DE623784C - - Google Patents
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- DE623784C DE623784C DENDAT623784D DE623784DA DE623784C DE 623784 C DE623784 C DE 623784C DE NDAT623784 D DENDAT623784 D DE NDAT623784D DE 623784D A DE623784D A DE 623784DA DE 623784 C DE623784 C DE 623784C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B64—AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
- B64C—AEROPLANES; HELICOPTERS
- B64C25/00—Alighting gear
- B64C25/32—Alighting gear characterised by elements which contact the ground or similar surface
- B64C25/42—Arrangement or adaptation of brakes
- B64C25/44—Actuating mechanisms
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
- Braking Arrangements (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine hydraulische Bremsanlage für Flugzeuge mit voneinander
unabhängigen Betriebsmitteldruckerzeugern für die einzelnen Bremsorgane oder Gruppen
von solchen aus von durchbohrten Kolben mit beschränktem Hub unterteilten Betriebsmittelbehältern
und den Kolben zugeordneten Stoßstangen zum Steuern dieser und der darin befindlichen Durchgangsöffnungen.
Das Kennzeichen der Erfindung liegt darin, daß die Stoßstangen mit einem Kugelkopf in
einer die Durchbohrung aufweisenden Aussparung der Kolben geführt und der über den
Kolben liegende Raum der Zylinder durch eine diesen zu einem Vorratsbehälter gestaltende
nachgiebige Membran abgeschlossen ist, die die Stoßstange mit einem Hals umfaßt.
Durch diese Ausbildung wird die Raumbeanspruchung und das Gewicht der Bremsanlage
vermindert, weil das Anbringen eines besonderen Vorratsbehälters für das gespannte Betriebsmittel
der Bremsen und die zugehörigen ' Rohrleitungen erspart werden.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt durch die hydraulische Pedaleinheit
und die Befestigung derselben an der Seitensteuerwelle.
Fig". 2 ist eine teilweise Vorderansicht einer der beiden Pedaleinheiten und der Steuerwelle,
Fig. 3 eine teilweise geschnittene Seitenansicht der Sperreinrichtung für das die
Bremsen beliefernde Betriebsmittel,
Fig. 4 eine Vorderansicht zu Fig. 3,
Fig. 5 ein Schnitt durch die Achse des zu der in Fig. 3 und 4 gezeigten Einrichtung gehörenden
Ventilkörpers.
Fig. 6 ist eine Darstellung der gesamten Bremsanlage mit den hydraulischen Pedaleinheiten,
der Seitensteuerwelle, den Bremstrommeln und diese mit den Pedaleinheiten verbindenden Rohrleitungen.
Die Bremsflüssigkeitsdrücke werden in gleicher oder verschiedener Höhe durch
gleichmäßige oder unterschiedliche Beugebewegungen der Füße des Führers in den Pedaleinheiten 1 an beiden Enden der Steuerwelle
2 erzeugt, die in oder nahe der Mitte 3 (Fig. 6) am Flugzeuggestell gelagert ist.
Jede Pedaleinheit besteht aus einem zylindrischen Gehäuse 4, 22 mit einem darin verschiebbaren
Kolben 5, der seine Bewegung durch eine am Ende mit Kugelkopf 6 ver-
sehene Stangen erhält. Der Kugelkopf bleibt beim. Aufwärtsbewegen der Stange in
geringem Abstande von der Mündung eines Kanals 7 im Kolben 5, um Öl oder eine andere
S -Betriebsflüssigkeit in die unter diesem befindliche
Kammer 8 von wechselndem Rauminhalt eintreten zu lassen und auch den Rücktritt der Flüssigkeit aus der Bremstrommel 24
(Fig. 6) unter den Kugelkopf der Kolbenstange und von dort in einen in der Einheit
vorgesehenen \rorratsraum 9 zu gestatten, sobald
der Führer die Füße abhebt. Der Boden des Vorratsraumes wird von der oberen Stirnfläche des Kolbens S und die Decke desselben
von einer formveränderlichen Kautschukmembran oder schalenförmigen Scheibe
10 gebildet, durch die der Schaft 11 der Kolbenstange
mittig durchgeführt ist, um dann bei 12 gelenkig an das Knie des Pedalhebels
13 angeschlossen zu sein. Der Hebel 13 ist um den Zapfen 14 drehbar, der aus dem am
Ende der Steuerwelle 2 befestigten Gehäuse der Einheit 1 vorsteht.
Die Einheit i, deren unterer Teil 4 den
Kolben 5 aufnimmt, ist in drei Teile zerlegt, von denen der obere Teil 15 mit dem Mittelteil
durch Schrauben 16 und dieser mit dem unteren Teil durch Schrauben 23 verbunden ■
ist. Die Teile ι und 15 sind durch die sie verbindenden Schrauben 16 auf der Steuerwelle
2 festgeklemmt, die in Halbrundlagern oder Lagern mit einer dem Querschnitt der Steuerwelle entsprechenden Bohrung ruht.
