DE616358C - Vorrichtung zur UEberpruefung der Wirksamkeit der Erdung und Nullung - Google Patents
Vorrichtung zur UEberpruefung der Wirksamkeit der Erdung und NullungInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02H—EMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
- H02H11/00—Emergency protective circuit arrangements for preventing the switching-on in case an undesired electric working condition might result
- H02H11/001—Emergency protective circuit arrangements for preventing the switching-on in case an undesired electric working condition might result in case of incorrect or interrupted earth connection
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- H—ELECTRICITY
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Description
AUSGEGEBEN AM
!.AUGUST 1935
!.AUGUST 1935
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE 6870
Patentiert im Deutschen Reiche vom 24. Juli 1931 ab
Als Schutzmaßnahmen gegen Berührungsspannung werden in Niederspannungsanlagen
bekanntlich die Erdung, die Nullung und die Schutzschaltung angewandt. Alle drei Systeme
üben ihren Schutz dadurch aus, daß sie bei Auftreten eines Körperschlusses durch Abschaltung
den betreffenden Verbraucher spannungslos machen. Die Schutzschaltung arbeitet mit der Überwachung der zwischen
dem zu schützenden Teil und einer Hilfserde herrschenden Spannung. Überschreitet diese
einen bestimmten Wert, z. B. 24 oder 42 V, so wird der Anker eines Elektromagneten angezogen,
der auf mechanischem Wege die Entklinkung und dadurch die Öffnung eines Selbstschalters bewirkt. Voraussetzung für
die Wirksamkeit der Einrichtung ist vor allem, daß auf dem gesamten Stromwege vom
zu schützenden Apparatteil durch die sogenannte Fehlerstromspule bis zur Hilfserde
keine Unterbrechung eintritt. Um den einwandfreien Zustand der Einrichtung zu überwachen,
wird in den Schutzschaltern daher eine Prüfvorrichtung eingebaut, mittels derer
das eine Ende der Fehlerstromspule von dem zu schützenden Apparatteil abgeschaltet und
über Prüfwiderstände an eine bzw. zwei Phasem gelegt werden kann.
Bei Anwendung der Erdung und Nullung wird die Abschaltung des Apparatteiles, an
dem ein Körperschluß aufgetreten ist, dadurch bewirkt, daß sich über die Fehlerstelle ein
Strom schließt, dessen Höhe die normale Betriebsstromstärke überschreitet und der daher
eine vorgeschaltete Sicherung bzw. einen Selbstschalter mit Überstromauslösung zum
Ansprechen bringt. Voraussetzung für die Wirksamkeit der Erdung und Nullung ist,
daß der Widerstand der Strombahn, die bei Auftreten eines Körperschlusses vom Stromerzeuger
zum Verbraucher über die Fehlerstelle und zurück durchflossen wird, einen bestimmten
Höchstwert nicht überschreitet. Bezeichnet U die wirksame Spannung, / die
Stromstärke, die mindestens zustande kommen muß, so ist der erforderliche Höchstwiderstand
gegeben durch die Beziehung
Für / ist nach den Verbandsvorschriften bei Anwendung von Sicherungen der 2,5fache
Nennstrom zugrunde zu legen.
Der Widerstand R ist insbesondere bei Anwendung der Erdung zeitlichen Veränderungen
unterworfen. Auch bei Anwendung der Nullung kann eine Widerstandserhöhung durch Lockerung von Klemmen oder Unterbrechen
eines Leiters auftreten. Es ist daher bei der Erdung und Nullung eine Prüfein-
*J Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
DipL-Ing. Carl Reinars in Berlin-Adlershof.
richtung erforderlich, die es jederzeit erlaubt,
sich von der Wirksamkeit der Schutzmaßnahme zu überzeugen.
