DE612348C - Verfahren zum Herstellen ventilloser, elastischer Hohlkissen aus Kautschuk - Google Patents

Verfahren zum Herstellen ventilloser, elastischer Hohlkissen aus Kautschuk

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DE612348C
DE612348C DEM114892D DEM0114892D DE612348C DE 612348 C DE612348 C DE 612348C DE M114892 D DEM114892 D DE M114892D DE M0114892 D DEM0114892 D DE M0114892D DE 612348 C DE612348 C DE 612348C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29DPRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
    • B29D22/00Producing hollow articles
    • B29D22/04Spherical articles, e.g. balls

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen ventilloser, elastischer Hohlkissen aus Kautschuk Es sind Verfahren zum Herstellen von ventillosen Hohlkissen , aus Kautschuk für z. B. orthopädische Zwecke bekannt. Hohlkissen dieser Art haben teilweise an der Innenwand einen Pfropfen aus Vollgummi, der beim Aufpumpen in an sich bekannter Weise durch eine mit einer Kanüle versehene Luftpumpe durchstoßen wird. Diese bekannten Hohlkissen sollen jedoch den Nachteil haben, daß der Gummipfropfen sich beim Tragen der Einlagen störend bemerkbar macht. Außerdem soll nach öfterem Durchstechen des Gummipfropfens mit der Kanüle der Luftpumpe die Luftdichtigkeit der Hohlkissen nachlassen, wodurch sie unbrauchbar wurden.
  • Ein weiterer Vorschlag .zum Herstellen von ventillosen Hohlkissen ohne Verwenden eines Gummipfropfens geht dahin, daß die mit der Kanüle der Luftpumpe zu durchstoßende Wand der Hohlkissen im ganzen oder zonenartig verdickt wird. Hierbei soll aber die Wand der Hohlkissen, wenn diese luftdicht sein sollen, so stark gemacht werden müssen, daß die nach diesem Vorschlag hergestellten Hohlkissen in vielen Fällen praktisch nicht mehr gebrauchsfähig sind.
  • Ferner ist schon vorgeschlagen worden, daß in das vulkanisierte Hohlkissen, dessen Wandungen aus Kautschuk oder gummiimprägniertem Stoff in vielen Fällen :mit Rücksicht auf ihre Gebrauchsfähigkeit 0,3 mm bis i mm stark sind, vor dem Aufpumpen eine Abdichtungsflüssigkeit eingespritzt wird. Bei entsprechender Wahl des Flüssigkeitsgrades der Abdichtungsflüssigkeit soll sie Löcher von der Größe, wie sie durch das Einführen der Kanüle einer Spritze zum Füllen mit Abdichtungsflüssigkeit oder zum Aufpumpen mit Luft oder einem anderen Füllstoff entstehen, abschließen. Beim Benutzen von Hohlkissen nach dem letztgenannten Verfahren soll der Nachteil auftreten, daß die Einstichstelle einer Kanüle in die Gummi- oder Stoffwandung der Hohlkissen eine Art Ventil, eine Klappe, bildet, die durch das Abdichtungsmittel geschlossen werden soll. Das ist aber nur - möglich, wenn das Einstichloch der Kanüle eine gewisse Größe nicht überschreitet und das Abdichtungsmittel über einen genügend großen Flüssigkeitsgrad verfügt, dem aber durch die Abmessung der Hohlnadel Grenzen gesetzt sind. Eine sehr zähe Abdichtungsflüssigkeit läßt sich nicht mehr durch eine dünne Kanüle treiben, da sie diese selbst verstopft. Ein kleines Einstichloch kann aber nur mit einer dünnen, scharfen Hohlnadel erzielt --werden, die schräg eingeführt werden muß, damit die entstehende Klappe in dem dünnen Stoff möglichst lang wird.
  • Da der Flüssigkeitsgrad des Abdichtungsmittels so gewählt werden muß, daß es noch durch die Kanüle treten kann, so ist einleuchtend, daß solche Kissen bei längerem Gebrauch nicht dicht bleiben können. Wenn auch anfangs ein Abdichten möglich erscheint, so zeigt sich nach einiger Zeit;- daß durch das Einstichloch Tropfen der Abdichtungsflüssigkeit hindurchtreten, das Kissen blutet, wird, beschmutzt und unbrauchbar.
