DE623273C - Hochleistungssicherung mit Schmelzkammer und Expansionskammer - Google Patents
Hochleistungssicherung mit Schmelzkammer und ExpansionskammerInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H85/00—Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
- H01H85/02—Details
- H01H85/36—Means for applying mechanical tension to fusible member
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
17. DEZEMBER 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE
2IC S 52. JO
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Februar 1930 ab
Bei den bekannten Hochspannungssicherungen erfolgt die Löschung des beim Durchschmelzen
des Schmelzeinsatzes entstehenden Lichtbogens durch eine große Kontaktentfernung,
die je nach der erforderlichen Länge des Schmelzstreifens gegeben ist. Unterstützt
wird diese Wirkung entweder durch einfaches Ausblasen der beim Schmelzvorgang auftretenden
Metalldämpfe oder durch künstliche Kühlung unter Verwendung verschiedener Füllmaterialien, mit denen der Schmelzfaden
umpackt wird, z. B. Sand, Talkum o. dgl. Diese Teile wirken gleichzeitig dadurch, daß
sie sich mit den heißen Metalldämpfen chemisch verbinden und diese gewissermaßen
absorbieren, wodurch, bis zu gewissen Grenzen ein Auftreten der Feuererscheinung
vermieden werden kann. Ausführungen, bei denen ein mechanisches Auseinanderreißen
der Kontakte bei verhältnismäßig kurzem Schmelzeinsatz erfolgt oder die Verwendung
von neutralen Gasen oder Flüssigkeiten, die ionisationsvermindernd wirken, Anwendung
findet, sind ebenfalls bekannt.
Gegenstand der Erfindung ist eine Hochleistungssicherung mit Schmelzkammer und
einer mit der Schmelzkammer in Reihe liegenden, als Vorkammer ausgebildeten Expansionskammer,
welche mit der Schmelzkammer durch eine verhältnismäßig kleine Öffnung
in Verbindung steht, durch welche die beim Durchschmelzen des Sicherungsfadens als
Träger des Lichtbogens wirkenden glühenden Gase und Metalldämpfe unter einem gewissen
Druck in die Vorkammer gepreßt und dort abgekühlt werden und ins Freie treten. Durch
die damit verbundene Abkühlung treten die Gase und Metalldämpfe mit entsprechend
verminderter Temperatur und vermindertem Druck ins Freie, so daß sie im Bereiche der
Hochspannung keinen Schaden mehr anrichten können. Um zu verhindern, daß infolge
der Umnebelung der nach dem Schmelzvorgang noch vorhandenen freien Elektronen der Lichtbogen nach dem Nulldurchgang
wiederzündet, ist die Hochleistungssicherung so ausgebildet, daß die obenerwähnte Abkühlung
hierfür nutzbar gemacht wird. Dieses kann dadurch erfolgen, daß· nach dem Abschmelzen
des. eigentlichen Schmelzdrahtes das dem Expansionsgefäß zugekehrte Drahtende
durch, eine zusätzliche Kraft beliebiger Art, z. B. durch eine Feder, in den Expansionsraum
hineingezogen wird. Hierdurch wird ein Teil der Zündstrecke nunmehr auch der Kühlwirkung des expandierten Dampfes
oder Gases ausgesetzt. Diese die Wiederzündung behindernde Wirkungsweise kann da-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Lothar Kumlik in Dresden.
durch vergrößert werden, daß gemäß der Erfindung) der Schtnelzdraht von einem verhältnismäßig
leicht verdampfenden Medium umspült wird. Hierdurch wird einerseits erreicht, daß durch Aufnahme und Verbrauch
von Verdampfungswärme bereits innerhalb des Schmelzrohres· eine Kühlung-des Metallgases
oder -dampfes erfolgt, andererseits wird durch die zusätzliche Verdampfung des ίο Mediums die Expansionswirkung erhöht. Es
kommen z. B. Wasser, Glycerin, Mischungen daraus oder sonstige geeignete Mittel zur
Verwendung, die·nicht ohne weiteres bei gewöhnlichen
Temperaturen zu rascher Verdampfung
neigen.
Das Schmelzfadenrohr kann ferner noch ganz oder teilweise mit einem äußerst rasch
verdampfenden oder verbrennenden Stoff, z.'B. Benzin, gefüllt werden, der durch den
Lichtbogen selbst gezündet wird und denselben durch eine zusätzliche Expansionskraft schneller zum Verlöschen bringt.
Ein Ausführungstbeispiel des Erfindungsgedankens ist in der Zeichnung dargestellt.
Mit ι ist das den Schmelzfaden 2 enthaltende Isolierrohr bezeichnet. 3 ist eine z. B. rasch
verbrennende und leicht vergasende Flüssigkeit. Die durch den Lichtbogen entstandenen
Gase treten durch die düsenartige öffnung 4 30- in, den Expansionsraum 5 und von da nach
ihrer Abkühlung durch die Expansionsöffnungen 6 ins Freie. Zur besseren Ausnutzung
der Kühlwirkung zieht die Feder 7 einen Teil des Fadens 2 in den Exparisionsraum
5, 8 und 9 sind1 die Kontakte, an die die zu sichernde Leitung angeschlossen ist.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Hochleistungssicherung mit Schmelzkammer und Expansionskammer, gekennzeichnet durch eine mit der Schmelzkammer (1) in Reihe liegende, als Vorkammer ausgebildete Expansionskammer (5), welche mit der Schmelzkammer (1) durch eine verhältnismäßig kleine Öffnung (4) in Verbindung steht, durch welche die beim Durchschmelzen des Schmelzleiters (2) als Träger des Lichtbogens wirkenden glühenden Gase und Metalldämpfe unter Druck in die Expansionskammer (5) gepreßt und dort abgekühlt werden, ehe sie ins Freie treten.
- 2. Hochleistungssicherung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine zusätzliche Kraft, z. B. eine Feder (7), durch welche das dem Expansionsgefäß zugewandte Ende des Schmelzdrahtes (2) nach dem Abschmelzen in den Expansionsraum hineingezogen wird.
- 3. Hochleistungssicherung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmelzkammer zum Teil mit "einem verhältnismäßig leicht verdampfenden Mittel, das nicht ohne weiteres bei gewöhnlichen Temperaturen zu rascher Verdampfung neigt, z. B. Wasser, Glycerin, gefüllt ist.
- 4. Hochleistungssicherung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schmelzfadenrohr mit einem äußerst rasch verdampfenden oder verbrennenden Stoff, z. B. Benzin, gefüllt ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE623273T | 1930-02-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE623273C true DE623273C (de) | 1935-12-17 |
Family
ID=6577836
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930623273D Expired DE623273C (de) | 1930-02-05 | 1930-02-05 | Hochleistungssicherung mit Schmelzkammer und Expansionskammer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE623273C (de) |
-
1930
- 1930-02-05 DE DE1930623273D patent/DE623273C/de not_active Expired
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