Es sind daher zwar Einrichtungen bekannt, durch welche die Wirkung der Schutzschaltung
dadurch erhöht wird, daß eine Abschaltung eintritt bzw. eine Einschaltung unmöglich
ist, wenn in einem Teil der Strombahn, der für die Abschaltung im Fehlerfalle durch
ίο die Fehlerstromspule maßgebend ist, eine Unterbrechung eintritt. Die bekannten Einrichtungen
überwachen zu dem genannten Zweck indessen immer nur einen Teil der Strombahn, die für die Abschaltung maßgebend
ist, während sie nicht in Wirkung treten, wenn in einem anderen Teil der Strombahn
eine Unterbrechung auftritt. Die genannten Einrichtungen treten ferner nur dann in Tätigkeit, wenn eine Unterbrechung der
Strombahn erfolgt. Die Abschaltung eines Körperschlusses durch die Schutzmaßnahme
der Erdung und Nullung kann indessen nur dann sichergestellt werden, wenn der Widerstand
der gesamten Strombahn überwacht wird und ferner die Schutzeinrichtung auch
dann in Tätigkeit tritt, wenn nicht nur eine Unterbrechung erfolgt, sondern eine Erhöhung
des Widerstandes der Strombahn über einen Wert hinaus, der die Sicherheit der Abschaltung
durch eine vorgeschaltete Sicherung oder einen Überstromselbstschalter gewährleistet.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Überprüfung der Wirksamkeit der Erdung-SS
und Nullung, bei der erfindungsgemäß die Einschaltung eines Stromkreises davon abhängig
gemacht wird, daß der Widerstand der gesamten Strombahn, die bei Auftreten eines
Körperschlusses vom Strom durchflossen wird, einen ganz bestimmten, für die Sicherheit
der Abschaltung des Körperschlusses durch eine vorgeschaltete Sicherung oder einen Selbstschalter maßgebenden Wert nicht
überschreitet.
Diese Einrichtung besteht aus einem Elektromagneten, dessen Wicklung allein oder
in Reihe mit einem bekannten Widerstand in den Stromkreis Außenleiter-Nulleiter bzw.
Außenleiter-Erde eingeschaltet wird. Der Anker des Magneten wird angezogen, wenn
die für die Abschaltung eines Fehlers erforderliche
Größe des Widerstandes R nicht überschritten wird.
Der Elektromagnet wird nach der Erfindung mit einem Schaltgerät oder einer Steckvorrichtung
so kombiniert, daß eine Einschaltung des Verbrauchers erst erfolgen kann, nachdem
die Prüfung erfolgreich verlaufen ist. Handelt es sich z. B. um einen Stromkreis, der
mit 10 A abgesichert ist, so muß nach den Vorschriften der Widerstand R bei einer
Spannung U = 220 V gleich oder kleiner sein als -^- = 8,8 Ohm. Im normalen Zustand
der Anlage, insbesondere bei Anwendung der Nullung, wird der Widerstand R
stets wesentlich kleiner sein als 8 -f- 9 Ohm.
Da betriebsmäßig mit Rücksicht auf die Lebensdauer von Glühlampen die Betriebsspannung
gewisse maximale Schwankungen nicht überschreiten darf, sind die hierdurch zu erwartenden Stromschwankungen festgelegt.
Sie seien mit + io°/0 angenommen.
Bezeichnet .man den Widerstand des Elektromagneten einschließlich eines etwaigen Vorschaltwiderstandes
mit R1 und wählt man R1 M-mal größer als R, so werden Änderungen
in der Größe von R kleiner als (n -\- 1) · io0/0 nicht mehr erfaßt werden
können. R1 und damit η ist daher möglichst
klein zu wählen. Wird R1 z. B. gleich R gemacht,
so müssen Widerstandsänderungen ron R in der Größenordnung ■ von + 20 °/0
ohne Einfluß auf das Ansprechen der Prüfeinrichtung bleiben. Da, wie bereits erwähnt,
der Widerstand R normalerweise nur einen Bruchteil des höchstzulässigen ist, kann die
Nichterfassung von Widerstandsänderungen dieser Größenordnung ohne Bedenken mit in
Kauf genommen werden. Die Ansprechstromstärke des Elektromagneten ergibt sich bei
220 V Phasenspannung und einer io-A-Sicherung zu
220
220
8,8 + 8,8
Um von den Schwankungen der Betriebsspannung unabhängig zu sein und ein nicht
erforderliches Eintreten der Sperre zu verhindern, würde man im vorliegenden Falle
den Elektromagneten auf eine Ansprechstromstärke von etwa 10 A einstellen.