  • Ein weiterer Nachteil bei dem Herstellen von Hohlkissen nach dem .an sich bekannten Verfahren soll durch die Beifügung eines an sich bekannten Treibmittels hervorgerufen werden, das bekanntlich ein Aneinanderhaften der Kissenwandungen bei der Vulkanisation vermeiden soll. Es kommt nämlich zuweilen dabei vor, daß beim Ansteigen des Dampfdruckes eine schwache Stelle in dem verwendeten imprägnierten Stoff sich öffnet, wodurch das Treibmittel entweicht und das Kissen verformt wird, weil es beim Vulkanisieren nicht mehr prall in die Form hineingepreßt wird. Ist im verwendeten Kissenmaterial ein kleinstes Loch vorhanden oder wird eine schwache Stelle durch den Dampfdruck geöffnet, so können diese kleinsten Löcher, die normalerweise vom verwendeten Abdichtungsmittel abgedichtet würden, durch den austretenden Dampf so erweitert werden, daß ein Abdichten nicht mehr möglich ist; die Kissen bluten und werden dadurch unbrauchbar.
  • Schließlich vermischt sich das Treibmittel mit der Abdichtungsflüssigkeit und beeinträchtigt dessen Wirkung. Wird beispielsweise Wasser mit Hirschhornsalz als Treibmittel benutzt, so schlägt sich bei dem Abkühlen der Kissen der Wasserdampf als Wasser auf die Innenwandungen der Kissen nieder, und das nachträglich eingespritzte Abdichtungsmittel wird an den Kissenwandungen verdünnt. Das an den Wandungen haftende Wasser mischt sich also mit dem zähen Abdichtungsmittel; aber gerade an den Wandungen soll das Abdichtungsmittel infolge seines hohen Flüssigkeitsgrades abdichten. Wird es an dieser Stelle verdünnt, so tritt trotz eines Abdichtungsmittels mit genügender Zähigkeit ein Bluten der Kissen ein.
  • Durch das Verfahren zum Herstellen ventilloser elastischer Hohlkissen aus Kautschuk oder gummiertem Gewebe gemäß der Erfindung sollen alle Nachteile der oben besprochenen Verfahren behoben werden und das Herstellen gleichmäßig großer und, elastischer Hohlkissen unter Verwenden sehr zäher Abdichtungsmittel möglich sein.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung urjterscheidet sich dadurch von den bekannten Verfahren, daß das Abdichtungsmittel vor dem Vulkanisieren in die Hohlkissen eingebracht wird. In weiterer Ausbildung des Erfindungsgedankens wird dem Abdichtungsmittel noch ein an sich bekanntes pulverförmiges Treibmittel beigefügt.
  • In der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung rein schematisch dargestellt, und zwar zeigen: Abb. i eine Formplatte mit den Nestern in Draufsicht, Abb. 2 die Formplatte mit der darüber gelegten Platte aus Gummimischung oder imprägniertem Stoff, Abb. 3 die in den Nestern der Formplatte eingelegte Gummiplatte o. dgl., Abb. q. die Einfüllung des Abdichtungsmittels, Abb. 5 - das Auflegen .einer zweiten Platte aus Gummimischung* o. dgl., Abb.6 die vorbereitete Vulkanisierform. Die Hohlkissen bestehen, wie üblich, aus zwei Wänden aus imprägniertem Stoff oder Gummimischung oder aus einer Stoff- und einer Gummiwand.
