DE613188C - Verfahren zur Steigerung der Haerte eines Aluminiumgegenstandes an seiner Oberflaeche - Google Patents

Verfahren zur Steigerung der Haerte eines Aluminiumgegenstandes an seiner Oberflaeche

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DE613188C
DE613188C DEA68539D DEA0068539D DE613188C DE 613188 C DE613188 C DE 613188C DE A68539 D DEA68539 D DE A68539D DE A0068539 D DEA0068539 D DE A0068539D DE 613188 C DE613188 C DE 613188C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C10/00Solid state diffusion of only metal elements or silicon into metallic material surfaces
    • C23C10/28Solid state diffusion of only metal elements or silicon into metallic material surfaces using solids, e.g. powders, pastes
    • C23C10/34Embedding in a powder mixture, i.e. pack cementation
    • C23C10/36Embedding in a powder mixture, i.e. pack cementation only one element being diffused

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Description

  • Verfahren zur Steigerung der Härte eines Aluminiumgegenstandes an seiner Oberfläche Die Erfindung betrifft die Erzielung einer Oberfläche, die härter ist als das innere Metall, an aus Aluminium und Aluminiumlegierungen mit mehr als 5o % Aluminium hergestellten Gegenständen: Es ist bereits bekannt, Eisen, Nickel, Kobalt, Kupfer und ihre Legierungen in Magnesium bei höher Temperatur zur Verhütung von Abschuppungen auf der Oberfläche der Metalle zu behandeln.
  • Im Vergleich zu den handelsüblichen Metallen und Legierungen ist Aluminium relativ weich und duktil. Es sind bereits Aluminiumlegierungen und diesen angepaßte NVärmeh'ehandlungen zur Erzielung relativ hochwertiger mechanischer Eigenschaften vorgeschlagen worden. Gleichviel aber ob man eine Härtesteigerung legierungstechnisch oder durch Kaltbearbeitung oder durch Wärmebehandlung erzielte, so wurde die Duktilität des Aluminiums in gewissem Maße mit zunehmender Härte verringert, und so gehärtetes Aluminium kann sehr spröde sein. In manchen Fällen ist nur eine Oberflächenhärte erwünscht, während es belanglos ist, ob die Härte des inneren Metalls die der Oberfläche erreicht. Es ist sogar oft vorteilhaft, daß eine härtere Außenschicht einen nachgiebigeren und duktilen Kern umgibt. Solche Weichkerngegenstände sind sehr abnutzungsfest an der Oberfläche, widerstehen aber gut den im Betriebe auftretenden plötzlichen Stößen und wiederholten Beanspruchungen. Gegenwärtig werden z. B. jährlich Millionen Kolben für Brennkraftmaschinen aus Aluminium hergestellt, trotzdem besteht aber ein weitverbreitetes Bedürfnis nach einem abnutzungsfesteren Aluminiumkolben, der unter Beibehaltung aller erwünschten Eigenschaften der bisherigen Aluminiumkolben eine härtere und demgemäß abnutzungsfestere Oberfläche hat.
  • Die Erfindung besteht darin, daß man den zu behandelnden Aluminiumgegenstand in zerkleinertem Magnesium auf 25ö bis '46o'. C erhitzt. Hierdurch ist es möglich, Aluminium oberflächlich zu legieren und es dadurch widerstandsfähiger gegen mechanische Angriffe seiner Oberfläche bei Aufrechterhaltung der Beschaffenheit seiner inneren Teile zu machen.
  • Das Aluminium wird in dem zerkleinerten Magnesium unter solchen Bedingungen eingepackt, daß die Oberfläche des Gegenstandes und die Teilchen des Magnesiumpulvers in enger und inniger Berührung sind, worauf man das Ganze einer Wärmebehandlung während solcher Zeiten und bei solchen Temperaturen unterwirft, daß die nachstehend beschriebenen Ergebnisse erzielt werden, Vor dem Einpacken des Aluminiumkörpefs in das Magnesiummetall wird die Oberfläche des Körpers von Schmutz; öl, Oxyden oder sonstigen Fremdkörpern befreit. Sehr - gute Ergebnisse werden erzielt, wenn durch die Reinigung die Oberfläche des Gegenstandes leicht angeraüht wird. Hierzu kann der Gegenstand mit einem Schleifmittel abgerieben oder zeit einer Lösung einer Säure oder eines Alkalis oder kombiniert behandelt werden. Dies sind bekannte Methoden zur Reinigung von Ahuniniumflächen, auch andere bekannte Methoden ergeben hierbei befriedigende Ergebnisse. Das zerkleinerte Magnesiummetall für das Einpacken des Aluminiumgegenstandes sollte rein und fein zerteilt sein. Es haben sich z. B. Magnesiumspäne gut bewährt, die aus feinen Spänchen und Locken von Magnesium bestehen, wie man sie durch maschinelle Bearbeitung eines Magnesiumblockes erhält. Auch handelsübliches Magnesiumpulver und andere ähnliche Formen zerkleinerten Magnesiums sind brauchbar.