Je kleiner der Widerstand R1 gewählt wird,
desto größer wird die bei der Prüfung entstehende Stromwärme. Es ist daher erforderlieh,
den Widerstand gegen übermäßige Erwärmung zu schützen. Dieser Schutz kann beispielsweise durch einen Thermostaten erfolgen,
der mittelbar oder unmittelbar durch die im Widerstand R1 erzeugte Stromwärme
beeinflußt wird und bei Überschreitung einer gewissen Temperatur den Prüfstromkreis
öffnet. Nach der Erfindung kann die während der Prüfung erzeugte Stromwärme auch dadurch
auf ein kleinstes Maß beschränkt wer- X15 den, daß die Zeit, während der der Prüfstromkreis
geschlossen wird, unabhängig von der Schaltbewegung des Bedienenden auf ein Minimum festgelegt wird, das für das ordnungsgemäße
Ansprechen des Elektromagneten erforderlich ist. Wie die vorstehenden Überlegungen
zeigen, bestehen für die Wahl der
Größe von R1 zwei entgegengesetzte Forderungen,
zwischen denen ein Mittel gewählt werden muß. Hat man mit Rücksicht auf Spannungsschwankungen ein Interesse daran,
R1 möglichst klein zu wählen, wird mit Rücksicht
auf die Erwärmung während des Prüf-Torganges das Entgegengesetzte erforderlich.
Die letzte Entscheidung hierüber muß die Praxis ergeben.
ίο In der Zeichnung ist die Erfindung in zwei
Ausführungsbeispielen dargestellt, und zwar zeigen die Abb. ι und 2 die Prüfvorrichtung
in Verbindung mit einer Steckvorrichtung und die Abb. 3 und 3 a in Verbindung mit
einem Schalter.
Nach den Abb. 1 und 2 ist in dem Hohlraum α der Steckdose b der Elektromagnet c
mit dem Anker d und ferner der Bimetallschalter e eingebaut. Der Anker d ist mit der
Sperrscheibe fest verbunden, die bei einem Fehler in der Erdungs- oder Nullungsleitung
die Steckeröffnung g sperrt. In der Steckdose b sind die Steckerhülsen h, i und k angeordnet.
Außerdem sind in der bereits erwähnten Steckeröffnung g die beiden Hülsenliälften
m und η angeordnet. Es sei noch darauf hingewiesen, daß die Abb. 2 keine
genaue Projektion der einzelnen Teile nach Abb. ι ist, sondern daß in Abb. 2 die vier
Steckerstifte des besseren Verständnisses wegen übereinander gezeichnet sind. An die
Steckerhülse h wird eine Phase an die Hülse« im gewählten Beispiel der Nulleiter des Netzes
angeschlossen. Am Steckerstift r liegt der Schutzleiter. Bei Anwendung der Nullung
besteht die in Abb. 2 gestrichelt gezeichnete elektrische Verbindung der Hülsen k und i.
Bei Anwendung der Erdung fällt diese Verbindung fort, dagegen ist die Hülse k mit der
Schutzerde verbunden.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Wird der Stecker in die Steckdose eingeführt, so wird zunächst durch den Kopf j des
Hilfssteckers der Prüfstromkreis geschlossen. Unterschreitet der Strom in der Spule des
Elektromagneten c einen gewissen Wert, so kann der Anker d nicht gedreht werden und
die Einführungsöffnung für den Hilfsstecker bleibt durch die Scheibe f gesperrt. Befindet
sich dagegen die Erdung bzw. Nullung in Ordnung, so wird der Elektromagnet c genügend
stark erregt. Es dreht sich daher der Anker d und somit auch die Sperrscheibe /,
so daß nunmehr der Stecker in die Steckdose eingeführt werden kann. Die Prüfvorrichtung
wird nach erfolgter Einführung des Steckers wieder abgeschaltet, da eine Überbrückung
der Hülsen m und η infolge der Isolierhülse t
nicht mehr stattfindet.
Wird jedoch aus irgendeinem Grunde der Stecker in der in der Abb. 2 gezeichneten
Stellung längere Zeit festgehalten, gleichgültig, ob die Einführung des Steckers frei
oder gesperrt ist, so wird nach einer gewissen Zeit infolge der Erwärmung der Bimetallschalter
e ansprechen und den Prüfstromkreis unterbrechen.
Der Prüfstromkreis braucht nur verhältnismäßig kurze Zeit eingeschaltet zu sein, um
feststellen zu können, ob die Erdung bzw-Nullung in Ordnung ist. Um die Zeitdauer
des Einschaltens unabhängig von dem den Apparat Bedienenden zu machen, kann eine
Vorrichtung angebracht werden, z. B. ein Schnappschalter mit Totpunktfeder ο. dgl.,
der bei Einführung des Hilfssteckerstiftes betätigt wird und den Prüfstromkreis vorübergehend
schließt.
