DE620360C - Verfahren zur elektromagnetischen Aufzeichnung und Wiedergabe von Schwingungen und Impulsserien - Google Patents
Verfahren zur elektromagnetischen Aufzeichnung und Wiedergabe von Schwingungen und ImpulsserienInfo
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-
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- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B5/00—Recording by magnetisation or demagnetisation of a record carrier; Reproducing by magnetic means; Record carriers therefor
Landscapes
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Description
Auf den verschiedensten Gebieten, insbesondere beim Nachrichtenwesen, Fernsehen
usw., ist es bekannt, Schwingungs- oder Impulsserien mittels eines Elektromagneten auf
einem geeigneten Träger aufzuzeichnen und
durch nachfolgende elektromagnetische Abtastung wiederzugeben. Um die für umfangreichere
Aufnahmen notwendige Trägerlänge möglichst zu beschränken, hat man schon vorgeschlagen, denselben Träger mehrfach
mittels jeweils verschiedener Magnetsysiteme zu beeinflussen oder gleichzeitig mehrere
Aufnahmen verschiedener Frequenzbereiche zu induzieren und nachher entsprechend abzutasten.
Diese Verfahren 'erfordern jedoch alle umständliche Aufnahme- und Abtastapparaturen
mit mehreren Magnetsystemen, die einerseits teuer sind und anderseits doch'
nur eine durch die Anzahl der verschiedenen Magnetsysteme beschränkte Aufzeichnungsüberlagerung bzw. Trägerersparnis ermöglichen.
Erfindungsgemäß werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß die Überlagerung
mehrerer aufeinanderfolgender Impulsserien auf dem gleichen Träger nicht unter Änderung
des elektromagnetischen Teiles, sondern unter Änderung des mechanischen Teiles der
Vorrichtung herbeigeführt wird. Das neue Verfahren besteht darin, daß der magnetisierbare
Aufzeichnungsträger, Band, Draht ο. dgl., unter Verwendung nur eines Aufzeichniungs-
bzw. Abtastmagnetsystems mit j<eweils derart geänderter Geschwindigkeit an der Steuerstelle
fortbewegt wird, daß bei der Aufzeich!- nung die Bereiche der Wellenlängen der einzelnen Aufzeichnungsabschnitte sich nicht
überschneiden oder aneinandergrentzen.
Dabei erfolgt die Aufzeichnung bzw. Abtastung zweckmäßig, wie es an sich bekannt
ist, sowohl beim Hin- als auch beim Rücklauf des Aufzeichnungsträgers. Auf diese
Weise ist es möglich, mit 'einem stets gleich
arbeitenden Magneten auf einer begrenzten Trägerlänge mehrere aufeinanderfolgende
Nachrichten mit verschiedenen WeUenlängenhereichen auf den Träger aufzuzeichnen.
Durch Einschaltung geeigneter Siebkreise werden bei der Aufzeichnung und Wiedergabe
alle Frequenzen, welche außerhalb des ge- so wählten Bereiches liegen, von den Schreibmagneten
bzw. der . Wiedergabevorrichtung ferngehalten.
Die Anwendung dieses Verfahrens bietet auf den verschiedenen Gebieten neben der
Trägerlängenersparnis und der Vereinfachung der elektromagnetischen Apparatur noch weitere
Vorteile, so z. B. bei der Fernübertragung der ^elektromagnetischen Aufzeichnungen,
indem durch die erfindungsgemäße Mehrfachüberlagerung eine erhebliche- Verkürzung
der Übertragungsdauer zwischen Sender und Empfänger herbeigeführt wird.
Im folgenden ist an Hand der Zeichnungen ein Beispiel für eine erfindungsgemäße Nachrichtenübermittlung
und die dafür erforderliche Einrichtung näher beschrieben, wobei für die zu übermittelnden Schwingungs- bzw.
Impulsiserien ein Frequenzband zwischen etwa 800 und 1200 Hertz angenommen ist.
Fig. ι ist eine schematische Anordnung
für die elektromagnetische Stahldraht- oder Stahlbandaufzeichnung.
Fig. 2 zeigt die Anordnung der Wiedergabevorrichtung.
Fig. 3 zeigt, wie die verkürzte Übertragungsdauer für einen vorher aufgenommenen
Text entsteht.
In Fig. ι ist 1 ein Stahldraht o. dgl., der
magnetisch beeinflußt und in der einen oder anderen Richtung auf Spulen aufgewickelt
" wird. 2 ist der Schreibmagnet, 3 ein Siebkreis, der alle außerhalb eines bestimmten
Bereiches, beispielsweise 800 bis 1200 Hertz, liegenden. Frequenzen abhält. 4 ist ein von
dem Mikrophon 5 gesteuerter Verstärker. Außerdem ist in Fig. 2 6 'ein Hörer oder
Lautsprecher, dem ein Verstärker vorgeschaltet sein kann.
Angenommen, man nimmt mit der in Fig. ι dargestellten Vorrichtung ein Wort bei
einer Geschwindigkeit ν des Stahlbandes auf, so wird, wenn man das Band im gleichen
Sinne und mit gleicher Geschwindigkeit ν die Wiedergabevorrichtung (Fig. 2) passieren
läßt, am Hörer oder Lautsprecher das Wort in ,gleicher Weise wiedergegeben.
Wenn man dagegen das Band mit doppelter Geschwindigkeit 2 ν zwischen den Polen
des Abtastmagneten (Fig. 2) durchlaufen läßt, wirken die b-ei der Aufnahme zwischen
800 und 1200 liegenden Schwingungen auf den Abtastmagneten wie zwischen den Frequenzen
1600 und 2400 liegende Schwingungen. Wenn nun der Siebkreis nur Schwingungen
zwischen 800 und 1200 Frequenz durchläßt, bleibt der Hörer oder Lautspre-4.0
eher stumm.
