DE618218C - Nach beiden Drehrichtungen der treibenden Welle mitnehmende und freigebende Freilaufkupplungsvorrichtung fuer den Antrieb von Fahrzeugbeleuchtungsdynamomaschinen von einer Achse des Fahrzeugs aus - Google Patents
Nach beiden Drehrichtungen der treibenden Welle mitnehmende und freigebende Freilaufkupplungsvorrichtung fuer den Antrieb von Fahrzeugbeleuchtungsdynamomaschinen von einer Achse des Fahrzeugs ausInfo
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Description
Beim Antrieb von Maschinen von einer Fahrzeugachse aus, z. B. Lichtmaschinen, bei
welchen der Anker nach beiden Drehrichtungen arbeitet, ist es schwierig, einen Freilauf
anzubringen, da die bekannten Einrichtungen, z. B. Freiläufe, bei denen Klemmrollen, Walzen
und Kugeln zur Anwendung gelangen, nicht nach beiden Drehrichtungen des angetriebenen
Teiles den angetriebenen Teil
ίο selbsttätig freigeben. Wenn der Antrieb z. B.
von der Welle der Eisenbahnräder aus erfolgt, dann werden die Antriebsorgane, z. B.
die Antriebsriemen, beim. Bremsen der Wagen außerordentlich beansprucht. Ohne das Bremsen
wären die Bedingungen für^einen Antrieb dieser Art außerordentlich günstig, da die
Eisenbahnwagen im allgemeinen nur mäßig beschleunigt werden können, so daß der Drehmomentzuwachs
sehr stetig verläuft. Außer-
ao ordentlich unangenehm und schwierig werden die Bedingungen durch die Einwirkung,
welche bei plötzlichem Bremsen der Eisenbahnwagen entsteht. Beim plötzlichen Bremsen
der Eisenbahnwagen treten Kräfte auf, welche das normale Drehmoment für den Antrieb
der Lichtmaschine um ein Vielfaches ansteigen lassen.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, rutschende Riemen 0. dgl. zu verwenden. Mit
solchen Einrichtungen lassen sich die zerstörenden Wirkungen der Kräfte beim Bremsen
nicht vollkommen vermeiden. Es sind auch, schon für andere Zwecke Freilaufsysteme
bekanntgeworden, welche für zwei Drehrichtungen gebaut sind und bei welchen man die Freilaufwirkung für die eine oder
andere Drehrichtung vorher einstellen kann. Eine solche vorher !einzustellende Freilaufeinrichtung
könnte man bei Lichtmaschinen für Eisenbahnen, bei welchen der Anker nach beiden Drehrichtungen arbeitet, nicht verwenden,
da man bei jeder Änderung der Fahrtrichtung die Freiläufe umstellein müßte. Man hat auch bereits Einrichtungen vorgeschlagen,
bei denen der Anker der Lichtmaschine dauernd in einer Drehrichtung läuft
und hat diesen nach, einer Richtung laufenden Anker mit einem bekannten Freilauf versehen,
welcher nur nach einer Drehrichtung freigeben kann. Ein Betrieb für beide Fahrtrichtungen
des Eisenbahnwagens wird hierbei dadurch möglich gemacht, daß ein Wendegetriebe,
welches automatisch gewendet wird, vorgeschaltet ist. Man hat auch bereits Klinkenkupplungen
vorgeschlagen, bei denen Klinken pendelnd auf einem Trägerelement gelagert
sind, wobei eine Bremsung des Klinkenträgers in Betracht gezogen war.
Alle diese bekannten Einrichtungen bringen
bauliche und praktische- Schwierigkeiten und zeigen nicht den einfachen Aufbau, wie ihn
der in der Technik bereits hochentwickelte Idemmrollenfreilauf aufweist.
Es war bisher nicht möglich, ohne besondere Zusatzgetriebe diesen in der· Praxis sehr
bewährten Freilauf anzuwenden, insbesondere den Klemmrollenfreilauf so zu bauen, daß er
ίο selbsttätig nach beiden Drehrichtungen des
angetriebenen Teiles eine Freigabe desselben ermöglicht.
Die Erfindung ermöglicht es, durch einfache bauliche Maßnahmen den an und für
sich bekannten Klemmrollenfreilauf zur Verwendung für Antriebe von Fahrzeugbeleuchtungsdynamomaschinen
so auszubilden, daß er den angetriebenen Teil selbsttätig nach beiden Drehrichtungen des angetriebenen Teiles freigibt.
Dies wird dadurch erreicht, daß zur selbsttätigen Steuerung des Freilaufs der in
beiden Drehrichtungen drehbaren angetriebenen Welle angeordnete besondere Bremsmittel
mit einem Teil des Fahrgestells, vorzugsweise mit dem Dynamogehäuse, verbunden oder
. zu ihm festgehalten sind und einen die Walzen oder Kugeln führenden Käfig zur Leistung
von Bremsarbeit zwingen.