Wie die Abb. 3 a zeigt, stellt der Widerstand R bei Anwendung der Erdung die
Summe dar der Einzelwiderstände des Außenleiters Ra, der Schutzerde Rs und der Betriebserde
Rb. Bei Anwendung der Nullung (gestrichelte Leitung) tritt an Stelle von
Rs + Rb der Widerstand des Nulleiters R0.
Die Hilfskontakte 0, p, s, t entsprechen den mit den gleichen Buchstaben bezeichneten
Kontakten der Abb. 3. Sie werden bei Betätigung des Schalters gemäß der Erfindung
vorübergehend geschlossen, wobei der Magnet mit der Wicklung«; kurzzeitig erregt wird
und die Kontakte in die Einschaltstellung zieht, sofern der Widerstand R hinreichend
klein ist. S5
In Abb. 3 ist die Prüfvorrichtung nach der Erfindung in Verbindung mit einem Sehalter
dargestellt. Es stellen α und b die Anschlußklemmen
dar, und zwar sind α die Zuleitungs- ' und b die Ableitungsklemmen. Die Klemmen b
sind über die flexiblen Verbindungen c mit den Kontakten d und e verbunden, von denen
der Nulleiterkontakt e bei Betätigung des Schalters mit Voreilung schließt. Der Schaltgriff
f ist mit der Schalterwelle k derart gekuppelt, daß auf mechanischem Wege mittels
des am Schaltgriff / angeordneten Nockens g und des mit der Schalterwelle k fest verbundenen
Vorsprunges I eine Ausschaltung, dagegen aber keine Einschaltung erfolgen kann.
Am Schaltgriff / ist ein Kontaktsegment t angeordnet, daß bei Drehung des Schaltgriffes /
mit dem Hilfskontakt s, der als Doppelkontakt ausgebildet ist, in Berührung kommt
und Kontakt gibt. Außerdem sind am Schaltgriff / zwei Nocken h und i angeordnet, die
sich bei Drehung des Schaltgriffes / jeweils gegen den Hilfsschalter m legen und diesen in
seine jeweilige Endlage bringen. Am Hilfsschalterw
ist eine Totpunktfeder η vorgesehen, die eine plötzliche Schaltbewegung des
Hilfsschalters m hervorruft. Bei dieser Schalt-
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bewegung kommt das Kontaktstück ο des Schalters m mit dem Hilf skontakt p, der ebenfalls
als Doppelkontakt ausgebildet ist, kurzzeitig in Berührung. Der vordere Kontakt S des Hilfskontaktes ρ ist mit der Spule des
Magneten w leitend verbunden, die über den Prüfwiderstand R1 an Phase liegt, während
der hintere Kontakt des Hilf skontaktes ρ mit
dem hinteren Kontakt des Hilfskontaktes s in ίο leitender Verbindung steht. Sein vorderer
Kontakt ist ferner mit dem Nulleiter q leitend verbunden, so daß bei Drehung des Schaltgriffes/
ein Stromkreis von Phase über Widerstand R1, Magnetspule w, vorderen Kontakt
von Hilf skontakt p, Kontaktstück o, hintere Kontakte der Hilf skontakte p und s, Kontaktsegment
f und vorderen Kontakt von Hilf skontakt s zum Nulleiter geschlossen ist.
Auf der Schaltwelle k ist ein dreifacher Knie-
hebelu angeordnet, der durch den Ankerndes Magneten w betätigt wird. Zur Einstellung
des Ankers χ ist eine besondere Feder y mit einer Einstellschraube s vorgesehen. Die
Einschaltung erfolgt durch die einerseits am Kniehebel« und andererseits am Schaltgerät
angeordnete Feder v.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Wird der Schaltgriff/ entgegen
dem Uhrzeigersinn gedreht, so kommt einerseits das Kontaktsegment t mit dem Doppelkontakt
ί in Berührung und andererseits legt sich die Nocke i gegen den Hilfsschalter m
und bewegt diesen im Uhrzeigersinn. Der Hilfsschalter m dreht sich so weit, bis eine
Totpunktfeder η wirksam wird, so daß er plötzlich in seine entgegengesetzte Endlage
springt. Bei dieser Bewegung wird kurzzeitig • der Doppelkontakt ρ berührt, so daß ein Prüfstromkreis
von der Phase über den Prüfwiderstand R1 und Magnetspule w zum Nullleiter
q geschlossen ist. Nach Schließung des Prüfstromkreises wird der Anker s des
Magneten w angezogen, so daß dieser schlagartig auf den Kniehebel u wirkt. Die Einschaltfeder
w wird dann wirksam und bringt die Kontakte d und e zum Schließen. Die Zeit
der kurzzeitigen Schließung des Prüfstromkreises kann zwangsläufig durch die Wahl der
Feder η und entsprechende Bemessung der zu bewegenden Massen festgelegt werden.