Man kann das. Band also von. .neuem beeinflussen
(Fig. 1), indem dieses mit der Geschwindigkeit 2 ν läuft, und diese zweite
Aufzeichnung mit der Vorrichtung nach Fig. 2 bei der Bandgeschwindigkeit 2 ν unter Verwendung
eines geeigneten Siebfcreises abtasten.
Läßt man das Band mit der Geschwindigkeit 3 ν laufen, so hört man mit. der Abtasitvorrichtung
weder die erste noch die zweite Aufzeichnung, denn die erste liegt für den
Abtastniagneten zwischen den . Frequenzen 2400 und 3600 und die zweite zwischen 1200
und 1800 Schwingungen. Man kann also 'eine
dritte Aufzeichnung bei einer Bandgeschwindigkeit 3 ν vornehmen.
Auf diese Weise ist es möglich, die erste, zweite oder dritte Aufzeichnung zur Wiedergabe
zu bringen, je nachdem, ob man das Band mit der Geschwindigkeit v, 2 ν oder 3 ν
ablaufen läßt.
Mit vier Geschwindigkeiten kann man so eine vierfache Überlagerung erzeugen.
Durch diese Überlagerungen -ergibt sich
für Übertragungen (mittels. Draht oder auf drahtlosem Wege zwischen Sender und Empfänger)
ein wesentlicher Fortschritt, und zwar dadurch, daß für η derartige Überlagerungen
die übertragene-Auf nahmelänge mit —-— ·η
multipliziert werden kann, wenn die Bandgeschwindigkeit während der Übertragung auf
η · ν ansteigt.
Es kann somit eine telephonische Nachricht bei vierfacher Überlagerung in —-4
= ι ofach geringerer Zeit als. mit den bisher
üblichen Methoden übertragen werden.
Das Schema (Fig. 3) erklärt diese Tatsache. A, B ist die Länge 'des Auf zeichnungslträgers.
Angenommen, die Aufzeichnung dauert 10 Minuten. Der erste Teil derselben
dauert beispielsweise bei der Bandgeschwin-. digkeit v' 4 Minuten. Nach jeweils 1 Minute
passiert der Schreibmagnet nacheinander die Punkte C, d, e, B des Aufzeichnungsträgers^
wie die Pfeile andeuten. Der zweite Teil dauert bei einer Geschwindigkeit v" beispielsweise
3 Minuten, und der Magnet passiert am Ende der fünften, sechsten und siebenten Minute die Punkte /, g und A. Die dritte
Überlagerung bei einer Geschwindigkeit v'" dauert 2 Minuten, der Magnet passiert die
Punktet und B am Ende der achten und neunten Minute. Die vierte Überlagerung erfolgt
mit der Geschwindigkeit v"" in 1 Minute,
während welcher der Magnet die ganze Strecket bis B überstreicht.
Der ganze Text, dessen Aufnahme ι ο Minuten
gedauert hat, kann innerhalb der elften Minute, also im zehnten Teil der Zeit vom
Sender zum Empfänger, übertragen werden, der dann die Aufzeichnung mit der oben beschriebenen
Vorrichtung analysiert.
Dieses Verfahren kann selbstverständlich mit jedem beliebigen bekannten Apparat zur
elektromagnetischen Aufzeichnung und Wiedergabe durchgeführt werden.
Es ist dabei natürlich -auch möglich, daß das zur Anwendung gelangende Magnetsystem
mehrere in bekannter Weise uxnschaltbare Einzelmagnete oder Magnetpaare besitzt, die
ihrerseits zusätzliche Maßnahmen zur Überlagerung von Aufzeichnungen neben dem erfindungsgemäßen
Verfahren gestatten.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur elektromagnetischen Aufzeichnung und Wiedergabe von Schwingungen und Impulsserien, bei dem unter wiederholter Vorbeiführung des magneti-sierbaren, ζ. B. band- oder drahtförmigen Trägers an der Steuerstelle mehrere Aufzeichnungsgruppen überlagert werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Aufzeichnungsträger unter Verwendung nur eines Aufzeichnungs- bzw. Abtastsystems mit jeweils derart geänderter Geschwindigkeit an der Steuerstelle vorbeibewegt wird, daß bei der Aufzeichnung die Bereiche der Wellenlänge der einzelnen Aufzeichniungaabschnitte sich nicht überschneiden oder aneinandergrenzen.
- 2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch I3 dadurch gekennzeichnet, daß in. den Sprechstromkreis der Aufzeichnungs- und Abtastapparatur Siebkreise eingeschaltet sind, die alle außerhalb des gewählten Frequenzbereiches liegenden Frequenzen abfiltern.
- 3. Verfahren zur Fernübertragung von so Magnetogrammen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere überlagerte Aufzeichnungen gleichzeitig vom Sender zum Empfänger übertragen werden.Hierzu ι Bla.tt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET39637D DE620360C (de) | 1931-10-21 | 1931-10-21 | Verfahren zur elektromagnetischen Aufzeichnung und Wiedergabe von Schwingungen und Impulsserien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET39637D DE620360C (de) | 1931-10-21 | 1931-10-21 | Verfahren zur elektromagnetischen Aufzeichnung und Wiedergabe von Schwingungen und Impulsserien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE620360C true DE620360C (de) | 1935-10-19 |
Family
ID=7560545
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET39637D Expired DE620360C (de) | 1931-10-21 | 1931-10-21 | Verfahren zur elektromagnetischen Aufzeichnung und Wiedergabe von Schwingungen und Impulsserien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE620360C (de) |
-
1931
- 1931-10-21 DE DET39637D patent/DE620360C/de not_active Expired
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