Selbstverständlich können die Rollen und Walzen beliebig durch Kugeln ersetzt werden.
Fig. ι und 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens. Man erkennt ein
Stück des Dynamogehäuses 10, ein Lager 11
der Dynamowelle 12. Fest auf der Dynamowelle sitzt das Mitnahmestück 13, welches
gleichzeitig die äußere Begrenzungswand der Gleitbahnen der Freilauf walzen 14, 15 darstellt.
Die Riemenscheibe 16 ist auf der Dynamowelle 12 -drehbar gelagert und ihr
innerer Teil 17 bildet die innere Wand der
Gleitbahn der Freilaufwalzen. Die Flächen der inneren Begrenzungswand bzw. des inneren
Mitnahmestückes 17 sind beispielsweise als ebene Flächen ausgebildet, so daß sie zu
der zylindrischen Begrenzungsfläche 13 einen Winkel bilden. Ihre Erstreckung ist eine
symmetrische, und die Freilauf walzen 14,15
begegnen nach beiden Seiten hin denselben Einklemmungsverhaltnisseri. Die Freilaufwalzen
14 und 15 werden durch einen Walzenkäfig 18 geführt, welcher sich seinerseits um
die Achse 19 dreht. Die Achse 19 lagert in
•der Naberikappe20 in den. Kugellagern 21, 22
und wird durch den Halter 23 zum Dynamogehäuse festgehalten, so daß sie sich zu diesem
Gehäuse nicht drehen kann. Der Halter 23 kann auch mit dem Eisenbahnwagen selbst
fest verbunden, sein und dadurch eine Drehung
der Achse 19 zum Eisenbahnwagen verhindern.
Eine unter Federdruck stehende Bremsscheibe 24 wird gegen den Walzienkäfig
18 gedrückt und übt eine leichte Bremswirkung in bezug auf seine Drehung um die feste
Achse 19 aus. Die Feder der Bremsscheibe 24 kann so ausgebildet werden, daß der
Federdruck eingestellt werden kann.
Der Walzenkäfig 18 bewegt sich zu der Riemenscheibe 16 in den Schlitzen bzw.
Löchern 25, 26, welche in der Riemenscheibe 16 vorhanden sind. Dadurch, daß sich der
Walzenkäfig um die feste Achse dreht und zu der festen Achse eine Reibung überwinden
muß, ist dafür gesorgt, daß die Freilaufwalzen sowohl bei der Hinfahrt als auch bei
der Herfahrt in zweckmäßiger Weise in Funktion treten. In vielen Fällen wird schon die
Reibung im Gleitlager genügen, um die gewünschte Hemmung zu erzeugen. In anderen
Fällen wird man die Reibungsscheibe 24 oder ein sonstiges Bremselement anwenden, um
die Reibung zwischen dem Walzenkäfig 18 und der festen Achse 19 zu verstärken.
In besonderen Fällen wird man nicht einen vollkommenen Freilauf zulassen, sondern man
wird den frei laufenden Teil etwas abbremsen, um z. B. beim Rangieren der Eisenbahnwagen
den mit kleiner Energie frei laufenden Dynamoanker bald zum Stillstand zu bringen.
Zu diesem Zweck ist auf der Dynamowelle 12 eine unter Federdruck stehende Bremsscheibe
27 angeordnet, welche sich mit leichtem Druck an die Riemenscheibe 16 anlegt, so daß
der Freilauf des Ankers bzw. der Welle 12 "zur Riemenscheibe ein wenig abgebremst wird.
Es sei noch bemerkt, daß der Federdruck der Bremsscheibe 27 ebenso wie der der
Bremsschieibe 24 einstellbar angeordnet werden kann.
Fig. 3 zeigt eine Anordnung, bei der die innenliegende Wand 28 der Walzengleitbahn
Zylinderform hat, während die nach außen liegende Wand 29 schwach gekrümmte oder
ebene Flächen aufweist, welche zu der inneren Wand im Winkel stehen und auf diese
Art die Einklemmung der Walzen ermögliehen.
Fig. 4 zeigt eine Anordnung, bei welcher zwei Gruppen von Walzen angeordnet sind.
Die eine Gruppe, nämlich die Walzen 30, 3I3
32 und 33 kommen bei der einen Drdbxichtung zur Einklemmung, während die Walzen
34j 35>
36 und 37 bei der anderen Drehrichtung
zur Einklemmung gelangen. Beide Gruppen von Walzen können beispielsweise durch denselben Walzenkäfig 38 geführt werden.
Auch in 'diesem Falle wird der Walzenkäfig in ähnlicher Weise wie der Walzenkäfig
18 der Fig. 1 auf einer festen Achse drehbar gelagert und gegebenenfalls zu dieser leicht
gebremst.