Ist dagegen die Nullung oder Erdung nicht in Ordnung und wird die Spule des Magneten w
nicht hinreichend erregt, so ist ein Einschalten des Schalters unmöglich, da der Anker χ
nicht angezogen wird und eine mechanische Einschaltung durch die besondere Konstruktion
nicht möglich ist.
Die Ausschaltung des Schalters erfolgt
durch Drehung der Schalterwelle k mittels des
Handgriffes / im Uhrzeigersinn, und zwar legt sich der Nocken g gegen den Vorsprung /
an der Schalter welle k, so daß diese mitgenommen
wird. Gleichzeitig bringt der am Schaltgriff / angeordnete Nocken h den Hilfsschalter»
wieder- in die Anfangsstellung, nachdem vorher der Prüfstromkreis an dem
Hilf skontakt ί durch das Kontaktsegment t unterbrochen worden ist, so daß während der
Ausschaltbewegung keine Schließung des Prüfstromkreises erfolgt.
Die Prüfvorrichtung kann mit einem Selbstschalter mit Freiauslöseschloß, z. B. einem
überstromautomaten, dadurch verbunden werden, daß diese auf das Freiauslöseschloß
wirkt und eine Einschaltung nur dann gestattet, wenn die Prüfung einen genügend kleinen Widerstand ergeben hat.
Claims (6)
1. Vorrichtung zur Überprüfung der Wirksamkeit der Erdung und Nullung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Einschaltung eines Stromkreises davon abhängig gemacht wird, daß der Widerstand (R)
der gesamten Strombahn, die bei Auftreten eines Körperschlusses vom Strom durchflossen
wird, einen ganz bestimmten, für die Sicherheit der Abschaltung des Körperschlusses
durch eine vorgeschaltete Sicherung oder einen vorgeschalteten Selbstschalter maßgebenden Wert nicht
überschreitet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schalter in
die Einschaltstellung nur mittelbar durch das Ansprechen eines Elektromagneten gebracht werden kann, dessen Ansprechstromstärke
(/) gleich der wirksamen Betriebsspannung (U), geteilt durch den Widerstand (R), zuzüglich des Widerstandes
der Wicklung des Elektromagneten einschließlich eines etwa noch in Reihe mit" demselben liegenden Vorschaltwider-
standes (R1) gewählt ist I / = ~^r^~ I
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Prüfstromkreis
durch die Einschaltbewegung zwangsläufig nur für die Zeit geschlossen wird, die zum ordnungsgemäßen Ansprechen
des Elektromagneten erforderlich ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch geeignete
Kontaktanordnung der Prüfstromkreis nur während der Einschaltbewegung
geschlossen wird.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum thermischen
Schutz der Spule des Elektromagneten und eines etwaigen Vorwiderstandes ein
Thermostat oder Wärmeauslöser angeordnet ist, der bei Überschreitung einer gewissen
Temperatur den Prüfstromkreis unterbricht.
6. Vorrichtung nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe in
einem Schalter mit Freiauslöseschloß derart angeordnet ist, daß eine Einschaltung
nur dann erfolgt, wenn die Prüfung einen genügend kleinen Widerstand (R) ergibt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA62816D DE616358C (de) | 1931-07-24 | 1931-07-24 | Vorrichtung zur UEberpruefung der Wirksamkeit der Erdung und Nullung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA62816D DE616358C (de) | 1931-07-24 | 1931-07-24 | Vorrichtung zur UEberpruefung der Wirksamkeit der Erdung und Nullung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE616358C true DE616358C (de) | 1935-08-01 |
Family
ID=6943011
Family Applications (1)
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| DEA62816D Expired DE616358C (de) | 1931-07-24 | 1931-07-24 | Vorrichtung zur UEberpruefung der Wirksamkeit der Erdung und Nullung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE616358C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1006495B (de) * | 1955-03-12 | 1957-04-18 | Berker Geb | Pruefeinrichtung fuer Schutzschalter |
-
1931
- 1931-07-24 DE DEA62816D patent/DE616358C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1006495B (de) * | 1955-03-12 | 1957-04-18 | Berker Geb | Pruefeinrichtung fuer Schutzschalter |
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