DE61832C - Verfahren zur Herstellung vor* Gegenständen aus Papierstoff - Google Patents

Verfahren zur Herstellung vor* Gegenständen aus Papierstoff

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DE61832C
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percha
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DENDAT61832D
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OZOUF & LE' PRINCE in Paris, 83 Rue Lourmel
Publication of DE61832C publication Critical patent/DE61832C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21JFIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
    • D21J7/00Manufacture of hollow articles from fibre suspensions or papier-mâché by deposition of fibres in or on a wire-net mould

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE S4: Papiererzeügnisse.
Bisher hat man für die Herstellung von aus Papier, Pappe oder anderen ähnlichen Stoffen geformten Gegenständen verschiedene Verfahren des Stanzens und Treibens angewendet und in neuerer Zeit hat man vermittelst metallener, mit Drahtgewebe überzogener Formen durch Erzeugung von Luftleere glatte Oberflächen erhalten können, während dabei die Dicke des Papierstoffes ungleich blieb.
Es ist nach Ansicht der Erfinder unmöglich, mit den bis jetzt verwendeten Apparaten die Gegenstände gleichmäfsig zu formen, weil das die Form bedeckende Drahtgewebe nur auf der äufseren Fläche benutzt wird; infolge dessen wird beim Ansaugen der Faserstoff vom Wasser nach den unteren Theilen mitgerissen, während an den oberen Theilen sich fast kein Stoff absetzt.
Das neue Verfahren zum Formen von Gegenständen aus Papierstoff ist auf ein anderes Princip basirt: Es besteht darin, dafs man Formen aus Guttapercha oder aus anderen Harzstoffen herstellt, die man im kochenden Wasser oder in einer Trockenkammer erhitzt, und dafs man, nachdem man den Abdruck des zu formenden Gegenstandes genommen hat, verschiedene kleine Löcher in die Guttaperchaform bohrt und die innere Seite dieser Form mit einem Gaze- oder Canevasstoff auskleidet.
Vermittelst dieses Verfahrens kann man Gegenstände aller Art herstellen, wie z. B. Spielsachen, Krüge, Behälter für Säuren, Alkohol, Chlor u. s. w., LuxLiscartonnagen, Schachteln, Kästchen mit erhabener oder hohler Sculptur, welche fester und leichter sind als die Kästchen aus geprefstem Holz, Accumulatorenkasten, Spulensockel, Isolirplatten, ?:Militairausrüstungsgegenstände u. a. m.
Zur besseren Erläuterung des Verfahrens ist in beiliegender Zeichnung in ' Fig. 1 die Anordnung des Apparates im Verticalschnitt dargestellt. Derselbe besteht aus einer Stoff bütte A, welche mit flüssigem Stoff gefüllt ist und in welche der hohle Kasten B taucht, der die mit Canevas ausgelegte Guttaperchaform C enthält; in der Zeichnung stellt diese Form eine Büste dar. Der Kasten B ist oben mit einem Stutzen D versehen, welcher ihn mittelst des Hahnes E und des Rohres F mit der Luftpumpe oder mit einem änderen Saugapparat verbindet.
Nachdem der Apparat so angeordnet ist, genügt es, den Hahn E zu öffnen, um das Haften des Papierstoffes an der Formfläche zu erzielen, und zwar in einer Dicke, die je nach der Länge der Saugwirkung verschieden ist. Um eine vollständige Amalgamation zu erzielen, kann man ein Luftrührwerk O im Innern der Bütte A anordnen.
Nachdem der Papierstoffgegenstand aus der Guttaperchaform herausgenommen ist, ist es nöthig, denselben in einer Metallform zu pressen, um ihm glatte und polirte oder verzierte äufsere Flächen zu geben.
In der Zeichnung stellt Fig. 2 eine Presse G dar, welche durch Dampf-, Luft- oder Wasserdruck functionirt und mit einem sehr elastischen Gummibeutel H versehen ist,, welcher den Kern des Gegenstandes bildet.
Der in diesem Beutel erzeugte Druck erweitert den Gummi, welcher, wenn er in die
Form J eingeführt ist, genau deren Formen annimmt. Wenn man nun einen noch stärkeren Druck ausübt, so wirkt derselbe auf die Metallform, und der zwischen Gummibeutel und Metallform befindliche Gegenstand aus Papierstoff stellt dann einen genauen Abdruck der Metallform dar.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren, aus flüssigem Papierstoff hohle Gegenstände durch Absaugen des Wassers zu bilden, dadurch gekennzeichnet, dafs durchlöcherte, auf der Innenseite mit Canevas belegte Formen aus ,Guttapercha oder anderem elastischen Stoff angewendet werden, und dafs nach dem Absaugen des Wassers und vor dem Trocknen der Gegenstände die Oberfläche der letzteren mittelst eines den Kern bildenden, durch Luft- oder Wasserdruck sich ausdehnenden Gummibeutels gegen die Innenwände einer Metallform angedrückt und dadurch geglättet wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT61832D Verfahren zur Herstellung vor* Gegenständen aus Papierstoff Expired - Lifetime DE61832C (de)

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