Durch die leichte Bremsung bzw. Verzögerung der Drehung des Walzenkäfigs ist eine
Sicherung gegen ungewünschtes Einklemmen der Freilaufwalzen bei der Hinfahrt bzw. bei
der Rückfahrt der Eisenbahnwagen getroffen. Die Erfindung soll nicht nur für den Antrieb
von Lichtmaschinen Verwendung finden, sondern sie kann für Antriebe von Maschinen
verwandt werden, bei denen ähnliche Betriebsbedingungen vorliegen.
Claims (7)
1. Nach beiden Drehrichtungen der treibenden Welle mitnehmende und freigebende
Freilaufkupplungsvorrichtung für ■den Antrieb von Fahrzeugbeleuchtungsdynamomaschinen
von einer Achse des Fahrzeugs aus, bei welcher für beide Drehrichtungen der treibenden Welle Walzen
oder Kugeln selbsttätig zum Einklemmen gelangen, welche nach beiden Drehrichtungen
der treibenden Welle die angetriebene Welle mitnehmen oder freigeben, dadurch gekennzeichnet, daß zur
selbsttätigen Steuerung des Freilaufs der in beiden Drehrichtungen drehbaren angetriebenen
Welle angeordnete besondere Bremsmittel mit einem. Teil des Fahrgestells,
vorzugsweise mit dem Gehäuse der Dynamomaschine verbunden oder zu dem Gehäuse der Dynamomaschine festgehalten
sind und einen die Walzen oder Kugeln führenden Käfig zur Leistung von Bremsarbeit zwingen.
2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenoder
Kugelkäfig in einem Gleitlager ge-
lagert ist, dessen nicht drehbarer Teil am Fahrzeug oder am Dynamogehäuse
befestigt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzen-
oder Kugelkäfig so schwergängig gelagert ist, daß die Bremsung durch das Lager allein erfolgt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als besondere
Bremsmittel unter Federdruck stehende Scheiben (Bremsscheibe 24 in Fig. 1) angeordnet
sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Walzen- oder Kugelkäfig auf einer zum Fahrzeug
und zum Dynamogehäuse feststehenden Achse (19) gleitend gelagert ist und daß
zusätzliche Reibungsmittel zur Bremsung des Walzen- oder Kugelkäfigs vorhanden sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine die
Freilaufwirkung des freigebbaren Teils der Kupplungsvorrichtung beschränkende Bremse (27 in Fig. 1) angeordnet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse,
um welche sich der Walzen- oder Kugelkäfig dreht, in der Freilaufnabe oder in der Nabe einer Riemenscheibe (20 in Fig. 1)
oder in oder an der Dynamowelle drehbar gelagert ist und zum Fahrzeug oder zum Dynamogehäuse durch einen Hebel festgehalten
wird. ' '70
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF76308D DE618218C (de) | 1933-09-30 | 1933-09-30 | Nach beiden Drehrichtungen der treibenden Welle mitnehmende und freigebende Freilaufkupplungsvorrichtung fuer den Antrieb von Fahrzeugbeleuchtungsdynamomaschinen von einer Achse des Fahrzeugs aus |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF76308D DE618218C (de) | 1933-09-30 | 1933-09-30 | Nach beiden Drehrichtungen der treibenden Welle mitnehmende und freigebende Freilaufkupplungsvorrichtung fuer den Antrieb von Fahrzeugbeleuchtungsdynamomaschinen von einer Achse des Fahrzeugs aus |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE618218C true DE618218C (de) | 1935-09-04 |
Family
ID=7112629
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF76308D Expired DE618218C (de) | 1933-09-30 | 1933-09-30 | Nach beiden Drehrichtungen der treibenden Welle mitnehmende und freigebende Freilaufkupplungsvorrichtung fuer den Antrieb von Fahrzeugbeleuchtungsdynamomaschinen von einer Achse des Fahrzeugs aus |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE618218C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3427244A1 (de) * | 1984-07-24 | 1986-01-30 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Schnellkupplung fuer fahrzeuggeneratoren |
| FR3041594A1 (fr) * | 2015-09-25 | 2017-03-31 | Sncf Mobilites | Dispositif de detection du sens de la marche d'un vehicule ferroviaire |
-
1933
- 1933-09-30 DE DEF76308D patent/DE618218C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3427244A1 (de) * | 1984-07-24 | 1986-01-30 | Robert Bosch Gmbh, 7000 Stuttgart | Schnellkupplung fuer fahrzeuggeneratoren |
| FR3041594A1 (fr) * | 2015-09-25 | 2017-03-31 | Sncf Mobilites | Dispositif de detection du sens de la marche d'un vehicule ferroviaire |
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