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Klammerartige, zwei federnde Elektroden aufweisende Betäubungsvorrichtung
für Schlachttiere Um das Töten von Schlachttieren möglichst schmerzlos ausführen
zu können, hat man bereits Betäubungsgeräte zur Zuführung des elektrischen Stromes
mit federnden Elektroden. vorgeschlagen. Diese Einrichtungen sind aber teilweise
umständlich beim Anlegen an den Körper des zu, betäubenden Tieres, weil die Elektroden
gespreizt werden müssen und in den meisten Fällen das; Gerät dauernd gehalten werden
muß, damit es, namentlich beim Niederfallen .des Tieres, sich nicht wieder löst.
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Gemäß der Erfindung erfolgt das Anlegen der Elektroden an den Kopf
des Schlachttieres durch Umstellen eines Stiels oder Handgriffes des Geräts, wobei
die anfangs gespreizten Elektroden gegeneinanderbewegt und seitlich an den Kopf
des Schlachttieres, ohne dieses zu beunruhigen, federnd angelegt werden. In dieser
Klemmstellung sperrt sich das Gerät selbsttätig. Es ist also nicht nötig, das Gerät
dauernd zu beaufsichtigen, sondern man kann mittels eines zweiten Geräts sofort
ein anderes Tier betäuben.
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Vorteßhaft wird bei dem Umstellen des Griffes auch ein Kontakt geschlossen,
durch den die Stromzuleitung sofort eingeschaltet und die Betäubung eingeleitet
wird, so daß das Schlach tier das Gerät nicht wieder abschütteln oder abstreifen
kann.
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.Die Erfindung ist schematisch in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt, und zwar in Abb. i in Draufsicht, teidweist im waagerechten Schnitt,
und in Abb. z in Seitenansicht in der schrägen Anlagestellung, teilweise im senkrechten
Schnitt.
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Die Elektroden 3, die ein nut Salzwasser angefeuchtetes Kissen q.
(Abb. z) aufnehmen können, befinden sich auf federnden Armen 5, die je :einen nicht
dargestellten Halter, z. B. einen zugleich als Feder wirkenden S;tahldra:ht, enthalten
und auf einem der Einfacliheit halber als KMz dargestellten Halter 6 befestigt sind.
Der Halter ist hohl und nimmt, wile in Ab!b. a angedeutet ist, die Anschlüsse 7
der Stromzuführung 8 auf, wobei deren einer mit Kontakten 9 versehern ist, die in
nicht näher dargestellter Art und Weise durch Druck auf 'einen äußeren Knopf i o
geschlossen werden können.
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Im veranschaulichten Ausführungsbeispiel wird vorausgesetzt, daß die
Bewegung der Elektroden in die Klemmlage durch die Hand erfolgt. Zu .diesem Zweck
kann der mit ungleich langen Schenkeln i i und 1a U-förmig ausgeführte Stiel des
Geräts am einen
Knie durch in Lager i¢ angehrachte Zapfen 15 drehbar
mit 6 _ und am anderen . Knie bzwv. dem Bolzen x6 durch ein in der '; Hauptsache
T- öder Yförn@ges. Gesitänge 17, 18 mit den die Elektroden tragenden Armen 5 verbunden
sein. Beim Umlegen des1 Stiels aus der punktierten in die mit ausgezogene. Li:nmen
dargestellte Lage nach Abb. z nähern sich die federnden Arme einander; wenn sich
zwischen ihnen der Kopf eines SchlachtUnres befindet, nehmen die Elektroden die
in Abb. i punktiert dargestellte Klemmlage ein. Gleichzeitig wird der Strom dadurch
geschlossen, daß der erwähnte Knopf i o durch den kürzeren Scheel i 2 (Abb. 2) '
des U-förmigen Stiels @einwärtsi gedrückt -wird. Da das: Gestänge 17 beim Umlegen
unter die Drehachse des. -Stiels (die Zapfen 15) geb.rach't wird, vei-riegeIt
es den Stiel und mithin das ganze Gerät, so daß es ,selbsttätig in der Klemm- bzw.
Retäubungslage verblembt.
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Soll das Gerät nach dem Verlauf der für die tiefe Betäubung nöt@g,en
Anzahl von Sekunden entfernt werden, so dreht man -den Stiel von der schwarz ausgezogenen
in die punktierte Lage der Abb.2 zurück; diese Bewegung veamilaßt sofort die Unterbrechung
des Stromes; sobald das Gestänge i 7 über die Zapfen. 15 gelangt ist, kann
das Gerät infolge der federnden Wirkung der Elektrodenarme leicht vom ,Tier abgenommen
werden. Gegen das Ende der Bewegung kann ein- am Stiel angebrachter Federhaken z9
(Ab:b. 2) von einer am Kloau 6 vorgesiehenen Klinke 2a gefängen werden,: so da:ß:
der Stiel die stromunterbrechende Lage, für der er zur Führung des Geräts zum Zweck
des Anlegen5 auf dio Tiere dient,. nicht imbeab-Slchtigt; verlassen kann.
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- Die veranschaulichte Form des Geräts ist, Maie erwähnt, nur ein
Beispiel, das in mannigfacher Weise innerhalb: des Rahmens der Erfindung abgeändert
werden kann. So läßt sich :eine federnde Beeinflussung der Elektroden -durh: andere
Mttel als die emwährnten erreichen. Sie kann die entgegengesetzte Wirkung haben,
d. h. bestrebt stein, die Elektroden einander zu nähern, in welchem Fafe der Stiel
oder dessen beweglicher Teil in der stromunterbrechenden Lage bzw. der Führungslage
die Aufgabe hat, die Elektroden gegen die Federwirkung im gewissen Abstand voneinander
zu sperren, so daß sie, sobald die Sperrung aufgehoben wird, um das Tier spannen.
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Anstatt das Gerät in der Betäubungslage dadurch zu sperren, daß das
Gestänge 17
an der Drehachse- des Stiels (z. B. dem Zapfen 15) vorbeigeführt
wird, lassen sich besondere Sperrmittel beliebiger bekannter Art, z. B. nach Art
der Sperrung i9, 20, verwenden.
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Anstatt deal Stiel oder steinen beweglichen Teil drehbar um eine.
Querachse, z. B. den Zapfen 15, anzubAngen, kann er um nenne Längsachse drehbar
sein, und durch ' diese Drehung z. B. eine kabiel- oder kettenähnliche Verbdung
zwischen den Elektrodenarmen verkürzen oder verlängern, wobei: die Elektroden oder
der drehbare Stiel durch beliebige Mittel in der einen oder der anderen der Neiden
Grenzlagen, gesperrt werden.
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Der Stromschluß läßt sich selbstverständlich durch beliebige Mittel,
gegebenenfalls unabhängig von den Bewegungen des Geräts, herbeiführen. Ferner läßt
sich, wie oben angedeutet, das Festklemmen der Elektroden durch Einschaltung -einer
gäei;gneten, leicht zugänglichen Hilfskraft, wie des, ,elektris5chen Stromes; der
Druckluft, des Vakuums, der Wasserkraft uß#w, an Stelle der Handbewegung bewirken.