Der obere Teil 15 ist mit einer Fersenstütze [ 7 versehen, die eine Trittfläche aus Kautschuk
aufweist und als Widerlager zur Aufnahme des vom Führer ausgeübten Fußdruckes sowie zur Übertragung desselben auf
die Steuerwelle dient, sobald der Fuß gebeugt wird. Das obere Ende des Fußtrittshebels 13
hat eine geneigte Platte 18, gegen die sich die Sohle oder der Zehenteil des Fußes des Führers
legt und der eine Winkeldrehung um den Zapfen 14 durch eine entsprechende Bewegung
und Druck des Zehenteils des Fußes des Führers erteilt wird. Die wulstförmigen
Kanten der Kautschukmembran 10 sind zwischen entsprechend' ausgesparte Flächen des
mittleren Teiles 1 und des unteren Teiles 4, 22 eingeklemmt. Die Membran hat eine Durchbrechung,
in die ein Füllventil 43 eingesetzt ist, dessen Stutzen durch eine. obere
Öffnung des Teiles 1 hinausragt. Da der Vorratsbehälter in der Einheit 1 selbst untergebracht
ist, bedarf es keines besonderen Außenbehälters für das öl, wodurch an Gewicht
, und Rauminanspruchnahme gespart und die Gefahr des Bruches der Ölleitungen
beseitigt ist.
Bei Wegnahme des Fußdruckes auf die Kopfplatte 18 geht der Hebel 13 in die in
Fig. ι dargestellte Lage. Dabei strömt die Bremsflüssigkeit aus dem Vorratsraum 9
unter dem Eigengewicht in die Kammer 8 unter den Kolben, und dieser selbst wird mit
seiner in der Mitte durchbrochenen Deckplatte 21 durch eine um den Zapfen 14 gewundene,
am Gelenkzapfen 12 angreifende Feder 19 bis zum Anschlag gegen einen
Federring 20 im Zylinder 4 hochgezogen. Dabei lüftet sich der Kugelkopf 6 der Kolbenstange
11 um so viel, daß der Kanal 7 freigegeben
wird. Bevor der Fußtritt niedergepreßt wird, hat die Füllung der Kammer 8 mit Preßflüssigkeit ihr Höchstmaß erreicht,
und damit ist der Kolben S wieder gegen die Kugel gepreßt worden. Kurz zuvor ist die
noch über dem Kolben befindliche Flüssigkeit in die Kammer unter ihm gepreßt worden,
worauf dann der Kanal 7 abgeschlossen wird. Drückt nunmehr der Führer mit dem Fuß
gegen das Pedal i8, dann wird die Flüssigkeit
in der Kammer 8 gezwungen, in den von der Membran 10 abgeschlossenen, als Bremstrommel
anzusprechenden Bremsschlauch 24 (Fig. 6) überzutreten, um die Bremsen entsprechend
dem ausgeübten Fußdruck anzustellen. Die Bremsschläuche in den Trommeln stehen zweckmäßig unter Federdruck,
so daß die Bremsbacken unter elastischer Ab-Stützung durch Federn stehen. Um den von
dem Flugzeugführer herbeigeführten Bremsdruck in der einen oder beiden Einheiten
aufrechtzuerhalten, ist die Pedaleinheit mit einer zusätzlichen Einrichtung versehen,
welche zweckmäßig waagerecht in der Xähe der Flugzeughauptsteuerung angebracht ist.
Das Gehäuse 25 empfängt den Anschluß von vier Leitungen, von denen zwei Leitungen 26
dem Einströmen dienen und die eine davon je zu den Pedaleinheiten führt, während die
beiden anderen Rohre 27 Ausströmleitungen sind, die zu den Bremstrommeln 24 geführt
sind, von denen eine oder mehrere auf jeder Seite des Flugzeuges vorgesehen sein können.
In dem Gehäuse 25 sind zwei wesensgleiche Ventilsätze vorgesehen, zwischen denen eine
Spindel 28 angeordnet ist, um die sich ein Fuß- oder Handhebel 29 exzentrisch dreht,
so daß er in zwei verschiedene Lagen übergeführt werden kann. Zwischen dem Angriffsschenkel
des Hebels 29 und dem Zapfen 28, und zwar nahe dein letzteren, ist ein
Kurbelarm 30 mit dem einen Ende angelenkt, dessen Gegenende in der Mitte eines Joches
drehbar angeschlossen ist. Das ortsveränderliche Joch 31 ruht auf- zwei parallelen
und zu diesem senkrechten Spindeln 32. Die Spindeln durchsetzen ölfeste Kautschukpfropfen
33 in den Ventilgehäusen 35. Die ölzufuhr- und Auslaßleitungen 26, 27 treten
von rückwärts in das Ventilgehäuse 35 und
stehen mit sich erweiternden Bohrungen 34 in Verbindung, in die die Spindeln 32 mit
Kugelköpfen 36 ragen. Jeder Kugelkopf steht unter der Wirkung einer Wickelfeder 37, die
sich auf dem Boden der Höhlung in einer Verschlußschraube 38 für das Ventilgehäuse
35 abstützt.
