben (16, 17) in einer geschlossenen Folge aneinandergereiht sind, durch deren vergleichende Überwachung mit dem Auge jede Abweichung eines der Fäden von der gewünschten gleichen Geschwindigkeit sofort erkannt werden kann, so daß man durch Vornahme einer Einstellung, beispielsweise an der Verarbeitungsstelle der Fäden, bei den mit ihrem Lauf abweichenden Fäden die gewünschte Geschwindigkeit herbeiführen kann. q.. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die von den Fäden bewegten Scheiben vollwandig, jedoch - beispielsweise an ihrem Umfang - mit Kontakten ausgerüstet sind, die je einem elektrischen Stromkreis angehören und bei gleicher Geschwindigkeit zweier benachbarter Scheiben nicht in stromschließende Berührung miteinander kommen, während sie den Stromschluß herstellen, sobald die beiden Nachbarscheiben ungleiche Umfangsgeschwindigkeiten besitzen, worauf die Kontakte ein Klingelzeichen oder ein Lichtsignal geben. 5. Vorrichtung nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachbarscheiben (58, 59) beide mit einem Kranz von Löchern (6o, 61) versehen sind, die bei ihrer Zusammenwirkung einen ähnlichen stroboskopischen Effekt wie zusammenwirkende Löcher und gefärbte Marken liefern. 6. Vorrichtung nach Anspruch i und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckung der Öffnungen (6o, 61) in den beiden gelochten Scheiben (5S, 59) bei gleicher Fadengeschwindigkeit dazu benutzt wird, Licht auf eine Selenzelle oder photoelektrische Zelle fällen zu lassen, während die Lichteinwirkung auf eine solche Zelle sich ändert, sobald die Fadengeschwindigkeit ungleich ist, wobei dann durch Vermittlung der Zelle ein Klingelzeichen oder Lichtsignal gegeben wird. 7. Vorrichtung nach Anspruch i-; dadurch gekennzeichnet, daß die von den Fäden in Umlauf gesetzten Scheiben (43) eine zweite Scheibe (48) mit verminderter Geschwindigkeit drehen, wobei mit letzterer ein zeigerartiges Hilfsmittel, z. B. das Ende einer Wickelfeder (57), in Reibungsschlüß steht, das sich vön einem festen Anschlage (55) entfernen kann und durch die Größe seines Abstandes von dem Anschlage (55) eine etwaige Ungleichheit der Fadengeschwindigkeiten anzeigt. , B. Vorrichtung nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzeigescheiben (1ü, 17, 483 58, 59) dadurch zu Steuerscheiben ausgebildet sind, daß mittels der zur Abgabe sichtbarer oder hörbarer Zeichen dienenden Hilfsmittel eine selbsttätige Steuerung beeinflußt wird, die bei ungleicher Fadengeschwindigkeit ohne Handeingriff die Geschwindigkeit des einen Fadens an die des anderen selbsttätig angleicht. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß Lichtstrahlen unter Ausnutzung des stroboskopischen Effektes mittels Linsen auf eine Selen-oder photoelektrische Zelle geworfen und daß durch das bei ungleichem Fadenlauf erfolgende Schließen des Stromkreises ein kleiner Elektromotor oder ein elektromagnetisch gesteuertes Zahnrad bewegt wird, welches an der betreffenden Maschine eine geeignete Arbeitsvorrichtung, beispielsweise an einer Strickmaschine mit mehreren Fadenzuführungsstellen die Maschenschlösser, der zu rasch oder zu langsam laufenden Fäden verstellt. io. Vorrichtung nach Anspruch 8 und 9. dadurch gekennzeichnet, daß die den stroboskopischen Effekt nutzbar machenden Scheiben mittels nichtoptischer Hilfsmittel, wie z. B. Kontakte, Reibungszeiger o. dgl., einen Stromkreis schließen, der mittels eines kleinen Elektromotors oder eines elektromagnetisch gesteuerten Zahnrades die Maschenschlösser oder sonstigen Hilfsmittel zur Beeinflussung der Fadengeschwindigkeit verstellt: i i. Vorrichtung nach Anspruch i bis i o, dadurch gekennzeichnet, daß die von den zu überwachenden Fäden in Umlauf gesetzten Anzeige- oder Steuerscheiben je für sich mit einer Richtungsanzeige= oder Steuervorrichtung zusammenwirken, die mit einer bestimmten Geschwindigkeit anäetrieben wird., wobei die Abgabe der sichtbaren oder hörbaren Zeichen von der Einhaltung einer bestimmten Relativgeschwindigkeit zwischen der Richtungsscheibe und den von je einem Faden in Umlauf gesetzten Einzelscheiben abhängt. 1a. Vorrichtung nach Anspruch i i, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe der Geschwindigkeitsbeziehung zwischen der Richtungsscheibe und den von den Fäden gedrehten Einzelscheiben Steuerhilfsmittel in Tätigkeit gesetzt werden, welche die nicht mit der gewünschten Geschwindigkeit laufenden Fäden selbsttätig auf diese Geschwindigkeit einregem.
DEH137890D 1932-10-26 1933-10-27 Vorrichtung zum Anzeigen und Regeln der Fadengeschwindigkeit fuer Textilmaschinen, insbesondere Rundstrickmaschinen Expired DE624640C (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE740939C (de) * 1940-05-09 1943-11-01 Aeg Einrichtung zum Feststellen des Fadendralls an gesponnenen bzw. gezwirnten Textilfaeden
DE1010303B (de) * 1952-07-30 1957-06-13 Nat Res Dev Vorrichtung fuer die Messung der Geschwindigkeit von Faeden od. dgl.
DE1229238B (de) * 1963-03-05 1966-11-24 Arwa Feinstrumpfwerke Hans Thi Verfahren zum Stricken von gleich langer Stueckware
DE102010035883A1 (de) * 2010-08-30 2012-03-01 Kabelflechter Alfeld Gmbh Flechtmaschine

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