DE24946C - Apparate zur Herstellung von Gegenständen aus flüssiger Papiermasse - Google Patents

Apparate zur Herstellung von Gegenständen aus flüssiger Papiermasse

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DE24946C
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C. O. SCHMIDT in Dresden
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21JFIBREBOARD; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM CELLULOSIC FIBROUS SUSPENSIONS OR FROM PAPIER-MACHE
    • D21J7/00Manufacture of hollow articles from fibre suspensions or papier-mâché by deposition of fibres in or on a wire-net mould

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 54: Papiererzeugnisse.
Die Grundform für den betreffenden Gegenstand ist aus Metallgewebe hergestellt und mit einem Saugbecken und einem Saugrohr so in Verbindung gebracht, dafs, wenn diese Theile in eine mit dünnflüssigem Faserstoff gefüllte Bütte eingetaucht werden und an dem Ende des Saugrohres eine Saugwirkung hervorgerufen wird, der Faserstoff sich in der Form des herzustellenden Gegenstandes auf der Metallform ablagert, während Wasser durch das Saugrohr abgesaugt wird. Mit der Saugwirkung und Stoffablagerung wird so lange fortgefahren, bis eine entsprechend starke Faserschicht auf dem Metallsieb abgelagert ist. Nach Herausheben der Form aus dem flüssigen Faserstoff und nach Abstellung der Saugwirkung, die man auch aufserhalb der Stoffbütte eine Zeit lang fortdauern lassen kann, wird der Gegenstand von der Metallsiebform abgehoben und durch Pressung, sowie durch andere Mittel auf den erforderlichen Grad der Trockenheit gebracht, um dann der Decoririmg unterworfen zu werden.
In Fig. ι ist der Apparat zum Herstellen von Hohlgefäfsen, beispielsweise Schüsseln, aus Faserstoff dargestellt.
α ist ein viereckiger Rahmen, an dessen unterer Kante ein Gestell aus Drahtstangen b b befestigt ist, das,, wenn es mit Metallsieb c überzogen wird, die innere Form einer umgestülpten Schüssel darstellt. An der unteren Seite des Rahmens α ist ferner ein Saugbecken d luftdicht an dem Rahmen befestigt. Aus diesem Becken zweigt ein Saugrohr e ab, das durch ein biegsames Rohr mit einer kräftigen Sangpumpe oder sonstigen Saugeinrichtung verbunden ist. Dieser Apparat wird in eine mit flüssigem Faserstoff angefüllte Bütte eingetaucht, der Hahn im Saugrohr geöffnet und tritt nun die oben erwähnte Stoffablagerung auf der Metallsiebform ein. Man kann nach Beendigung der Ablagerung und nach behutsamem Herausnehmen des ganzen Apparates aus dem flüssigen Stoff die Saugwirkung noch eine kurze Zeit fortsetzen, und entzieht man dem Gegenstand dadurch schon einen bedeutenden Theil Feuchtigkeit, so dafs einfaches Nachtrocknen an der Luft oder im geheizten Raum bei einfachen Gegenständen bereits genügen kann, um denselben trocken zu stellen. Es empfiehlt sich, während des Saugprocesses den Stoff in der Bütte in. Bewegung zu setzen, was durch ein geeignetes Rührwerk erfolgen kann, damit die Stoffablagerung auf das Sieb so gleichmäfsig wie möglich vor sich geht.
Fig. 2 und 3 sind ein Apparat im Verticalschnitt und Grundrifs zur Herstellung solcher Gegenstände, welche eine glatte und eine profilirte Seite haben, wie beispielsweise Rahmen, Ränder etc.
Das Untergestell a, an dem das Saugbecken d nebst Saugrohr e luftdicht befestigt ist, hat eine der Grundform des herzustellenden Gegenstandes entsprechende Durchbrechung, die mit Metallsieb c überspannt ist. Es empfiehlt sich im vorliegenden Falle, das Metallsieb durch eine perforirte Metallplatte oder durch ein Netz aus starkem Draht oder durch Querstege zu unterstützen, damit das Metallsieb einen starken Druck auszuhalten vermag.
Zu den Seiten dieser Durchbrechung erheben sich die Seiten wände /g, welche von solcher

Claims (2)

Höhe sind, dafs sich genügende Stoffmassenhöhe zwischen ihnen infolge der Saugwirkung ablagern kann. Linksseitig in Fig. 2 ist eine solche angesaugte Stoffschicht bis zur Höhe i i dargestellt. Nachdem der gesammte Apparat in den Stoff eingetaucht worden ist und sich der Vorgang, wie oben beschrieben, durch die Saugwirkung vollzogen hat, wird der Apparat herausgehoben und, nachdem durch Saugwirkung genügend Wasser aus dem Stoff ausgesaugt ist, an Ort und Stelle eine Pressung der Masse dadurch vorgenommen, dafs ein der Grundform des anzufertigenden Gegenstandes entsprechender Rahmen k mit der entsprechenden Profilirung an seiner Unterseite / durch hydraulischen oder anderen Druck niedergedrückt wird, so dafs der Stoff zu der rechtsseitig in Fig. 2 dargestellten Form zusammengeprefst wird. Da die obersten Stoffschichten in diesem Falle noch sehr weich sein werden, so mufs der Druck anfangs ein mäfsiger sein, der erst nach und nach mit der Consistenz der Masse an Stärke zunehmen kann. Es ist bei dem Saugprocefs selbstverständlich darauf zu achten, dafs die Apparate tief genug unter die Niveaufläche der Stoffbütte eingetaucht werden, damit niemals Lufteinsaugung stattfinden kann. In der Regel werden aus Faserstoff hergestellte Gegenstände nach ihrer Fertigstellung imprägnirt, um sie gegen Feuchtigkeit widerstandsfähig zu machen. .:.-,.■.:.,: Bei dem hier beschriebenen Verfahren kann entweder ein Imprägniren der geformten Gegenstände stattfinden oder es kann der flüssigen Stoffmasse gleich eine geeignete Imprägnationsflüssigkeit oder ein Stoffbindemittel, wie Papierleim etc., beigemischt werden, so dafs sich dieses Imprägnirungs- oder Bindemittel in der sich ablagernden Stoffmasse gleichmäfsig vertheilt. Ebenso können Farbstoffe der flüssigen Stoffmasse beigemengt werden, wenn der Gegenstand durchweg gefärbt sein soll. Ein Verlust an diesen Beimischungen tritt bei dem Saugprocefs um deswillen nicht ein, weil die mit der Saugwirkung im Wasser weggesaugten Materialien (zu denen auch feine Stofffasern zu zählen sind) zu nachfolgender Manipulation bezw. zu neuer Stoffmischung in der Bütte wieder verwendet werden können. . Patenτ-Ansprüche: Bei der Herstellung von Gegenständen aus flüssiger Papiermasse, welcher nach Erfordernifs Binde- und Farbmaterialien zugesetzt werden:
1. Die Anwendung eines Schöpfrahmens, welcher sich charakterisirt durch ein luftdicht daran befestigtes Saugbecken d nebst Saugrohr e.
2. Die Anwendung des vorbezeichneten Schöpfrahmens in Verbindung mit niederprefsbarem profilirten Deckel k.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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