DE62166C - Apparat zur Gewinnung schlammiger Massen in fester Form aus Flüssigkeiten - Google Patents

Apparat zur Gewinnung schlammiger Massen in fester Form aus Flüssigkeiten

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DE62166C
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT62166D
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M. CAHN in Berlin N., Linienstr. 111
Publication of DE62166C publication Critical patent/DE62166C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F11/00Treatment of sludge; Devices therefor
    • C02F11/12Treatment of sludge; Devices therefor by de-watering, drying or thickening
    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21JFIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
    • D21J1/00Fibreboard

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment Of Sludge (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: Chemische Apparate und Processe.
.·.■■;; ν N. CAHN in BERLIN.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. Juni 1891 ab.
Den bisherigen Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von Prefsmasse aus Brei, aus Schlamm, aus Rückständen der Abwässer u. s. w. haftete bisher der Uebelstand an, dafs die festen Bestandtheile von der Flüssigkeit nicht in genügend fester Form abgeschieden und abgetrennt gewonnen werden konnten.
Die Rückstände und Senkstoffe waren und blieben vielmehr mit einem grofsen Quantum Wasser gemischt, behielten eine schwammige, wenig consistente Form ■ und mufsten erst durch nachherige Auspressung verdichtet und durch Erwärmung entwässert werden, um gebrauchs- und versandtfähig zu sein.
So konnte man Papier- und Pappenbrei nicht ohne besondere Entwässerungsvorrichtung von seinem Wassergehalt befreien und in feste Form bringen und ebenso konnte man nicht die Abfall- und Senkstoffe aus den Abwässern der Städte als Dungmittel, in fester, versandtfähiger Form gewinnen; in letzterem Fall ist bisher die Verwendbarkeit und Versendbarkeit der aus den Abwässern gewonnenen Dungmittel überhaupt gescheitert, weil die Ueberführung der letzteren in consistente Form zu viel Wärme bei ihrer Trocknung und aufserdem maschinelle Hülfe zu ihrer Pressung beanspruchte.
Alle diese Hülfsmittel fallen bei dem vorliegenden Verfahren und der Vorrichtung fort, und es wird hier z. B. bei Abwässern der doppelte Vortheil der Reinigung der Abwasser und die Gewinnung eines transportablen Dungmittels in entsprechend geprefstefn Zustande erreicht. ' ■
Naturgemäfs lassen sich dieses Verfahren und diese Vorrichtungen für alle diejenigen Fabrikationen verwenden, bei welchen feste Stoffe aus Schlamm oder aus Brei, oder aus Flüssigkeiten, in denen diese festen Stoffe suspendirt sind, gewonnen werden sollen.
Das Verfahren und die Vorrichtung zur Gewinnung der festen Stoffe in Gestalt von. Prefsmasse ist dadurch charakterisirt, dafs der mit der Flüssigkeit gemischte Schlamm oder Brei oder die die festen Stoffe suspendirt enthaltende Flüssigkeit in das obere Ende eines vertical oder geneigt stehenden hohen Behälters eingeführt werden, an dessen unterem Ende ein Preiskasten unter Zwischenschaltung eines Absperrungsorgans angeschlossen ist, derart, dafs durch Öeffnung dieses Organs der Preiskasten unter den Druck der Wassersäule gestellt werden kann, welcher durch den hohen Flüssigkeitsbehälter gegeben ist.
Es werden sich dann aus der von oben in diesen hohen Behälter eintretenden, mit Brei oder Schlamm vermischten Flüssigkeit die festen Stoffe am Grund des Behälters ansammeln , werden durch das offene Absperrorgan in den darunter befindlichen Prefsbehälter übertreten und werden hier, sich stets unter dem Druck der hohen Flüssigkeitssäule befindend, sich in einer festen und dichten Masse lagern, bis die Prefsform völlig mit denselben gefüllt ist. Die Flüssigkeit selbst wird durch eine Abzweigung von dem hohen Behälter abgelassen, und es kann continuirlich neuer Brei und neue Flüssigkeit zugeführt und zur Absetzung gebracht werden.
Ist die Prefsform gefüllt, so wird das Absperrungsorgan zwischen Behälter und Preiskasten geschlossen und der abnehmbare Prefskasten entfernt, geöffnet und ausgestürzt.
Zur bequemeren Entleerung des Preiskastens kann derselbe nach Art der Filterpressen aus einzelnen auseinandernehmbaren Abtheilungen
bestehen, so dafs die Prefsmasse direct in der gewünschten Plattenform gewonnen wird.
Die Versuche haben ergeben, dafs hierbei die Prefsmasse bei geeigneter Höhe der Flüssigkeitssäule (es' sind bei den Versuchen Drucke von 2 Atmosphären angewendet worden) eine äufserst feste und dichte Structur erhält, eine Structur, die einen grofsen Wassergehalt ausschliefst und die Masse direct transportfähig macht. Die Trocknung von der ihr, noch innewohnenden Flüssigkeit erfordert nur geringe Kosten.