In der gezeigten Stellung des Hebels 29 sind die Spindeln und ihre Köpfe, von den
Ventilsitzen 39 am einen Ende der Erweiterungen 34 abgehoben, so daß das Betriebsmittel
in beliebiger Richtung zwischen jeder Pedaleinheit und der zugehörigen Bremse verkehren kann.
Damit der Flugzeugführer sich davon überzeugen kann, ob die Bremsen für den Flug
oder das Landen gelüftet sind, sind an dem Bedienungsschenkel des Hebels 29 zwei besondere
Flächen vorgesehen, von denen eine in jeder Stellung sichtbar ist. Bei der Stellung
gemäß Fig. 3, 4 und 5, in welcher die Bremsen gelüftet sind, zeigt die dem Beschauer
zugekehrte Fläche die Aufschrift s-Frei« (Fig. 4). Entsprechend trägt die
rückseitige Fläche des Hebels 29 die Aufschrift »Halt«, um anzudeuten, daß die Bremsen angezogen sind.
Um das Flugzeug in die zuletzt erwähnte Stellung überzuführen, gibt der Führer aus
den Pedaleinheiten den nötigen Bremsdruck und wirft den Hebel 29 herum, so daß dieser
die Aufschrift »Halt« zeigt.
Wenn erforderlich, kann der Führer kräftigen Druck aus nur einer Einheit und die
andere nur schwach wirken lassen, um das Flugzeug zwecks Prüfung mit der Kopfseite
nach dem Winde zu drehen.
Um die Umschaltung des Hebels 29 zu erleichtern und, die Endlagen desselben zu
sichern, kann dieser an dem dem Bedienungsende entgegengesetzten Ende eine Rolle 40
tragen, welche auf eine mit dem einen Ende am Gehäuse 25 befestigte Bogenfeder 41
drückt (Fig. 3').
Wird der Hebel von der »Frei«-Stellung in die »Halt«-Stellung umgelegt, dann hebt sich
das Joch 31 von den Gewindekappen 42 ab, die die Kautschukpfropfen niederhalten. Dadurch
werden die Spindeln 32 mit ihren Kugelköpfen 36 unter der Wirkung der Federn 37 angehoben, bis die Kugeln auf den
Ventilsitzen 39 preß anliegen, wodurch der Austritt des Öls zu den Leitungen 27 unterbrochen
ist. Infolgedessen wird die den Bremsen zuvor zwecks Abdrängens der KoI-ben
von den Membranen zugeführte Flüssigkeit gedrosselt und dadurch der benötigte Druck aufrechtgehalten sowie das Flugzeug
verankert bis der Hebel 29 wieder so umgelegt wird, daß das Flugzeug wieder fahrbereit
ist.
Claims (1)
- Patentanspruch :Hydraulische Bremsanlage für Flugzeuge mit voneinander unabhängigen Betriebsmitteldruckerzeugern für die einzelnen Bremsorgane oder Gruppen von solchen aus von durchbohrten Kolben mit beschränktem Hub unterteilten Betriebsmittelbehältern und den Kolben zugeordneten Stoßstangen zum Steuern dieser und der darin befindlichen Durchgangsöffnungen, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßstangen mit einem Kugelkopf in einer die Durchbohrung aufweisenden Aussparung der Kolben geführt und der über den Kolben liegende Raum der Zylinder durch eine diesen zu einem Vorratsbehälter gestaltende, nachgiebige Membran abgeschlossen ist, die die Stoßstange mit einem Hals umfaßt.Hierzu ι Blatt ZeichnungenDEBUS. OEtWUCKT IM DEH
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE623784C true DE623784C (de) |
Family
ID=576737
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT623784D Active DE623784C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE623784C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2433146A (en) * | 1944-04-01 | 1947-12-23 | Cons Vultee Aircraft Corp | Combined actuating device for hydraulic brake systems and rudders |
| DE917587C (de) * | 1949-10-29 | 1954-09-06 | Schuler L Ag | Vorrichtung zum mechanischen Einruecken von Werkzeugmaschinen, insbesondere Tafelscheren |
-
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- DE DENDAT623784D patent/DE623784C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2433146A (en) * | 1944-04-01 | 1947-12-23 | Cons Vultee Aircraft Corp | Combined actuating device for hydraulic brake systems and rudders |
| DE917587C (de) * | 1949-10-29 | 1954-09-06 | Schuler L Ag | Vorrichtung zum mechanischen Einruecken von Werkzeugmaschinen, insbesondere Tafelscheren |
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