  • Eine Platte aus gummiimprägniertem Stoff oder unvulkanisierter Gummimischung i wird auf der Formplatte A, die der Form der Hohlkissen entsprechend geformte Nester a hat, in an sich bekannter Weise so vorgearbeitet, daß sich das Material in die Nester a legt. Je nach der Elastizität des verwendeten Materials kann diese Maßnahme durch Wärme, Luft, Dampf oder mechanischen Druck vorgenommen werden. Bei größeren Hohlkissen ist es vorteilhaft, die Formplatte - wie ebenfalls bekannt = in den Nestern zu durchbohren, damit die über der Gummi- oder Stoffplatte befindliche Luft entweichen kann. Hat sich die Gummi- oder Stoffplatte i den Nestern a der Formplatte A angepaßt, so wird in die Nester eine entsprechende Menge des Abdichtungsmittels b eingefüllt. Das Abdichtungsmittel kann z. B. aus einer Sulfitablauge bestehen, die unter Zugabe von Glycerin auf den gewünschten Flüssigkeitsgrad eingestellt wird. Soll nur wenig Abdichtungsmittel verwendet werden, so.ist es ratsam, dem Abdichtungsmittel noch ein Treibmittel, z. B. Hirschhornsalz o. dgl., zuzusetzen. Auf die mit dem Abdichtungsmittel gefüllte Gummi- oder Stoffplatte i wird nun eine zweite Platte aus unvulkanisierter Gummimischung oder gummiimprägniertem Stoff 2 aufgelegt und durch eine zweite Formplatte B gegen die Ränder c der Formplatte A gedrückt und fest verbunden. Die Ränder der Formplatte A können dabei noch beliebig geformt sein, z. B. halbkreisförmig oder schräg, wenn die Formplatte B auch entsprechend geformt ist.
  • Nun kann die so vorbereitete Vulkanisierform von beiden Seiten oder.einer beliebigen Seite durch Erhitzen dem Vulkanisieren ausgesetzt werden. Durch das Erhitzen bei der Vulkanisation erhöht sich der Dampfdruck des Abdichtungsmittels, und die Wandungen der Hohlkissen werden in die Form hineingepreßt. Der Dampfdruck des Abdichtungsmittels kann durch Zugabe eines Treibmittels noch beliebig erhöht werden. Sind undichte Stellen im verwendeten Material, so sollen diese durch das Abdichtungsmittel geschlossen werden. Nach dem Vulkanisieren werden die Formplatten in üblicher Weise abgekühlt.
  • Die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellten ventillosen Kautschukhohlkissen sind gleichmäßig geformt und sollen vollkommen dicht sein. Ein Prüfen auf Dichtigkeit erübrigt sich, da schlecht vulkanisierte oder undichte Kissen in sich zusammenfallen und nicht die richtige Form haben. Werden die Hohlkissen aus zwei Gummiplatten hergestellt, so empfiehlt es sich, in an sich bekannter Weise eine der Wandungen mit einem kleinen Stofffleck zu versehen, durch welchen die Kanüle einer Luftpumpe eingeführt wird, wenn ein Ergänzen oder Vermehren des Luftinhaltes der Kissen nötig ist. Der Stofffleck hat die bekannte Aufgabe, ein übermäßiges Dehnen des Gummis an dieser Stelle zu vermeiden.
  • Da der Flüssigkeitsgrad des im Hohlkissen befindlichen Abdichtungsmittels bedeutend größer gewählt werden kann, als es bei dem Einführen des Abdichtungsmittels mit einer Hohlnadel möglich ist, so soll dadurch das lästige Bluten der Kissen vollständig vermieden werden, auch dann, wenn nachträglich in die nach dem Verfahren gemäß der Erfindung hergestellten Hohlkissen mit der Kanüle einer Luftpumpe Luft eingepumpt wird. Außerdem ist es möglich, beim Einpumpen von Luft Kanülen von größerem Ouerschnitt zu verwenden, da das zähe Abdichtungsmittel auch größere Löcher abdichtet, und es ist nicht nötig, jede etwa stumpf gewordene Hohlnadel durch eine neue zu ersetzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen ventilloser, elastischer Hohlkissen aus Kautschuk oder gummiertem Gewebe mit einem in das Innere des Hohlkörpers eingebrachten zähflüssigen Abdichtungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß das Abdichtungsmittel vor dem Vulkanisieren in die Hohlkissen eingebracht wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dem Abdichtungsmittel noch ein an sich bekanntes pulverförmiges Treibmittel beigefügt wird. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei nur aus Gummiplatten bestehenden Hohlkissen eine Wandung mit einem Stofffleck versehen wird, durch den in an sich bekannter Weise die Hohlnadel einer Luftpumpe zum Nachfüllen von Luft eingeführt wird, wobei der Stofffleck die Einstechstelle vor zu weiter Dehnung schützt.
DEM114892D 1931-04-14 1931-04-14 Verfahren zum Herstellen ventilloser, elastischer Hohlkissen aus Kautschuk Expired DE612348C (de)

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