AT125200B - Verfahren zum Blankglühen von Metallen und Metallegierungen, insbesondere Feindrähten aus Kupfer und Kupferlegierungen, in einer Wasserdampfatmosphäre. - Google Patents

Verfahren zum Blankglühen von Metallen und Metallegierungen, insbesondere Feindrähten aus Kupfer und Kupferlegierungen, in einer Wasserdampfatmosphäre.

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AT125200B
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  Verfahren zum Blankglühen von Metallen und Metallegierungen, insbesondere Fein- drähten aus Kupfer und   Kupferlegierangen,   in einer   Wasserdampfatmosphäre.   



   Es ist bekannt, das   Blankglühen   von Metallen so auszuführen, dass die metallischen Gegenstände durch eine Wasserdampfatmosphäre während der Glühdauer vor Oxydation geschützt werden. Dieses Glühverfahren hat bekanntlich den Vorteil, dass durch den Dampf die oft mit Fett od. dgl. behafteten Oberflächen der Werkstücke gut gereinigt werden. Ausserdem greift der Dampf die meisten Metalle selbst bei höheren Temperaturen nicht an. 



   Das in Wasserdampf geglühte Gut liess man bisher entweder in der Wasserdampfatmosphäre vollständig erkalten, oder es wurde durch Einführen in Wasser schnell auf gewöhnliche Temperatur abgekühlt. Beide   Kühlmethoden   haben den Nachteil, dass auf der blankgeglühten Oberfläche der Werkstücke durch die   nachträgliche   Benetzung mit Wasser Flecken und Anlauffarben entstehen können. Die Fleckenbildung wird in der Hauptsache dadurch hervorgerufen, dass sich bei der Verdunstung des an den Werkstücken haftenden Wassers Salze und andere Verunreinigungen abscheiden, die, selbst wenn sie im Wasser in geringen Mengen enthalten sind, schon das Aussehen der blankgeglühten Oberfläche beeinträchtigen. Anderseits begünstigt anhaftendes Wasser die Sauerstoffübertragung an die blanken Oberflächen und somit die Bildung der Anlauffarben.

   Flecken und Anlauffarben schädigen nicht nur das Aussehen des geglühten Gutes und sind z. B. bei Fertigprodukten nachteilig für den Verkauf, sondern sie wirken sich auch in der Weise aus, dass bei der Weiterverarbeitung z.   B.   der geglühten Drähte oder Bleche durch Ziehen oder Walzen leicht Beschädigungen der Oberfläche an den befleckten Stellen auftreten können. 



   Gemäss der Erfindung erfolgt das Glühen der Werkstücke ebenfalls in einer Wasserdampfatmosphäre. 



  Diese wird auch während des Abkühlens des geglühten Gutes zunächst aufrechterhalten. Doch wird erfindungsgemäss dafür Sorge getragen, dass der Wasserdampf nicht auf dem geglühten Gute kondensieren kann. Bevor Wasserdampfkondensation auftreten kann, wird z. B. der Wasserdampf durch ein Schutzgas ersetzt, in der Weise, dass man dieses in den   Glühbehälter   einströmen lässt, wo es den Wasserdampf verdrängt und somit verhindert, dass beim weiteren Abkühlen Wasser die geglühten Werkstücke benetzt. 



  In der Atmosphäre der Schutzgas erfolgt dann die völlige Abkühlung. Häufig ist es zweckmässig, beim Abkühlen in Wasserdampf bis nahe an die Kondensationstemperatur desselben herunterzugehen, da bei Temperaturen in der Nähe des Siedepunktes des Wassers auch billige Schutzgas keine schädlichen Wirkungen auf die   blankgeglühten   Metalle ausüben. 



   Natürlich ist es möglich, den Austausch der Wasserdampfatmosphäre gegen die Schutzgasatmosphäre auch schon bei höherer Temperatur   auszuführen,   vorausgesetzt, dass die Natur des Schutzgases und die des geglühten Metalls dieses gestatten. 



   Beispielsweise üben die technisch als Schutzgas gebräuchlichen Gase, wie Generatorgas, Leuchtgas, Wasserstoff usw., auf Kupfer oberhalb 450  C einen   qualitätsschädigenden   Einfluss aus. Diese Temperatur muss deshalb erfindungsgemäss wesentlich unterschritten werden, bevor man derartige Schutzgas an die Stelle des Wasserdampfes treten lassen kann. 



   Es gibt zwar eine Anzahl von Gasen, die auch bei den gebräuchlichen Glühtemperaturen nicht auf die in Frage kommenden Metalle einwirken. Diese Gase sind aber entweder wegen ihres hohen Preises, also aus wirtschaftlichen Gründen, nicht verwendbar, oder sie sind, wie z. B. Stickstoff, aus andern Gründen als Schutzgas nicht geeignet ; denn. von den Schutzgasen verlangt man, dass sie sich nicht nur 

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 völlig inert verhalten, sondern sie müssen auch in gewisser Weise auf die Oberfläche des Glühgutes reduzierend einwirken und die Entfernung der Ölfilme, die sich z. B. auf durch Walzen oder Ziehen bearbeiteten Metallen stets befinden, begünstigen. 



   Die Vorteile der Erfindung liegen darin, dass das Entstehen von Flecken und Anlauffarben auf den blankgeglühten   Metalloberflächen sicher   vermieden wird. 



   Die Kühlung erfolgt zweckmässig in einem besonderen Kühlgefäss, in das das   Glühgut unter   Luftabschluss aus dem   Glühofen     übergeführt   wird. 



   Das Verfahren eignet sich zur Behandlung von   Eisen-und Nichteisenmetallen bzw. Metall-   legierungen, insbesondere für Feindrähte aus Kupfer und Kupferlegierungen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zum Blankglühen von Metallen und Metallegierungen, insbesondere Feindrähten aus Kupfer und Kupferlegierungen, in einer Wasserdampfatmosphäre, dadurch gekennzeichnet. dass die geglühten Werkstücke in der Wasserdampfatmosphäre abgekühlt werden bis zu einer Temperatur, bei der der Wasserdampf noch nicht auf den Werkstücken kondensiert, worauf das weitere Abkühlen in einer Schutzgasatmosphäre erfolgt, jedoch erst bei Temperaturen einsetzt, bei denen keine schädigenden Einwirkungen der Schutzgas auf das Glühgut zu befürchten sind.
AT125200D 1929-04-30 1929-04-30 Verfahren zum Blankglühen von Metallen und Metallegierungen, insbesondere Feindrähten aus Kupfer und Kupferlegierungen, in einer Wasserdampfatmosphäre. AT125200B (de)

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