  • Das Einpacken. kann in einem Behälter geschehen, der in den verfügbaren Heizofen paßt. Wegen der Neigung des Magnesiums, sich rasch zu oxydieren und, bei hohen Temperaturen selbst zu entzünden, ist es aber nötig, während des Erhitzens jede beachtlichere Luftmenge auszuschließen. Man kann befriedigende Ergebnisse dadurch erzielen, daß man das zerkleinerte Magnesium und den eingepackten Aluminiumkörper mit einem luftdichten Behälter umschließt, vorzugsweise wird aber für diesen Zweck in den Erhitzungsofen eine Atmosphäre aus einem gegen Magnesium inerten Gase, wie Kohlenoxyd, eingeführt, was den Zwang zur Verwendung luftdichter Behälter überflüssig macht.
  • Der in das zerkleinerte Magnesium gepackte Aluminiumkörper wird dann erfindungsgemäß auf eine Temperatur erhitzt, die ausreicht, um Diffusion des Magnesiums in. die Oberfläche, des Aluminiumkörpers zu. bewirken. Die Temperatur, bei der eine solche Diffusion für wirtschaftliche Zwecke ' rasch genug vor sich geht, ist gewöhnlich über etwa 25o° C, wenn eine enge und innige Berührung zwischen dem Magnesium und Aluminium besteht. Zwecks rascher Diffusion wird aber vorzugsweise der eingepackte Gegenstand auf etwa q.2o bis q.6o° C . erhitzt. Da aber die durch das Aluminium und Magnesium bzw. durch die Diffusion des Magnesiums in das Aluminium gebildete eutektische Mischung bei etwa ¢50° C schmilzt, 'ist es nicht erwünscht, diese Temperatur erheblich zu überschreiten, wenn auch ein, kleines Maß beginnender Schmelzung auf der Oberfläche des Aluminiumgegenstandes für die Wirkung nicht abträglich ist. Wenn aber eine Möglichkeit beginnender Schmelzung an den: Berührungspunkten zwischen dem zerkleinerten Magnesiummetall und dein Aluminiumgegenstande vorhanden und solche b:eginmende Schmelzung nicht erwünscht ist, hat es sich als vorteilhaft gezeigt, dem zerkleinerten Magnesium etwa 5 Gewichtsprozente Magnesiumoxyd zuzusetzen, das als Verdünnungsmittel zu wirken scheüit und eine gleicbförmigere Oberflächenhärte bewirkt.
  • Die Zeit, während deren die Erhitzung bewirkt werden sollte, hängt von der Temperatur ab; eine höhere Temperatur bedingt eine kürzere Zeit zur Erzielung eines bestimmten Ergebnisses. Die Wirkung der neuen Behandlung ist eine gehärtete Oberfläche am Aluminiumkörper, die aus einer Legierung von Aluminium und Magnesium besteht und deren Tiefe von der verwendeten Temperatur und Zeit abhängt und damit zunimmt. Das Vorhandensein, die Erstreckung und Tiefe der gehärteten Oberflächenschicht kann bequem mikroskopisch oder durch Prüfung mit einer Feile festgestellt werden. Erfindungsgemäß behandelte Aluniziniumgegenständekönnen leichter als unbehandelte Gegenstände maschinell bearbeitet, gefeilt oder geschnitten werden und nehmen auch hohe Politur an. Der erfindungsgemäß hergestellte Gegenstand läßt die gehärtete Oberfläche nicht leicht auf chemischem, mechanischem oder optischem Wege unterschiedlich vom Kernmetall erkennen.
  • Eine Aluminiumlegierung mit. 13 % Silicium wurde z. B. in zerkleinertes Magnesium gepackt und 20 Stunden in einem luftdichten Behälter auf etwa 4¢o° C erhitzt. Die Oberfläche zeigte dann eine Skleroskophärte von 26, der Kern aber nur von g. Eine Aluminiumlegierung mit q.0/0 Kupfer und größerer Eigenhärte als die obige Siliciumlegierung hatte nach gleicher Behandlung an der Oberfläche eine Härte von 29 und im Kern von 2 i. Wärmebehandlungen können nach Behandlung von Gegenständen gemäß der Erfindung vorgenommen werden, um gewisse Eigenschaften des Aluminiums zu modifizieren oder hervorzurufen, und können. die Härte der Oberfläche und des Kerns verändern; gewöhnlich verbleibt aber ein relativer Härteunterschied im Gefolge der Behandlung gemäß der Erfindung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Steigerung der Härte eines Aluminiumgegenstandes an seiner z Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß man den Aluminiumgegenstand in zerkleinertem Magnesium auf 2,50 bis 46o° C erhitzt.
DEA68539D 1933-01-29 1933-01-29 Verfahren zur Steigerung der Haerte eines Aluminiumgegenstandes an seiner Oberflaeche Expired DE613188C (de)

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