Auf diese Weise sind z. B. in der Pappenfabrikation direct aus der aufgeschwemmten Pappmasse die Papptafeln in ganz beliebig gewünschter Stärke herzustellen, was bisher durch andere Fabrikationsmethoden nicht gelang; es konnten Pappen über eine bestimmte Stärke nicht hergestellt werden.
Auf diese Weise kann man bei der Reinigung der Abfallwässer die Sinkstoffe in ebenso fester Kuchenform oder in Platten in den gewünschten Dimensionen erhalten und in einer Consistenz, bei welcher die nachherige Trocknung an der Luft genügt, um sie transportfähig zu machen.
Der dazu benutzte'Apparat für die gleichzeitige Gewinnung der Sinkstoffe und Reinigung der Abwässer von denselben ist in der Zeichnung in zwei Modifkationen dargestellt.
Fig. ι zeigt einen Querschnitt der ersten Modification, α ist das Zulaufrohr für die Abwässer, welche den Behälter b füllen, der behufs Reinigung mit dem unteren Ablaufstutzen c versehen ist. Von dem oberen Theil dieses Behälters führt das knieförmige Rohr d ab, welches etwa 4 m Höhe hat und an seinem oberen Knie das Absaugerohr e besitzt.
An diesem Absaugerohr ist eine Luftpumpe angeschlossen, die die in b und Knierohr d enthaltene Flüssigkeit ansaugt und zugleich zum größten Theil von den in ihr enthaltenen Gasen und Luft befreit. Diese Gase und die Luft werden abgesaugt durch die Luftpumpe; die Flüssigkeit dagegen fliefst durch den zweiten Schenkel des Knierohres d in den etwa 20 m hohen Behälter f, der durch Scheidewand s in zwei Theile getheilt ist.
Die Flüssigkeit, gröfstentheils von ihren Gasen befreit, sinkt langsam in den ersten Schenkel dieses Behälters nieder, der ein nach oben offenes Knie bildet, und während sich die Sinkstoffe in dem unteren konischen Theil /l sammeln, wird das von diesem gereinigte Wasser in den zweiten Schenkel ein- und hochtreten, um dann bei Rohr g auszutreten. Die sich sammelnden Sinkstoffe gehen durch das offene Abschlufsorgan h in den Kasten k für die Prefsmasse .über, der durch einzelne Bleche 0 in entsprechende Abtheilungen getheilf ist. Dieser Preiskasten ist abnehmbar von dem Abschlufsorgan h und dem entsprechenden Stutzen hl und kann nach seiner Abnahme durch Entfernung des Deckels geöffnet und mit Leichtigkeit in bekannter Weise entleert werden.
Man wird passend mehrere derartige hohe Behälter mit unterem Preiskasten neben einander anordnen und sie gemeinsam von dem Entluftungsbehälter und Entluftungsrohr d speisen, um eine möglichst langsame Zuführung der Abwässer zu dem Kasten f und möglichst langsame Bewegung der Flüssigkeit in demselben zu erzielen; diese langsame Bewegung ist der vollkommenen Abscheidung der Sinkstoffe und der Erlangung einer festen Form derselben in dein Preiskasten förderlich.
Fig. 2 zeigt eine zweite Modification, bei welcher diese Rohrbehälter schräg gestellt sind, um selbst ohne Scheidewand ein schnelles Abscheiden der Sinkstoffe von der Flüssigkeit herbeizuführen und bei welcher die Einführung der Flüssigkeit am unteren Ende des Behälters erfolgt.
Wie die Praxis lehrt, strömt dabei die Flüssigkeit an der Oberseite der Behälter zurück, während an der Unterseite i die Sinkstoffe sich sammeln und sich langsam nach unten zum Preiskasten bewegen.
Aus dieser Modification ist ersichtlich , dafs die Knieform der Absetzbehälter durchaus nicht unumgänglich nothwendig zur Durchführung des Verfahrens ist, wohl aber erleichtert diese Zweitheilung einerseits, wie die Schrägstellung der Absetzbehälter andererseits, die schnelle Ablagerung der Sinkstoffe.

Claims (2)

  1. Patent-AnSprüche:
    ι . Apparat zur Gewinnung schlammiger Massen in fester Form aus Flüssigkeiten, dadurch gekennzeichnet, dafs an dem unteren Ende der verha'ltnifsmäfsig hohen Absetzbehälter ein Preiskasten lösbar angeschlossen ist, welcher mit jenem in Verbindung gesetzt oder von demselben abgesperrt werden kann, und in welchem ein festes Zusammendrücken und Entwässern der schlammigen Massen unter dem Druck der darauf lastenden Flüssigkeitssäule erfolgt.
  2. 2. Der durch Anspruch 1. geschützte Apparat dadurch ergänzt, dafs an das Flüssigkeitszuleitungsrohr eine Luftabsaugevorrichtung angeschlossen ist, zum Zweck, die Luft aus der Flüssigkeit zu entfernen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT62166D Apparat zur Gewinnung schlammiger Massen in fester Form aus Flüssigkeiten Expired - Lifetime DE62166C (de)

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