DE620883C - Verfahren zur Herstellung von Roggenstaerke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Roggenstaerke

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DE620883C
DE620883C DEK129733D DEK0129733D DE620883C DE 620883 C DE620883 C DE 620883C DE K129733 D DEK129733 D DE K129733D DE K0129733 D DEK0129733 D DE K0129733D DE 620883 C DE620883 C DE 620883C
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water glass
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B30/00Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin
    • C08B30/04Extraction or purification
    • C08B30/042Extraction or purification from cereals or grains

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Roggenstärke Die Gewinnung von Stärke durch Aufschlämmen von Getreidemehlen, z. B. von Reis, mit stark verdünnter Natronlauge ist bekannt. Man hat auch gefunden, daß nur o,2 bis o,25 % Natriumhydroxyd enthaltende Lösungen im Gegensatz zu 0,q.- bis o,5%igen zum Ziele führen, wenn man 3- bis 4mal mit der verdünnten Lauge aufschlämmt und -die dann erhaltene Rohstärke zur Befreiung des Proteinrestes mit verdünnter Anunoniaklösung wäscht. Es ist weiterhin bekannt, daß man die infolge des Gehalbes des Roggens an löslichen Bestandteilen schwer rein zu gewinnende Roggenstärke Berhalten kann, wenn man das zweckmäßig o bis 5o % gezogene Roggenmehl dünn einteigt, mit einem Schlagwerk bis zur salbenartigen Beschaffenheit rührt und dann 2o Minuten bei einer Umlaufszahl von 2ooo in der Minute zentrifugiert. Man hat auch zur Trennung der Stärke von Nichtstärkebestandteilen anstatt Natriumhydroxyd auch schon Calciumhydroxyd vorgeschlagen.
  • Endlich muß erwähnt werden, daß die An-Wendung angesäuerter Wassierglasl'ösunggen zum Fällen von Eiweißstoffen usw. aus Pflanzenstofflösungen, z: B. aus dem bei der Kartoffelstärkegewinnung anfallenden Fruchtwasser, bekannt ist. Die Wirkung' beruht darauf, daß die durch Säuren aus Reiner Wass@erglaslösung ausgeschiedenen Kieselsäuregele als Gallerte die angesaugten, adsorbierten Eiweißstoffe niederschlagen. Die Wirkung einer erfindungsgemäß verwendeten nicht angesäuerten Wasserglaslösung ist ,aber der einer angesäuerten gerade entgegengesetzt. In der stark verdünnten Wasserglaslösung ist die Kieselsäure des Natriummebasilikats nicht als Gel, sondern ,als lösliches, sich nicht gallertig ausscheidendes Sol vorhanden. Wie die Kieselsäuregele, so sind auch die Kesels.äuresole stark oberflächenaktiv, d. h. sie ziehen die ebenfalls oberflächenaktiven Eiweißstoffe an. Dia sie nicht gallertig sich abscheiden, werden die adsorbierten Stoffe aus ihrer Bindung im Mehlkörper herausgerissen und in Lösung gebracht. Die an sich leicht erfolgende Quellung der Eiweißkörper wird natürlich ganz außerordentlich durch die in Freiheit gesetzte Natronlauge gefördert. Das Natriummetasilikat Nag S'03 zerfällt in verdünnter wässeriger Lösung in Na20, das sich im Zustande des Entstehens mit Wasser zu Natriumhydroxyd und Si02 umsetzt, das als stark oberflächenaktives Sol vorliegt.
  • Gegenüber den bekannten Verfahren zur Stärkegewinnung ist die Gewinnung der Roggenstärke relativ Beinfach. Der Fortschritt beruht in der Ausnutzung der Eigenschaft der Kieselsäunesole, die die gleichfalls oberflächenaktiven Nichtstärkestoffe, vornehmlich die Eiweißstoffe, ansaugen. Die angesaugten, adsorbierten Eiweißstoffe usw. gehen bei Anwendung nicht angesäuerter Wasserglaslösungen in diese über und bleiben in Lösung, während sie bei Verwendung angesäuerter Wasserglaslösungen durch die in Gelform ausgeschiedene Kieselsäure niedergeschlagen werden. Durch mit l#4eselsäune versetzte Wasserglaslösung wird also gerade die entgegengesetzte Wirkung erzielt, so daß ihre Anwendung im Sinne der vorliegenden Erfindung unmöglich ist. Nach den bekannten alkalischen Verfahren ist die Gewinnung einer reinen Stärke nur meinem langwierigen Arbeitsgange aus schon mitgeteilten Gründen möglich. Die Alkalität der Wasserglaslösung isst so gering, daß sie zu keiner Schädigung der Stärke führen kann, sie entspricht bei der angewandten Konzentration etwa o,16 % Natriumhydroxyd.
  • Beispiel 300 kg Roggenmehl, o bis 6o-% ausgemahlen, werden m einem 5 cbm fassenden Zementbottich mit 3 cbm einer o,q.%igen Wasserglaslösung vom spez. Gewicht 40015 durch ein Rührwerk etwa. 2o Minuten gequirlt. Die so erhaltene Aufschlämmung I wird mit 3ooo Umdrehungen in der Minute zentrifugiert. Die überstehende blanke viscösa gelbbräunliche Lösung (Ablauge I) wird abgelassen. Der verbleibende Rückstand wird wieder in einem Zementbottich mit Wasserglas enthaltendem Wasser gerührt, um dann abermals zentrifugiert zu werden. Die über den Stärkemassen stehende klare und nur noch schwach gelbliche Lösung (Ablauge II) wird abgelassen. Die festen Stärkemassen werden jetzt meinem Zementbottich mit 3 cbm reinem Wasser gut durchgequirlt. Nach dem Absitzen der Stärke läßt man die Lösung ablaufen. Die noch immer Fremdbestandteil#e enthaltende oberste Schicht wird abgehoben oder abgeschlämmt und nochmals in wässeriger Aufschlämmung zentrifugiert. Es wird so als untere, leicht abtrennbare Schicht eine sehr reine Stärke II erhalten.
  • Die Gesamtausbeute beträgt gut 5o % -an Trockenstärke. Die Anwendung der Z£ntri.-fuge hat sich nach angestellten Versuchen. bewährt, die sonst erforderliche Absitzzeit kommt in Fortfall.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Roggenstärke aus Roggenmehl durch alkalische Aufschlämmung, dadurch gekennzeichnet, daß Roggenmehl mit einer o;q.o;öigen Wasserglaslösung vom spez. Gewicht 1,0o15 aufgeschlämmt und in üblicher Weise weiterverarbeitet wird.
DEK129733D 1933-04-05 1933-04-05 Verfahren zur Herstellung von Roggenstaerke Expired DE620883C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742638C (de) * 1941-06-10 1943-12-08 Hoffmann Staerkefabriken Ag Verfahren zur Verarbeitung von Roggen auf Staerke und Kleber

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